The Ohr-range Werk of Alexboy's clock

Alexboy

Aktives Mitglied
Es gab insgesamt zwei Konzerte in dem Schuppen, die als - ländliche - Disco durchging und schon deshalb gefüllt war. Zwischen unseren 3 Live gespielten Stücken spielte der DJ immer Plattenküche der damaligen Zeit. Das anwesende Volk mochte scheinbar unsere Musik, denn sie zahlten laufend Getränke für uns.:oops:
Aber nach Querelen untereinander brach die Band nach knapp zwei Jahren auseinander, und ich hatte kein Bedürfnis nach einer neuen Gruppierung, und trommelte zuhause zur Stereo-Anlage.
Das mit dem Freibier war nur ein Gag, den ich den anderen Musikanten vorgeschlagen hatte. Sie wollten sich Driver nennen, wobei der Name ausser auf dem Plakat für das Konzert nirgens vorkam.
Wir spielten u.a. Jailhouse Rock, Knocking on heavens door, Six blade knife, Stay, Large Time, Bad case of loving you, Honky Tonk women, Keep on rockin me, etc. Hits von damals.:confused:
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Das Ende kam ja leider recht flott. War aber doch bestimmt auch was gutes an der Zeit mit Band?
Der Musik-Geschmack der Mitglieder war zu verschieden, und sehr bald kristallisierte sich ein Alpha-Typ als Entscheidungsträger über die Auswahl der Songs. Er beabsichtigte eine ähnliche Gruppe wie die damals populäre Spider Murphy Gang zu kreieren, was sich aber als völliger Unsinn entpuppte. Wir übten in der Woche, wenn überhaupt einmal etwa 2 Stunden. Die übrige Zeit ging für Seiten aufziehen, Technik-Einstellungen ( Echo, Mischpult ) und belangloses Gelaber drauf.
Es war eine Erfahrung in meinem Leben, die mich sehr früh davon überzeugte eine berufliche musikalische Kariere zu meiden.
Die ersten Erfolge beim spielen waren spannend, was sich aber nach kurzer Zeit relativierte. Ich konnte etwas auf meiner Gitarre klimpern, und mußte dem Lead-Gitarristen zeigen welche Finger er wohin setzen sollte, da er die Töne von Schallplatte kaum erkennen konnte, geschweige denn spielen. Sobald ich am Schlagzeug ein anderes fill oder leicht geänderte Tom-parts schlug, hörten alle zu spielen auf und sahen mich an. Ich sollte exakt immer den selben einfachen Rhythmus durchklopfen, und hatte nicht die geringste Freiheit beim trommeln. Die Jungs konnten auch die Geschwindigkeit der von ihnen gewählten Stücke nicht halten weil sie zu wenig übten, und ich war dann zu schnell, wenn ich mich an die Originalgeschwindigkeit hielt. Rock in Zeitlupe entsprach nicht so meiner Vorstellung. Das war alles sehr frustrierend.
Gut waren die Gespräche mit den Musikanten über die verschiedenen Scheiben und Künstler die jeder hörte, aber das war eher selten der Fall.
Ich bin eben kein sehr sozialer Typ und sehr leicht zu vergraulen.:oops:
 

nixe

Inventar
Das waren definitiv die falschen Leute! Mir wären sie auch zu lasch gewesen, wenn ich es soweit gebracht hätte!
 

nixe

Inventar
OK, da es bei mir nur zur BlockFlöte gereicht hatte, bin ich eh raus. Obwohl der Gedanke mich auch reizte. Nur heute ist das durch, da ich keine Finger-Fertigkeit besitze & mich mit billigem Geklimper auch nicht zufrieden geben würde! Kommt noch dazu, den ganzen Tag dieselbe Leier könnte ich auch nicht!
 

Alexboy

Aktives Mitglied
OK, da es bei mir nur zur BlockFlöte gereicht hatte, bin ich eh raus. Obwohl der Gedanke mich auch reizte. Nur heute ist das durch, da ich keine Finger-Fertigkeit besitze & mich mit billigem Geklimper auch nicht zufrieden geben würde! Kommt noch dazu, den ganzen Tag dieselbe Leier könnte ich auch nicht!
Genau das Thema - immer das gleiche Stück - erstmal üben und dann etliche Male spielen, ohne etwas zu ändern. Das ist auf Dauer öde. Schau die Stones, die machen das - wie etliche andere - nach Jahrzehnten immer noch.
Ich möchte mich jetzt nicht unbedingt mit denen vergleichen, aber ich kann das auf längere Zeit nicht, ich kann ja nicht mal die selben Scheiben in kurzer Zeit anhören.:confused:
 

Waldmeister

Aktives Mitglied
Genau das Thema - immer das gleiche Stück - erstmal üben und dann etliche Male spielen, ohne etwas zu ändern. Das ist auf Dauer öde. Schau die Stones, die machen das - wie etliche andere - nach Jahrzehnten immer noch.
Ich möchte mich jetzt nicht unbedingt mit denen vergleichen, aber ich kann das auf längere Zeit nicht, ich kann ja nicht mal die selben Scheiben in kurzer Zeit anhören.:confused:
damit hätte ich mit sicherheit auch schwierigkeiten. da war doch sowas ähnliches im zz top thread, wo ich meinte dass ich eventuelle lustlosigkeit schon verstehen kann, bei musikern die gewisse nummern wirklich dauernd bringen müssen, vermutlich auch noch hunderte male im jahr. also wirklich, wer kann das dann noch frisch und emotional bringen?
 

nixe

Inventar
Genau das Thema - immer das gleiche Stück - erstmal üben und dann etliche Male spielen, ohne etwas zu ändern. Das ist auf Dauer öde. Schau die Stones, die machen das - wie etliche andere - nach Jahrzehnten immer noch.
Ich möchte mich jetzt nicht unbedingt mit denen vergleichen, aber ich kann das auf längere Zeit nicht, ich kann ja nicht mal die selben Scheiben in kurzer Zeit anhören.:confused:
Das ist mir eben auch zu langweilig, selbst wenn sie neu sind, lass ich Pause dazwischen.
Lustig finde ich es immer, wenn's dann heißt, sie haben ja das solo anders gespielt, nur das man's nicht gehört hat!
 

Alexboy

Aktives Mitglied
damit hätte ich mit sicherheit auch schwierigkeiten. da war doch sowas ähnliches im zz top thread, wo ich meinte dass ich eventuelle lustlosigkeit schon verstehen kann, bei musikern die gewisse nummern wirklich dauernd bringen müssen, vermutlich auch noch hunderte male im jahr. also wirklich, wer kann das dann noch frisch und emotional bringen?
Und wenn eine Band den Stil über Jahrzehnte beibehält, sich die songs also auch nur um Nuancen unterscheiden - wieder die Stones z.B. - :oops: wird es bei mir noch schlimmer. Abwechslung ist das halbe/ganze Leben.:cool:
 

Alexboy

Aktives Mitglied
OK, live aus derselben Tour sind eigentlich sinnlos, aber über Jahre hinweg, da kann das schon interessant sein & wenn 'ne Band eh nur wenige live Alben hat, will ich die auch haben!
Ich mag den Studio-Sound lieber. Es gibt für mich sehr wenige Musiker, die es live hinbekommen so wie Pink Floyd oder Steve Hackett.:oops:
 

nixe

Inventar
Ich mag den Studio-Sound lieber. Es gibt für mich sehr wenige Musiker, die es live hinbekommen so wie Pink Floyd oder Steve Hackett.:oops:
Ich hatte vor der Wende Kansas bei so 'nen Typen gekauft, der mochte live auch nicht, also war die auch nicht dabei.
Du bist also nicht allein mit Deiner Meinung. Natürlich gibt es auch live einiges, wo man enttäuscht ist. Aber das ist nicht die Regel!
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Ich hatte vor der Wende Kansas bei so 'nen Typen gekauft, der mochte live auch nicht, also war die auch nicht dabei.
Du bist also nicht allein mit Deiner Meinung. Natürlich gibt es auch live einiges, wo man enttäuscht ist. Aber das ist nicht die Regel!
Ich habe eine zeitlang Konzert-DVDs gekauft, von denen relativ viele einen sehr schlechten Klang haben. Da hilft Dolby auch nix mehr.
Zumindest kann man auf den Filmen die Musiker erkennen. :oops:
 

nixe

Inventar
Ich habe eine zeitlang Konzert-DVDs gekauft, von denen relativ viele einen sehr schlechten Klang haben. Da hilft Dolby auch nix mehr.
Zumindest kann man auf den Filmen die Musiker erkennen. :oops:
Oh ja, da ist viel Schund aufgetaucht. Keine Ahnung, wo die herkamen?
Nicht mal Bild & Ton waren synchron!
 

Waldmeister

Aktives Mitglied
OK, live aus derselben Tour sind eigentlich sinnlos, aber über Jahre hinweg, da kann das schon interessant sein & wenn 'ne Band eh nur wenige live Alben hat, will ich die auch haben!
geht mir meist auch so, vor allem eben bei denen bei denen es nur wenig live gibt, wie du schon sagst. z.b. made in sweden, spirit, thirsty moon, moby grape, colosseum, frühe nice oder frühe amon düül II, da gibt es auch wenig, und das will ich dann in der regel auch haben.

ausser natürlich der sound ist zu mies!!
 

Waldmeister

Aktives Mitglied
Ich mag den Studio-Sound lieber. Es gibt für mich sehr wenige Musiker, die es live hinbekommen so wie Pink Floyd oder Steve Hackett.:oops:
in der regel sind mir studiowerke auch wichtiger. die enthalten einfach viele feinheiten, die live wegfallen oder auch einfach niemals so dargeboten werden könnten. studio und live sind wie zwei verschiedene welten...
 

Waldmeister

Aktives Mitglied
Oh ja, da ist viel Schund aufgetaucht. Keine Ahnung, wo die herkamen?
Nicht mal Bild & Ton waren synchron!
konzert-dvds kaufe ich leider viel zu selten, das liegt an meinem eingeschränktem budget aber auch daran, dass mir reine musikalben viel, viel wichtiger sind (obwohl man bei dvds ja beides hat: bild UND musik!). kann aber dennoch von einigen livesachen mit matschsound berichten, die in den letzten jahren veröffentlicht wurden... auffallend viele von velvet underground etwa! das meiste davon ist aus den jahren 69-70, als john cale schon lange weg war. aber auch quicksilver, captain beefheart, moby grape und die airplane sind betroffen. man sollte immer vorher hörproben machen, einige der genannten sind mir vor allem in münchens läden immer wieder über den weg gelaufen, aber ich würde da auch niemals einfach blind zuschlagen.

und mit schlechtem sound meine ich wirklich schlechten sound... denn ich bin eher kein audiophil-knülch... :cool:
 

nixe

Inventar
Das Problem ist doch, das in den 60-ern & 70-ern nur sehr wenig Konzerte mitgefilmt wurden & die mit dem heutigen Standard nunmal nicht mithalten können. Selbst gefilmte dann erst recht nicht!
Da muß man schon das nehmen, was heute so geboten wird!
 

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