The Ohr-range Werk of Alexboy's clock

Alexboy

Aktives Mitglied
Uniform - Zeig mir Dein Outfit und ich sage Dir wer Du bist.
Otto Normalbürger war in meiner Kindheit/Jugend durchaus unauffällig bekleidet.
Die Handwerker sahen alle wie Handwerker aus, die Bauern wie Bauern etc. Büroangestellte und Beamte waren sich auch untereinander sehr ähnlich. Nur an Sonn- und Feiertagen wechselten fast alle zu edlem Zwirn, der sie dann kaum voneinander unterschied. Dunkler Anzug mit Krawatte, und dazu ein Hut oder die Kurzhaar - Frisur offen im Wind.
Wie sollten sich demnach Schüler kleiden? Vorbild waren die Väter, die sich durchsetzten wollten.
Wie schon angesprochen herrschte in meiner Familie Toleranz, und dementsprechend konnte ich meinen Vorbildern aus der Bravo und dem Beat-Club nacheifern. Die Haare wuchsen und die Kleidung ähnelte jener der Musiker aus damaligen Zeiten.
Ärger war also vorprogrammiert, meine Unlust auf Unterricht und mein Zigarettenkonsum ab dem 12 Lebensjahr waren dafür auch wie geschaffen.
Brownsville Station - Smokin' in the boys room


Mit Hair, einem Musical von 1967 und entsprechenden Bands aus Kalifornien kam der sogenannte Hippie-Look in die Alte Welt und somit auch irgendwann nach Bayern, um gehörig für Aufregung zu sorgen. "Unter den Talaren der Mief aus tausend Jahren" konnte aber die Ausbreitung der "Gammler" - auch im letzten Kuhdorf - nicht verhindern.
Sodomie aus Hair

Und somit wandelte sich das Bewusstsein - auch der Land - Bevölkerung, langsam aber kontinuierlich, und Haare in allen Längen, Formen und Farben und die dazugehörigen Klamotten bevölkerten die Alte Welt.

Einer meiner Lieblingssongs von den Small Faces - Tin soldier

 

Alexboy

Aktives Mitglied
The Nice überzeugten ab 1968 mit auffälligen Werken und Taten.:oops:
Der Mann am Klaviero_O stach mir besonders ins Ohr. Deshalb gab ich ihm und seinen Mit-Musikern 1971 eine kleine Spende in Form eines Doppel-LP Kauf. Five Bridges und Elegy wanderten dafür in mein trautes Heim.


Nicht minder wohltuend waren für meine Ohren etwas später die Klassik-Jazzer aus Holland Ekseption mit ihrem Tastenhexer Rick van der Linden, dessen Künste ich auf der Ekseption 00.04 in Zusammenarbeit mit dem Royal Philharmonic Orchestra besonders würdige, wobei ich die anderen Werke der Band auch nicht missen möchte.:confused:


In jenen Zeiten gab es für mich die Möglichkeit zwischen mehreren Schallplattengeschäften zu wählen. Die eine Sorte Geschäft hatte diese Kopfhörer zum Vorführen, die für jedes Ohr einzeln in den Theken steckten, die besseren einen Raum mit Stereoanlage um die Scheiben ungestört zu genießen. Ratet mal welche ich öfter aufsuchte.:D

Etwa zeitgleich mit den Holländern erreichten noch mehr Klaviertöne meine heißen Ohren, Renaissance mit dem wunderschönen Gesang der jeweiligen Damen am Mikro. Meine Hörvorschläge sind einmal die erste Scheibe mit der Schwester des Keyboarders und die
1973 produzierte Ashes are burning, wobei die Live-Version auch nicht zu verachten ist, und natürlich all anderen Scheiben der Band.


War da nicht noch einer - natürlich - der Mann von Yes, Rick Wakeman mit seinem späteren
The Myths And Legends Of King Arthur And The Knights Of The Round Table!


und einige andere...:oops:
 

Waldmeister

Aktives Mitglied
du schreibst das schon sehr unterhaltsam. was mir auch gefällt, ist dass du teilweise in einem beitrag so extrem verschiedene bands wie z.b. byrds, airplane, the who... und dann amon düül II erwähnst, das erinnert mich an... äh... an mich, glaube ich! schön, dass du nicht einfach nur die harten rocker, oder nur die abgefahrenen oder nur die poppigeren, beatigen magst, so wie es ja bei nicht wenigen musikfans ist.


und ich glaube, es ist besser ich kommentiere keine songs mehr, oder. das passt in so einem thread wie dem hier nicht so gut... :cool: ???
 

Alexboy

Aktives Mitglied
du schreibst das schon sehr unterhaltsam. was mir auch gefällt, ist dass du teilweise in einem beitrag so extrem verschiedene bands wie z.b. byrds, airplane, the who... und dann amon düül II erwähnst, das erinnert mich an... äh... an mich, glaube ich! schön, dass du nicht einfach nur die harten rocker, oder nur die abgefahrenen oder nur die poppigeren, beatigen magst, so wie es ja bei nicht wenigen musikfans ist.


und ich glaube, es ist besser ich kommentiere keine songs mehr, oder. das passt in so einem thread wie dem hier nicht so gut... :cool: ???
Meine Erinnerungen an die Vergangenheit:oops: erfaßen in den o.a. Zeiträumen einen kleinen Teil des damaligen Radioprogramms von wenigen Sendern. Scheinbar war damals alles mainstream, was ich zu hören bekam.:confused:
Aber die harten, abgefahrenen, poppigen und beatigen :D kommen auch noch.
Und kommentieren kannst Du wann und was immer Du gerade willst - nennt sich Demokratie!:cool:
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Ende der 60er fielen mir auch diese beiden Pianisten auf und in die Hände.:confused:
Viele Jahre später, Ende der 80er hörte ich dann beide - zusammen mit ihren damaligen Bands - an einem Abend in meiner Heimatstadt. Etwa 2000 Zuhörer gaben danach - gefühlte Stunden - standing ovations!
Ein Festtag für Jazz-Freunde
Jaques Loussier

Dave Brubeck

Und jetzt! Welcome back my friends to the show that never ends!
Meine bevorzugte Band aus den 70ern - Tusch - tada und bumms
Emerson, Lake and Palmer


Den Mann an den Tasten hatten wir schon einmal bei den o.a. Nice. Der Mann an den Stöcken war ehemals bei Arthur Brown am Feuer beteiligt und der Sänger hatte die perfekte Stimme und spielte auch noch einen gut geölten Bass vorher bei King Crimson.
Zeitgleich erwarb ich die beiden LPs Tarkus und Pictures at an exhibition, da diese, weil live, damals etwas niedrigere Kosten verursachte. Es war ein Doppel-Ohrgasmus!
Die danach folgenden musikalischen Ergüsse wanderten entsprechend in die wachsende Sammlung, genau wie die Originale der gecoverten Kompositionen. Ordnung muß sein.:confused:
Die drei Jungs besuchte ich dann sehr zeitnah in der Olympiahalle in München.
Als mein damalige Musiklehrer den Vorschlag machte, Lps in den Unterricht mitzubringen, um dann über die aktuelle Musik zu diskutieren, waren alle sehr begeistert. Ich brachte Pictures mit, er legte sie für wenige Minuten auf und kommentierte dann folgendes: So kann kein Mensch live spielen! o_O
Ich wußte es besser!:D

Ein weiterer Kandidat für die Goldenen Tasten:oops: war der Mann bei Atomic Rooster, der früher auch schon bei Arthur Brown mit gefeuert hatte.

Die 70er waren das teuerste Jahrzehnt meines Lebens, zumindest was es Alben betraf.
Ihr werdet sehen/hören.:p
 

Georg

Alter Hase
Meine Erinnerungen an die Vergangenheit:oops: erfaßen in den o.a. Zeiträumen einen kleinen Teil des damaligen Radioprogramms von wenigen Sendern. Scheinbar war damals alles mainstream, was ich zu hören bekam.:confused:
Aber die harten, abgefahrenen, poppigen und beatigen :D kommen auch noch.
Und kommentieren kannst Du wann und was immer Du gerade willst - nennt sich Demokratie!:cool:
"war damals alles mainstream, was ich zu hören bekam" Scheint so, obwohl ich nicht in Bayern gelebt habe, habe ich das auch gehört. ...jetzt müsste bald King Crimsom (mit dem legendären Beat-Club-Auftritt) kommen...
 

Alexboy

Aktives Mitglied
"war damals alles mainstream, was ich zu hören bekam" Scheint so, obwohl ich nicht in Bayern gelebt habe, habe ich das auch gehört. ...jetzt müsste bald King Crimsom (mit dem legendären Beat-Club-Auftritt) kommen...
Alle Folgen habe ich leider nicht in Erinnerung, und mein Rückblick wird nicht zwingend absolut chronologisch.:oops:
Was war denn so legendär?:)
 

Waldmeister

Aktives Mitglied
Alle Folgen habe ich leider nicht in Erinnerung, und mein Rückblick wird nicht zwingend absolut chronologisch.:oops:
Was war denn so legendär?:)
so vor 10-15 jahren lief der beat club ja noch teils spätabends, ich weiss aber nicht mal welcher sender das genau war... wdr? ndr? habe damals schon recht viel davon gesehen. erst später erfuhr ich, dass da noch wesentlich mehr bands auftraten, vor allem sehr viele interessante die ich in den mir bekannten folgen aber nie erblickte. jetzt weiss ich aber nicht, ob die folgen die ich kenne, erst später so bearbeitet wurden, und ob ihr älteren eventuell ALL die aufnahmen kennt; irgendwie vermute ich eher ersteres. vielleicht weisst du/ihr da mehr als ich.
 

Fenimore

Aktives Mitglied
Meine Zeit kommt erst so mit 1974, das erste KC-Lied an das ich mich erinnern kann ist Epitaph. Klingt heute unglaublich, es war aber im Schultanz :p

 

Catabolic

Aktives Mitglied
Klar doch, Sailing von Rod Stewart, Tornero usw. mit 12-13 Jahren war man glücklich. :rolleyes:
Auch bekannt unter dem Prädikat Dosenöffnermusik. Ist mir wohl bekannt aus meiner Sturm- und Drangzeit damals....Mann wusste schon, was auflegen, wenn die Dame des Herzens zu Besuch war. Ein Dauerbrenner und Einschmeichler war auch immer der hier, da gingen die Blusenknöpfe schon fast wie von selbst auf:


Es versteht sich natürlich von selbst, dass Eric Carmen's Debutalbum auch heute noch in meinem Regal steht, nech....
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Mein Kommentar zu euren Testosteron gesteuerten posts :D
The Jimmy Castor Bunch - Troglodyte ( Cave man )


und natürlich auch die alten Hotlegs - Neanderthal man

 

Alexboy

Aktives Mitglied
Rücksturz!
Alben waren teuer, und ein Leben ohne Singles war noch nicht vorstellbar, da immer noch viele Songs für diesen Markt erschienen.
Dazu noch eine kleine Auswahl von B-Seiten bekannter Hits dieser Ära, die mich immer sehr begeisterten.

Free - All right now - B-Seite - Mouthful Of Grass

Manfred Mann - Ha!Ha! Said the clown - B-Seite - Feeling so good

The Beatles - Hey Jude - B-Seite - Revolution

Als diese Scheibe erschien, erlaubte uns der Kunstlehrer einen Plattenspieler und unsere Musik dazu mitzubringen. Er hatte die Zeichen der Zeit erkannt, und wir waren voller Eifer am Hören und Malen.

Man - Erotica - B-Seite Don't Just Stand There (Come In Out Of The Rain)

Die Rückseite war manchmal sogar besser wie der sogenannte Hit :oops:
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Redbone - The witch queen of New Orleans - B-Seite- Chant: 13th Hour

Und The Sweet immer überzeugend auf den Rückseiten der Singles:
Wig-wam bam - B- Seite - New York Connection

Little Willy - B-Seite - Man from Mecca

Hell Raiser - B-Seite - Burning

Die Gitarren übernahmen für einen gewisse Zeit die Herrschaft!
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Saiteninstrumente - Ich höre, also bin ich!

Wer ist der beste Gitarrist? Gibson oder eine Strato-Sonstwas-Caster, Strom- oder unplugged? Technik beim Spieler oder beim Instrument? Sechs, sieben oder noch mehr Saiten?
Wenn es jemand interessiert?
Mich nicht. Ich hatte kein Instrument - außer eine Blockflöte, eine Mundharmonika und ein Xylophon - und konnte auch damit nicht spielen. Wieso sollte ich das beurteilen?
Musik an und genießen.

Ein Stück, das mich immer noch zum weinen bringt ist von Joaquín Rodrigo das Gitarrenkonzert Concierto De Aranjuez


Die ersten etwas härteren Gitarrentöne schlug Dave Edmunds mit Love Sculpture an
Sabre Dance und Farandole vom Album Forms and feelings ließen mich erstmals aufhorchen.


Die nächsten heißen Anwärter auf Gitarrengötter hießen Blue Cheer mit dem Summertime blues und der Rückseite Out of focus


Kurze Zeit später hießen die Neuen am Gitarrenhimmel Deep Purple/Black Sabbath/Led Zeppelin...
Jeff Beck - Beck's Bolero vom Album Truth


Und so weiter!
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Mitte der 60er Jahre begann sich die pubertäre Gesellschaft in meinem Bauerndorf auf dem Dorfplatz zu treffen und dort unrühmlich abzuhängen - in Ermangelung einer dienlicheren Örtlichkeit. Ein Dorn im Auge der Erwachsenen.
Die jüngeren Mitglieder der örtlichen KAB ( Katholische Arbeiter Bewegung ) bemühten sich, die Aufmerksamkeit der verlorenen Lämmer mit verschiedenen Attraktionen zurück zu gewinnen. Unter anderem mit dem Bau eines sogenannten Jugendheimes, auch Pfarrstadl genannt, der als Location auch rege genutzt wurde.
Eine etwas moderne Variante der Kirchentreuen arrangierte so genannte Beat-Nachmittage - auch Tanz-Tee betitelt - und scharte so eine größere Gruppe von Heranwachsenden um die Lautsprecher und auf eine Tanzfläche, die auch für volkstümliche Abende und andere Tanzveranstaltungen von den Erwachsenen genutzt wurde.
Die ersten Töne - in einer etwas lauteren Version als zuhause - der u.a. Hits drangen damals auch in mein Ohr. Der Sonntag Nachmittag war um eine Ereignis reicher, und ich gesellte mich zu den Musikfreuden hinter den Plattentellern, um meine Singles und LPs den Anwesenden vorzustellen. Eine eher geringe Anzahl wollte anfangs die Musik aus meiner bescheidenen Sammlung hören, aber das sollte sich bald ändern.:D

Paul Revere and the raiders - Let me

Ola and the Janglers - Let's dance

Drafi Deutscher - Rock'n roll Lady

Giorgio - Looky Looky
 

Alexboy

Aktives Mitglied
The Byrds - Wasn't born to follow

Easy Rider war u.a. ein Film über Motorrad fahren. Und einer mit viel guter Musik, praktisch eines der ersten Musik-Videos.
Beides brachte etwas in mir zu klingen: Motorgeräusch, Windrauschen in den Ohren - damals noch ohne Helmpflicht - und der passende Sound beim anschließenden Gelage.:oops:
Die motorisierten Jugendlichen war in unserem Nest nicht gern gesehen und verbreiteten durch ihren Auftritt bei manchen Ängste. Ich bewunderte die Art wie die einzelnen Fahrer ihre Maschinen hegten, pflegten und beherrschten, konnte mir aber zu keiner Zeit eines dieser chromblitzenden Fahrzeuge leisten.
Obwohl ich von einigen Ortsansässigen/Verwandten vor dem Lebenswandel und der Gewaltbereitschaft der sogenannten Rocker gewarnt wurde, fragte ich bei den Jungs nach, ob ich mitfahren dürfe. Da einige mich aus unseren Tanz-Tee-Veranstaltungen kannten und mein Musikgeschmack sich mit dem ihren deckte war ich ab sofort Beifahrer und meine Freizeit in eine neue Richtung gelenkt.:cool:

Victory - Backseat rider
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Warum kaufe ich alle Symphonien von Ludwig van Beethoven aber nicht ein Lied von Modern Talking?
Hier kommen nun die Alben in loser Reihenfolge, die seit Yeti den Hauptteil meiner Hörgewohnheiten beansprucht haben.

Lake - Lake 1976 - Eingängige Rock-Musik aus Hamburg mit vorbildlichen Musikern. Prädikat: besonders eingängig, ideal für sommerliche Autofahrten.

 

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