The Ohr-range Werk of Alexboy's clock

Alexboy

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Da schon einige user hier im Forum als Vorreiter persönlicher Hörumfänge unterwegs waren, möchte ich die Gelegenheit nicht ungenutzt verstreichen lassen und auch etwas zu diesem - mir wichtigem - Thema beitragen.
Geboren 10 Jahre nach dem Ende des letzten Weltkrieges, war die erste Begegnung mit Musik vielseitig.
Aus den Lautsprechern des häuslichen Radios ( mit eingebautem Schallplattenspieler und dessen Marke mir leider entfallen ist ) drangen ungewohnte Klänge für ein Kleinkind.
UKW und MW sorgten für den mehr oder weniger gelungenen Empfang von Sendern, die das damalige Spektrum der aktuellen öffentlichen Hörgewohnheiten spiegelten, und eine kleine Anzahl Schellack- und Vinyl-Schallplatten offenbarten einen Einblick in die musikalischen Vorlieben der Mitbewohner, die durch Pfeifen, Singen oder Klopfen das vorgespielte, je nach persönlicher Möglichkeit, unterstützten. :confused:
Marschmusik ( Oh du schöner Westerwald ), Lieder aus Operetten ( Der Zigeunerbaron ), Rock'n Roll ( Rock around the clock - sic! ), Volkstümliches ( Drei weiße Birken ), Klassik ( sehr viele Verschiedene Komponisten, aber doch eher selten ), Jazz ( hauptsächlich BigBands wie Glenn Miller etc. ) und hauptsächlich deutsche Schlagermusik ( :oops: ) waren fast ununterbrochen ( außer zur Schlafenszeit! ) zu hören.
Den Sport nicht zu vergessen!
Fußballübertragungen oder ähnliche Ereignisse waren für die dominante Lebensform im Haus immer wichtiger als alles andere.
Etwa die ersten 9 Jahre meiner Kindheit wurde ich kaum als Hör-Konsument beachtet und mußte nehmen was auf den Tisch, äh - aus dem Brüllwürfel kam.
Doch sehr bald sollte sich das ändern.:cool:
 
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Alexboy

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Es gab in der unmittelbaren Nachbarschaft ein Mädchen, dass etwas älter war als ich und durch ihre Reife schon einen eigenen Musikgeschmack entwickelt hatte, den sie auch durchsetzen konnte.
Es war mir eine Lehre, und die - wenn auch noch sehr RR-lastigen - Beatles zogen bei uns zuhause ein.
Seltsamerweise waren meine Verwandten mit dem Mitbringsel einverstanden.
Toleranz wurde groß geschrieben!
:cool:
 

Alexboy

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Happy Jack!
I was born with a golden spoon in my mouth.:oops:
Soweit sind wir noch nicht. Natürlich kam dem Sound der Beatles einiges an Rockern zuvor, wie die Elvis- und ähnliche Rock'n Roll-Hits der 50/60er
Johnny and the Hurricanes - Red River Rock
von The Shadows - Apache
oder von The Tornados - Telstar

und viele mehr.
Wir wohnt damals als Großfamilie ( Uroma, Großeltern, Eltern mit Geschwistern und Enkel ) in einem kleinen aber relativ neuem Häuschen und hatten die Toilette schon im Haus, im Gegensatz zu vielen umliegenden Nachbarn, und Strom - der zwar öfter ausfiel - aber immerhin. Der Garten war groß, mit vielen Obstbäumen und diversen Gemüsebeeten, und Tiere wie Hühner, Enten, Hasen und Katzen belebten ihn zusätzlich. Unser 800 Seelen-Dorf war sehr ländlich, ein paar Kilometer von der nächsten größeren Stadt entfernt und von vielen Feldern umgeben. Wenige hatten TV, Telefon oder ein Auto und der Abwasser-Kanal oder Wasserleitungen waren noch Fremdwörter. Die Häuser waren durch Feldwege verbunden, denn geteert oder gepflastert gab es nichts.
Bis zu meinem sechsten Lebensjahr lebte ich wie das gelbe vom Ei. Einzelkind und das Küken in der gesamten Verwandtschaft, also verwöhnt und gehegt. Dann geschah es - Einschulung. Aufstehen, Zeitplanung, Hausaufgaben und zunehmende Religionserweckung - alles in allem - mein freies Leben war zerstört.:confused:
Aber - es gab Musik, neue Sounds. Mit jedem Lebensjahr entdeckte ich - mit Hilfe der anderen Schüler und Nachbarn - neue Bands!
Am Anfang noch gemäßigten Beat und Rock, später dann die Highlights der aktuellen Angebote.
1964 zog ich in das neue Haus meiner Eltern, nur wir drei, Wasserleitung, Kanal, Schulweg über die Straße - unglaublich!:cool:
Im Alter von 11 Jahren erlebte ich mein erstes Happening - Fasching in einer der örtlichen Lokale mit lauter Musikbox und den Hits der damaligen Zeit - youtube ohne Bilder. Ich verbrachte viel Zeit an diesem Höllengerät mit seinen Lichtern, Knöpfen und großen Lautsprechern und lauschte u.a. The Rainbows - Balla balla
und Sam the Sham & the Pharaos - Wooly Bully
Die Texte waren natürlich Nebensache.:rolleyes:
Dann wechselte ich die Schule - neue Menschen, neue Musik!
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Als Zehnjähriger aus einem Bauerndorf in eine größere Stadt zu kommen, war für mich nicht einfach, aber es war eine neue Welt mit viel Unterhaltungspotential. Es gab eine riesige Bücherei, an allen Ecken Zeitungsläden, einige Lichtspieltheater und vor allen anderen Dingen, Schallplatten - und Elektrogeräte-Läden. Die erste Schule war mir zu anstrengend und bald wechselte ich auf eine weniger arbeitsintensive mit einfacherem Abschluss.
Die Beatles blieben weiterhin attraktiv, hinzu stießen The Hollies, Dave Dee & Co., The Rattles, The Tremeloes, Cream, Julie Driscoll mit Brian Auger und natürlich Jimi Hendrix, und zum ersten mal die neuen Bands aus dem näheren Umfeld, die sich hauptsächlich auf Coversongs oder endlose Improvisationen konzentrierten.
1968 fiel der erste eigene Schallplattenwechsler - Mono, eingebauter Lautsprecher mit 1,5Watt - in meine Hände.
Meine Eltern machten drei sehr große Fehler in meiner Kindheit: sie schenkten mir Schokolade und Süßigkeiten, Comics ( damals Fix und Foxi ) und den Plattenspieler. Die Sucht war geweckt!
Zum Spieler gab es Geld, denn was sollte man ohne Scheiben mit diesem Gerät anfangen, und so begab ich mich mit der Hitliste aus der Zeitschrift Bravo in den Schallplattenladen.
Die erste LP für 20 DM war Golden Hits Of Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich und die ersten Singls
Traffic - Hole in my shoe
Keith West - Excerpt from a teenage opera
The BeeGees - Massachusetts
und noch ein paar andere Scheiben dieser Zeit:
The Beatles - Hello, Goodbye / I Am The Walrus
The Beatles - All You Need Is Love
Whistling Jack Smith ‎– I Was Kaiser Bill's Batman
The Crazy world of Arthur Brown ‎– Fire / Rest Cure
Der Grundstein war gelegt.
Noch ein Fehler meiner Eltern: sie kauften ein TV-Gerät! Noch mehr Suchtpotenzial, denn da war der BeatClub beheimatet.
Let's have a lot of fun.
 
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Alexboy

Aktives Mitglied
Die Schule hatte auch ein paar brauchbare Dinge vorzuweisen, z.B.:
Musikunterricht, der einige Komponisten mit ihren Werken näher brachte,
Englischunterricht, der einige Texte der gehörten Musikstücke näher brachte und
Kunstunterricht, der die Gestaltung der Cover näher brachte.:oops:
Last but not least, die anderen Schüler, die neue Sounds näher brachten.
Jetzt kommt eine kleine Abweichung vom bisherigen - Money!
Das Rundfunkgerät im neuen Zuhause wurde teilweise von Ma/Pa benutzt und war nicht transportfähig.
Um genügend mit der angebotenen Musik in Kontakt zu treten, war ein entsprechendes Gerät notwendig, dass aber mit Unkosten verbunden war. Also - sparen!
Für wenig DM gab es Ende der 60er eine Art - Batterie betriebenes - Walk-Radio in etwa der Größe der späteren tragbaren Kassettenrekorder mit MW/LW, also auf Dauer nicht sehr ergiebig.
Mit der Hilfe eines Schulkameraden, dessen Eltern ein Geschäft führten, konnte ich mir - in den Ferien - ein paar DM verdienen, indem ich bei seinen Eltern jobbte. Ergebnis - ein Kofferradio, noch recht klein - dadurch aber leichter zu transportieren- aber schon mit UKW und - was danach noch sehr wichtig wurde - einem 5-poligen Eingang.
Nach einem weiteren Ferienjob bei einer größeren Firma, trat ein Tonbandgerät in mein Leben, und damit die Möglichkeit mit wenig zusätzlichen Ausgaben sehr viel persönliche Musik zu sammeln.
Hier war er wieder, der 5-polige Eingang.
Vom Kofferradio/Plattenspieler zum Tonband eine Mikrofonlose Verbindung. Endlich war fast alles angebotene beliebig hörbar.
Geliehene Scheiben und Songs aus dem Radio wanderten auf die 4 Spuren der Bänder - natürlich in Mono.
Das sollte für längere Zeit so bleiben, doch mit dem Eintritt in die Arbeitswelt erwarb ich sofort einen neuen Spieler mit eingebautem Verstärker - nicht nur in Stereo, sondern mit einem damals erfunden Trick der Herstellerfirma - vier Boxen und einem simuliertem Quattro-Sound. Dazu die neue Emerson, Lake und Palmer Scheibe Brain Salad Surgery
Danach folgten in ziemlich regelmäßgen Abständen neue, bessere Kompaktanlagen und sogenannte Musik-Türme, und natürlich immer neue Scheiben, Kasetten und CDs.
Geld sei Dank!
Zurück zu den musikalischen Einflüssen:
Erstes reguläres - kein Sampler oder Compilation - Album: Amon Düül II - Yeti

Nachdem ich ein kostenloses Konzert der Band in meiner Stadt gehört hatte, und der damalige Schlagzeuger angeblich Metal-Toms verwendete, mußte ich deren Musik unbedingt besitzen.
Dieser Sound war ausserirdisch gut und bestimmte meine musikalische Ausrichtung sehr stark.
Ausser mir wollte es damals in meinem Umfeld keiner hören. Daher mein Leitspruch:
Es gibt gute Musik - und die der Anderen.:cool:
Der Copyright-Träger dieser Weisheit ist mir leider nicht bekannt, aber er scheint mir sehr lebenserfahren zu sein.
 

Music is Live

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Die erste LP für 20 DM war Golden Hits Of Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich und die ersten Singls
Traffic - Hole in my shoe
lieber Alexboy...
als du in die Stadt gezogen bist, wurdest du ja sogleich abgelichtet... hör auf dies zu leugnen, ich habe den Beweiß bei mir an der Wand hängen.... :D:rolleyes:
und zur Erinnerung für dich, deine erste LP war Beethovens 5. .... ;)

hängst du immer noch so lange in der Korowa-Milch-Bar mit deinen Droogs herum und schüttest dir maßenhaft Moloko Plus hinein ..??? treu dem Motto -> nen Schuss Drogen in die Molocke und dann eins auf die Glocke... :cool:

IMG_20191219_131324.jpg

die Bild wurde von einem ehemaligen Freund (leider kein Kontakt mehr) gemalt...
mit einfachen Wandfarben... keine Künstlerfarben...
als es fertig war schenkte er mir dies.....
eine schöne Erinnerung.. :)
 

Georg

Alter Hase
(...)
Erstes reguläres - kein Sampler oder Compilation - Album: Amon Düül II - Yeti
:) Das "Yeti" Album hatte mir meine ältere Schwester zur Konfirmation als Cassette geschenkt; habe ich noch, obwohl ich keinen Cassettenabspielgerät mehr habe...
Ich weiß bis heute nicht, wie sie darauf gekommen ist, hörte und hört sie doch eher "bürgerliche Pop-Musik"....
 

Alexboy

Aktives Mitglied
lieber Alexboy...
als du in die Stadt gezogen bist, wurdest du ja sogleich abgelichtet... hör auf dies zu leugnen, ich habe den Beweiß bei mir an der Wand hängen.... :D:rolleyes:
und zur Erinnerung für dich, deine erste LP war Beethovens 5. .... ;)

hängst du immer noch so lange in der Korowa-Milch-Bar mit deinen Droogs herum und schüttest dir maßenhaft Moloko Plus hinein ..??? treu dem Motto -> nen Schuss Drogen in die Molocke und dann eins auf die Glocke... :cool:

Anhang anzeigen 6692

die Bild wurde von einem ehemaligen Freund (leider kein Kontakt mehr) gemalt...
mit einfachen Wandfarben... keine Künstlerfarben...
als es fertig war schenkte er mir dies.....
eine schöne Erinnerung.. :)
Viddy well little brother...
Deine Erkenntnis sprudelt so glasklar wie ein Gebirgsbach im Frühling! :cool:
Begabtes Kerlchen Dein Maler-Ex-Freund.:)
Aber Du greifst dem ganzen etwas vor. Nichts desto Trotz werde ich dann dieses Kapitel unmittelbar abhandeln.
Meine musikalische Bindung zur Klassik wurde schon in früher Kindheit ( s.o.) geknüpft, in der weiterführenden Schule aufgefrischt, und schließlich mit Film-, Rock-und Popmusik gefestigt. Ein frühes Beispiel dafür ist das Werk 2001 - Odyssee im Weltraum von Stanley Kubrick, der mir Ende der 60er bereits bekannte Stücke ( Johann Strauß ) mit noch unbekannten ( György Ligeti ) gemischt und mit überirdischen Bildern versüßt kredenzte.

Nachdem dann der Nachfolgende Film A Clockwork Orange auch mit Klassik, teilweise verfremdet durch den Moog-Sythesizer ( gespielt von Walter/Wendy Carlos ) - meinem absoluten Lieblingsinstrument - unterlegt wurde, war meine feste Partnerschaft mit dieser Musik geschlossen und es begann eine Jahrzehnte anhaltende Verbindung mit fast allen immer neu entdeckten Spielarten und Komponisten.
Der Film als Bilder-Geschichte war eine zusätzliche Offenbarung die ich, genau wie 2001 seither unzählige Male genossen habe.
Und dieser Alex hat es mir in meiner Pubertät nicht unbedingt leichter gemacht. Deshalb habe ich ihn zum Avatar erkoren, denn diese Figur erinnert mich an Yin und Yang, aber auf eine westliche, rockige Art. Doch darüber zu philosophieren gehört in ein anderes Forum!

Zurück zum Thema - von Dave Dee & Co. zu Amon Düül II wie konnte es dazu kommen?
Dazu hole ich etwas weiter aus. Auch wenn es nicht möglich ist alle Komponenten zu berücksichtigen sollte der damalige Weg von A nach B einigermaßen klar zu erkennen sein. Wenn es langweilig werden sollte, könnt Ihr ja Musik hören.:oops:
Dave Dee, Dozy, Beaky, Mick & Tich - Save me
Die o.a. Band war eine der ersten mir auffälligen Musiker, da sich ihre Songs für meine ungeübten Ohren sehr unterschieden :confused: und das Outfit mit den verschiedenfarbigen Klamotten das übrige taten. Ab 1965 folgte ein Hit dem anderen, und diese Gitarrenklänge verbunden mit den Rhythmen und Gesängen nahmen mich immer wieder gefangen. Das o.a. Save me mit dominierendem Schlagzeug und Percussion, Okay mit russischen Anleihen, The Legend of Xanadu mit Peitschenknall und südamerikanischem Blasorchester, The Wreck of the Antoinette mit seltsamen Geräuschen am Anfang und den folgenden Chören, klangen doch schon alle richtig progressiv, für meine Verhältnisse, zumindest anders und neuer als die deutschen Schlager - zumindest viel härter und schöner.o_O
Ähnliche Anheizer-Rollen hatten für mich - The Hollies und die BeeGees mit ähnlichen Chören wie bei den Beatles und die restlichen üblichen Verdächtigen wie The Smoke - My friend Jack

und die Easybeats - Friday On My Mind

die Verwandten von AC/DC:oops:

Es geht noch weiter!:D
 

Alexboy

Aktives Mitglied
:) Das "Yeti" Album hatte mir meine ältere Schwester zur Konfirmation als Cassette geschenkt; habe ich noch, obwohl ich keinen Cassettenabspielgerät mehr habe...
Ich weiß bis heute nicht, wie sie darauf gekommen ist, hörte und hört sie doch eher "bürgerliche Pop-Musik"....
Die Frau hat Geschmack!:)
 

Georg

Alter Hase
@Alexboy:

Das ist ein super Tipp und sonst gab es nur wenige Songs die
mich damals aus den aktuellen POP Charts beeindruckten:).
:) Ja, das war die Musik meiner Schwester ("Die Frau hat Geschmack!", dein Zitat.)
Wie viele ihrer und meiner Altersgenossen, Alan Tepper und einigen Forumsmitgliedern: Gefangen in der Vergangenheit.
Die Emerson, Lake und Palmer Scheibe "Brain Salad Surgery" war aber genau meins, Traffics "Hole in my shoe" lief in Dauerrotation.
Amon Düül II schaue ich mir heute noch gerne Live an: (z.B. 2016 auf dem Finkenbachfestival, Ansage von Mani Neumeyer (Guru Guru)):
 
Zuletzt bearbeitet:

Alexboy

Aktives Mitglied
:) Ja, das war die Musik meiner Schwester ("Die Frau hat Geschmack!", dein Zitat.)
Wie viele ihrer und meiner Altersgenossen, Alan Tepper und einigen Forumsmitgliedern: Gefangen in der Vergangenheit.
Die Emerson, Lake und Palmer Scheibe "Brain Salad Surgery" war aber genau meins, Traffics "Hole in my shoe" lief in Dauerrotation.
Amon Düül II schaue ich mir heute noch gerne Live an: (z.B. 2016 auf dem Finkenbachfestival, Ansage von Mani Neumeyer (Guru Guru)):
Musik ist - manchmal - wie guter Wein - wird mit dem Alter immer besser! Mit den aktuelleren Scheiben habe ich aber durchaus Berührungsprobleme, da die relativ selten meinen Nerv treffen - wahrscheinlich der Überfluss! :D
 

Waldmeister

Aktives Mitglied
Musik ist - manchmal - wie guter Wein - wird mit dem Alter immer besser! Mit den aktuelleren Scheiben habe ich aber durchaus Berührungsprobleme, da die relativ selten meinen Nerv treffen - wahrscheinlich der Überfluss! :D
die düüls auf dem finki 2016... irgendwo da im publikum stand auch ich... :cool:

muss mir den thread mal genauer ansehen. zu hole in my shoe möchte ich aber schon jetzt sagen, dass ich den song ganz nett finde, aber fast alle anderen traffic stücke weit besser finde. und auch die meisten von mason (das schuhloch ist ja von ihm) überzeugen mich mehr als dieser. klar, die band wurde damit berühmt, ich versteh schon wenn manche eventuell deswegen an der nummer hängen... erinnerungen und so.
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Unerhört - von himmlischen Klängen, höllischem Lärm und seichter Beschallung! Meine Name lautet Legion - wir sind viele.

Ein Freund kommt vorbei und hält freudestrahlend sein eben erstandenes Musikstück in den Händen. Mit den Worten - das mußt du dir unbedingt sofort reinziehen - erstirbt aber schon sein Lächeln, denn an meiner Reaktion hat er sofort erkannt, irgendetwas löst Wiederwillen aus.
Ich bin nicht in Stimmung. Klingt nach Instrument, aber so fühle ich manchmal, verstimmt. Auslöser kann vieles sein: der aktuelle Gesundheitszustand oder die allgemeine Gefühlslage, das Cover der Scheibe, der Name der Künstler oder irgendwelche Assoziationen zu irgendetwas davon oder von etwas ganz anderem.
Ich bin nicht immer derselbe, und ich will nicht zu jeder Zeit für irgendetwas zugänglich sein. Und Musik löst bei mir sehr viel Gefühl aus, das aber nicht leicht mit Worten zu erklären ist.
Ich versuche jetzt die einschneidenden Hörerfahrungen meiner Zeit zwischen Beat- und 70er Jahre Rock zu beschreiben, was mit viel Gefühl verbunden ist und hoffentlich niemanden verstimmt. :confused:

Die "Stones", das sogenannte Gegenstück zu den Beatles waren seit Anfang der 60er aktiv und präsent.
Ich hatte nie das Gefühl zu einer dieser Bands - oder anderen - mehr hingezogen zu sein als zu anderen Musiker. Es kam immer nur auf den Klang, den Sound eines Songs an. Und der setzte sich folgendermaßen zusammen:
Die Stimme/n
Der Rhythmus
Die Gitarren oder sonstigen führenden Instrumente, wie Keyboard, Blasinstrumente etc.
Der Gesamtklang und das Arrangement mit oder ohne Text und Samples ( zusätzliche Naturgeräusche o.ä. ) -
in etwa diese Reihenfolge der Gewichtung.
Wenn die Stimmen erklangen, und wider erwarten nicht der Erwartungshaltung entsprachen, war das Lied für mich beendet. Dementsprechend die anderen Punkte der Liste.
Nun wieder zu den Stones, die mir seit Get off of my cloud und natürlich mit Satisfaction in den Ohren lagen:

Von all den vielen Werken dieser Band haben nur ein paar einen wirklich tiefen Eindruck bei mir hinterlassen, wie z.B.:
We love you

wegen den Geräuschen und dem herausragenden Piano und
2000 Lightyears from home

wegen dem Gesamteindruck.
Jumpin' Jack Flash, Sympathy For The Devil und vor allem Street Fighting Man wegen den Rhythmen
Child Of The Moon wegen der gesamten Stimmung und Instrumentierung


Am meisten hat mich Honky Tonk Women beeindruckt, für mich damals und heute das Beste der Stones.


Diese Songs der Stones war für mich ein positiver Beitrag auf meinem langen Weg zur Erkenntnis.:oops:
Demnächst sind dann die abgefahrenen Kinks dran.
So long!:cool:
 

Alexboy

Aktives Mitglied
die düüls auf dem finki 2016... irgendwo da im publikum stand auch ich... :cool:

muss mir den thread mal genauer ansehen. zu hole in my shoe möchte ich aber schon jetzt sagen, dass ich den song ganz nett finde, aber fast alle anderen traffic stücke weit besser finde. und auch die meisten von mason (das schuhloch ist ja von ihm) überzeugen mich mehr als dieser. klar, die band wurde damit berühmt, ich versteh schon wenn manche eventuell deswegen an der nummer hängen... erinnerungen und so.
Wie kannst Du es wagen! :D
Ich stelle doch mit einer Single kein Urteil über den Gesamtoutput einer Gruppe dar. Was ich zeigen wollte war mein kleiner Ausschnitt des damaligen Spektrums, z.B.: wg. Alter, Finanzierung, Konsumverhalten, Örtlichkeit.
Damals wußte ich nicht mal wer die Gruppenmitglieder waren, geschweige denn wer komponierte. Das kam alles erst viel später.
Und über Geschmack läßt sich super streiten.;)
 

Alexboy

Aktives Mitglied
The Kinks fanden etwa Mitte der 60er mit den o.a. ihren Weg in meine Ohren. Wieder überzeugten die Chöre, die Gitarren und der Rhythmus, wie es in dieser Zeit sehr häufig der Fall war.
You really got me und

Party Line und

Rats, das schon sehr harte Gitarren vorwies!

Der Sound der Kinks war über viele Jahre ein fester Bestandteil meiner Musikerziehung.
So wie The Who, ab 1966 mit My Generation nicht mehr weg zu denken. Ein Hit nach dem anderen.
Die leider sehr kurzlebigen Cream ab I feel free.
Jefferson Airplane ab White Rabbit und Somebody to love.
The Byrds, Them, The Doors, Frank Zappa and his mothers und, und ...

Ab 1968 kamen die Jahre mit den meisten neuen Einflüssen, wg. der neuen Wohnung, mehr Technik und wesentlich mehr persönlichem Freiraum. Pink Floyd, überwältigend, aber ist ja jedem hier ein fester Begriff. Deep Purple zuerst mit Hush und Hallelujah, danach mit April und dem Concerto for group and orchestra und endlich In Rock, das mich wirklich richtig wegblies!
Die Musik vervielfältigte sich und ich mußte mich ganz schön ranhalten, um alles greifbare anzuhören.
Die Zeit war ab meinem 10 Lebensjahr schon sehr knapp, und es hat sich bis jetzt nichts verbessert.
Musik im Überfluss und das meiste davon unverzichtbar.:confused:
1970, mit 15 begann auch die Zeit des großen Aufbruches - raus aus dem Haus, rein in die Musikhallen. :cool:

Ach ja - wir sind jetzt wieder bei Amon Düül II angelangt. Der Kreis hat sich geschlossen.
Die Singles wurden von Alben abgelöst.:confused:
 

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