Roger Waters - Solo

Bei dem Mann sind endgültig Hopfen und Malz verloren.
Na gut, die Musik bleibt. Auch wenn sie ein ***** gemacht hat.
Was tun? Soll ich meine gesammelten Iced Earth CDs verbrennen(Jon Schaffers Sturm aufs weiße Haus), die empfehlenswerten Alben von Ted Nugent(Rechtsaußen mit Wahnvorstellungen) beim Recycling Hof abgeben? Zwei weitere Beispiele von Musikern, die abseits der Musik nicht alle Kekse in der Dose haben.
 
Was tun? Soll ich meine gesammelten Iced Earth CDs verbrennen(Jon Schaffers Sturm aufs weiße Haus), die empfehlenswerten Alben von Ted Nugent(Rechtsaußen mit Wahnvorstellungen) beim Recycling Hof abgeben? Zwei weitere Beispiele von Musikern, die abseits der Musik nicht alle Kekse in der Dose haben.
Bei den beiden (sorry für das blöde Wortspiel) hat man aber eh nie eine moralische Instanz gesehen, oder? Waters hat sich gegen Totalitarismus ausgesprochen und minimiert jetzt die Tatsache, dass Putins Russland immer mehr Elemente des Faschismus übernommen hat. Wie hätte er in den 30ern und 40ern wohl über Nazideutschland geredet? Ich will es mir gar nicht ausmalen. Es scheint ihm an Empathie zu mangeln dafür, dass das, was seinem Vater damals widerfahren ist, heute Thema in der Ukraine ist und dass diese Menschen wortwörtlich um ihr Leben kämpfen, oder zumindest um ihre Identität.
 
Was tun? Soll ich meine gesammelten Iced Earth CDs verbrennen(Jon Schaffers Sturm aufs weiße Haus), die empfehlenswerten Alben von Ted Nugent(Rechtsaußen mit Wahnvorstellungen) beim Recycling Hof abgeben? Zwei weitere Beispiele von Musikern, die abseits der Musik nicht alle Kekse in der Dose haben.

Nein, davon hat ja auch niemand was. Aber ich denke mal dass man dann z.B. überlegen kann, ob man noch Geld für Live-Auftritte solcher Künstler ausgeben will. Bin da selbst auch etwas ambivalent. Schaue z.B. noch gerne Filme mit Kevin Spacey oder Amber Heard, Musik von Künstlern wie Ryan Adams oder Crystal Castles kann ich aber irgenwie nicht mehr genießen. Das kam dann auch einfach so, das ich das Interesse daran verloren habe nachdem ich von diversen Vorfällen gelesen hatte.
 
Nein, davon hat ja auch niemand was. Aber ich denke mal dass man dann z.B. überlegen kann, ob man noch Geld für Live-Auftritte solcher Künstler ausgeben will. Bin da selbst auch etwas ambivalent. Schaue z.B. noch gerne Filme mit Kevin Spacey oder Amber Heard, Musik von Künstlern wie Ryan Adams oder Crystal Castles kann ich aber irgenwie nicht mehr genießen. Das kam dann auch einfach so, das ich das Interesse daran verloren habe nachdem ich von diversen Vorfällen gelesen hatte.


Das kann man weiter fortsetzen. Tom Cruise, B.B. King und Van Morrison waren bzw. sind Scientologen. Kid Rock ist auch so ein Experte wie Ted Nugent. Ich denke da wird es noch weitere Promis geben, denen man nicht mehr folgen mag. Ich bin da auch immer hin- und hergerissen. Habe mich aber dazu entschlossen, die Musik nicht zu verbannen. Wären auf den Alben aber Texte, die ich nicht mehr gutheißen könnte, hätte ich mit den Alben Probleme. Ich glaube, da muss jeder seinen eigenen Umgang mit diesem Themenbereich finden.
 
Was tun? Soll ich meine gesammelten Iced Earth CDs verbrennen(Jon Schaffers Sturm aufs weiße Haus), die empfehlenswerten Alben von Ted Nugent(Rechtsaußen mit Wahnvorstellungen) beim Recycling Hof abgeben? Zwei weitere Beispiele von Musikern, die abseits der Musik nicht alle Kekse in der Dose haben.

Ich werde meine Roger-Waters-The-Wall-BluRay nicht in die Tonne dreschen, die Sachen, die er mit Pink Floyd gemacht hat, schon gar nicht. Die alten Nummern können doch gar nichts dazu, dass der Kerl später dermaßen abgedreht ist. Andererseits ist da durchaus ein Schatten auf diese Sachen gefallen, schwingt der "Aber mittlerweile ist er arg nach rechts abgedriftet"-Gedanke mit, und unsympathisch war er mir schon lange, schon bevor das mit der Israelboykottiererei losging, allein schon wegen seiner herrischen Art, wie er Pink Floyd vor die Wand gefahren hat!

Iced Earth und Ted Nugent sind in meiner Sammlung nicht vertreten, die haben mich musikalisch noch nie interessiert. Der Name Ted Nugent ist mir auch in erster Linie für seine rechtsextremen Ausfälle ein Begriff, etwa dass er die gesamte islamische Welt mit der Atombombe christianisieren will. Da habe ich gar keine Lust mehr, mich mit seiner Musik auseinanderzusetzen.

Nein, davon hat ja auch niemand was. Aber ich denke mal dass man dann z.B. überlegen kann, ob man noch Geld für Live-Auftritte solcher Künstler ausgeben will. Bin da selbst auch etwas ambivalent. Schaue z.B. noch gerne Filme mit Kevin Spacey oder Amber Heard, Musik von Künstlern wie Ryan Adams oder Crystal Castles kann ich aber irgenwie nicht mehr genießen. Das kam dann auch einfach so, das ich das Interesse daran verloren habe nachdem ich von diversen Vorfällen gelesen hatte.

Zweifellos ist es schwierig, ein Werk zu würdigen, wenn man weiß, was für ein Scheusal der Urheber ist. So was kann ich nicht einfach so ausblenden, auch wenn sich das Scheusaltum nicht in dem Werk widerspiegelt. Es ist ja nun mal so, wenn jemand in seinen Songs Position gegen Krieg und Diktatur bezieht, aber zugleich mit einem Krieg führenden Diktator sympathisiert, dann weiß man, dass die Songs geheuchelt sind! Aber das betrifft eben eigentlich nur das, was er macht, seitdem er seine wahre Natur offenbart hat - vor 40 Jahren mag er noch nicht so "getickt" haben. Wenn ich heute The Wall höre, dann denke ich, er ist tatsächlich wie der fiktive Mr. Pink Floyd zum Faschisten mutiert - eine Art selbst erfüllende Prophezeiung ;)

Ich habe mich auch schon gefragt, was aus der Freundschaft mit dem ungarischen Juden geworden ist, der in dem The-Wall-Konzertfilm von 2014 von seiner Flucht aus Budapest im Zweiten Weltkrieg erzählt (die Geschichte mit den Suppentellern, die bei der Heimkehr nach dem Krieg immer noch auf dem Esstisch stehen) geworden ist. Wenn dieser Freund nicht in der Zwischenzeit verstorben ist, dürfte er Waters die Freundschaft gekündigt haben, als dieser begann, bei BDS gemeinsame Sache mit mordlüsternen Antisemiten zu machen ...

Das kann man weiter fortsetzen. Tom Cruise, B.B. King und Van Morrison waren bzw. sind Scientologen. Kid Rock ist auch so ein Experte wie Ted Nugent. Ich denke da wird es noch weitere Promis geben, denen man nicht mehr folgen mag. Ich bin da auch immer hin- und hergerissen. Habe mich aber dazu entschlossen, die Musik nicht zu verbannen. Wären auf den Alben aber Texte, die ich nicht mehr gutheißen könnte, hätte ich mit den Alben Probleme. Ich glaube, da muss jeder seinen eigenen Umgang mit diesem Themenbereich finden.

Ganz genau! Es gibt Texte, die ich nicht gutheißen kann, doch trifft das auf die Sachen, die ich von Roger Waters kenne (das sind aber nur seine Beiträge zum Werk von Pink Floyd sowie das Album Radio K.A.O.S. - auf den Rest seines Solowerks hatte ich keine Lust mehr, weil mir der Kerl auch ohne sein fragwürdiges politisches Engagement einfach zuwider war), nicht zu. Aber wenn er heute antisemitische oder kriegsverherrlichende Texte machte, würde mich das nicht wundern, und wenn er heute politisch progressive Texte machte, würde ich das als Heuchelei ablehnen.
 
Ich will hier noch ein Beispiel aus meinem persönlichen Bekanntenkreis anbringen. Und zwar kannte ich jemanden, der eine Prog-Band am Laufen hatte und noch hat. Der Typ war nicht ganz einfach, aber interessant und grundsätzlich freundlich (unter anderem hat er mir mal zu einem Freundschaftspreis einen gebrauchten Synthesizer verkauft - der zwar später seinen Geist aufgab, aber darum bin ich ihm nicht böse, das tun solche alten Dinger schon mal), und ich fand die Musik, die er mit seinen Kollegen machte, nicht so ganz meinen Stil, aber interessant und viel versprechend. Dann aber erwies sich der Typ als ein "Putinversteher" und "Querdenker", was ich zum Anlass nahm, den Kontakt mit ihm einzustellen. Ich will nicht wissen, was für einen Unfug er jetzt sagen würde. Und - ich mag die Musik, die er mit seiner Band macht, nicht mehr.

Und auch bei dem Ende meiner alten Band spielten solche Dinge eine Rolle. Zwar kam vom dem Gitarristen (oder sonst einem Bandmitglied) nichts dergleichen, und der Hauptgrund für den Bandbruch war, dass es einfach zu langsam voranging - nach zweieinhalb Jahren hatten wir gerade eine halbe Stunde Musik zusammen, und Gigs waren nicht in Sicht - aber er hatte eine Reihe problematischer Freunde, u.a. einen Arbeitskollegen, mit dem er gemeinsam in die Kantine ging, und der meinte, Diktaturen würden besser funktionieren als Demokratien und die Menschen dort wären glücklich und zufrieden, den Wirt eines Sportheims, das von Hooligans frequentiert wurde und wo Rechtsrock-Konzete stattfanden, und ein paar alte Kumpels von einer früheren Band, die jetzt Rechtsrock machten. Das war dann der Schwall (war ja mehr als nur ein Tropfen), der das Fass zum Überlaufen brachte. Und weil ich diesen Gitarristen nicht so einfach aus der Band "rausschießen" konnte, weil die Bassistin seine Frau und der Schlagzeuger ein Freund von ihm war (und eh nix taugte), blieb mir nur, mich von der ganzen Band zu trennen. Zum Glück erhielt ich die Zusicherung, dass ich nicht nur die von mir geschriebenen Songs, sondern auch den Bandnamen - der auch von mir war - behalten durfte.
 
Zuletzt bearbeitet:
Roger Waters kommt ins Hallenstadion ZH
neue Termine für seine «This Is Not A Drill»-Tour sind bekannt
und er kommt auch nach Zürich ins Hallenstadion.

Da heisst es mal anfangen zu Sparen , für solche die da noch hingehen wollen.
Ich habe kein interesse daran. da gönne ich mir lieber ein paar kleinere Konzerte.
 
Ich gehe hin. Waters-Konzerte sind einfach fantastisch.
Er ist nun mal politisch nicht einfach. Na und? Das heißt doch nicht, daß mein Gedankengut genauso sein muss.
Er hat TRUMP als Schwein rumfliegen lassen- schon erwähnt?
Finanziell wird ihm auch keiner Schaden....!
MfG
 
Der Münchner Stadtpräsident will Roger Waters wegen seiner politischen Haltung ausladen.
Auch in Zürich werden entsprechende Forderungen laut.
Der Widerstand in Zürich kommt beispielsweise vom Schweizerischen Israelitischen Gemeindebund (SIG). Dieser bewertet die Unterstützung von BDS als «äusserst kritisch»: «Wenn Roger Waters seine Konzerte für die Verbreitung hetzerischer Botschaften nützt, sind auch die Veranstalter mitverantwortlich», sagt Generalsekretär Jonathan Kreutner gegenüber dem «Tages-Anzeiger».
 
Roger Waters ist für mich, mit Verlaub, ein ********* mit zunehmend fragwürdigen Ansichten.
Er hat Pink Floyd durch seinen Grössenwahn zerstört.
Im Gegensatz zu einigen anderen hier ist für mich "The Wall" ein Meisterwerk und auch eindeutig Pink Floyd, aber mit "The Final Cut" beginnt für mich (obwohl ich "The Fletcher Memorial Home" liebe) die schreckliche Waters-Solo-Phase.
Nicht eines seiner Alben gefällt mir, die Lobhudelei zu "Is this the life...?" der Eclipsed-Redaktion liess mich, ähnlich wie bei der letzten Tull-Scheibe, nur mit dem Kopf schütteln.
 
That being said:
Natürlich höre ich alles von Pink Floyd bis "The Wall" auch weiterhin gerne, bei "Us&Them", dass ich vor zwei Jahren als Platte zum Geburtstag bekam, mag ich die neuen Floyd-Versionen sehr ("Pigs", Allmächd!).
Alles von "Is this...?" ausser dem gelungenen
"Picture that" überspringe ich.
 
Tatsächlich kann man aber auch die Floyd-Sachen nach der Wand allesamt vergessen-
bis auf ein paar schöne Songs ("Flying", "Keep Talking" und das wirklich geniale "High Hopes") ist da m.M.n. nicht viel zu holen.
"The Endless River" finde ich zum Einschlafen.

Am End isses halt wie mit den Beatles und den entsprechenden Solo-Sachen.
 
Na ja, A Momentary Lapse of Reason war zwar nicht mehr das, was Pink Floyd in den 70ern waren, aber "kann man vergessen" - nein. The Division Bell war aber noch deutlich schwächer, und The Endless River überflüssig, wenngleich die Motivation, für den verstorbenen Kollegen Richard Wright ein Gedenkalbum zu machen, akzeptabel ist.
 
Von Pink Floyd, Roger Waters, Rick Wright; Nick Mason und David Gilmour habe ich hier fast alles stehen. Und im Kontext zum Erscheinungsjahr höre ich auch fast alles gerne. The Endless River gefällt mir zum Beispiel sehr gut. Aber so ist das halt, jeder hat einen anderen Geschmack und hat seinen eigenen Zugang zu der Musik, die er hört. Deshalb beteilige ich mich auch nicht gerne an Diskussionen, wenn es darum geht, welches nun das schlechteste oder das beste Album einer Band ist. Division Bell und Momentary Lapse Of Reason beinhalten für mich tolle Songs. "On The Turning Away" ist für mich ein bärig guter Song, den ich nicht missen möchte. Division Bell hat für mich kaum Ausfälle. Vorgenannte Alben lassen sich mit den Frühwerken von Pink Floyd in keiner Weise vergleichen. Deshalb betrachte ich die Alben in der Zeit, in der sie entstanden sind. Mit der Schwarz - Weißmalerei tue ich mich schwer.

In diesem Thread geht es allerdings um Roger Waters und da schließe ich mich der Aussage von @Potatoe-Head-Bobby an.
Ich gehe hin. Waters-Konzerte sind einfach fantastisch.
Er ist nun mal politisch nicht einfach. Na und? Das heißt doch nicht, daß mein Gedankengut genauso sein muss.
Er hat TRUMP als Schwein rumfliegen lassen- schon erwähnt?
Finanziell wird ihm auch keiner Schaden....!
MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
Na ja, A Momentary Lapse of Reason war zwar nicht mehr das, was Pink Floyd in den 70ern waren, aber "kann man vergessen" - nein. The Division Bell war aber noch deutlich schwächer, und The Endless River überflüssig, wenngleich die Motivation, für den verstorbenen Kollegen Richard Wright ein Gedenkalbum zu machen, akzeptabel ist.
A Momentary und The Division Bell haben mit Pink Floyd mit Waters nur ganz wenig zu tun, schlecht sind beide nicht, der Klang von The Division Bell ist aber erstklassig, und deutlich besser als bei A Momentary,. The Endless River habe ich als Delux Ausgabe, die DVD kann ganz gut ansehen, die Musik ist lediglich prima Hintergrundmusik.
Amused To Death von Waters ist klar besser als alle drei.
 
A Momentary und The Division Bell haben mit Pink Floyd mit Waters nur ganz wenig zu tun, schlecht sind beide nicht, der Klang von The Division Bell ist aber erstklassig, und deutlich besser als bei A Momentary,. The Endless River habe ich als Delux Ausgabe, die DVD kann ganz gut ansehen, die Musik ist lediglich prima Hintergrundmusik.
Amused To Death von Waters ist klar besser als alle drei.

Oh ja, Amused To Death ist ein richtig tolles Album. Werde ich mir jetzt mal anhören.
 
Ja, es geht hier um Waters. "Amused to death"- keine Frage!
Aber, ich habe hier das erste Mal etwas lesen können, was ich schon lange weiss. Endlich nichts konträres zumindest zu
meinem, ich kann vllt. sagen meistgehörtem Album von PF. "Division Bell" ist tatsächlich ohne Ausfälle. Es gehört wirklich zu meinen liebsten Alben. Belanglos, wie oben erwähnt- keineswegs. Aber so ist das nun einmal in dem bewegten Musikleben. Der eine mags, der andere nicht.
" On the Turning away" ist grandios und für mich das bessere "Comfortly Numb" ohne jenen Song in Misskredit zu bringen.
Ich freue mich sehr über das gelesene Wort von Maryfloyd und Lamneth.
"Endless River" lässt das Ende gut auslaufen und spez. die Boni sind hervorragend.
Vielen Dank für das floydsche Gesamtwerk. Zurück zum -- WATERS!
MfG
 

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