Steven Wilson / Porcupine Tree etc.

(...)
wenn ich mich nicht täusche gabst du mal in Berlin beheimatet zu sein, an... !!!???
(...)
Schongau (Oberbayern, da war Franz Josef Strauss mal Landrat vom 1. September 1946 bis 31. Dezember 1948; aber aus dem Nachbarort Weilheim kommt die immer noch aktive fantastische Band The Notwist, u.a. mit den Brüdern Micha u. Markus Acher)
 
Heute "kniee" ich mich mal in den Longplayer "Chimera´s wreck" rein, den Steven Wilson kurz nach dem Tod seines Vaters, 2012 geschrieben hatte....
 
Heute "kniee" ich mich mal in den Longplayer "Chimera´s wreck" rein, den Steven Wilson kurz nach dem Tod seines Vaters, 2012 geschrieben hatte....
tja, wird hier jemanden nicht gefallen, was ich jetzt von mir gebe...
Chimera´s Wreck ist mit Abstand das beste auf diesem Album..... die anderen Songs sind okay bis !! nervig - für mich !!!
der von Georg angegebene Part im Song macht ihn ein wenig zunichte.... das instrumentale ist ja noch okay, doch Stevens Stimme dazu missfällt mir.... doch im Gesamten klingt hier noch am ehesten etwas von den alten PT raus....
bzw. auf seinen Progsolos hätte er sich auch gut gemacht.....
der Hintergrund ist natürlich traurig und jeder hat das Recht ihn derart zu verarbeiten..... ich hoffe er ist mit dieser Situation jetzt im reinen...

ich streiche dies Album vorläufig aus meiner "must have" Liste... evt. kommt es in die Kiste, wenn es in einem Jahr oder so zum "NICEPRIZE" zu haben ist...
doch dafür habe ich die letzten Tage wieder vermehrt in die alten Songs reingehört... evt. war dies der Fehler... !!??

hier was aus dem Jahr ´96
***** Prayer
 
Das Visions - Juli-Heft hat fast das identische Cover.
Anhang anzeigen 19447

Aktuell drei "Musik" Magazine auf meinem Nachttisch haben das gleiche Cover. Das Rock Hard Magazin auch. Und da finde ich es etwas ärgerlich, weil sie durch ihr zwei Jahre aufgeschobenes - dann aber 2022 erfolgreich durchgeführtes- Festival halt das besser zahlende auf's Cover nehmen mussten. Üblicherweise wäre ein Foto vom der Bühne oder von tobenden Fand oder vom Billing 'drauf, aber da zahlt halt keine Firma extra für, da selbstveranstaltet. Und das nervt dann schon irgendwie. Platte ist -logischerweise- auch Platz 1 in der Zeitung.
 
Tja, wie wollen wir so mehr Leute für dieses Forum gewinnen ?
In dem wir gegenseitig auf einander losgehen ?

Progressivität und Toleranz sollte doch bei allen vorhanden sein ,
Mein Vorschlag wäre über Musik zu reden. Das passiert hier halt selten. Ich habe es schon so oft geschrieben: Es gibt nichts konservatives als über Prog zu reden. Siehe diesen Thread.
 
Mir fällt zu SW jedenfalls nur noch Oscar Wilde ein...

"In dem Augenblick, indem ein Künstler die Wünsche anderer wahrnimmt und versucht, die Nachfrage zu befriedigen, hört er in der Tat auf, ein Künstler zu sein, und wird zu einem langweiligen und lächerlichen Handwerker oder einem ehrlichen oder unehrlichen Händler"
Da ist schon generell was Wahres dran, aber ich würde Steven Wilson nicht unbedingt als ein typisches Beispiel dafür ansehen. Der macht schon sein eigenes Ding, und Anbiederung an den Publikumsgeschmack höre ich da nicht wirklich.

Ich denke, das "Problem" liegt darin, dass manche Leute meinen, er sei der "King of Prog", obwohl Prog keinen "König" hat und Wilsons Musik eher nur am Rande mit Prog zu tun hat (was beispielsweise die Eclipsed mit dem Etikett "New Artrock" auszudrücken versucht). Da werden Erwartungen an den guten Herrn Wilson herangetragen, die er nicht erfüllen kann und auch nicht erfüllen will. Dass das dann "schief geht", braucht nun wirklich niemanden zu wundern!

Die Klassifikation von Steven Wilson und Porcupine Tree als "Prog-Rock" findet man ja auch eher in der Alternative-Rock-Presse, die von diesem Tuten und Blasen eher keine Ahnung hat und echten Prog weiterhin geflissentlich ignoriert, als wäre das nur eine belanglose Spielerei von ein paar geschmacksverirrten Nerds. Da werden von Leuten wie Ernst Hofacker und Simon Reynolds ganze Bücher über diesen oder jenen Aspekt der Rockgeschichte geschrieben, und von Prog liest man da nichts, abgesehen vielleicht von ein, zwei Seiten über die Pink Floyd der Syd-Barrett-Ära, als die ja noch nicht wirklich Prog gemacht haben ;)
 
Eben. Wilson macht schon immer auch Pop und Elektro. Aber ein ELEKTRO-POP- Album?
"Muss Ausverkauf sein, holt die Mistgabeln raus!"
 
Zuletzt bearbeitet:
Da werden Erwartungen an den guten Herrn Wilson herangetragen, die er nicht erfüllen kann und auch nicht erfüllen will.
Jörg, ich würde da eher von "nicht erfüllen will" reden. Ich habe das Gefühl, dass er sich da ein Denkmal setzen will, als "Enfant Terrible" ode besser noch als "Enfant extraordinaire" der britischen Musikgeschichte...
 
Ich habe das Gefühl, dass er sich da ein Denkmal setzen will, als "Enfant Terrible" ode besser noch als "Enfant extraordinaire" der britischen Musikgeschichte...
Ach was, das ist einfach sein Charakter, von Anfang an. Was glaubst du, was los war, als
"Stupid Dream" rauskam, da haben viele schon von "Ausverkauf" krakeelt, bei "In Absentia" genauso.
Wenn es ihm nicht so egal wäre, wenn er nicht so konsequent immer sein eigenes Ding machen würde, wäre er für mich schon sehr schnell langweilig geworden.

Liefern ist nicht nach guter Künstler Art.
- MAX GOLDT -
 
Und was das gängige Vorurteil "Prog ist was für Nerds" betrifft: Ich habe Informatik studiert und lange Zeit (Pen&Paper-)Fantasy-Rollenspiele gespielt, von daher habe ich sehr viele und zum Teil wirklich schlimme Nerds kennengelernt. Und wisst Ihr was: Keiner von denen hörte Prog! Für die Computer-Nerds musste es Musik sein, die mit dem Computer gemacht war, handgemachte Musik (selbst Keyboards) ging gar nicht. Und in der Rollenspielszene wird vor allem Metal (in erster Linie Folk-, Pagan- und Black Metal) sowie die Sorte pseudomittelalterliche Musik, die man auf "Mittelalter-Spectacula" zu Gehör bekommt und die Wikipedia als "Musik der Mittelalterszene" bezeichnet) gehört. Und Rechtsrock - denn in der Rollenspielszene ist der Anteil rechter Dumpfbacken ziemlich hoch. Natürlich gibt es noch andere Sorten Nerds, und was ein Nerd ist und was nicht, lässt sich nicht objektiv festlegen. Und Steven Wilson wird ja auch oft für einen Nerd gehalten, er sieht aus wie ein Nerd und hat eine irgendwie nerdige Art, sein musikalisches Ding durchzuziehen - aber er spielt auch mit seinem Nerd-Image (wie auch Flake von Rammstein, nebenbei bemerkt).
 
Das halte ich für eine gewagte Behauptung.
Ich war fast 30 Jahre in der Szene unterwegs, da habe ich diesbezüglich so einiges erlebt, das kannst Du mir glauben. Ich kann mich an kaum eine Rollenspielrunde erinnern, in der nicht mindestens einer politisch nach rechts tendierte. Wenn man das genauer betrachtet, geht es in den meisten Rollenspiel-Abenteuern um etwas, was heutzutage Lynchmord wäre, und es gibt einen ausgeprägten Rassismus, wenn auch bezogen auf fiktive Rassen wie Elfen und Orks. Kein Rollenspieler hasst Orks - die hasst ein Rollenspieler so wenig wie ein Metzger Schweine hasst, die sind einfach dazu da, umgebracht zu werden. Was wirklich gehasst wird sind Elfen: die sind in vielen Runden eine bösartige Karikatur von Hippies, Grünen und ähnlichen "Gutmenschen". Bei solchen Spielinhalten wundert es wenig, dass das reaktionäre Zeitgenossen anlockt und progressive abstößt.

Aber wir kommen hier völlig vom Thema ab. Was in der Rollenspielszene los ist, interessiert an dieser Stelle nicht wirklich.

Übrigens sind Nerds nerdig für alles mögliche. Ich werde allenthalben auch so genannt, bei mir ist's halt Musik.
Ja. Nerd kann man für so ziemlich alles sein. Das müssen nicht Computer oder Fantasy-Rollenspiele sein. Das kann auch Musik sein; Steven Wilson wird zumindest oft als ein solcher Musik-Nerd wahrgenommen.
 

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