Was lest Ihr gerade?

Jan

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Unfassbar - eigentlich braucht man nur ein paar Jahreszahlen austauschen und ein paar andere Kleinigkeiten - dann passt es zu heute.
habe vor einiger Zeit mal eine spanische Serie "die Pest" gesehen. War hervorragend, hat aber mit diesem Buch wohl nichts zu tun. Klingt dennoch sehr interressant! Werde ich mir wohl besorgen
 

Okzitane

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Wenn CAMUS wüßte, das er noch mal in Deutschland die Bestsellerliste anführt... er hätte wahrscheinlich ein Buch drüber geschrieben.
 

Okzitane

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Es ist erstaunlich, wie ein Buch nach 400 Jahren noch so aktuell sein kann. Selbst in einer Mikro-Gesellschaft wie diesem Forum. Deshalb hab ich mir heute noch mal dieses Büchlein gegriffen...

MIGUEL DE CERVANTES SAAVEDRA - Der sinnreiche Junker Don Quijote von der Mancha (1605)

 

Zeips

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Michael Blume:

„Warum der Antisemitismus uns alle bedroht – Wie neue Medien alte Verschwörungsmythen befeuern“

https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Blume

Michael Blume ist Religionswissenschaftler und Referatsleiter für nichtchristliche Religionen im Staatsministerium Baden-Württemberg sowie Beauftragter der Landesregierung gegen Antisemitismus. Er forscht, lehrt und veröffentlicht zu Fragen des christlich-islamischen Dialoges in Deutschland, zum Zusammenhang von Religion und Demografie sowie zur Entwicklung der Neurotheologie.

https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/themen/beauftragter-gegen-antisemitismus/

Blog:
https://scilogs.spektrum.de/natur-des-glaubens/author/blume/
 

Zeips

Mitglied
Darf ich da mal ketzerisch anfragen, was mir das Lesen dieses Buches bringt?
Klar darf man immer nachfragen!

Evtl. könnte dieses Buch Dir vermitteln, das Deine Frage gar nicht „ketzerisch“ ist .
Denn es geht hierbei mehr um Kulturgeschichte und Vorurteile als eine vereinfachte Kirchenlehre.

Rassismus und Verschwörungsmythen sind leider immer noch weit verbreiten, meist ohne das Wissen von Zusammenhängen und wie die Geschichte von Religionen, uns als Menschen in unseren Gesellschaftlichen Kreisen, Denkmustern und Handeln prägte.

Ob nun Theismus, Monotheismus, Polytheismus oder Atheismus, alle Menschen wollen an etwas glauben… oder haben und dürfen dazu sogar eine Meinung haben…

Wieso und Warum sich Hass weiterhin so leicht verbreiten lässt, liegt in den Wurzeln des Verständnisses zu den einzeln Glaubensauffassungen – Dr. Blume beschreibt und formuliert dies vorzüglich, so dass auch derjenige, der vielleicht „glaubt“ alles über Religionen zu wissen, in seinem Weltbild, noch eine Erkenntnis finden könnten.
 

Jester.D

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Gut, danke. Den Inhalt und das Anliegen des Autors hatte ich soweit schon verstanden.

Mein Problem ist - wir werden mit Publikationen aller Art, Talkrunden, TV-Interviews, Radio-Features, Zeitungsartikeln und Internet-Blogs dermaßen mit Input zugedröhnt, dass ich mir schon vor einiger Zeit gesagt habe - STOP!! Muss/will ich das alles wirklich wissen? Was bringt es mir an menschlichem Nutzen?

Ganz abgesehen davon, dass man allein mit dem Lesen schon 24/7 ausgelastet wäre. Dass die "neuen" Medien alles, aber wirklich alles befeuern können und natürlich auch oft tun, steht doch komplett außer Frage! Also, was bringt mir noch ein Buch??
 

Zeips

Mitglied
Also, was bringt mir noch ein Buch??
Den Inhalt und das Anliegen des Autors hatte ich soweit schon verstanden.
So gedacht: Nichts!
Ich lese es, weil ich den Inhalt noch nicht kannte und mich das Anliegen des Autors interessiert, um es somit besser zu verstehen.

Damit ich nicht, mit
dem Lesen schon 24/7 ausgelastet
bin, sortiere ich mir meine Lektüren schon mit Bedacht aus….

Was bringt mir noch ein Film? Es sind doch eh immer die alten, selben Geschichten nur neu und effektvoller zubereitet....
(Unterhalte Dich bitte ja nicht mit mir als Koch darüber, wieso man manche Zutaten, je nach Gericht vielfältig verwenden kann und diese dann auch noch unterschiedlich wirken :p)

Ein Fachbuch bleibt ein Fachbuch (rechtfertig auch so seinen Preis, durch das vermittelte Wissen) und hat rein gar nichts mit
aller Art, Talkrunden, TV-Interviews, Radio-Features, Zeitungsartikeln und Internet-Blogs
gemeinsam!

Naja, der Blog von Herrn Dr. Blume ist trotzdem sehr interessant! Dieser ergänzt seine Bücher . :cool:

Was bringt es mir an menschlichem Nutzen?
Das kannst nur Du, Dir selbst beantworten.... evlt. so dann, auch Deine Mitmenschen.....
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Oh, ein Koch. Ich bin so was wie ein Hobby-Koch - soll heißen, dass mir zwar das Fachwissen fehlt, aber ich aus eigenen Familienerfahrungen heraus ein paar Sachen kann und immer wieder gern zubereite.

Danke für die ausführliche Antwort.
 

Zeips

Mitglied
YW!
Danke auch Dir, fürs kritische Hinterfragen.

„Sind wir nicht alle irgendwo, irgendwie, irgendwann mal mit unserem Wissen und Erfahrungen Hobby- Köche, die auf die eigenen Familienerfahrungen zurückgreifen und daraus unser eigenes Süppchen zubereiten?
Ein guter Koch (auch wenn es nur ein Hobby ist) lernt niemals aus, auch wenn wir alle nur mit Wasser kochen.....
 
Tankstelle, Supermarkt, nahezu überall stehen die Wühltische mit den Büchern, die als Mängelexemplare verhökert werden. Da stöbere ich ganz gerne und habe mich schon manches mal gefragt, warum der Autor/die Autorin sich überhaupt befähigt sah, Buchstaben zu Worten zu formulieren. Dann gibt es auch die Überraschungen.

Pressestimmen
»›Blutrot ist die Nacht‹ lässt den Leser so schnell nicht zum Schlaf kommen. Denn hier kriegt man den hellen Thrillerwahnsinn in die Hände.« Source: literaturmarkt.info
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Jake Woodhouse hat als Oboist, Winzer und Weinhändler gearbeitet, bevor er sich dem Schreiben widmete. Er lebt mit seiner Frau in London. Nach der »Der fünfte Tage« legt Woodhouse nun den zweiten Band seiner Reihe um Inspector Jaap Rykel von der Amsterdamer Polizei vor.

Gewisse Charaktere, Verhaltensmuster, Tatmotive, sind in Stein gemeißelte Gesetze und werden auch hier nicht in Frage gestellt. Es kommt nur drauf an, wie werden die maßgeblich wichtigsten Personen in dem Buch dargestellt? Wie viel Platz ist für Nebensächlichkeiten vorhanden, ohne sich in im Dickicht der Belanglosigkeiten zu verirren? Könnte es in der Realität ähnliches geben? Ist der Hauptcharakter des Buches Held oder normal mit allen Schwächen und Befindlichkeiten? Meiner Meinung nach ist in diesem zweiten Band, der knapp erklärte Querverweise zum ersten hat, alles so gut gelöst, dass die Zeit wie im Flug vergeht und die Freude auf einen möglichen dritten Band von Seite zu Seite wächst!
 

Okzitane

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JEAN GIONO - Die große Meeresstille (1949)

Für alle, denen das Reisen dieses Jahr fehlt...


Kolumbus schlüpft zurück ins Ei
"Die große Meeresstille" ist einer der ersten Romane des Dichters, in dem er uns aus seiner Heimat in der Provence herausführt. Er lässt uns an einer Expedition in die südlichen Meere teilnehmen.

Wir begegnen auf der erregenden und abenteuerlich spannenden Fahrt nach der Insel Tristan da Cunha den Wundern einer Natur von üppiger, fast orientalischer Phantastik. Nie erschaute Farben, zauberhafte, für den Menschen kaum zu ertragende Düfte nicht irdischer Meereswesen verwirren unsere Sinne. Wir sind umgeben von einer Welt, deren gewaltigen Dimensionen wir kaum noch gewachsen sind. Wir hören die Musik aufziehender Sternbilder und wir lauschen der Stille,in der die Sternbilder unter dem Horizont eintauchen. Um die Masten unseres Schiffes singt der Sturm, und in den Abgründen unter unserem Kiel lauert das Geheimnis des Wunderbaren.

Wir sind voll Furcht vor der Gewalt einer riesenhaften Natur, aber wir haben dennoch nur den Wunsch, dass diese Fahrt ins Paradies nie enden möge... (Buch7)
 


In der Übersetzung von 1913, ein paar Druckfehler inklusive, lediglich hinsichtlich Satzstellung und korrekter Rechtschreibung etwas gepimpt. Fantasy, aber auch eine sehr lebendige Detailgetreue Schilderungen zu der Zeit um das Jahr 1100, Dramatik und die Entstehung der englischen Sprache, langweilig wird dieses Buch nicht!
 

Okzitane

Aktives Mitglied


In der Übersetzung von 1913, ein paar Druckfehler inklusive, lediglich hinsichtlich Satzstellung und korrekter Rechtschreibung etwas gepimpt. Fantasy, aber auch eine sehr lebendige Detailgetreue Schilderungen zu der Zeit um das Jahr 1100, Dramatik und die Entstehung der englischen Sprache, langweilig wird dieses Buch nicht!
Ich finde das grauenhaft mit diesen Druckfehlern! Das kommt meist zustande, weil man wahrscheinlich aus der Frakturschrift die Texte mies eingescannt hat und sie dann, ohne Korrektur zu lesen, gedruckt hat. Mir ging das bei einigen Neuauflagen von Büchern aus den 1920ern so, und ist bei Sachbüchern schon ziemlich nervig.... meistens wird das kleine m zu in... und solche Spielereien...
 
Ich finde das grauenhaft mit diesen Druckfehlern! Das kommt meist zustande, weil man wahrscheinlich aus der Frakturschrift die Texte mies eingescannt hat und sie dann, ohne Korrektur zu lesen, gedruckt hat. Mir ging das bei einigen Neuauflagen von Büchern aus den 1920ern so, und ist bei Sachbüchern schon ziemlich nervig.... meistens wird das kleine m zu in... und solche Spielereien...
Bis jetzt habe ich 2 gefunden, bei 4,50 für das Buch geht das in Ordnung. Ob die teilweise sehr verschachtelten Sätz so nahe wie möglich am Original gehalten wurden, dafür bräuchte ich allerdings die englische Version.
 

Okzitane

Aktives Mitglied
Bis jetzt habe ich 2 gefunden, bei 4,50 für das Buch geht das in Ordnung. Ob die teilweise sehr verschachtelten Sätz so nahe wie möglich am Original gehalten wurden, dafür bräuchte ich allerdings die englische Version.
Diese sprachliche Eigenart war vor dem 1.WK, in Zeiten der Monarchien, durchaus noch üblich. Großes Pathos alter Ritterherrlichkeit. Das änderte sich erst ab den 20ern...
 

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