Sinn und Unsinn von Musik-Klassifikation

Mich würde mal interessieren, wie jemand ein Album oder Konzert einer bis dato noch unbekannten Band rezensiert, ohne das er Genre benennt, oder Vergleiche zu anderen Bands zieht. Also selbst Dinge wie: rockig, bluesig etc. weglassen muß.
Und das in keinem Musikmagazin, welches ja Rückschlüsse zuläßt. Sollte man mal ausprobieren... und das eventuelle Kaufverhalten beobachten. Ganz frei von Klassifizierungen...

Ich könnte mir vorstellen, daß das Kaufverhalten in dem Falle gegen Null tendiert. Es würde im Grunde niemanden interessieren. Würde ich eine Musik komplett frei von Klassifizierungen (und seien es auch nur grobe Klassifizierungen) per Review irgendwo besprechen.....es würde nach meiner Ansicht nicht funktionieren. Bei solchen Dingen muss sich beim Lesen im Kopf etwas abspielen und da dort nun einmal gewisse Mechanismen in Bezug auf (akustische) Vorstellungen bei gewissen Schlagworten recht schnell greifen, wird es ohne diese nicht funktionern.
Zumindest der geneigte Musikfreund weiß sehr genau, was sich z.B. hinter "bluesig" oder "rockig" oder "folkie" oder "klingt nach Americana = staubtrockene Wüste = Tarantino" verbirgt. Man hat halt innerhalb von Sekunden eine zumindest grobe bzw. ungefähre Vorstellung, wie das Werk wohl klingen mag.
 
Ich könnte mir vorstellen, daß das Kaufverhalten in dem Falle gegen Null tendiert. Es würde im Grunde niemanden interessieren. Würde ich eine Musik komplett frei von Klassifizierungen (und seien es auch nur grobe Klassifizierungen) per Review irgendwo besprechen.....es würde nach meiner Ansicht nicht funktionieren. Bei solchen Dingen muss sich beim Lesen im Kopf etwas abspielen und da dort nun einmal gewisse Mechanismen in Bezug auf (akustische) Vorstellungen bei gewissen Schlagworten recht schnell greifen, wird es ohne diese nicht funktionern.
Zumindest der geneigte Musikfreund weiß sehr genau, was sich z.B. hinter "bluesig" oder "rockig" oder "folkie" oder "klingt nach Americana = staubtrockene Wüste = Tarantino" verbirgt. Man hat halt innerhalb von Sekunden eine zumindest grobe bzw. ungefähre Vorstellung, wie das Werk wohl klingen mag.
Man sollte das tatsächlich mal versuchen. Einige User im Forum haben ja für Magazine geschrieben soweit ich mich erinnere. Also wäre es doch interessant, sich mal ein Album vorzunehmen und es völlig frei von Klassifizierungen zu umschreiben. Bin gespannt was da rauskommen würde.
 
Eben. Also sind "Schubladen" äußerst sinnvoll; wenn ich Musik einordne heißt es ja noch lange nicht das ich selbige nicht in all ihren Facetten genieße.

Es wird wohl dann ein wenig bis ziemlich problematisch, wenn man Schubladen oder Genres in immer mehr Subgenres und weitere Subgenres vom Subgenre unterteilt.
Ich sage dazu ganz gerne: irgendwann reicht auch der dollste Apothekerschrank für alle Schubladen nicht mehr aus.
Und durchblicken tut dann auch kaum noch einer. Auch die sog. Experten kommen oft genug schnell an ihre Grenzen.
 
Man sollte das tatsächlich mal versuchen. Einige User im Forum haben ja für Magazine geschrieben soweit ich mich erinnere. Also wäre es doch interessant, sich mal ein Album vorzunehmen und es völlig frei von Klassifizierungen zu umschreiben. Bin gespannt was da rauskommen würde.

Ich bin zwar ganz sicher kein Profi-Schreiberling für ein Magazin, aber durchaus in der Lage, halbwegs ordentliche Reviews zu verfassen.
Und eines weiß ich: ich könnte das nicht. Ich wüsste absolut nicht, wie ich das anstellen sollte.
 
Es wird wohl dann ein wenig bis ziemlich problematisch, wenn man Schubladen oder Genres in immer mehr Subgenres und weitere Subgenres vom Subgenre unterteilt.
Ich sage dazu ganz gerne: irgendwann reicht auch der dollste Apothekerschrank für alle Schubladen nicht mehr aus.
Und durchblicken tut dann auch kaum noch einer. Auch die sog. Experten kommen oft genug schnell an ihre Grenzen.
Gerade im Electro-Sektor ist das kaum noch überschaubar. Da bekommt jeder bpm ein eigenes Genre zugelost..
Kennst du diese Website? Ist für das Thema sehr aufschlußreich....

https://everynoise.com/engenremap.html
 
Gerade im Electro-Sektor ist das kaum noch überschaubar. Da bekommt jeder bpm ein eigenes Genre zugelost..
Kennst du diese Website? Ist für das Thema sehr aufschlußreich....

https://everynoise.com/engenremap.html

Ja, die Seite kenne ich gut. Habe sie sogar in meinem Browser in den Favoriten. Wenn ich mal wieder Lust auf verwunderliche Dinge habe, stöbere ich dort gerne rum. Da kommen äußerst seltsame Sachen zum Vorschein.
Wer immer dieses Monsterding mal in die Welt setzte bzw. füllte, für diese Person reicht der Begriff "Nerd" schon lange nicht mehr aus.
 
Ja, die Seite kenne ich gut. Habe sie sogar in meinem Browser in den Favoriten. Wenn ich mal wieder Lust auf verwunderliche Dinge habe, stöbere ich dort gerne rum. Da kommen äußerst seltsame Sachen zum Vorschein.
Wer immer dieses Monsterding mal in die Welt setzte bzw. füllte, für diese Person reicht der Begriff "Nerd" schon lange nicht mehr aus.
Die kann man eigentlich nur kollektiv erstellen. Das ist für einen allein doch unmöglich.... 90 % der dort vertretenen Sachen sind mir bis heute unbekannt.
 
Mich würde mal interessieren, wie jemand ein Album oder Konzert einer bis dato noch unbekannten Band rezensiert, ohne das er Genre benennt, oder Vergleiche zu anderen Bands zieht. Also selbst Dinge wie: rockig, bluesig etc. weglassen muß.

Kaum machbar. Es muss auch nicht sein, daß man Genrebezeichnungen komplett weglässt. Was mich vor allem stört, ist die Unterkategorisierung. Wie viel Metal Stile gibt es momentan?

Muss man zwischen Metalcore und Deathcore unterscheiden? Die Stilbezeichnung 'Progressive Deathcore' habe ich auch schon gelesen. Doom und dann noch Symphonic Doom. Es gibt Epic Power Metal und Symphonic Metal? Kann mir mal bitte jemand den Unterschied erklären? Post-Black Metal, Viking Metal, Blackgaze, Dark Metal (die Silbezeichnungen sind keine Erfindung, ich zitiere gerade lediglich aus Wikipedia). Melodic Death Metal, Florida Death Metal, Technical Death Metal, aber auch Progressive Death Metal, Pirate Metal, Dwarf Metal.

o_O

Ich persönlich hätte gerne noch die Kategorien 'Baumarkt-Metal', 'Nichtraucher-Metal', 'Pilzesucher-Metal', 'Sonnenaufgangs'- und 'Sonnenuntergangs-Metal', 'Kühlschrank-Metal' und 'BrandenburgischeSeenplatte-Metal'. Zuguterletzt würde ich noch 'Gar-Kein-Metal' vorschlagen, wiederum unterteilt in 'Gar-Kein-Metal-Weil-Pop'-Metal, 'Gar-Kein-Metal-Weil-Klassik'-Metal und 'Gar-Kein-Metal-Weil-Das-Halt-So-Ist'-Metal.
 
Kaum machbar. Es muss auch nicht sein, daß man Genrebezeichnungen komplett weglässt. Was mich vor allem stört, ist die Unterkategorisierung. Wie viel Metal Stile gibt es momentan?

Muss man zwischen Metalcore und Deathcore unterscheiden? Die Stilbezeichnung 'Progressive Deathcore' habe ich auch schon gelesen. Doom und dann noch Symphonic Doom. Es gibt Epic Power Metal und Symphonic Metal? Kann mir mal bitte jemand den Unterschied erklären? Post-Black Metal, Viking Metal, Blackgaze, Dark Metal (die Silbezeichnungen sind keine Erfindung, ich zitiere gerade lediglich aus Wikipedia). Melodic Death Metal, Florida Death Metal, Technical Death Metal, aber auch Progressive Death Metal, Pirate Metal, Dwarf Metal.

o_O

Ich persönlich hätte gerne noch die Kategorien 'Baumarkt-Metal', 'Nichtraucher-Metal', 'Pilzesucher-Metal', 'Sonnenaufgangs'- und 'Sonnenuntergangs-Metal', 'Kühlschrank-Metal' und 'BrandenburgischeSeenplatte-Metal'. Zuguterletzt würde ich noch 'Gar-Kein-Metal' vorschlagen, wiederum unterteilt in 'Gar-Kein-Metal-Weil-Pop'-Metal, 'Gar-Kein-Metal-Weil-Klassik'-Metal und 'Gar-Kein-Metal-Weil-Das-Halt-So-Ist'-Metal.
Im Metal-Sektor hilft dir da bestimmt der @DerGrobeWestfale weiter, da bin ich zu wenig bedarft. Höre da nur wenig Doom bzw. Funeral-Doom (;)), etwas Black-Metal und Gothic....
Es gibt halt wie bei allen Themen Spezialisten, welche so tief in der Materie stecken, das sie damit durchaus etwas anfangen können. Das ist wie beim Sport. Da gibt es halt Statistik Fans die jede noch so kleine Aktion bis ins Detail aufarbeiten wollen. Ich empfinde das aber nicht als störend. Ich habe auch Interessengebiete, bei denen es mir auf genaues Eingrenzen ankommt.
 
Im Metal-Sektor hilft dir da bestimmt der @DerGrobeWestfale weiter, da bin ich zu wenig bedarft. Höre da nur wenig Doom bzw. Funeral-Doom (;)), etwas Black-Metal und Gothic....
Es gibt halt wie bei allen Themen Spezialisten, welche so tief in der Materie stecken, das sie damit durchaus etwas anfangen können. Das ist wie beim Sport. Da gibt es halt Statistik Fans die jede noch so kleine Aktion bis ins Detail aufarbeiten wollen. Ich empfinde das aber nicht als störend. Ich habe auch Interessengebiete, bei denen es mir auf genaues Eingrenzen ankommt.
Danke für die Blumen. Aber ein alter Metalhead wie ich tut sich mit Untegruppierungen und Neudefinitionen schwer. Ich arbeite mich in Djent diverse "Core" Spielarten natürlich auch rein, aber letztendlich ist das nur ein gelegentlicher Nebenschauplatz.
 
Sammlungstechnisch läuft alles alphabetisch bei mir. Extra sortiert sind KLASSIK (,,, bis STRAWINSKY..), Neoklassik (...nach STRAWINSKY u.a. auch MAX RICHTER, STOCKHAUSEN), CHANSON, OCCITAN...
 
Bei CDs habe ich mal alles in den 80er Jahren nach Farben und Label einsortiert. Polydor stach da hervor :D
Aber tatsächlich sortiere ich a) internationale Musik b) deutschsprachige Musik. c) Sampler d) Blues/Jazz e) Klassik.
Hier beginnt schon das Problem; was gehört zur Schublade Blues/Jazz. Die Grenzziehung ist höchst willkürlich.
Dann noch etwas, Beispiel: Wo findest du bei mir die Wings? Logisch! Unter B, wie Beatles. Beatles - McCarthey - Wings ( gehört einfach alles zusammen). So handhabe ich mein System durchgängig - zumindest fast...
 
Aber tatsächlich sortiere ich a) internationale Musik b) deutschsprachige Musik. c) Sampler d) Blues/Jazz e) Klassik.
Hier beginnt schon das Problem; was gehört zur Schublade Blues/Jazz. Die Grenzziehung ist höchst willkürlich.
Dann noch etwas, Beispiel: Wo findest du bei mir die Wings? Logisch! Unter B, wie Beatles. Beatles - McCarthey - Wings ( gehört einfach alles zusammen). So handhabe ich mein System durchgängig - zumindest fast...

Ist bei mir fast genauso. So befinden sich Anthony Philipps, Phil Collins, Steve Hackett und Peter Gabriel bei Genesis. Allerdings unterscheide ich noch Blues und Jazz, da ich z B. Frank Sinatra mit seinen Swing Sachen nicht beim Blues stehen sehen möchte. Sinatra und Joanne Shaw Taylor passen meiner Meinung nach nicht so gut nebeneinander.
 

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