Status Quo

Ich schließe mich hiermit den Diskussionsthreads von @Vertigo an und bringe weitere Bands zur Sprache, über die wir uns bereits mehr oder weniger flüchtig ausgetauscht hatten. Hier ist jetzt der Platz dafür, es richtig zu tun.

Und auch hier gilt natürlich: Bitte keine Youtube-Videos posten! Dafür sind andere Threads da.
Aber alle Gedanken, die sonst zu einer hoffentlich angeregten Diskussion beitragen, sind willkommen. :)

Ladies and Gentlemen: Status Quo!
 
Zuletzt bearbeitet:
Das mußte jetzt einfach sein - die alten Alben in der einzig wahren Besetzung (bis 1981) sind mir absolut heilig! Allen voran "Quo", "Hello!", "Blue for you" und die sensationelle On Stage-Abrißbirne "Live", welche nur noch verbrannte Erde hinterläßt.

In der abgebildeten Form sind sie mir am liebsten. So gehört das ! :)

 
Zuletzt bearbeitet:

Roller-Rocker

Aktives Mitglied
Selbst mag ich sowohl die frühen Sachen als auch die nach 1980. Und -für mich sind Quo wie z.B. auch Slade eine Party- Band, die, egal wo man sie auflegt, für gute Stimmung sorgt.
Das soll die musikalische Leistung nicht schmälern, ist halt meine Meinung dazu.
Ein Video werde ich bei Gelegenheit mal an anderer Stelle posten, wenn ich wieder zuhause am PC bin. Das steht mir in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund der übermäßigen Präsenz in den Medien nämlich bis Oberkante Unterlippe.
 

Gast 1

Guest
Von "Ma Kelly's Greasy Spoon" bis zur 1981er "Never Too Late" ist hier alles absolutes Stammpersonal in meinem Regal. Danach mutierten sie zu ner Pop-Band mit einem Hauch von Boogie. Es gibt auch dann noch schöne Songs die ich gern höre von ihnen, aber das was sie ausgemacht hat, warum sie mir so ans Herz gewachsen sind war weg.

Wie man ja heute weiß hatte das viele Faktoren. Lancaster war der Hardrocker in der Band mit ihm verschwanden diese Kanten in ihrer Musik. Coghlan war damals völlig desinteressiert sich weiter in die Musik einzubringen, so warfen ihn Rossi und Parfitt raus. Und Rossi stand halt schon vor Quo vor allem auf Pop. Da wars recht logisch, dass sie zu ner Pop-Band wurden als Rossi das Ruder übernahm. Erstaunlich, dass er das hinbekam in ner Zeit als er ständig randvoll mit Kokain war und Parfitt nicht weniger. Wobei das auch eher zufällig passierte, Quo war eigentlich aufgelöst nach der "Back To Back" und der "End Of The Road" Tour.

Von den späteren Scheiben sind die "Rock Til You Drop" von 1991, die "Heavy Traffic" von 2002 und die "In Search Of The Fourth Chord" von 2007 noch recht empfehlenswert.
 
Von den späteren Scheiben sind die "Rock Til You Drop" von 1991, die "Heavy Traffic" von 2002 und die "In Search Of The Fourth Chord" von 2007 noch recht empfehlenswert.
Insbesondere die letzten beiden sind auf jeden Fall deutlich besser als vieles, was die Band in den späten 80ern und 90ern angestellt hat. Aber die alte Magie konnten auch sie nur ansatzweise beschwören.
 

Gast 1

Guest
Aber die alte Magie konnten auch sie nur ansatzweise beschwören.
Man ist ja heute bei Quo schon mit wenig Gutem zufrieden, mir gehts zumindest so. Ich hab ja ne ganz kurze Zeit gehofft, dass die Frantic Four nicht nur touren sondern ein neues Album gemeinsam machen. Und ich wette, Lancaster, Coghlan und Parfitt wären sofort dafür zu haben gewesen neue Songs dazu zu schreiben.
 
Genau diese Hoffnung hatte ich auch und gleichzeitig wußte ich instinktiv, dass es wohl nie passieren wird. Die anderen drei hätten mit Sicherheit Bock gehabt, aber es wäre oder ist an Rossi gescheitert.

Der hatte ja eigentlich sowieso schon keine große Lust auf die Frantic Four-Geschichte und hat sich ja auch von Anfang an eher zurückhaltend bis lustlos zu der Sache geäußert.
 

Gast 1

Guest
Der hatte ja eigentlich sowieso schon keine große Lust auf die Frantic Four-Geschichte und hat sich ja auch von Anfang an eher zurückhaltend bis lustlos zu der Sache geäußert.
Und hats sicher überhaupt nur durchgezogen weil ihm selber oder verursacht durchs Management klar wurde, da ist eine ganze Menge Kohle drin zu machen in so einer Reunion-Tour mit all dem Merchandise drumrum
 
Und hats sicher überhaupt nur durchgezogen weil ihm selber oder verursacht durchs Management klar wurde, da ist eine ganze Menge Kohle drin zu machen in so einer Reunion-Tour mit all dem Merchandise drumrum
Das dürfte wohl leider so gewesen sein. Da sind wir wieder bei dem Punkt angelangt, dass Rossi schon lange nicht mehr hinter der Sache steht. Um Parfitt tuts mir auch leid, der würde gerne, darf aber nicht.
 

Gast 1

Guest
Das ist richtig. Aber im Gegensatz zu Rossi steht er wenigstens noch voll dahinter, denke ich. Deswegen fällt es ihm ja so schwer, mental umzuschalten.
Er müßte doch nur schnallen, dass er zwar voll hinter der Musik stehen kann, aber dazu nicht den Lebensstil braucht den er pflegte als er jung war. Ich mein des sollt schon intelligenzmäßig bei ihm drin sein. Ich denke das ist simpel Trotz bei ihm wie bei nem Teenager und sowas find ich immer bedenklich wenn alte Leute Teenager spielen.
 
Das ist jetzt natürlich ´ne berechtigte Frage, ob das intelligenzmäßig wirklich bei ihm drin ist. Wir kennen ihn schließlich nicht privat. Vielleicht hat er sich die Synapsen wirklich so weit weggekokst, dass da nicht mehr viel zu holen ist, wer weiß...da fällt es dann sogar schon schwer, scheinbar simple Vernunftentscheidungen zu treffen.
 

Gast 1

Guest
Das ist jetzt natürlich ´ne berechtigte Frage, ob das intelligenzmäßig wirklich bei ihm drin ist. Wir kennen ihn schließlich nicht privat. Vielleicht hat er sich die Synapsen wirklich so weit weggekokst, dass da nicht mehr viel zu holen ist, wer weiß...da fällt es dann sogar schon schwer, scheinbar simple Vernunftentscheidungen zu treffen.
Wenn ich mich auf die Status Quo Autobiographie stütze vermute ich leider schon es könnte ein Intelligenz-Problem bei ihm sein. Da wechseln sich die Kapitel ja zwischen Rossi und Parfitt ab. Immer wenn Rossi erzählt wirds richtig interessant. Er spart auch nie mit Selbstkritik, mit Selbstreflektion und man kann gut nachvollziehen warum er heute so ist wie er wirkt. Wenn Parfitt erzählt, dann isses ganz egal ob wir grade 1972 haben, 1988 oder 2006, es geht um Weiber, Drogen, Autos und seine Probleme damit, wenn mal wieder ein Auto kaputt war, die Frau genug hatte usw.
Nur wenn er auf den Unfalltod seiner Tochter eingeht hat man mal das Gefühl, dass da ein Mann ist, der beginnt auch mal nachzudenken übers Leben. Hält aber nur das Kapitel an, danach gehts wieder weiter mit Weiber, Drogen und Autos.

Drum sind Quo für mich heute recht zwiespältig. Als Mensch ist mir der Rossi wesentlich lieber. Mit dem könnt ich mich wohl durchaus einen Tag lang gut unterhalten, denn er ist witzig, hat viel zu erzählen und man spürt eine Reifung bei ihm. Dafür ist er mir musikalisch zu langweilig unterwegs.
Bei Parfitt wär ich vermutlich nach ner halben Stunde schon genervt von seinen Geschichten, dafür liegt er mir musikalisch näher.
 
Drum sind Quo für mich heute recht zwiespältig. Als Mensch ist mir der Rossi wesentlich lieber. Mit dem könnt ich mich wohl durchaus einen Tag lang gut unterhalten, denn er ist witzig, hat viel zu erzählen und man spürt eine Reifung bei ihm. Dafür ist er mir musikalisch zu langweilig unterwegs.
Bei Parfitt wär ich vermutlich nach ner halben Stunde schon genervt von seinen Geschichten, dafür liegt er mir musikalisch näher.
Ja, ich denke, dass würde ich auch so unterschreiben. In dieser Einschätzung bin ich ganz bei Dir. Rossi ist der reflektiertere und unterhaltsamere von beiden, dafür hat Parfitt eindeutig musikalisch mehr zu sagen.

Ist aus meiner Sicht auch ein Zeichen für eine gewisse innere Leere und Unausgeglichenheit, wenn man Spaß und Lebensqualität nur mit Suff, Drogen, Weibern und schnellen Autos in Verbindung bringen kann und ansonsten kommt da nichts mehr.

Vielleicht wäre es sogar besser gewesen, wenn Quo nach dem Ausstieg von Lancaster ganz aufgehört hätten. Dann hätte es vermutlich keine halbgaren Quo-Alben gegeben und jeder hätte noch genug Zeit gehabt, eine Solokarriere nach eigenem Gusto zu starten (Parfitt als Boogie-Rocker, Rossi als Popkünstler), ohne dass der Name Status Quo dabei beschädigt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gast 1

Guest
Ist aus meiner Sicht auch ein Zeichen für eine gewisse innere Leere und Unausgeglichenheit, wenn man Spaß und Lebensqualität nur mit Suff, Drogen, Weibern und schnellen Autos in Verbindung bringen kann und ansonsten kommt da nichts mehr.

Vielleicht wäre es sogar besser gewesen, wenn Quo nach dem Ausstieg von Lancaster ganz aufgehört hätten. Dann hätte es vermutlich keine halbgaren Quo-Alben gegeben und jeder hätte noch genug Zeit gehabt, eine Solokarriere nach eigenem Gusto zu starten (Parfitt als Boogie-Rocker, Rossi als Popkünstler), ohne dass der Name Status Quo dabei beschädigt wird.
Bei beidem bin ich auch ganz deiner Meinung. Ich halte das auch für innere Leere, eine Art Verlorenheit in sich selber, wenn einem nix anderes zum Thema Lebensqualität einfällt.

Für Quo wärs sicher das beste gewesen sie hätten 1984 aufgehört, wie ja eigentlich geplant. Der Name wäre nicht beschädigt und jeder hätte machen können was immer nach seinem Gusto ist. Für den Geldbeutel von beiden wars natürlich richtig weiterzumachen. Allein wenn Rossi erzählt wie er sich kiloweise das Kokain gegeben hat, kann man sich schon so ungefähr vorstellen was da an Kohle durch die Nase ging in den 80ern. Und Parfitt war nach dem Tod der Tochter Heidi, dem Ende von Quo 1984 und der Scheidung von seiner Frau Marietta ja sowieso drauf und dran völlig abzustürzen. Von daher wars für beide schon okay das weiterzumachen, denn solo oder in einer anderen Band hätten beide wohl niemehr das verdient was mit Quo immer noch reinkommt. Und wer weiß ob beide dann heute noch unter uns wären.
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
uns Quo-Fans treiben halt dieselben Gedanken und Fragen rum aber ist das nicht bei jeder Band so?
Na ja, ist halt immer das Gleiche. Die Band hätte aufhören sollen (obwohl Rossi auf den meisten Quo-Alben sowieso die Kompositionen dominiert hatte, Ausnahmen nur DO2H und "Quo", und Parfitts Rhythmusgitarre vielleicht sogar das wichtigste Klangmerkmal der Band war), usw.. Solange Songs dabei herausspringen, die Menschen gefallen oder berühren (und selbst die schwächsten SQ-Alben haben ihre Momente), mag ich sowas eigentlich nicht hören. Und sie haben sich ja mit Alben wie Heavy Traffic, In Search of the Fourth Chord oder Quid Pro Quo doch noch mal stark zurückgemeldet.

Ich persönlich mag ja auch die Deluxe-Editionen sehr, die seit einer Weile veröffentlicht werden: Tolle Remasters von Andy Pearce, lesenswerte Liner Notes, schöne Aufmachung und mehr oder weniger interessantes Bonusmaterial. Hoffentlich wird das EOTR-Video in absehbarer Zeit auf DVD oder Blu-Ray wiederveröffentlicht...
 

BRAIN

Mitglied
Ich habe und kenne ein einziges Album von Status Quo.
Es hieß In the army now, das war so um 1986.
Das reicht, denke ich mir. :rolleyes:
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Ich habe und kenne ein einziges Album von Status Quo.
Es hieß In the army now, das war so um 1986.
Das reicht, denke ich mir. :rolleyes:
Die ist wirklich nicht repräsentativ - ugf. so, als wenn dein einziges Genesis-Album Invisible Touch wäre oder 90125 das einzige Yes'.... um Beispiele aus einem Bereich zu nennen, der hier ja vor allem diskutiert wird.

Ich mag sogar ein paar Songs von ITAN (z.B. das dramatische "End of the Line"), aber der Sound ist viel zu steril für Quo und es groovt fast gar nicht. Einige der B-Seiten aus der Zeit waren deutlich besser ("Lonely" oder "Keep Me Guessing", letzteres mit richtig fettem Riff á la 70s).

Die Doppel-LP "Live" von '76 ist quasi die Essenz von Status Quo, v.a. im 16-minütigen (!!!!) "Forty-Five Hundred Times".
Wenn es etwas Kürzeres sein soll, dann kann ich zu "Piledriver" (1972) oder "Hello!" (1973) raten. Ersteres ist etwas rauer und bluesiger, auf "Hello!" klingen sie dafür homogener.
 
Die Doppel-LP "Live" von '76 ist quasi die Essenz von Status Quo, v.a. im 16-minütigen (!!!!) "Forty-Five Hundred Times".
Wenn es etwas Kürzeres sein soll, dann kann ich zu "Piledriver" (1972) oder "Hello!" (1973) raten. Ersteres ist etwas rauer und bluesiger, auf "Hello!" klingen sie dafür homogener.
Und "Quo!" von ´74 bitte nicht vergessen. Ich denke, sie ist auch die härteste von Quo und hat Highlights wie das unsterblich geile "Backwater" zu bieten. :)
 

Gast 1

Guest
Ich habe und kenne ein einziges Album von Status Quo.
Es hieß In the army now, das war so um 1986.
Das reicht, denke ich mir. :rolleyes:
Also da muß ich auch noch helfen. "Quo", das rockigste "härteste" Studioalbum von ihnen und die "Live" von 1977 sind Pflichtscheiben. Jetzt wo ich deinen Geschmack eh ein bisserl kennengelernt habe und sehe wie vielseitig du durch die 70er Jahre gehst, würd mich das sehr wundern wenn das nix für dich wäre.

Wenn du den 60er Jahre Charme von Bands magst, wär auch noch die "Ma Kelly's Greasy Spoon" zu nennen. Auf dem Weg eine Boogie-Rock Band zu werden aber noch mit dieser charmanten Naivität der 60er.

Oder die "Piledriver", hier begann so richtig das was die Leute meinen wenn sie an Status Quo aus den 70ern denken. Das Nachfolgealbum "Hello!" mit richtig schönen Songs. Die "Blue For You" wo auch ein Ohrwurm den anderen jagt. Und alles noch nicht im entferntesten so steril wie beim "In The Army Now" Album.

Gib Quo eine Chance
 

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben