Tears for Fears

Perfectionist

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Laut wikipedia ist sie schon ein bisschen älter, aber das muss ja keiner wissen :)

Ihr Album "Circle of One" ist übrigens gerade als Deluxe-Edition wiederveröffentlicht worden, muss ich mir noch besorgen...
 

Squonk

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Moin. Das T.f.F Konzert heute in HH fällt leider aus. :( Wird aber am 19.02.19 nachgeholt. Freue mich jetzt schon wie Bolle.:)
Übrigens: Wir planen gerade mit einer "Alte Herren-Freundeskreis-Amateur-Kapelle" die komplette "Sowing the seeds of love - Scheibe" live auf die Bühne zu bringen (plus 2-3 Hits). Wenn durch Zufall jemand aus diesem thread in HH oder Nähe wohnend
einen ordentlichen Bass spielt und Interesse hat mit zu machen (oder jemand kennt, der ggf. mitmachen würde) melde sich bitte.
Die Stelle ist nämlich noch zu vergeben. lg squonk
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Ich bin natürlich froh, dass die Tour nachgeholt wird. Nicht froh darüber, dass in Süddeutschland komplett tote Hose ist! Und auch Österreich oder Schweiz gehen leer aus.

Das komplette "Seeds"-Album klingt nach einer sehr anspruchsvollen Aufgabe: Da wünsche ich viel Glück, gutes Gelingen und viel Erfolg! Von den ersten drei TFF-Alben ist es ja leider das einzige, das live nicht komplett gespielt wurde.
 

Fonebone

Moderator
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Moin. Das T.f.F Konzert heute in HH fällt leider aus. :( Wird aber am 19.02.19 nachgeholt. Freue mich jetzt schon wie Bolle.:)
Übrigens: Wir planen gerade mit einer "Alte Herren-Freundeskreis-Amateur-Kapelle" die komplette "Sowing the seeds of love - Scheibe" live auf die Bühne zu bringen (plus 2-3 Hits). Wenn durch Zufall jemand aus diesem thread in HH oder Nähe wohnend
einen ordentlichen Bass spielt und Interesse hat mit zu machen (oder jemand kennt, der ggf. mitmachen würde) melde sich bitte.
Die Stelle ist nämlich noch zu vergeben. lg squonk
Leider ist HH für mich weit weg, sonst wäre ich dabei. Die meisten Songs habe ich schon live gespielt, was richtig Spaß macht, aber eben auch nicht so einfach ist...

Viel Erfolg!
 

Perfectionist

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Ich habe mal wieder angefangen, mich durch meine Sammlung zu hören. Angefangen beim (im eclipsed nie besprochenen!) "The Hurting"-Boxset, bin ich jetzt mitten in "Songs from the Big Chair". Bald kommen dann die Remixe dran...
 

Perfectionist

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Höre mich gerade mal wieder durch meine Sammlung - angefangen beim (im Eclipsed nie besprochenen...) "The Hurting"-Boxset, bin ich jetzt mitten in "Songs from the Big Chair". Bald sind dann die Remixe dran.
 

Catabolic

Alter Hase
Von Tears For Fears hatte ich bei Erscheinen damals die LP "Songs From The Big Chair" gekauft. Die steht bei mir heute noch im Regal, inzwischen jedoch als 2 CD-Deluxe Edition, für mich klar ein Highlight der 80er Jahre. Mein Lieblingstitel da drauf war immer derselbe, vor allem weil er mich immer irgendwie ein bisschen an Talk Talk erinnerte:

 

Perfectionist

Aktives Mitglied
"Listen" ist tatsächlich einer ihrer ungewöhnlicheren Titel. Ursprünglich war es wohl ein Instrumental von Keyboarder Ian Stanley (ähnlich wie z.B. "The Marauders"), das dann mit ein bisschen Text und einem deutlich ausgefeilteren Arrangement zu etwas Größerem als "nur" einer hübschen B-Seite wurde.

Und diese Stimme! Orzabal singt den Schlussteil, viele glauben, da wäre eine Frau zu hören!! Seine tolle Gitarre nicht zu vergessen...
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Auch wenn "Shout" nicht mein Lieblings-TFF-Song ist, versuche ich dennoch Jahr für Jahr, das Stück in die SWR1 Hitparade zu wählen. Einfach, weil es noch der Track der Band ist, der die meisten Stimmen bekommt, aber leider nie genug, um in den oberen 1.000 zu landen. Vielleicht will mir ja jemand dieses Jahr helfen und mit abstimmen ;-)
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Ich gehe nach Mainz!

Hoffentlich spielen sie Fish Out Of Water

Nie im Leben! Das ist doch der Song, in dem Roland am offensichtlichsten mit Curt abrechnet. Das wäre sehr komisch. :confused:

Ich hoffe eigentlich nur, dass Badman's Song nicht aus der Setlist fliegt. Das wäre schade.

Support Act in Mainz und Bruchsal ist übrigens ein Singer-Songwriter namens Lawrence Taylor.

Ich plane übrigens, mich am Merchandise haufenweise mit Fanartikeln einzudecken... :oops::rolleyes:
 

Fonebone

Moderator
Teammitglied
Übrigens, es war wirklich sehr gut! Mit perfektem Sound und absolut souverän spielten die Dame und die Herren mit großer Spielfreude. Badmans Song und Seeds Of Love sind wirklich schwierige Songs - perfekt gespielt. Es gab zwar so ein paar technische Hilfsmittelchen, aber das ist durchaus legitim - großes Kino. Vielleicht ein paar zu viele Songs von der ersten Scheibe und etwas mehr als 85 Minuten inklusive Zugabe hätte es auch sein dürfen.
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Hier mein Eventim-Bericht:

Zeitlose Pop-Meisterwerke, beeindruckendes Konzerterlebnis *****

Wie lange haben Tears for Fears, vielleicht neben den Beatles die beste (anspruchsvolle) Pop/Poprockband überhaupt, Deutschland links liegen gelassen? Das letzte Mal waren Roland Orzabal und Curt Smith 2008 im Rahmen der 'Night of the Proms' im Land. Das Reunion-Album "Everybody Loves a Happy Ending" von 2004, immer noch ihre letzte gemeinsame Veröffentlichung auf Albumlänge, wurde hier überhaupt nicht promotet, in der vorangegangenen Orzabal-Solo-Phase gab es laut setlist.fm gerade mal einen Auftritt 1996 in Hamburg. Im Klartext: Die letzte echte Deutschlandtour von Tears for Fears war... festhalten... 1990! :-O

Dass dennoch die (für 2018 angesetzten, dann nach ärztlicher Anweisung auf 2019 verschobenen) Konzerte in Berlin und Hamburg ziemlich schnell ausverkauft waren und auch die glücklicherweise 2019 hinzugekommenen Open-Air-Termine im südlicheren Deutschland ziemlich gut besucht wurden, spricht für die Zeitlosigkeit und Langlebigkeit der Tears-for-Fears-Musik, die mit "Achtziger-Sound" nur unzureichend beschrieben werden kann. Alleine ein Blick auf die Setlist zeigt die unglaubliche Klasse des TFF-Katalogs. Wer kann schon von sich sagen, Hits wie "Everybody Wants to Rule the World", "Sowing the Seeds of Love", "Pale Shelter", "Break It Down Again", "Advice for the Young at Heart", "Woman in Chains", "Change", "Mad World", "Head over Heels" und "Shout" auf sich zu vereinen? Bei einer solchen Hitfülle steht ein Großteil des Programms natürlich schon fest. Die einzigen Wildcards, wenn man so will, sind "Secret World" (das einzige Überbleibsel vom Reunion-Album), "Memories Fade", "Suffer the Children", das Radiohead-Cover "Creep" und das längste TFF-Stück, "Badman's Song". Bei diesen Songs trennt sich die Spreu vom Weizen, und dann merkt man erst richtig, wie beliebt TFF nach wie vor sind. "Secret World" z.B. (der einzige Song, der jünger als 1993 ist) dürfte nur wenigen Radiohörern ein Begriff sein, wird aber beinahe ebenso frenetisch gefeiert und mitgesungen wie die großen Hits.

An der positiven Stimmung kann auch der heftige Regen wenig ändern, der kurz nach Beginn des Support-Acts (der junge Singer-Songwriter Lawrence Taylor zusammen mit seinem Gitarristen - ordentlich, wenn auch nicht wirklich mein Fall) beginnt und über eine Stunde anhält, also auch den Beginn des TFF-Sets deutlich verregnet.

Roland Orzabal (links) ist mittlerweile ergraut und hat auch stimmlich ein paar Prozent eingebüßt - kraftvoll und ausdrucksstark kann er aber immer noch singen. Ansonsten macht er durch eine typisch selbstironische Ansage (mit Bezug auf das Wetter - dunkle Wolken würden der Band überallhin folgen) und das markante Bühnengebaren auf sich aufmerksam - "Rockstar-Posen" gemischt mit Bewegungen, die er mit seiner Gitarre so schon seit Beginn seiner Karriere vollführt. Er spielt übrigens ausnahmslos bei allen Songs eine Stratocaster. Curt Smith (rechts) wirkt agiler und fitter, hat aber auch weniger Songs zu singen (und muss sich dabei deutlich mehr anstrengen als früher) und ist beim Opener "Everybody Wants to Rule the World" und "Mad World" auch von der Bürde befreit, gleichzeitig noch ein Instrument spielen zu müssen. Bei allen anderen Songs (bis auf "Suffer the Children") spielt er natürlich gewohnt gut seinen Bass.

Charlton Pettus, seit Anfang der 2000er Teil der Band, übernimmt die meisten Gitarrensolos, bis auf das erste in "...Rule the World", den Wah-Wah-Improvisationsteil in "Badman's Song" und natürlich das große Solo in "Shout", die wie gewohnt von Orzabal kommen. Pettus' Telecaster klingt manchmal ein bisschen zu verzerrt, aber die Songs hat er drauf. Jamie Wollam spielt das Schlagzeug ziemlich hart und für meinen Geschmack manchmal nicht mitfühlend genug. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, dass an meiner Position sehr viel Bass Drum ankommt. Das Schlagzeugsolo in "Memories Fade" hätte es m.E. nicht gebraucht. Doug Petty sorgt für alle Keyboardsounds, die bei TFF ja nicht ganz unwichtig sind. Leider macht sich auch hier der (zumindest nahe an der Bühne) schlechte Sound bemerkbar, denn manche seiner Parts (besonders die Hammondorgel) kommen bei mir fast gar nicht an. Carina Round ist nicht bloß Gastsängerin, sondern quasi vollwertiges Bandmitglied. Sie singt "Suffer the Children" fast alleine, bei "Woman in Chains" und "Badman's Song" übernimmt sie Oleta Adams' Parts mit einer gewissen Souveränität (auch wenn Oleta unerreicht bleibt), und auch ansonsten unterstützt sie Roland und Curt hier und da bei hohen Parts oder singt Background-Elemente.

Was die Setlist angeht: Die ersten neun Songs sind eine Perlenschnur von Großartigkeiten, wie sie nur wenige Bands vorweisen können. Jeder Song ein Treffer. Nur schade, dass bei "Advice for the Young at Heart" das Gitarrensolo unter den Tisch fällt. Auch ein vermeintlich unbekannterer Song wie "Break It Down Again" (der einzige gespielte Song aus der Orzabal-Solo-Phase, mit der Zeile "No more walls of Berlin") wird dermaßen gefeiert, dass einem schwindlig wird, und da fällt auch der Regen kaum ins Gewicht. "Change" is wie gewohnt deutlich funkiger als die Studioversion, ein fantastisches "Mad World" bemerkenswert nahe am Original. "Memories Fade" gefällt mir dafür nicht so sehr, "Suffer the Children" ist zwar umarrangiert, aber auch eher ein Stimmungskiller, und das Radiohead-Cover haben TFF m.M.n. einfach nicht nötig. "Creep" ist zwar für sich gesehen okay, fällt aber gegenüber den TFF-Songs textlich wie musikalisch deutlich ab. Bei "Badman's Song" mit seiner soulig-bluesigen Färbung dagegen ist wieder Leben im Schlossgarten, und da es der einzige Song mit längeren Instrumentalpassagen ist, können Roland und Curt sich auch mal vom Mikro weg- und in bester ZZ-Top-Manier vor dem Drumkit "parallel" bewegen. Falls es Spannungen zwischen den Beiden gibt: An diesem Abend sehe ich nichts davon. Bei "Head over Heels" kocht die Stimmung dann wieder über, seit einiger Zeit wird der Song glücklicherweise auch wieder mit dem Endpart von "Broken" beendet. Ein perfekter Endpunkt für den Hauptteil des Sets.

Einzige Zugabe ist "Shout". Das Publikum weiß das. Anstelle von "Zugabe, Zugabe!"-Rufen fangen plötzlich alle an, den Refrain zu brüllen, dann zu singen. Die Band kommt zurück und schaut verwirrt. Curt: "So we don't have to do it?" - und er erklärt uns, dass wir einen Ganzton zu hoch singen! (Kurioserweise war der Song, wie man auf dem "Songs from the Big Chair"-Boxset hören kann, ursprünglich in A, bevor er einen Ganzton heruntertransponiert wurde...) Und natürlich spielt die Band "Shout". Mit jeder Menge Lichtgewitter (bis dahin war die Beleuchtung eher zurückhaltend, auch wenn die synchronisierten Leuchtstäbe auf der Bühne, zusammen mit den Lichtstreifen an der hinteren Bühnenwand sehr stylish sind) und natürlich einem lauten Publikumschor. Auch wenn ich es schade finde, dass das Stück, ähnlich wie "Sowing the Seeds of Love", ein bisschen arg kurz geraten ist, so besteht nach exakt eineinhalb Stunden kein Zweifel: Tears for Fears haben geliefert. Sie kamen, spielten und haben gesiegt. Hoffentlich kommen sie bald wieder - von mir aus gerne mit weniger "The Hurting"-Material und dafür mehr von späteren Alben. Dass "Raoul and the Kings of Spain" (m.M.n. das zweitbeste TFF-Album) überhaupt nicht und die Zeit nach der Reunion gerade mal mit einem Song vertreten sind, finde ich ein bisschen suboptimal. Zumal ein etwas fröhlicherer Song wie "Everybody Loves a Happy Ending" oder "Floating Down the River" der zweiten Programmhälfte m.E. gutgetan hätte.

Bei aller Kritik am Detail hier und da: Ein unvergesslicher Auftritt einer Band, die nach wie vor viel zu wenig gewürdigt wird und sich womöglich ihrer eigenen Bedeutung auch nicht so recht bewusst ist.

Zu loben ist noch der Veranstalter, nämlich dafür, dass kleine Getränkeflaschen (bis 0.5l) erlaubt sind! Bei dem zu Beginn ja noch sehr hitzigen Wetter eine echte Wohltat. Weniger schön dagegen die Nicht-Beschilderung des Eingangs... wir sind nach dem Ausstieg aus der S-Bahn erst einmal etwas ziellos herumgeirrt (und haben nach dem Konzert ähnlich kopflos nach der Haltestelle gesucht, bis klar war, dass die S-Bahn auf demselben Gleis in beide Richtungen fährt!)
 

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