Was hört ihr grade?

Jester.D

Alter Hase

(2016)

Melde mich leicht angeschlagen zurück - und auch bald wieder ab. Bin grad ziemlich schlapp drauf, mit Grippesymptomen...
 

Andie Arbeit

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Schwarzbrenner -Zauberworte
Wolfgang Becker & Co., besser bekannt unter „Schwarzbrenner“ erhöhen die Schlagzahl. Ihr Werk „Der Ruf der Dichter“, gerade erst in der aktuellen Ausgabe der „Eclipsed“ besprochen, klingt immer noch in den Ohren, da liegt bereits das neue, am 27. April erschienene Werk „Zauberworte“ vor.
Eins gleich vorweg; wer der Meinung sein sollte, dass mit einer so schnell nachgeschobenen weiteren Veröffentlichung die Qualität auf der Strecke geblieben ist, der irrt gewaltig. Klar, Schwarzbrenner bleiben ihrer Tradition treu und vertonen Text von Georg Heym, diesmal derer vier. Neu sind die Vertonungen der Texte „Des Knaben Wunderhorn“ und Clemens Brentano. Unter dem Titel „Des Knaben Wunderhorn“ veröffentlichten Clemens Brentano und Achim von Armin von 1805 bis 1808 in drei Bänden eine Sammlung von Volksliedern.
Mit einleitenden Worten des wunderbar gestalteten Booklets schicken uns Schwarzbrenner auf eine kleine Reise in vergangene Jahrhunderte. Durch diesen Text sowie der Gestaltung des Covers des geschmackvollen Digisleeves wird schnell klar, dass der zweite Song „Der Falke“, dessen Urfassung aus dem 16. Jahrhundert stammt, ein zentrales Stück dieser kleinen Liedersammlung ist, doch auch ohne diese Zusatzinformation hat mich dieser Song gleich gepackt, in seinen Bann gezogen. Was für eine fesselnde Textzeile: „Wär´ ich ein wilder Falke, ich wollt mich schwingen auf, und wollt mich niederlassen vor des Grafen Haus.“ (Ich komme nicht umhin, diesen Song gleich mehrfach zu hören.) Wolfgang Becker ist es gelungen, eine Melodie zu finden, die die wunderbaren Worte des Textes intensivieren.
Eine nicht weniger intensive Wirkung hinterlassen bei mir die weiteren Vertonungen der Texte „Des Knaben Wunderhorn“, als da sind „Wohl heute noch und morgen“, bei dem auch die von Jörn Becker gespielte Lead-Gitarre prächtig ins Ohr geht, sowie „Lasset uns Mayen und Kränze bereiten“, der gleich zweifach,präsentiert wird. Insbesondere die abschließende Romantik-Edition erzeugt dieses besondere Gänsehautfeeling und ist ein Beleg für die einhergehende musikalische Weiterentwicklung der Band.
Ich mache es kurz, Schwarzbrenner-Musik hat mich seit Jahren immer wieder fasziniert. „Zauberworte“ machte da keine Ausnahme. Mit der Vertonung von „ihrem Hausdichter“ Georg Heym bewegen sich die Protagonisten, als da neben Wolfgang & Jörn Becker zudem Rolf Menzen (Bass), Theofilos Fotiadis (Bass), Christoph Keisers (Drums), Marc Sokal (Drums) sind, auf sicheren „Gewässern“. Das Hinzuziehen von Texten aus der „Wunderhorn“-Sammlung bringt einen neuen, einen zusätzlichen frischen Kick, womit „Zauberworte“ eine Weiterentwicklung ist; eine Weiterentwicklung auf dem nach oben offenen Schwarzbrenner-Spektrum.
 
Zuletzt bearbeitet:

Waldmeister

Alter Hase
the kinks - preservation act 1 (1973)

auch dieses kinks-werk mag ich sehr, manche ihrer besten songs findet man hier. teil 2 hab ich dann ewig nicht mehr gehört, dort war mir die präsenz der sängerinnen zu sehr ausgeprägt. :rolleyes:

 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Genre: Blackgaze, Shoegaze, Experimental
Artist: Violet Cold
Album: Empire Of Love (May 7, 2021)

Country: Baku, Azerbaijan

Ich bin gerade mal knapp 2 Minuten drin und schon fasziniert!

 

Catabolic

Alter Hase
Im Moment erscheint grad Highlight um Highlight für meinen Musikgeschmack. Auch hier gilt für mich: Perfektes Album von zwei Meistern ihres Faches. Erinnert mich an die Musik von Leon Redbone und ein bisschen auch an die frühen folkigen Sachen von David Bromberg. Nix für Proggies.

THORBJORN RISAGER & EMIL BALSGAARD - Taking The Good With The Bad (2021)

Cover Risager.jpg


 

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