Uriah Heep

Jester.D

Alter Hase
Hab grad ein paar Sachen gelesen. Die Platte spaltet das Fanlager ja ganz gewaltig - und die Besetzung war ja auch einmalig. Einzige Platte mit John Sloman als Sänger, am Schlagzeug saß Chris Slade (hatte ich noch gar nicht gewusst), weil Lee Kerslake zu Ozzy abgewandert war.

Ich höre erst nochmal richtig rein und dann schaun mer mal.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Leider kann ich dir in musikalischer Sicht keine Kaufempfehlung aussprechen. 1980 war ein sehr schwieriges Jahr für Uriah Heep. Ich hatte mir damals eine Karte für das Konzert in Düsseldorf gekauft und dann wurde die Tour gecancelt, angeblich wegen Krankheiten einiger Musiker. Die Wahrheit kam natürlich raus, der Kartenvorverkauf war schlecht und kurz danach hat sich die Band aufgelöst. Ken Hensley hatte damals Pete Goalby als Sänger abgelehnt und John Sloman eingestellt, was ein großer Fehler war, den Mick Box ab "Abominog" wieder gut gemacht hat.
 

Jester.D

Alter Hase
Da hier ein paar Leute mehr Übersicht wollen sei die Frage gestattet, weshalb es drei Uriah Heep-Threads gibt? Allgemein (den hier), Studioalben und Livealben. (Hab ich noch einen oder mehr übersehen, für Outtakes oder Live Performances etc.?) Das kann man doch zusammenlegen.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Ken Hensley – My Book Of Answers (2021)
Ken Hensley, der Kopf hinter allen relevanten Songs von Uriah Heep mit seinem letzten Soloalbum, nachdem er nach kurzer Krankheit im November 2021 verstarb. Die Texte basieren zum größten Teil auf Gedichte von Vladimir Emelin, einem russischen Fan, der sie Hensley zukommen ließ und die beiden daraufhin Freunde wurden und Hensley interpretierte die Worte in seinen Songs. Das Album ist musikalisch zweigeteilt, die erste Hälfte ist recht rockig mit vielen Uriah Heep Momenten, während die zweite vornehmlich eine langsame, balladeske Ausrichtung bietet.
1. Lost (My Guardian)
Rockiger Einstieg mit elektronisch verfremdetet Stimme von Ken und einem typischen Slidegitarren Solo.
2. Right Here, Right Now
Eine glasklare Hommage an Uriah Heep, quasi ein Double von The Hanging Tree vom Firefly Album, mit starken wah Wah Solo zum Ende hin.
3. The Cold Sacrifice
Ein wunderbar melodiöser Midtemporocker, mit einer tollen Leadgitarre, die von Izzy Cueto gespielt wird.
4. The Silent Scream
Wieder ein melodischer Song, mit einem einprägsamen Refrain und Hensley’s Slidegitarre.
5. Cover Girl
Die erste Ballade des Albums, ein bißchen beliebig und kitschig.
6. Light The Fire (In My Heart)
Gleich die zweite Ballade hinterher und ebenfalls recht langweilig, das konnte er früher besser. (Rain, Tales, The Easy Road, Wise Man)
7. Stand (Chase The Beast Away)
Noch ein langsamer Track, aber mit schöner Melodie und Pink Floyd Frauenchören.
8. The Darkest Hour
Ein tieftrauriger Song, textlich und musikalisch, ein ergreifendes Stück Musik, der in einigen Strophen eine langsamere Version von We’re On Our Way vom Blood On The Highway Album ähnelt.
9. Suddenly
Ein einsames Piano, schöne Streicher, ein melancholischer Abschluß, wieder ein Text, der im Nachhinein Todesahnungen vermuten lässt.
10. The Darkest Hour (Alternative Version)
Hauptsächlich von Ken’s Stimme, Piano und Streichern getragen, Gänsehaut pur.
Das Letze Album eines großartigen Künstlers, den ich im üblichen Rahmen nach einem Konzert 2001 kennenlernen durfte. Mit seinem alten Kumpel John Lawton gastierte er in der Bochumer Zeche. Ein tolles Konzert mit Heep und Hensley Solo Songs. Lokalprominenz, wie Axel Rudi Pell war ebenfalls anwesend. Am Merchandise Stand war Ken’s wunderschöne Frau Monica, die einen eindeutig von den ausgestellten Fanartikeln ablenkte. Spaß beiseite, denn ich war auf der Suche nach Ken’s Album A Glimpse Of Glory, das damals nicht in Deutschland erhältlich war. Es war aber leider nicht im Angebot, trotzdem frage ich Monica danach und sie meinte, das noch ein Exemplar im Auto wäre und sie es nachher holen würde. Das nenne ich Fannähe.
Nach dem Konzert war ein sichtlich entspannter und gut gelaunter Ken Hensley mit einem Glas Rotwein in der Hand am Merchandise Stand und plauderte mit den Fans. Ein kurzer Smalltalk, Handshake, Autogramme und so weiter. Er war sehr erfreut, das ich die CD von A Glimpse Of Glory hatte. Lustig fand ich einen Fan, der meinte, er hätte Uriah Heep 1978 in Saarbrücken gesehen und ob Ken sich an das Konzert erinnern könne. Ken stutzte, lachte dann höflich und sagte: I can’t rememember.
 

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