The Sound of '69

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
Woodstock 2
Creedence Clearwater Revival
trat in der Originalbesetzung John Fogerty, Tom Fogerty, Stu Cooke und Doug (Cosmo) Clifford am Sonntag 17.08 um 01:00 Uhr auf.

Ohne Frage gehörte die Formation um John Fogerty zu den Top-Acts des Festivals, hatten sie doch bereits mit drei veröffentlichten Longplayern, wobei Green River gerade die Charts in den oberen Rängen erreichte, einen hohen Bekanntheitsgrad und ein überragendes Repertoire. Insoweit war es für die Veranstalter auch kein Risiko, die Gruppe unmittelbar nach Grateful Dead auftreten zu lassen.
Grundsätzlich tue ich mich etwas schwer mit dem Begriff „Fan“, doch ich kann von mir behaupten, dass ich ein großer Anhänger der Musik von CCR bin. Mir gefällt dieser gradlinige Gitarrensound, mal mit Swamp-Rock-Einflüssen, mal bluesgetränkt. CCR schaffte es übrigens binnen vier Jahren mit sieben LPs, von denen ich keine als schwach ansehe, wenngleich dies ihrem letzten Werk „Mardi Gras“ immer wieder nachgesagt wird, zu Superstars zu werden. Mir persönlich gefällt also auch diese Scheibe und wenn ich Buch darüber führen würde, welche CCR-LP am häufigsten bei mir auf dem Plattenteller liegt, dann ist „Mardi Gras“ ganz vorn dabei.
Doch trotz meiner Begeisterung für Fogerty und Co. habe ich die Band lange Zeit überhaupt nicht mit Woodstock in Verbindung gebracht. 1970 legte ich mir das 3-LP-Set zu und dort spielte CCR keine Rolle. Insoweit setzte ich mich erst viel später mit Woodstock und CCR auseinander.
John Fogerty meinte zu diesem Auftritt, dass es verdammt schwer war, für schlafende, verschlungene Leiber voller Schlamm zu spielen. Während des Sets machte er einige Besucher aus, die dem CCR-Auftritt folgten. „Den Rest der Show spielten wir nur für sie.“
Irgendwann erschien über den CCR-Auftritt eine DVD, die jedoch teuer und von schlechter Qualität ist. Ich habe mich nie mit diesem Gig beschäftigt. Es ist allerdings aus heutiger Sicht schon ein Wahnsinn, dass nach Grateful Dead Creedence Clearwater die Bühne enterte und anschließend noch Janis Joplin und weitere überragende Acts folgten.
Unterm Strich bleibt, Creedence Clearwater Revival war dabei, bei diesem gigantischen Festival, CCR ist für mich, ich wiederhole mich, eine Formation, die phänomenale Musik produziert hat, doch die Akzente in Woodstock setzten andere.
Ob dieser, bei mir festsitzende Eindruck nur eine persönliche Momentaufnahme ist oder ob letztendlich die Differenzen der Labels Fantasy und Atlantic-Records mit dafür verantwortlich sind, möchte ich an dieser Stelle offen lassen.
Meine Faszination für diese Band ist hiervon nicht berührt, allerdings verdienen auch Personen Respekt und Anerkennung die häufig in der Berichterstattung viel zu kurz kommen. Melanie erwähnte ich bereits und auf John Sebastian werde ich später noch gebührend eingehen.
CCR-Playliste:
Born on the Bayou
Green River
Ninety-Nine and a half won´t do
Commotion
Bootleg
Bad Moon Rising
Proud Mary
I put a spell on you
Night time is the right time
Keep on Chooglin
Suzie Q

Zu CCR ist es wirklich unmöglich einen Hör-Tipp abzugeben. Die Diskografie umfasst nur sieben LPs, als da sind:
1968: Creedence Clearwater Revival
1969: Bayou Country
1969: Green River
1969: Willy and teh Poor Boys
1970: Cosmo´s Factory
1970: Pendulum
1972: Mardi Gras
Wie ich finde, gehören diese sieben Scheiben einfach in jede Plattensammlung. Bei mir stehen sie im Original aus der damaligen Zeit, sowie als CD (ist halt nur digitaler Sound) und in einer sehr aktuellen Box (The Studio Album Collection), aufgenommen in einer aufwendigen Halfspeed-Technik (Half Speed Master Box) und einem umfassenden Buch zur Bandgeschichte. Diese Box kann ich nur wärmstens empfehlen, da es analoger HiFi-Sound in allerbester Qualität ist.
Ansonsten ist natürlich „Cosmo´s Factory“ ein richtiges Hammer-Album und dies nicht nur aufgrund des elfminütigen Marvin-Gayxe-Cover „I Heard it Through the Grapevine“.
Persönlich habe ich CCR nie live erleben dürfen, dafür allerdings John Fogerty, was auch irgendwie ein wenig entschädigt, doch Fogerty ist Fogerty und CCR ist CCR.
 

Catabolic

Alter Hase
Woodstock 2
Creedence Clearwater Revival
trat in der Originalbesetzung John Fogerty, Tom Fogerty, Stu Cooke und Doug (Cosmo) Clifford am Sonntag 17.08 um 01:00 Uhr auf.

Ohne Frage gehörte die Formation um John Fogerty zu den Top-Acts des Festivals, hatten sie doch bereits mit drei veröffentlichten Longplayern, wobei Green River gerade die Charts in den oberen Rängen erreichte, einen hohen Bekanntheitsgrad und ein überragendes Repertoire. Insoweit war es für die Veranstalter auch kein Risiko, die Gruppe unmittelbar nach Grateful Dead auftreten zu lassen.
Grundsätzlich tue ich mich etwas schwer mit dem Begriff „Fan“, doch ich kann von mir behaupten, dass ich ein großer Anhänger der Musik von CCR bin. Mir gefällt dieser gradlinige Gitarrensound, mal mit Swamp-Rock-Einflüssen, mal bluesgetränkt. CCR schaffte es übrigens binnen vier Jahren mit sieben LPs, von denen ich keine als schwach ansehe, wenngleich dies ihrem letzten Werk „Mardi Gras“ immer wieder nachgesagt wird, zu Superstars zu werden. Mir persönlich gefällt also auch diese Scheibe und wenn ich Buch darüber führen würde, welche CCR-LP am häufigsten bei mir auf dem Plattenteller liegt, dann ist „Mardi Gras“ ganz vorn dabei.
Doch trotz meiner Begeisterung für Fogerty und Co. habe ich die Band lange Zeit überhaupt nicht mit Woodstock in Verbindung gebracht. 1970 legte ich mir das 3-LP-Set zu und dort spielte CCR keine Rolle. Insoweit setzte ich mich erst viel später mit Woodstock und CCR auseinander.
John Fogerty meinte zu diesem Auftritt, dass es verdammt schwer war, für schlafende, verschlungene Leiber voller Schlamm zu spielen. Während des Sets machte er einige Besucher aus, die dem CCR-Auftritt folgten. „Den Rest der Show spielten wir nur für sie.“
Irgendwann erschien über den CCR-Auftritt eine DVD, die jedoch teuer und von schlechter Qualität ist. Ich habe mich nie mit diesem Gig beschäftigt. Es ist allerdings aus heutiger Sicht schon ein Wahnsinn, dass nach Grateful Dead Creedence Clearwater die Bühne enterte und anschließend noch Janis Joplin und weitere überragende Acts folgten.
Unterm Strich bleibt, Creedence Clearwater Revival war dabei, bei diesem gigantischen Festival, CCR ist für mich, ich wiederhole mich, eine Formation, die phänomenale Musik produziert hat, doch die Akzente in Woodstock setzten andere.
Ob dieser, bei mir festsitzende Eindruck nur eine persönliche Momentaufnahme ist oder ob letztendlich die Differenzen der Labels Fantasy und Atlantic-Records mit dafür verantwortlich sind, möchte ich an dieser Stelle offen lassen.
Meine Faszination für diese Band ist hiervon nicht berührt, allerdings verdienen auch Personen Respekt und Anerkennung die häufig in der Berichterstattung viel zu kurz kommen. Melanie erwähnte ich bereits und auf John Sebastian werde ich später noch gebührend eingehen.
CCR-Playliste:
Born on the Bayou
Green River
Ninety-Nine and a half won´t do
Commotion
Bootleg
Bad Moon Rising
Proud Mary
I put a spell on you
Night time is the right time
Keep on Chooglin
Suzie Q

Zu CCR ist es wirklich unmöglich einen Hör-Tipp abzugeben. Die Diskografie umfasst nur sieben LPs, als da sind:
1968: Creedence Clearwater Revival
1969: Bayou Country
1969: Green River
1969: Willy and teh Poor Boys
1970: Cosmo´s Factory
1970: Pendulum
1972: Mardi Gras
Wie ich finde, gehören diese sieben Scheiben einfach in jede Plattensammlung. Bei mir stehen sie im Original aus der damaligen Zeit, sowie als CD (ist halt nur digitaler Sound) und in einer sehr aktuellen Box (The Studio Album Collection), aufgenommen in einer aufwendigen Halfspeed-Technik (Half Speed Master Box) und einem umfassenden Buch zur Bandgeschichte. Diese Box kann ich nur wärmstens empfehlen, da es analoger HiFi-Sound in allerbester Qualität ist.
Ansonsten ist natürlich „Cosmo´s Factory“ ein richtiges Hammer-Album und dies nicht nur aufgrund des elfminütigen Marvin-Gayxe-Cover „I Heard it Through the Grapevine“.
Persönlich habe ich CCR nie live erleben dürfen, dafür allerdings John Fogerty, was auch irgendwie ein wenig entschädigt, doch Fogerty ist Fogerty und CCR ist CCR.
Ein sehr schöner Bericht, danke Dir. Im Falle von CCR hab ich es leicht: Ich hab die Box "The Studio Album Collection". CCR waren im Grunde meine erste Band, bei der mir nicht nur alle Singles, sondern eigentlich auch alle Alben durchwegs immer gefallen haben. Für mich ist das heute noch eine der zeitlosesten Bands überhaupt.

Was ausserdem noch in meiner Sammlung steht, ist das erste Blue Ridge Rangers Album von 1973, was eigentlich das erste Soloalbum von John Fogerty war, auf welchem er auch alle Instrumente selber spielte. Und dann braucht man natürlich - quasi als gerechten Ausgleich, weil John Fogerty immer der Kopf von CCR war und seine brilliante Rhythmus Gruppe nie im Zentrum stand - das 1974er Album von Doug Sahm mit dem Titel "Groovers Paradise", das niemals diesen wundervollen lockeren Groove besitzen würde, wenn da nicht Doug Clifford und Stu Cook mit dabei wären. Und by the Way: Wenn Du noch gerne was Post-CCR mässiges entdecken magst, dann hör unbedingt auch mal bei der Don Harrison Band rein. Auch dort sind Doug Clifford und Stu Cook die Rhythm Section. Hast Du je eine lockerere Version von "Sixteen Tons" gehört ? Das ist doch allerbeste CCR-Tradition, ne ? Fehlt doch echt nur John Fogerty am Mikrophon...

 

Warren

Aktives Mitglied
Die Band Sweetwater sollte das Woodstock Konzert eröffnen,
aber leider sind die im auch Verkehr stecken geblieben so
das ein paar Solo Musiker die Zeit überbrücken mussten.

Sweetwater - Motherless Child
 

Warren

Aktives Mitglied
Ob dieser, bei mir festsitzende Eindruck nur eine persönliche Momentaufnahme ist oder ob letztendlich die Differenzen der Labels Fantasy und Atlantic-Records mit dafür verantwortlich sind, möchte ich an dieser Stelle offen lassen.
Das habe ich auch erst später erfahren das Johnny Winter auch auf
dem Woodstock Festival war und die Begründung die ich gehört hatte
war das Johnny für die Veröffnetlichung zu viel Geld haben wollte.

Johnny Winter Live at Woodstock playing Mean Town Blues - 1969

Johnny Winter ‎– The Woodstock Experience
 

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