Was hört ihr grade?

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Okay, der tiefere Sinn besteht darin, das sich der überwiegende Teil an Rechtschreiberegeln hält und sich die Kommunikation dadurch leichter gestaltet. Ich finde das einfacher und auch höflicher. Wenn du das anders siehst, akzeptiere ich das natürlich.
Ich denke gerade an die Tusse in meiner beruflichen Reha. Deren Korrekturwahn wenn wir Bewerbungen schrieben war :mad: .Irgendwann habe ich dann gefragt, ob sie überhaupt Germanistik studiert hat?
 

Andie Arbeit

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T. Rex – Electric Warrior
1971; was für ein Jahr...
Dass ich am 12. Juni mein Abschlusszeugnis der Realschule Ennigerloh bekam, ist dabei wohl nebensächlich. Noch viel nebensächlicher sind die 16 Noten dieses Dokuments, denn, dies war mir damals schon klar, da lagen die elf UnterzeichnerInnen mit ihrem Urteil komplett falsch. Mit diesem Dokument war kein Staat zu machen, also blieb mir nichts anderes übrig, als weiter zur Schule zu gehen...
...und mich auf das zu konzentrieren, was wichtig und von existentieller Bedeutung war. Naja, irgendwann stellte auch ich dann fest, dass eine leichte Korrektur auf der nach oben offenen Wertigkeitsskala erforderlich war. Damals aber hatten die vorwiegend schwarzen Vinylscheiben einen extrem hohen Stellenwert. Eines dieser Alben, welches für unsere Generation von eben dieser existentieller Bedeutung war und bei mir sich dazu entwickelte, ist das T. Rex-Werk „Electric Warrior“.
T. Rex, dies waren Marc Bolan und Mickey Finn und auf die, mit ihrem Glitterflitter im Gesicht und diesem Glam-Rock standen damals in erster Linie die Mädels und die, sind wir doch ehrlich, hatten sowieso keine Kenne von richtiger Musik.
Naja, ich habe mir die LP dann doch mal zugelegt, also nicht, weil ich die Musik hören wollte, wie gesagt, „Mädchenmusik“, da waren aber auch ein paar Songs drauf, die warum auch immer, gehört wurden und die ich vielleicht mal bei Feten auflegen konnte, mussten und überhaupt, schließlich ging es ja auch um mehr.
Wenn ich in meiner „Bude“ allein war, habe ich den (damals) Sennheiser Kopfhörer (Ohrmuscheln aus Schaumstoff, die irgendwann allein gehen lernten...) aufgesetzt und mir die LP angehört. Hatten die Mädels vielleicht doch recht, war die Mucke garn nicht so schlecht? Konnten die Herren Bolan und Finn nicht nur gut aussehen sondern auch noch tatsächlich Musik machen?
Irgendwann war es dann so weit, dieses ganze Glamrock-Gedöns wurde fester Bestandteil der Rockmusik und auch von „richtigen Männern“ so wie wir 16/17jährigen gehört. Zu diesen Glam-Rock-Vertretern gehörte auch The Sweet. Ein Radiomoderator, heute auch schon über 70 und immer noch gern von mir gehört, kommentierte mal: Früher konnte ich diesen ganzen Glamrock-Kram nicht leiden, doch da wusste ich ja noch nicht was danach kam, daher heute...
...heute (24. Sept.) nun feiert die LP den 50gsten Geburtstag und dieses schwarze Cover mit der von einem goldenen, metallischen Schatten umrahmten Silhouette Mark Bolans ist nach wie vor absolut klasse.
Auf der Innenhülle befinden sich jeweils auf einer Seite Zeichnungen von Mark Bolan respektive Mickey Finn, gefertigt von George Underwood. Die für den deutschen Markt veröffentlichte LP erschien in einem formidablen Gatefold-Cover, während die LP für den UK-Markt in einer einfachen Einsteckhülle war. Meine deutsche Pressung befand sich bereits nach einem viertel Jahrhundert in einem Zustand, der einer Plattensammlung unwürdig war und so trennten sich unsere Wege bereits vor mindestens zwei Jahrzehnten. Aktuell befinden sich nur noch zwei UK-Exemplare, von denen aber ein Exemplar bislang noch nicht im Einsatz war und somit noch ein unbenutztes, jungfräuliches Dasein fristet, in meinem Besitz.
Randbemerkung: LPs dieser Art besitze ich einige, es begann bereits 1969 mit Led Zeppelin II, dass ich mir immer mal wieder LPs doppelt kaufte und eine für "später" weg legte, doch dies ist eine andere Geschichte.
Komme ich zur Musik von Electric Warrior. Dabei muss ich nicht viel drum herum reden, diese LP ist ganz großes Kino. Elf Tracks und kein schwacher Song. Da sind natürlich die beiden, als Single erschienenen Hits „Get it on“ und „Jeepster“. Übrigens ; auf manchen Veröffentlichungen erscheint für „Get it on“ auch „Bang a Gong“. Dieser Titel wurde gewählt, um Verwechslungen mit einem Hit der Gruppe Chase zu vermeiden. Auch wenn diese beiden Tracks die offiziellen Hits waren, so stehen der Opener „Mambo Sun“, „Lean Woman Blues“ sowie „Life´s a Gas“ diesen Songs in nichts nach. T. Rex, hier nicht nur Bolan und Finn, überzeugen musikalisch auf ganzer Linie. Da ist u.a. das Saxophon von Ian McDonald sowie das Flügelhorn von Burt Collins. T. Rex geben sich hier vielschichtiger und kreativer als zuvor. Komplett aus der (Mach)Art fällt „Girl“, ein akustischer Song, der auch bei mir Jahrzehnte ein Schattendasein fristete, jedoch mit zu dem stärksten der insgesamt starken Songs zählt.
Insgesamt ist festzuhalten, „Electric Warrior“ ist ein rockmusikalisches Album für die Ewigkeit, ein Album ohne das eigentlich jede Plattensammlung unvollständig ist. Ein Album für das eine uneingeschränkte Kaufpflicht besteht, dass den Status „Weltkulturalbum“ schon seit Jahrzehnten inne hat, definitiv in die Rockgeschichte gemeißelt wurde und Marc Bolan und Mickey Finn den Status der Unvergesslichkeit verlieh.
 

Marifloyd

Inventar
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T. Rex – Electric Warrior
1971; was für ein Jahr...
Dass ich am 12. Juni mein Abschlusszeugnis der Realschule Ennigerloh bekam, ist dabei wohl nebensächlich. Noch viel nebensächlicher sind die 16 Noten dieses Dokuments, denn, dies war mir damals schon klar, da lagen die elf UnterzeichnerInnen mit ihrem Urteil komplett falsch. Mit diesem Dokument war kein Staat zu machen, also blieb mir nichts anderes übrig, als weiter zur Schule zu gehen...
...und mich auf das zu konzentrieren, was wichtig und von existentieller Bedeutung war. Naja, irgendwann stellte auch ich dann fest, dass eine leichte Korrektur auf der nach oben offenen Wertigkeitsskala erforderlich war. Damals aber hatten die vorwiegend schwarzen Vinylscheiben einen extrem hohen Stellenwert. Eines dieser Alben, welches für unsere Generation von eben dieser existentieller Bedeutung war und bei mir sich dazu entwickelte, ist das T. Rex-Werk „Electric Warrior“.
T. Rex, dies waren Marc Bolan und Mickey Finn und auf die, mit ihrem Glitterflitter im Gesicht und diesem Glam-Rock standen damals in erster Linie die Mädels und die, sind wir doch ehrlich, hatten sowieso keine Kenne von richtiger Musik.
Naja, ich habe mir die LP dann doch mal zugelegt, also nicht, weil ich die Musik hören wollte, wie gesagt, „Mädchenmusik“, da waren aber auch ein paar Songs drauf, die warum auch immer, gehört wurden und die ich vielleicht mal bei Feten auflegen konnte, mussten und überhaupt, schließlich ging es ja auch um mehr.
Wenn ich in meiner „Bude“ allein war, habe ich den (damals) Sennheiser Kopfhörer (Ohrmuscheln aus Schaumstoff, die irgendwann allein gehen lernten...) aufgesetzt und mir die LP angehört. Hatten die Mädels vielleicht doch recht, war die Mucke garn nicht so schlecht? Konnten die Herren Bolan und Finn nicht nur gut aussehen sondern auch noch tatsächlich Musik machen?
Irgendwann war es dann so weit, dieses ganze Glamrock-Gedöns wurde fester Bestandteil der Rockmusik und auch von „richtigen Männern“ so wie wir 16/17jährigen gehört. Zu diesen Glam-Rock-Vertretern gehörte auch The Sweet. Ein Radiomoderator, heute auch schon über 70 und immer noch gern von mir gehört, kommentierte mal: Früher konnte ich diesen ganzen Glamrock-Kram nicht leiden, doch da wusste ich ja noch nicht was danach kam, daher heute...
...heute (24. Sept.) nun feiert die LP den 50gsten Geburtstag und dieses schwarze Cover mit der von einem goldenen, metallischen Schatten umrahmten Silhouette Mark Bolans ist nach wie vor absolut klasse.
Auf der Innenhülle befinden sich jeweils auf einer Seite Zeichnungen von Mark Bolan respektive Mickey Finn, gefertigt von George Underwood. Die für den deutschen Markt veröffentlichte LP erschien in einem formidablen Gatefold-Cover, während die LP für den UK-Markt in einer einfachen Einsteckhülle war. Meine deutsche Pressung befand sich bereits nach einem viertel Jahrhundert in einem Zustand, der einer Plattensammlung unwürdig war und so trennten sich unsere Wege bereits vor mindestens zwei Jahrzehnten. Aktuell befinden sich nur noch zwei UK-Exemplare, von denen aber ein Exemplar bislang noch nicht im Einsatz war und somit noch ein unbenutztes, jungfräuliches Dasein fristet, in meinem Besitz.
Randbemerkung: LPs dieser Art besitze ich einige, es begann bereits 1969 mit Led Zeppelin II, dass ich mir immer mal wieder LPs doppelt kaufte und eine für "später" weg legte, doch dies ist eine andere Geschichte.
Komme ich zur Musik von Electric Warrior. Dabei muss ich nicht viel drum herum reden, diese LP ist ganz großes Kino. Elf Tracks und kein schwacher Song. Da sind natürlich die beiden, als Single erschienenen Hits „Get it on“ und „Jeepster“. Übrigens ; auf manchen Veröffentlichungen erscheint für „Get it on“ auch „Bang a Gong“. Dieser Titel wurde gewählt, um Verwechslungen mit einem Hit der Gruppe Chase zu vermeiden. Auch wenn diese beiden Tracks die offiziellen Hits waren, so stehen der Opener „Mambo Sun“, „Lean Woman Blues“ sowie „Life´s a Gas“ diesen Songs in nichts nach. T. Rex, hier nicht nur Bolan und Finn, überzeugen musikalisch auf ganzer Linie. Da ist u.a. das Saxophon von Ian McDonald sowie das Flügelhorn von Burt Collins. T. Rex geben sich hier vielschichtiger und kreativer als zuvor. Komplett aus der (Mach)Art fällt „Girl“, ein akustischer Song, der auch bei mir Jahrzehnte ein Schattendasein fristete, jedoch mit zu dem stärksten der insgesamt starken Songs zählt.
Insgesamt ist festzuhalten, „Electric Warrior“ ist ein rockmusikalisches Album für die Ewigkeit, ein Album ohne das eigentlich jede Plattensammlung unvollständig ist. Ein Album für das eine uneingeschränkte Kaufpflicht besteht, dass den Status „Weltkulturalbum“ schon seit Jahrzehnten inne hat, definitiv in die Rockgeschichte gemeißelt wurde und Marc Bolan und Mickey Finn den Status der Unvergesslichkeit verlieh.
Du weißt ja, wie sehr gerne ich dieses Album höre. Und Deine Rezension zum Album gefällt mir ebenso.
 

Bayou60

Aktives Mitglied
...die US AOR-Band REFUGEE mit ihrem Debutalbum "Affairs in Babylon" von 1985. Das Nachfolgealbum ereichte nicht mehr die Qualität des Erstlings...





 
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