Steve Winwood in Bonn, 05.07.2018

Fonebone

Moderator
Teammitglied
Schwach!

Als alter Steve Winwood-Fan dachte ich mir: den hören wir uns noch mal an, bevor er aufhört zu touren! Immerhin hat der Herr inzwischen die 70 überschritten.

Die Vorgruppe namens Gary Clark Jr. war schon auf der riesigen Bühne, als wir das wunderbare Gelände namens Kunst!Rasen am Rhein betraten. Die Band spielt Blues auf eine sehr coole und groovige Art. Sound und Musiker perfekt! Vor allem der Kopf der Band Gary Clark hat eine faszinierende Stimme, und er hat auch einen bemerkenswerten Gitarrensound mit eigener Note! Ich bin nicht so der Blues-Fan - echte Fans dürften hier wirklich dahinschmelzen!



Danach kommt Steve Winwood in einer Besetzung ohne Bassist, mit Gitarrist, Percussionist, Saxophonist und Drummer auf die Bühne. Mit Verlaub: Das ist eine Sparbesetzung lieber Herr Winwood! Muss denn angesichts solcher Gagen an ein oder zwei Musikern gespart werden?



Rechnet man den Eintrittspreis 60€ hoch mit ca. 2000 Zuschauern, dann bleiben brutto ca. 100.000€ zu verteilen. Wenn die Gage also nur bei 30.000€ liegen sollte, fallen etwa 1000€ pro Musiker nicht gerade ins Gewicht, oder?

Zweite Enttäuschung: In der Setlist fehlen Songs, die ich gerne gehört hätte: Valerie, While you see a chance, Arc of a diver, Back in the high live again. Dafür gleich fünf Traffic Songs - zugegeben, die hatte ich lange nicht gehört, aber ich hätte gerne darauf verzichtet, ebenso wie auf teils ausgedehnte Gitarrensoli des leider sehr schwachen Gitarristen! Steve Winwood ist schon kein großer Gitarrist, aber sein Begleitgitarrist ist einfach zu schlecht für eine solche Band!

Was mir auch gefehlt hat: ein Bassist. Steve Winwood spielt zwar ordentlich auf dem Basspedal seiner Hammond B3, teils durch die Unterstützung eine Sequenzers, aber ein richtiger Bassist bringt mehr Groove, wie man eindrucksvoll bei der Vorgruppe sehen konnte! Auch der Hammond-Sound klang erschreckend schwach, obwohl Winwood ein Rotorkabinett dabei hatte.

Unterm Strich bleiben ein paar gute Songs, leider nicht besonders prickeln vorgetragen von einer ansonsten guten Band. Da hätte ich mehr erwartet!

Während der Zugabe Dear Mr. Fantasy haben wir das Gelände verlassen - schade!
 

Catabolic

Alter Hase
Das ist natürlich schade, deckt sich aber mit Eindrücken, die ich auch schon hatte an Konzerten. Gerade bei so wandlungsfähigen Künstlern wie Stevie Winwood, die vor allem für ihre perfektion bekannt sind, ist so eine Performance nicht gerade berauschend. Traffic-Titel dürfte er bei mir schon spielen, ich dürfte dann einfach nicht die "On The Road" im Hinterkopf haben. Von seinen erfolgreichen Soloplatten würde ich auf alles verzichten können, wenn er vom Debutalbum dafür zwei oder drei Titel spielen würde, z.B. "Vacant Chair", "Time is running Out" und "Hold On".

Und wenn Du schreibst, dass der Rhythmusgitarrist auch nicht gerade das Gelbe vom Ei war, mag ich mir auch keine Blind Faith Stücke vorstellen...hui....
 

Marifloyd

Inventar
Schwach!

Als alter Steve Winwood-Fan dachte ich mir: den hören wir uns noch mal an, bevor er aufhört zu touren! Immerhin hat der Herr inzwischen die 70 überschritten.

Die Vorgruppe namens Gary Clark Jr. war schon auf der riesigen Bühne, als wir das wunderbare Gelände namens Kunst!Rasen am Rhein betraten. Die Band spielt Blues auf eine sehr coole und groovige Art. Sound und Musiker perfekt! Vor allem der Kopf der Band Gary Clark hat eine faszinierende Stimme, und er hat auch einen bemerkenswerten Gitarrensound mit eigener Note! Ich bin nicht so der Blues-Fan - echte Fans dürften hier wirklich dahinschmelzen!



Danach kommt Steve Winwood in einer Besetzung ohne Bassist, mit Gitarrist, Percussionist, Saxophonist und Drummer auf die Bühne. Mit Verlaub: Das ist eine Sparbesetzung lieber Herr Winwood! Muss denn angesichts solcher Gagen an ein oder zwei Musikern gespart werden?



Rechnet man den Eintrittspreis 60€ hoch mit ca. 2000 Zuschauern, dann bleiben brutto ca. 100.000€ zu verteilen. Wenn die Gage also nur bei 30.000€ liegen sollte, fallen etwa 1000€ pro Musiker nicht gerade ins Gewicht, oder?

Zweite Enttäuschung: In der Setlist fehlen Songs, die ich gerne gehört hätte: Valerie, While you see a chance, Arc of a diver, Back in the high live again. Dafür gleich fünf Traffic Songs - zugegeben, die hatte ich lange nicht gehört, aber ich hätte gerne darauf verzichtet, ebenso wie auf teils ausgedehnte Gitarrensoli des leider sehr schwachen Gitarristen! Steve Winwood ist schon kein großer Gitarrist, aber sein Begleitgitarrist ist einfach zu schlecht für eine solche Band!

Was mir auch gefehlt hat: ein Bassist. Steve Winwood spielt zwar ordentlich auf dem Basspedal seiner Hammond B3, teils durch die Unterstützung eine Sequenzers, aber ein richtiger Bassist bringt mehr Groove, wie man eindrucksvoll bei der Vorgruppe sehen konnte! Auch der Hammond-Sound klang erschreckend schwach, obwohl Winwood ein Rotorkabinett dabei hatte.

Unterm Strich bleiben ein paar gute Songs, leider nicht besonders prickeln vorgetragen von einer ansonsten guten Band. Da hätte ich mehr erwartet!

Während der Zugabe Dear Mr. Fantasy haben wir das Gelände verlassen - schade!
Erst einmal vielen Dank für Deine Eindrücke von dem Konzert. Steve Winwood ist schon eine Hausnummer. Habe ich leider nie selbst gesehen. Eine Band ohne Bass ist auch nicht unbedingt mein Ding. Die Band meines Sohnes verzichtet aber auch auf einen Bassisten, dafür übernimmt der Keyborder den Part.
Zur Setlist:
Die von Dir vermissten Songs höre ich auch sehr gern. Aber die Traffic Sachen wesentlich lieber.
Zur Vorgruppe:
Ich höre sehr gerne Blues und ich glaube, dass Du da etwas Feines zu hören bekommen hast.

 
Zuletzt bearbeitet:

micha108

Aktives Mitglied
Nun, die Setlist ist für mich ansprechend. Ich stehe aber grundsätzlich eher auf die Traffic-Sachen, von Steve Winwood dann auf die erste, About Time ....

was Konzerte angeht, bin ich dann doch bei den "Alten" sehr zurückhaltend geworden, ich will mir die guten Eindrücke, die ich zuvor gesammelt habe, nicht enttäuschen .... deshalb bin ich nicht nach Bonn gefahren, obwohl es direkt um die Ecke ist .....
 

micha108

Aktives Mitglied
Erst einmal vielen Dank für Deine Eindrücke von dem Konzert. Steve Winwood ist schon eine Hausnummer. Habe ich leider nie selbst gesehen. Eine Band Bass ist auch nicht unbedingt mein Ding. Die Band meines Sohnes verzichtet aber auch auf einen Rassisten, dafür übernimmt der Keyborder den Part.
Zur Setlist:
Die von Dir vermissten Songs höre ich auch sehr gern. Aber die Traffic Sachen wesentlich lieber.
Zur Vorgruppe:
Ich höre sehr gerne Blues und ich glaube, dass Du da etwas Feines zu hören bekommen hast.


Ich vermute mal Du meinst einen Bassisten :D
 

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