Rush

passionplayer

Mitglied
Plötzlich ist die "Permanent Waves" Box bei JPC wieder lieferbar, nachdem mir zweimal versichert worden ist, das der Lieferant sie gestrichen hat. Ich vermute, das sie mir aufgrund meiner Vorbestellung mit 8% Rabatt, was insgesamt 20 € Ersparnis für mich gebracht hätte, ( und deren Gewinnmarge praktisch auf 0 gesetzt hat) erst einmal die Boxen zum regulären Preis von 139,90 € verschickt haben und dann war keine mehr da. Das ist ganz klar unlauterer Wettbewerb.
 

nixe

Inventar
Ich find*s bei denen immer lustig, wenn se Teile anbieten, die sie garnicht vorrätig haben & erst selber bestellen müssen!
 

Fenimore

Aktives Mitglied
Ich find*s bei denen immer lustig, wenn se Teile anbieten, die sie garnicht vorrätig haben & erst selber bestellen müssen!
Ist doch zu großem Teil normal, dass ein Online-Händler nicht alles lagermässig führen kann. Die übernehmen Artikeldaten ihrer Lieferanten und steuern die Angaben über die Lieferzeit. Falsche Angaben können also durchaus am Lieferanten/Label liegen. Ärgerlich im Fall vom @passionplayer , ich würde hier aber keinen Vorsatz ableiten.
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Mal ein ganz anderes Thema. Vor sehr langer Zeit (in den frühen 90ern) gab es im Internet mal eine Newsgroup namens alt.music.rush, in der sich Rush-Fans tummelten. Und unter diesen Rush-Fans waren ziemlich viele Rechtsextremisten - amerikanische Rechtsextremisten, die, was man wissen muss, ziemlich anders sind als europäische, speziell deutsche: das, jedenfalls die in der Newsgroup, waren keine Nazis, sondern eher Waffenfetischisten, Prepper und ähnliche Gestalten (für die Hitler übrigens ein Linker war!) - die meinten, in den Texten von Neil Peart ihre Gesinnung wieder finden zu können. Alle Nase lang war von Ayn Rand und ihrer "objektivistischen" Philosophie die Rede.

Ich hatte mich daraufhin mit dieser Ayn Rand befasst und festgestellt, dass die eine sehr unappetitliche egoistische Philosophie vertrat, die ich in den Rush-Lyrics nicht wiederfand. Oder vielleicht in den Texten dieser von mir so hoch geschätzten Band nicht wiederfinden wollte? In den Liner Notes des Albums 2112 steht ja "Dedicated to the Genius of Ayn Rand", und es soll auf einer Geschichte von Ayn Rand basieren. Dennoch finde ich wenig wirklich "Objektivistisches" in den Rush-Lyrics, sondern "nur" eine ausgeprägt liberale, individualistische Haltung, die zunächst einmal ja gar nichts "Rechtes" ist. Ich denke, Peart hatte sich schon eine Zeitlang mit Ayn Rands Werk auseinandergesetzt, aber ob er wirklich diesen Mist glaubte? Das halte ich für wenig wahrscheinlich. Oder haben wir es hier tatsächlich mit dem seltenen Fall einer rechten Prog-Band zu tun? Was meint ihr dazu?
 

passionplayer

Mitglied
Neil Peart hat sich in der Tat in vielen seiner Texte für eine liberale, individualistische Betrachtungsweise eingesetzt, das macht ihn aber nicht zum Nazi. Das wurde seinerzeit bei "2112" von der Musikpresse in England aufgegriffen und schon hatte man wieder ein Thema, das aber sehr schnell im Sande verlief. Heutzutage würde solches einen noch viel größeren Shitstorm auslösen, da jedes Wort auf die Goldwaage gelegt wird und abseits vom politischen Mainstream, alles als rechtslastig bezeichnet wird.
 

Lamneth

Aktives Mitglied
Ich wollte dazu gar nichts schreiben, da mir es eigentlich nicht Wert war, aber wegen @passionplayer Beitrag nun doch.
Nur ein kleiner Teil der frühen Texte (zur der Zeit war auch Fantasy ein Thema) von Neil Peart sind von Ayn Rands "objektivistischen Theorie" beeinflusst, nachdem er erfahren hatte, dass Rand Rockmusik strikt ablehnte, da sie sie für zersetzerisch hielt, distanzierte er sich von ihr.
Neil Peart - sowie Geddy Lee und Alex Lifeson - auch nur in die Nähe von Nazis oder Faschisten zu rücken, ist einfach nur absurd.


2+2 = ca. 4,864
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Ja, Rush hatten mit Faschismus nicht das Geringste am Hut, da besteht kein Zweifel! Das wollte ich ihnen auch nicht unterstellen. Wie ich schon eingangs gesagt habe, waren diese amerikanischen rechten Spinner, die damals in alt.music.rush unterwegs waren, auf eine ganz andere Art und Weise rechts als Nazis. Was wiederum zeigt, wie problematisch und willkürlich das "Links-Rechts-Schema" ist.

P.S. @Lamneth: Falls Du denkst, dies sei ein Nachklapp zu der Auseinandersetzung im Spaß-muss-sein-Strang, so ist es das nicht. Das Missverständnis ist längst ausgeräumt! Es besteht nur dahingehend ein Zusammenhang, dass jene Debatte diesen alten Gedanken wieder hoch geschwemmt hat.
 

Lamneth

Aktives Mitglied
Ja, Rush hatten mit Faschismus nicht das Geringste am Hut, da besteht kein Zweifel! Das wollte ich ihnen auch nicht unterstellen. Wie ich schon eingangs gesagt habe, waren diese amerikanischen rechten Spinner, die damals in alt.music.rush unterwegs waren, auf eine ganz andere Art und Weise rechts als Nazis. Was wiederum zeigt, wie problematisch und willkürlich das "Links-Rechts-Schema" ist.

P.S. @Lamneth: Falls Du denkst, dies sei ein Nachklapp zu der Auseinandersetzung im Spaß-muss-sein-Strang, so ist es das nicht. Das Missverständnis ist längst ausgeräumt! Es besteht nur dahingehend ein Zusammenhang, dass jene Debatte diesen alten Gedanken wieder hoch geschwemmt hat.
Es ging mir nicht um deinen Beitrag, sondern um das Thema an sich. Ich habe schon des öfteren abstruse Theorien in dem Zusammenhang gelesen, es gibt immer wieder Menschen, die einen solchen konstituieren.
Und ja, die Missverständnisse zwischen uns sind in Gänze ausgeräumt.
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Ja, gerade im Netz findet man die abstrusesten Ideen! Darauf braucht man nicht das Geringste zu geben. Viele Leute legen sich Äußerungen von anderen so zurecht, dass es zu ihrer eigenen Einstellung irgendwie "passt". Und viele berufen sich auch auf "Vorgänger", die gar nicht zu dem passen, was sie selbst fabrizieren. Das sieht man ja gerade an den vielen "Progrock"-Bands, die es so gibt, die sich auf Pink Floyd, King Crimson, Dream Theater oder sonst wen berufen, obwohl man davon in ihrer Musik nichts erkennen kann. Siehe hierzu den "Inflationärer Gebrauch..."-Strang hier in diesem Forum oder das Interview mit Robert Reed (Magenta) in der aktuellen Eclipsed, S. 63. Das ist so ähnlich wie die Mode unter Techno-Musikern, sich auf Kraftwerk und Stockhausen zu berufen. Da ist wohl nur Lexikonwissen im Spiel und keine tatsächliche Hörerfahrung.

Kurzum: Rush waren nicht rechts, hatten mit rechtem oder sonstigem Extremismus nicht das Geringste am Hut, und wer das Gegenteil behauptet, hat nichts verstanden!
 

Lamneth

Aktives Mitglied
Neil Peart im Studio mit der Band "Vertical Horizon", für die er insgesamt 5 Songs Schlagzeug gespielt hat, hier "Instamatic" vom Album "Echoes From The Underground"(2013)
Ach ja....
 

Mike

Moderator
Teammitglied
Geiler Song und überhaupt eine relativ unterbewerte Band... ich fand die Alben ziemlich ansprechend muss ich gestehen! Zumindest die letzten drei , denn ab da hab ich sie durch Peart erst auf dem Schirm gehabt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Mike

Moderator
Teammitglied
Das müssten die drei Songs von dem Album davor sein....für "Even Now" hat Peart auch den Text geschrieben...
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Mal ein ganz anderes Thema. Vor sehr langer Zeit (in den frühen 90ern) gab es im Internet mal eine Newsgroup namens alt.music.rush, in der sich Rush-Fans tummelten. Und unter diesen Rush-Fans waren ziemlich viele Rechtsextremisten - amerikanische Rechtsextremisten, die, was man wissen muss, ziemlich anders sind als europäische, speziell deutsche: das, jedenfalls die in der Newsgroup, waren keine Nazis, sondern eher Waffenfetischisten, Prepper und ähnliche Gestalten (für die Hitler übrigens ein Linker war!) - die meinten, in den Texten von Neil Peart ihre Gesinnung wieder finden zu können. Alle Nase lang war von Ayn Rand und ihrer "objektivistischen" Philosophie die Rede.

Ich hatte mich daraufhin mit dieser Ayn Rand befasst und festgestellt, dass die eine sehr unappetitliche egoistische Philosophie vertrat, die ich in den Rush-Lyrics nicht wiederfand. Oder vielleicht in den Texten dieser von mir so hoch geschätzten Band nicht wiederfinden wollte? In den Liner Notes des Albums 2112 steht ja "Dedicated to the Genius of Ayn Rand", und es soll auf einer Geschichte von Ayn Rand basieren. Dennoch finde ich wenig wirklich "Objektivistisches" in den Rush-Lyrics, sondern "nur" eine ausgeprägt liberale, individualistische Haltung, die zunächst einmal ja gar nichts "Rechtes" ist. Ich denke, Peart hatte sich schon eine Zeitlang mit Ayn Rands Werk auseinandergesetzt, aber ob er wirklich diesen Mist glaubte? Das halte ich für wenig wahrscheinlich. Oder haben wir es hier tatsächlich mit dem seltenen Fall einer rechten Prog-Band zu tun? Was meint ihr dazu?
Es gibt dazu ein paar interessante philosophische Artikel im Netz. http://www.babyblaue-seiten.de/index.php?content=review&albumId=861

Rush waren sicher weniger links als viele andere Rockbands gerade aus der Ära. Und einige von Rands Ideen waren auch später noch für Peart relevant, auch wenn er von der unkritischen Verehrung, die aus "Anthem" und "2112" spricht, schnell wegkam und später in Stücken über den Holocaust ("Red Sector A"), dumpfen Nationalismus ("Territories") und u.a. Homosexualität ("Nobody's Hero") ganz klar Stellung gegen Rechts bezog.
 

Cygnus-X1

Neues Mitglied
Ich finde es cool, dass Rush mal wieder hier im Forum diskutiert werden. Ich bin seit "Permanent Waves" ein absoluter Fan dieser Band und todtraurig, dass es sie nicht mehr gibt und ohne Neil Peart wohl auch nicht wieder geben wird.
Ich hörte seinerzeit als Jugendlicher auf einem kratzigen amerikanischen FM-Radiosender (AFN?) spät nachts das Riff von "Spirit of Radio" und es hat mich umgehauen. Sowas hatte ich noch nie gehört und ich fing an, mich für diese Band zu interessieren und zu faszinieren.
Selbstverständlich habe ich alle Alben, bis "Hold your Fire" als LP, danach dann nur noch als CD. Bis auf die sperrigen "Test for Echo" und "Vapor Trails" kam ich eigentlich immer mit dem jeweiligen Output sehr gut zurecht und finde es schade, dass es nicht noch zu einem letzten, definitiven Abschiedsalbum gekommen ist.

Ich habe Rush nie als politische Band empfunden (wie etwa U2), weiß aber, dass sie durch die von Ayn Rand beeinflussten Texte früher als faschistisch, später aufgrund von "The Trees" dann als kommunistisch eingestuft wurden, was meines Erachtens völliger Stuss ist. Neil Peart hat so viele unterschiedliche Themengebiete textlich und fast schon philosophisch verarbeitet, dass eine Kategorisierung absolut fehl am Platz ist. Dieses Schubladendenken ist aber irgendwie typisch für uns Menschen...

Übrigens gibt es die ausführliche Entstehungsgeschichte zu "Permanent Waves" auch in der deutschen August Ausgabe des Classic Rock Magazins, wie ich insgesamt die Berichterstattung zur Band nach Neil´s Tod weltweit sehr gelungen fand, nur in meinem Lieblingsmagazin ECLIPSED kommen Rush nach wie vor eher stiefmütterlich weg. Ein kurzer und emotionaler 2-seitiger Nachruf auf den besten Drummer der letzten Jahrzehnte und ab und zu ein paar Fetzen in den News, ansonsten tat sich seit dem offiziellen Ende der Band leider kaum etwas. Ich warte immer noch auf die große Retrospektive und Würdigung des Schaffens von Rush in Eclipsed.

Vielleicht kommt da ja noch was...
 

Lamneth

Aktives Mitglied
Ich finde es cool, dass Rush mal wieder hier im Forum diskutiert werden. Ich bin seit "Permanent Waves" ein absoluter Fan dieser Band und todtraurig, dass es sie nicht mehr gibt und ohne Neil Peart wohl auch nicht wieder geben wird.
Ich hörte seinerzeit als Jugendlicher auf einem kratzigen amerikanischen FM-Radiosender (AFN?) spät nachts das Riff von "Spirit of Radio" und es hat mich umgehauen. Sowas hatte ich noch nie gehört und ich fing an, mich für diese Band zu interessieren und zu faszinieren.
Selbstverständlich habe ich alle Alben, bis "Hold your Fire" als LP, danach dann nur noch als CD. Bis auf die sperrigen "Test for Echo" und "Vapor Trails" kam ich eigentlich immer mit dem jeweiligen Output sehr gut zurecht und finde es schade, dass es nicht noch zu einem letzten, definitiven Abschiedsalbum gekommen ist.

Ich habe Rush nie als politische Band empfunden (wie etwa U2), weiß aber, dass sie durch die von Ayn Rand beeinflussten Texte früher als faschistisch, später aufgrund von "The Trees" dann als kommunistisch eingestuft wurden, was meines Erachtens völliger Stuss ist. Neil Peart hat so viele unterschiedliche Themengebiete textlich und fast schon philosophisch verarbeitet, dass eine Kategorisierung absolut fehl am Platz ist. Dieses Schubladendenken ist aber irgendwie typisch für uns Menschen...

Übrigens gibt es die ausführliche Entstehungsgeschichte zu "Permanent Waves" auch in der deutschen August Ausgabe des Classic Rock Magazins, wie ich insgesamt die Berichterstattung zur Band nach Neil´s Tod weltweit sehr gelungen fand, nur in meinem Lieblingsmagazin ECLIPSED kommen Rush nach wie vor eher stiefmütterlich weg. Ein kurzer und emotionaler 2-seitiger Nachruf auf den besten Drummer der letzten Jahrzehnte und ab und zu ein paar Fetzen in den News, ansonsten tat sich seit dem offiziellen Ende der Band leider kaum etwas. Ich warte immer noch auf die große Retrospektive und Würdigung des Schaffens von Rush in Eclipsed.

Vielleicht kommt da ja noch was...
RUSH waren und sind die GRÖßTEN.
Ohne Neil Peart ist RUSH für mich undenkbar.
 

passionplayer

Mitglied
Ich finde es cool, dass Rush mal wieder hier im Forum diskutiert werden. Ich bin seit "Permanent Waves" ein absoluter Fan dieser Band und todtraurig, dass es sie nicht mehr gibt und ohne Neil Peart wohl auch nicht wieder geben wird.
Ich hörte seinerzeit als Jugendlicher auf einem kratzigen amerikanischen FM-Radiosender (AFN?) spät nachts das Riff von "Spirit of Radio" und es hat mich umgehauen. Sowas hatte ich noch nie gehört und ich fing an, mich für diese Band zu interessieren und zu faszinieren.
Selbstverständlich habe ich alle Alben, bis "Hold your Fire" als LP, danach dann nur noch als CD. Bis auf die sperrigen "Test for Echo" und "Vapor Trails" kam ich eigentlich immer mit dem jeweiligen Output sehr gut zurecht und finde es schade, dass es nicht noch zu einem letzten, definitiven Abschiedsalbum gekommen ist.

Ich habe Rush nie als politische Band empfunden (wie etwa U2), weiß aber, dass sie durch die von Ayn Rand beeinflussten Texte früher als faschistisch, später aufgrund von "The Trees" dann als kommunistisch eingestuft wurden, was meines Erachtens völliger Stuss ist. Neil Peart hat so viele unterschiedliche Themengebiete textlich und fast schon philosophisch verarbeitet, dass eine Kategorisierung absolut fehl am Platz ist. Dieses Schubladendenken ist aber irgendwie typisch für uns Menschen...

Übrigens gibt es die ausführliche Entstehungsgeschichte zu "Permanent Waves" auch in der deutschen August Ausgabe des Classic Rock Magazins, wie ich insgesamt die Berichterstattung zur Band nach Neil´s Tod weltweit sehr gelungen fand, nur in meinem Lieblingsmagazin ECLIPSED kommen Rush nach wie vor eher stiefmütterlich weg. Ein kurzer und emotionaler 2-seitiger Nachruf auf den besten Drummer der letzten Jahrzehnte und ab und zu ein paar Fetzen in den News, ansonsten tat sich seit dem offiziellen Ende der Band leider kaum etwas. Ich warte immer noch auf die große Retrospektive und Würdigung des Schaffens von Rush in Eclipsed.

Vielleicht kommt da ja noch was...
Immerhin sind "Rush" im ersten "Rock" Buch vertreten. Aber ansonsten gebe ich dir Recht, im Gegensatz zu Pink Floyd, Genesis oder Marillion werden "Rush eher weniger behandelt.
 

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben