Status Quo

Das mußte jetzt einfach sein - die alten Alben in der einzig wahren Besetzung (bis 1981) sind mir absolut heilig! Allen voran "Quo", "Hello!", "Blue for you" und die sensationelle On Stage-Abrißbirne "Live", welche nur noch verbrannte Erde hinterläßt.

In der abgebildeten Form sind sie mir am liebsten. So gehört das ! :)

 
Zuletzt bearbeitet:
Selbst mag ich sowohl die frühen Sachen als auch die nach 1980. Und -für mich sind Quo wie z.B. auch Slade eine Party- Band, die, egal wo man sie auflegt, für gute Stimmung sorgt.
Das soll die musikalische Leistung nicht schmälern, ist halt meine Meinung dazu.
Ein Video werde ich bei Gelegenheit mal an anderer Stelle posten, wenn ich wieder zuhause am PC bin. Das steht mir in den vergangenen Jahrzehnten aufgrund der übermäßigen Präsenz in den Medien nämlich bis Oberkante Unterlippe.
 

Gast 1

Guest
Von "Ma Kelly's Greasy Spoon" bis zur 1981er "Never Too Late" ist hier alles absolutes Stammpersonal in meinem Regal. Danach mutierten sie zu ner Pop-Band mit einem Hauch von Boogie. Es gibt auch dann noch schöne Songs die ich gern höre von ihnen, aber das was sie ausgemacht hat, warum sie mir so ans Herz gewachsen sind war weg.

Wie man ja heute weiß hatte das viele Faktoren. Lancaster war der Hardrocker in der Band mit ihm verschwanden diese Kanten in ihrer Musik. Coghlan war damals völlig desinteressiert sich weiter in die Musik einzubringen, so warfen ihn Rossi und Parfitt raus. Und Rossi stand halt schon vor Quo vor allem auf Pop. Da wars recht logisch, dass sie zu ner Pop-Band wurden als Rossi das Ruder übernahm. Erstaunlich, dass er das hinbekam in ner Zeit als er ständig randvoll mit Kokain war und Parfitt nicht weniger. Wobei das auch eher zufällig passierte, Quo war eigentlich aufgelöst nach der "Back To Back" und der "End Of The Road" Tour.

Von den späteren Scheiben sind die "Rock Til You Drop" von 1991, die "Heavy Traffic" von 2002 und die "In Search Of The Fourth Chord" von 2007 noch recht empfehlenswert.
 

Gast 1

Guest
Aber die alte Magie konnten auch sie nur ansatzweise beschwören.
Man ist ja heute bei Quo schon mit wenig Gutem zufrieden, mir gehts zumindest so. Ich hab ja ne ganz kurze Zeit gehofft, dass die Frantic Four nicht nur touren sondern ein neues Album gemeinsam machen. Und ich wette, Lancaster, Coghlan und Parfitt wären sofort dafür zu haben gewesen neue Songs dazu zu schreiben.
 

Gast 1

Guest
Das ist jetzt natürlich ´ne berechtigte Frage, ob das intelligenzmäßig wirklich bei ihm drin ist. Wir kennen ihn schließlich nicht privat. Vielleicht hat er sich die Synapsen wirklich so weit weggekokst, dass da nicht mehr viel zu holen ist, wer weiß...da fällt es dann sogar schon schwer, scheinbar simple Vernunftentscheidungen zu treffen.
Wenn ich mich auf die Status Quo Autobiographie stütze vermute ich leider schon es könnte ein Intelligenz-Problem bei ihm sein. Da wechseln sich die Kapitel ja zwischen Rossi und Parfitt ab. Immer wenn Rossi erzählt wirds richtig interessant. Er spart auch nie mit Selbstkritik, mit Selbstreflektion und man kann gut nachvollziehen warum er heute so ist wie er wirkt. Wenn Parfitt erzählt, dann isses ganz egal ob wir grade 1972 haben, 1988 oder 2006, es geht um Weiber, Drogen, Autos und seine Probleme damit, wenn mal wieder ein Auto kaputt war, die Frau genug hatte usw.
Nur wenn er auf den Unfalltod seiner Tochter eingeht hat man mal das Gefühl, dass da ein Mann ist, der beginnt auch mal nachzudenken übers Leben. Hält aber nur das Kapitel an, danach gehts wieder weiter mit Weiber, Drogen und Autos.

Drum sind Quo für mich heute recht zwiespältig. Als Mensch ist mir der Rossi wesentlich lieber. Mit dem könnt ich mich wohl durchaus einen Tag lang gut unterhalten, denn er ist witzig, hat viel zu erzählen und man spürt eine Reifung bei ihm. Dafür ist er mir musikalisch zu langweilig unterwegs.
Bei Parfitt wär ich vermutlich nach ner halben Stunde schon genervt von seinen Geschichten, dafür liegt er mir musikalisch näher.
 
Drum sind Quo für mich heute recht zwiespältig. Als Mensch ist mir der Rossi wesentlich lieber. Mit dem könnt ich mich wohl durchaus einen Tag lang gut unterhalten, denn er ist witzig, hat viel zu erzählen und man spürt eine Reifung bei ihm. Dafür ist er mir musikalisch zu langweilig unterwegs.
Bei Parfitt wär ich vermutlich nach ner halben Stunde schon genervt von seinen Geschichten, dafür liegt er mir musikalisch näher.
Ja, ich denke, dass würde ich auch so unterschreiben. In dieser Einschätzung bin ich ganz bei Dir. Rossi ist der reflektiertere und unterhaltsamere von beiden, dafür hat Parfitt eindeutig musikalisch mehr zu sagen.

Ist aus meiner Sicht auch ein Zeichen für eine gewisse innere Leere und Unausgeglichenheit, wenn man Spaß und Lebensqualität nur mit Suff, Drogen, Weibern und schnellen Autos in Verbindung bringen kann und ansonsten kommt da nichts mehr.

Vielleicht wäre es sogar besser gewesen, wenn Quo nach dem Ausstieg von Lancaster ganz aufgehört hätten. Dann hätte es vermutlich keine halbgaren Quo-Alben gegeben und jeder hätte noch genug Zeit gehabt, eine Solokarriere nach eigenem Gusto zu starten (Parfitt als Boogie-Rocker, Rossi als Popkünstler), ohne dass der Name Status Quo dabei beschädigt wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil ich mich schon lange nicht mehr bei social media Plattformen herumtreibe, habe ich es tatsächlich erst durch eclipsed erfahren: Alan Lancaster von Status Quo ist gestorben.
Oh boy. Erst Rick, jetzt Alan. Diesen großartige Bassisten, der die erfolgreichste Zeit Quos mitbegründete, empfand ich immer als Motor des heavy rocks bei Quo. Ein großer Verlust für Quo, für die Fans, als er gegangen wurde.
Bin wirklich traurig darüber. :(
 
Weil ich mich schon lange nicht mehr bei social media Plattformen herumtreibe, habe ich es tatsächlich erst durch eclipsed erfahren: Alan Lancaster von Status Quo ist gestorben.
Oh boy. Erst Rick, jetzt Alan. Diesen großartige Bassisten, der die erfolgreichste Zeit Quos mitbegründete, empfand ich immer als Motor des heavy rocks bei Quo. Ein großer Verlust für Quo, für die Fans, als er gegangen wurde.
Bin wirklich traurig darüber. :(
Wir haben irgendwo anders über ihn geredet, aber er verdient die Würdigung.
Ich wundere mich grade darüber, dass ich in diesem Thread noch gar nicht gepostet habe?
 
Ist alles irgendwie durcheinander geraten/umstrukturiert worden. Eigentlich hatte ich einen neuen Thread für Alan aufgemacht, der aber prompt hier gelandet ist. :)
 

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An andere Stelle wurde angemerkt, das wir hier versuchen wollen für jede Band einen Thread zu haben und nicht mehrer und dann noch weitere Threads zu den einzelnen Musikern etc. Macht doch Sinn oder? Deswegen hatte ich den auf nixe's Vorschlag hier herein gelegt.
 
Status Quo, einmal ganz allgemein. Diese Gedanken könnten auf viele andere Bands, die meistens nur noch aus einem Gründungsmitglied bestehen oder den Staffelstab schon weiter gereicht haben, gelten. Vielleicht geht es dem oder einen oder anderen auch wie mir. Generell stelle ich mir nicht erst seit "In the army now" die Frage wann Status Quo es hätten gut sein lassen sollen. Bin ich mit meiner Einschätzung das das letzte wirklich gute Album "If you can`t stand the heat" war, auf dem Holzweg und habe nachfolgende Alben mit einer möglichen (stilistischen)Weiterentwicklung nur verkehrt beurteilt? Davon abgesehen. Ein absoluter Tiefpunkt ist dieser Titel hier
Stephan Remmler feat. Status Quo - Drei Weiße Birrrken
Fanboy/girl zu sein, kann seltsame Blüten treiben. Siehe den Bericht über den Mega Fan.
 
Stephan Remmler ist einer der ganz Großen der 80er, sein Werk hat enorme Qualität. Ich weiß grad nicht mehr, warum es zu diesem Joint Venture gekommen ist (selbe Plattenfirma?), aber es ist ein typischer Remmler-Song. Ich find's gut.
 
Bin ich mit meiner Einschätzung das das letzte wirklich gute Album "If you can`t stand the heat" war, auf dem Holzweg und habe nachfolgende Alben mit einer möglichen (stilistischen)Weiterentwicklung nur verkehrt beurteilt?
Ja ;)
Zunächst einmal finde ich den Nachfolger Whatever You Want deutlich stärker als ...Heat... (und stehe damit auch nicht ganz alleine da), und dann gab es ja - nach zugegebenermaßen durchwachsenen Zeiten - auch starke Werke wie Rock 'Til You Drop, Under the Influence, Heavy Traffic, In Search of The Fourth Chord oder Quid Pro Quo.
 
Ja ;)
Zunächst einmal finde ich den Nachfolger Whatever You Want deutlich stärker als ...Heat... (und stehe damit auch nicht ganz alleine da), und dann gab es ja - nach zugegebenermaßen durchwachsenen Zeiten - auch starke Werke wie Rock 'Til You Drop, Under the Influence, Heavy Traffic, In Search of The Fourth Chord oder Quid Pro Quo.
Ich gehe in mich und werde meine möglichen Fehleinschätzungen korrigieren.
 

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