SAGA

dr_rollo

Neues Mitglied
irgendwo hatten wir auch eine Kategorie 'was macht/machen eigentlich...', da hätte ich es auch posten können:
Heute war ich in Hamburg, und in der U-Bahn sehe ich ein Plakat mit Veranstalltungshinweisen in der Fabrik (Kult-Laden, -Club, Konzertveranstaltungen). Neben diversen mehr oder weniger bekannter für mich eher uninteressanten Acts ist da auch SAGA vertreten. Von denen habe ich tatsächlich lange nichts gehört. Die gibt's noch? die touren noch? Anscheinend:
Tourdaten 2016:
28.10.2016 DE Fürth Stadthalle
29.10.2016 DE Giessen Hessenhalle
30.10.2016 DE Aschaffenburg ColosSaal
31.10.2016 DE Bensheim Musiktheater Rex
02.11.2016 DE Hamburg Fabrik
03.11.2016 DK Copenhagen Amager Bio
06.11.2016 SE Göteborg Pustervik
07.11.2016 NO Oslo Rockerfeller Music Hall
08.11.2016 SE Stockholm Göta Källare

Das wäre tatsächlich mal wieder ein interessanter Konzertbesuch.
Waren die damals nicht bekannt dafür, dass sie mit zwei Drummern spielten? Ich hab mal ein bisschen durch die aktuellen Videos gescrollt, ist nur noch eins auf der Bühne. Aber es scheint, als können sie's noch. Der Sound unverkennbar, wie ich sie in Erinnerung hatte.
 

sebimassive

Neues Mitglied
Hallo!
Habe Saga in den letzten Jahren des Öfteren live gesehen. Zuletzt in der Zeche in Bochum! Sind live nach wie vor eine Bank! Nur die Veranstaltungsorte sind halt ein ganzes Stück kleiner, als in den 80ern.
Die letzten Alben kann man sich auch sehr gut anhören (meiner Meinung nach).

Also auf jeden Fall hin gehen!!! Hab sogar schon überlegt, nach Kopenhagen zu fliegen! :D
Schaunmermal!
In jedem Fall.... VIEL SPASS!
 

sebimassive

Neues Mitglied
Kopenhagen ist super! War schon ein paar mal da! Allerdings noch nicht im Avenue..... Sehr günstig!! ;-)
Hab damals mal im Admiral geschlafen. War ein Sonderangebot! ;-)
 

dr_rollo

Neues Mitglied
Och, die Fabrik in Hamburg ist schon ein netter Club, wo man sich gut Konzerte rein tun kan, und für mich gerade mal eine Stunde mit dem Auto oder Zug... :)
 

Andre Prog Fan

Neues Mitglied
Hallo
Saga sind eine der aktivsten und besten Livebands überhaupt.
waren im Frühjahr auf Tour, jetzt im Sommer u.a. Kieler Woche und Göttingen und kommen jetzt im Oktober/November schon wieder nach Deutschland.
Von wegen gibts die noch..? Mit zunehmendem Alter werden sie auch immer besser.
Nur die Studioplatten wissen nicht immer so ganz zu überzeugen.
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
irgendwo hatten wir auch eine Kategorie 'was macht/machen eigentlich...', da hätte ich es auch posten können:
Heute war ich in Hamburg, und in der U-Bahn sehe ich ein Plakat mit Veranstalltungshinweisen in der Fabrik (Kult-Laden, -Club, Konzertveranstaltungen). Neben diversen mehr oder weniger bekannter für mich eher uninteressanten Acts ist da auch SAGA vertreten. Von denen habe ich tatsächlich lange nichts gehört. Die gibt's noch? die touren noch? Anscheinend:
Tourdaten 2016:
28.10.2016 DE Fürth Stadthalle
29.10.2016 DE Giessen Hessenhalle
30.10.2016 DE Aschaffenburg ColosSaal
31.10.2016 DE Bensheim Musiktheater Rex
02.11.2016 DE Hamburg Fabrik
03.11.2016 DK Copenhagen Amager Bio
06.11.2016 SE Göteborg Pustervik
07.11.2016 NO Oslo Rockerfeller Music Hall
08.11.2016 SE Stockholm Göta Källare

Das wäre tatsächlich mal wieder ein interessanter Konzertbesuch.
Waren die damals nicht bekannt dafür, dass sie mit zwei Drummern spielten? Ich hab mal ein bisschen durch die aktuellen Videos gescrollt, ist nur noch eins auf der Bühne. Aber es scheint, als können sie's noch. Der Sound unverkennbar, wie ich sie in Erinnerung hatte.
Zwei Drummer bei Saga wäre mir neu. Es gab allerdings mal "A Brief Case", wo sich Original-Drummer Steve Negus und Sänger Michael Sadler eine Art Drumduell lieferten. Sadler hat dabei elektronische Drumpads in einem Koffer (Briefcase) gespielt.

Mein Username ist von einem Saga-Song abgeleitet. Das letzte Album "Sagacity" ist ein wenig untergegangen, da es während der WM herauskam.
 

Andre Prog Fan

Neues Mitglied
Steve Negus spielte auf der heads or tales und auf der misbehaviour Tour,abwechselnd auf einem Simmons Electronic drumkit und auf seinem Akustik drumset. Darum standen da 2 drumsets auf der Bühne.
Der neue Drummer Mike Thorne macht seine Sache aber auch sehr gut und gibt den alten Klassikernnochmal gehörig Schwung und Power.
Einfach hin gehen nach Hamburg oder wo auch immer und begeistert sein.
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Steve Negus spielte auf der heads or tales und auf der misbehaviour Tour,abwechselnd auf einem Simmons Electronic drumkit und auf seinem Akustik drumset. Darum standen da 2 drumsets auf der Bühne.
Der neue Drummer Mike Thorne macht seine Sache aber auch sehr gut und gibt den alten Klassikernnochmal gehörig Schwung und Power.
Einfach hin gehen nach Hamburg oder wo auch immer und begeistert sein.
Wie ist der Livesound dieser Tage so? Die Alben klingen ja nicht mehr so grandios...
 

Andre Prog Fan

Neues Mitglied
Ich war auf der Kieler Woche da war der Sound hervorragend und große Videoleinwand und Bühne mit Laufsteg für Michael Sadler.
In Göttingen war der Sound nicht so toll.
Lag nehme ich an daran das sie mitten im Wald spielten. Kommt also auf die Location an und ob sie ihren eigenen Mann am Mischpult haben.
 

Yaso Kuhl

Neues Mitglied
Hallo, Ich bin SAGA-Fan der ersten Stunde, aber mit 2 Drummern haben die nie gespielt. Kann aber sein, das Steve Negus damals für zwei Drummer reingehauen hat.
Live habe ich die Band in den letzten Jahren mehrfach gesehen. Leider war mal der Keyboarder nicht dabei, beim nächsten Mal der Gitarrist. (Was besonders ärgerlich war, da ich selber Gitarrist bin und Ian Crichton für mich einer der besten Player des Prog-Rock ist. Aber die letzten 2 Konzerte waren dann, Gott sei Dank, in Vollbesetzung und beim nächsten Gig in der Fabrik bin ich auch wieder mit dabei. Also: Don't Be Late ...
 

phaedra

Neues Mitglied
Wo wir gerade bei SAGA sind: 2015 wurde doch eine Remaster-Reihe begonnen.
Weiß jemand, warum diese nach (ich meine) Pleasure And The Pain abgebrochen wurde?
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Wo wir gerade bei SAGA sind: 2015 wurde doch eine Remaster-Reihe begonnen.
Weiß jemand, warum diese nach (ich meine) Pleasure And The Pain abgebrochen wurde?
Niemand weiß Genaues (ich habe vor, mal bei edel records anzuklopfen), aber es gibt drei Vermutungen:
1) Fehlende Rechte für das Material, das nach der Polydor-Zeit veröffentlicht wurde (was unwahrscheinlich klingt, da diese Reihe sicher lange im Voraus geplant worden ist)
2) Schlechte Verkaufszahlen
3) Beschwerden von Fans (Ich habe mich persönlich über das grausige Remastering beschwert, viele bemängelten auch die stumpfsinnige Bonus-Track-Auswahl)

Tatsache ist auf jeden Fall, dass das Live-Material inzwischen als eigenständige VÖ, weltweit limitiert auf 5000 Stück, erschienen ist: Live in Hamburg

Nur soviel: Es ist eine Granate geworden!
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
SAGA wird sich 2018 auflösen !
Die kanadischen Rockstars von SAGA wollen 2018, 40 Jahre nach ihrem selbstbetitelten Debütalbum, Schluß machen, wie Sänger Michael Sadler auf der Website der Band bekannt gibt. Die Tour 2017 und ein Abschiedsauftritt 2018 sollen die letzten Gelegenheiten sein, die Band noch einmal live zu sehen.

http://powermetal.de/news/news-SAGA_wird_sich_2018_aufloesen,39547.html
Sehr schade. Als ich letztes Jahr mit Mike Thorne gequatscht habe, gab es da für mich keine Anzeichen - weder in seinen Kommentaren (auf meine Frage, wann das nächste Album komme) noch in der Performance der Band. Ich werde auf jeden Fall versuchen, die Band noch einmal live zu sehen!
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Tolles Konzert am Sonntag, auch wenn der Bass extrem laut war und die Pause zwischen akustischem & elektrischem Set zu lang war. Ansonsten aber wirklich volle Pulle! (und volle Bude!)
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Saga live: Gigantisch. Titanisch!

Natürlich ist es schade, wenn eine gute Band aufhört. Bei SAGA ist die Sache aber verworrener - schon 2007 hätte mit dem vorläufigen Abschied von Michael Sadler alles vorbei sein können, aber der letzte Song auf dem damaligen Album 10.000 Days sagt irgendwie schon alles: "It Never Ends".

Als ich Saga auf ihrer "Final Chapter"-Tour vor zwei Jahren sah, hatte ich nicht den Eindruck, dass die Band wirklich reif fürs Altenteil war - mit einer Ausnahme. Bassist Jim Crichton sprühte nicht mehr so vor Spielfreude wie seine Kollegen, und es war damals wohl vor allem sein Wunsch, mit dem Touren aufzuhören. Da er eigentlich immer der Chef war (und zudem der Bruder von Gitarrist Ian Crichton), muss es schwierig gewesen sein, Saga ohne ihn weiterzuführen - aber genau das ist nun geschehen. Und was soll ich sagen? Da ist noch eine Menge möglich! Dusty Chesterfield macht seine Sache an Bassgitarre, Basssynthesizer und Keyboards (bei den beiden Songs, bei denen Michael Sadler den E-Bass spielt) sehr gut. Optisch muss ich mich noch an ihn gewöhnen (ähnlich wie Status Quo mit Drummer Leon Cave 2013), aber musikalisch ist er wohl der perfekte "Ersatz", auch wenn er natürlich nicht die Autorität eines Jim Crichton ausstrahlt, weshalb das Kräfteverhältnis nun wohl eher Richtung Sadler, Ian Crichton und Jim Gilmour verschoben ist. Aber Chesterfield und Drummer Mike Thorne (der bereits seit 2012 dabei ist) bilden eine richtig schlagkräftige Rhythmusgruppe, und Thorne hat noch nie so gut getrommelt wie momentan. Mir stand echt der Mund sperrangelweit offen, besonders beim Drumsolo, das tatsächlich Erinnerungen an Thornes großes Vorbild, den leider vor Kurzem verstorbenen Rush-Drummer Neil Peart, wachwerden ließ. Wie viele Arme hat der Kerl?!

Aber auch sonst stimmte praktisch alles. Die Videoleinwand zeigt Albumcover, Videos, Animationen, Fotos, sowie Close-Ups von Ian Crichton und Mike Thorne (hätte man m.E. noch öfter machen können). Nur der Sound war mir persönlich mal wieder zu laut - und besonders der Bass-Synthesizer hat tendenziell den Rest der Musik "erdrückt", während der Gesang etwas zu leise abgemischt war. Allerdings (und das ist ja keine Selbstverständlichkeit bei Saga) hat das Verhältnis zwischen Gitarre und Keyboards gestimmt. Und die Setlist! Gleich je zwei Songs von "Security of Illusion" (1993) und "Trust" (2006) sowie einer vom "Network"-Album (2004) zeigen, dass es sich nicht um eine reine Nostalgie-Veranstaltung handelt. Die Band nimmt sich sogar die Freiheit, auf "The Flyer" - immerhin einer der größten Saga-Hits - zu verzichten.

Mit "Out of the Shadows" von "Behaviour" geht es noch recht gemäßigt los, "Cat Walk" (in der normalen LP-Länge) lässt die Stimmung gleich noch deutlich ansteigen, und "Framed" sorgt dann für den ersten Höhepunkt. "Mind Over Matter" ist einer von Sagas hardrockigsten Songs, die Power kommt auch recht gut rüber, nur bei den Gesangsarrangements muss man ab und zu Abstriche machen, was aber weniger an Michael Sadler liegt, der nach wie vor fast 100% seiner Stimmgewalt hat. Mit dem schunkeligen "On the Other Side" wird die Energie ein wenig heruntergebremst, aber sofort bei "You're Not Alone" kocht die Stimmung wieder über, und das Energielevel geht jetzt gar nicht mehr herunter - das frickelige Instrumental "Conversations", ein geniales "Trust", das vor der Tour noch nie live gespielte "Days Like These" (ohne Sadler - Jim Gilmour, der den Gesang übernimmt, widmet den starken, mit dem Shuffle-Rhythmus eher Saga-untypischen Song allen, die einen geliebten Menschen verloren haben), der ewige Hit "On the Loose", das obergeniale "No Stranger" (mit Sadler am Bass, leider ohne das akustische Outro, trotzdem einer von zwei Gänsehautmomenten), ein geradezu perfektes "Careful Where You Step", das bereits erwähnte Drumsolo.... es geht wirklich Schlag auf Schlag!

Erst "Ice Nice", das in der ersten Hälfte ohne Gitarre und Drums auskommt, sorgt wieder für eine Verschnaufpause, auch wenn die Band wie gewohnt die dritte Strophe weglässt und damit wieder schnell in Fahrt kommt - hier glänzt besonders Jim Gilmours Keyboardsolo. Zu "Amnesia" wird auf der Videoleinwand das Original-Musikvideo gezeigt, was zu lustigen Szenen führt, wenn man den "jungen" und den "alten" Sadler gleichzeitig singen sieht. Und lustig wird es auch, als ein Kommentar von Jim Gilmour á la "I still had my hair" eine gespielt empörte Reaktion vom glatzköpfigen Michael Sadler hervorruft und Gilmours Präzisierung "At least I still have some hair"! :D

Gilmours zweiter Gesangsmoment "Scratching the Surface" ist wie immer ein Stimmungsgarant (Sadler hat beim irren Schluss erfolgreiche Publikumsanimation betrieben), und mit "Humble Stance" folgt der nächste Höhepunkt. Ian Crichtons Outro sorgt erneut für Gänsehaut: pure Gitarrenpoesie, auf einer Stufe mit Pink Floyd. Dann der Oberhammer "The Pitchman", und die Venue explodiert. Unglaublich. Man muss es erlebt haben. Der brutale High-Speed-Teil am Ende macht echt den Laden platt. Von mir aus hätte es hier schon zu Ende sein können, ich war schon am Ende vom Herumhüpfen. Aber es fehlten natürlich noch "Don't Be Late" und "Wind Him Up", dazwischen das zwar als Zugabe etwas seltsam gewählte, aber programmatische "I'm Back", und Sadler ist sichtlich bewegt ("Ich werde euch nie vergessen"). Und das Konzert hat nachdrücklich gezeigt, dass Saga eigentlich größere Venues verdient hätten.
 

Lamneth

Aktives Mitglied
Saga live: Gigantisch. Titanisch!

Natürlich ist es schade, wenn eine gute Band aufhört. Bei SAGA ist die Sache aber verworrener - schon 2007 hätte mit dem vorläufigen Abschied von Michael Sadler alles vorbei sein können, aber der letzte Song auf dem damaligen Album 10.000 Days sagt irgendwie schon alles: "It Never Ends".

Als ich Saga auf ihrer "Final Chapter"-Tour vor zwei Jahren sah, hatte ich nicht den Eindruck, dass die Band wirklich reif fürs Altenteil war - mit einer Ausnahme. Bassist Jim Crichton sprühte nicht mehr so vor Spielfreude wie seine Kollegen, und es war damals wohl vor allem sein Wunsch, mit dem Touren aufzuhören. Da er eigentlich immer der Chef war (und zudem der Bruder von Gitarrist Ian Crichton), muss es schwierig gewesen sein, Saga ohne ihn weiterzuführen - aber genau das ist nun geschehen. Und was soll ich sagen? Da ist noch eine Menge möglich! Dusty Chesterfield macht seine Sache an Bassgitarre, Basssynthesizer und Keyboards (bei den beiden Songs, bei denen Michael Sadler den E-Bass spielt) sehr gut. Optisch muss ich mich noch an ihn gewöhnen (ähnlich wie Status Quo mit Drummer Leon Cave 2013), aber musikalisch ist er wohl der perfekte "Ersatz", auch wenn er natürlich nicht die Autorität eines Jim Crichton ausstrahlt, weshalb das Kräfteverhältnis nun wohl eher Richtung Sadler, Ian Crichton und Jim Gilmour verschoben ist. Aber Chesterfield und Drummer Mike Thorne (der bereits seit 2012 dabei ist) bilden eine richtig schlagkräftige Rhythmusgruppe, und Thorne hat noch nie so gut getrommelt wie momentan. Mir stand echt der Mund sperrangelweit offen, besonders beim Drumsolo, das tatsächlich Erinnerungen an Thornes großes Vorbild, den leider vor Kurzem verstorbenen Rush-Drummer Neil Peart, wachwerden ließ. Wie viele Arme hat der Kerl?!

Aber auch sonst stimmte praktisch alles. Die Videoleinwand zeigt Albumcover, Videos, Animationen, Fotos, sowie Close-Ups von Ian Crichton und Mike Thorne (hätte man m.E. noch öfter machen können). Nur der Sound war mir persönlich mal wieder zu laut - und besonders der Bass-Synthesizer hat tendenziell den Rest der Musik "erdrückt", während der Gesang etwas zu leise abgemischt war. Allerdings (und das ist ja keine Selbstverständlichkeit bei Saga) hat das Verhältnis zwischen Gitarre und Keyboards gestimmt. Und die Setlist! Gleich je zwei Songs von "Security of Illusion" (1993) und "Trust" (2006) sowie einer vom "Network"-Album (2004) zeigen, dass es sich nicht um eine reine Nostalgie-Veranstaltung handelt. Die Band nimmt sich sogar die Freiheit, auf "The Flyer" - immerhin einer der größten Saga-Hits - zu verzichten.

Mit "Out of the Shadows" von "Behaviour" geht es noch recht gemäßigt los, "Cat Walk" (in der normalen LP-Länge) lässt die Stimmung gleich noch deutlich ansteigen, und "Framed" sorgt dann für den ersten Höhepunkt. "Mind Over Matter" ist einer von Sagas hardrockigsten Songs, die Power kommt auch recht gut rüber, nur bei den Gesangsarrangements muss man ab und zu Abstriche machen, was aber weniger an Michael Sadler liegt, der nach wie vor fast 100% seiner Stimmgewalt hat. Mit dem schunkeligen "On the Other Side" wird die Energie ein wenig heruntergebremst, aber sofort bei "You're Not Alone" kocht die Stimmung wieder über, und das Energielevel geht jetzt gar nicht mehr herunter - das frickelige Instrumental "Conversations", ein geniales "Trust", das vor der Tour noch nie live gespielte "Days Like These" (ohne Sadler - Jim Gilmour, der den Gesang übernimmt, widmet den starken, mit dem Shuffle-Rhythmus eher Saga-untypischen Song allen, die einen geliebten Menschen verloren haben), der ewige Hit "On the Loose", das obergeniale "No Stranger" (mit Sadler am Bass, leider ohne das akustische Outro, trotzdem einer von zwei Gänsehautmomenten), ein geradezu perfektes "Careful Where You Step", das bereits erwähnte Drumsolo.... es geht wirklich Schlag auf Schlag!

Erst "Ice Nice", das in der ersten Hälfte ohne Gitarre und Drums auskommt, sorgt wieder für eine Verschnaufpause, auch wenn die Band wie gewohnt die dritte Strophe weglässt und damit wieder schnell in Fahrt kommt - hier glänzt besonders Jim Gilmours Keyboardsolo. Zu "Amnesia" wird auf der Videoleinwand das Original-Musikvideo gezeigt, was zu lustigen Szenen führt, wenn man den "jungen" und den "alten" Sadler gleichzeitig singen sieht. Und lustig wird es auch, als ein Kommentar von Jim Gilmour á la "I still had my hair" eine gespielt empörte Reaktion vom glatzköpfigen Michael Sadler hervorruft und Gilmours Präzisierung "At least I still have some hair"! :D

Gilmours zweiter Gesangsmoment "Scratching the Surface" ist wie immer ein Stimmungsgarant (Sadler hat beim irren Schluss erfolgreiche Publikumsanimation betrieben), und mit "Humble Stance" folgt der nächste Höhepunkt. Ian Crichtons Outro sorgt erneut für Gänsehaut: pure Gitarrenpoesie, auf einer Stufe mit Pink Floyd. Dann der Oberhammer "The Pitchman", und die Venue explodiert. Unglaublich. Man muss es erlebt haben. Der brutale High-Speed-Teil am Ende macht echt den Laden platt. Von mir aus hätte es hier schon zu Ende sein können, ich war schon am Ende vom Herumhüpfen. Aber es fehlten natürlich noch "Don't Be Late" und "Wind Him Up", dazwischen das zwar als Zugabe etwas seltsam gewählte, aber programmatische "I'm Back", und Sadler ist sichtlich bewegt ("Ich werde euch nie vergessen"). Und das Konzert hat nachdrücklich gezeigt, dass Saga eigentlich größere Venues verdient hätten.
Sehr schöner Beitrag! :)
Ich liebe Saga, seit ich sie damals als Vorgruppe von Styx gesehen habe. Live waren sie immer unglaublich gut, schade, dass sie dennoch eine der am meisten unterschätzen Bands sind. Auch die Studioalben sind allesamt auf einem hohen Level.
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Ich liebe SAGA auch und konnte sie leider noch nie live sehen - bisher haben sie um Dresden einen großen Bogen gemacht. Habe alle Studio-CDs und zwei oder drei Live-Sachen, wobei mir die neueren Live-CDs alle nicht gefallen. Hoffe, dass es nochmal live mit uns klappt. Mein SAGA-Einstieg war übrigens Images At Twilight, die mir ein Kumpel geliehen hatte. Wir hatten beide keine Ahnung, wer das ist. Er hatte die LP bei einem anderen Kumpel zufällig zum Überspielen bekommen.
Große Auswahl war ja nicht, also hat man so ziemlich alles auf Tonband (später Kassette) überspielt, was man an "Westplatten" in die Hände bekam. Da war sogar mal ne Gunter Gabriel dabei... :oops:
 

The Wombat

Mitglied
Ich liebe SAGA auch und konnte sie leider noch nie live sehen - bisher haben sie um Dresden einen großen Bogen gemacht. Habe alle Studio-CDs und zwei oder drei Live-Sachen, wobei mir die neueren Live-CDs alle nicht gefallen. Hoffe, dass es nochmal live mit uns klappt. Mein SAGA-Einstieg war übrigens Images At Twilight, die mir ein Kumpel geliehen hatte. Wir hatten beide keine Ahnung, wer das ist. Er hatte die LP bei einem anderen Kumpel zufällig zum Überspielen bekommen.
Große Auswahl war ja nicht, also hat man so ziemlich alles auf Tonband (später Kassette) überspielt, was man an "Westplatten" in die Hände bekam. Da war sogar mal ne Gunter Gabriel dabei... :oops:
Ich liebe Saga auch und immer noch, werde aber wohl nicht mehr zu Konzerten pilgern, auch wenn mich am 13. März das E-Werk in Saarbrücken reizen würde.
In den letzten ca. 20 Jahren hatte ich 6 Konzerte von ihnen besucht, darunter 2 große Open-Air. Allerdings hatte ich bemerkt, dass die meisten der SAGA-Konzerte zu reinen Retro-Touren geworden sind. Nicht, dass ich sowas generell und im Falle von SAGA speziell als schlecht empfinden würde, aber mehr oder weniger immer die gleichen Setlists (natürlich mit den Kloppern) mit ein paar Abweichungen ist auch nicht gerade the yellow from the egg.

Um mal richtig schön in der Vergangenheit zu suhlen: in 1979 war ich im letzten Schuljahr und eine Clique von 2 Buben und 2 Mädels fuhren jeden Tag mit dem Auto zur Schule und zurück. Besser gesagt: der 2. Bube (nicht ich) hatte einen Simca 1100, Papa hatte eine gut gehende Kfz-Werkstatt.
In dem Simca gab es ein Pioneer Stereo Cassetten-Receiver mit schnellem Vor- und Rücklauf sowie einen (damals sehr selten) mordsmäßi9gen Verstärker sowie in den Türen und auf der Hutablage jeweils dicke Pioneer-Lautsprecher. Auf dem Schulweg hin und zurück waren wir die Sensation, denn es lief (auf BASF-Cassette) SAGA.....laut....sehr laut. Und wir waren kaum erkennbar, weil wir alle 4 den Innenraum zuqualmten wie die Schlote. Das war mein SAGA-Einstieg.... :rolleyes:
 

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben