Roger Waters - Solo

Perfectionist

Aktives Mitglied
Mit seinem letzten Album bin ich aber auch noch nicht warm geworden, aber wenn es schon mal preisgesenkt ist wird es dann doch noch hier landen...
So hab ich es gemacht - bei einer Preissenkung auf 7,99€ konnte ich dann doch nicht widerstehen...

Tja, ich kann leider nichts damit anfangen. Gute Ansätze hier und da (der Titelsong ist noch am besten), aber ansonsten schamloses Selbst-Recycling. Selbst die Texte sind nicht mehr das, was sie mal waren (finde ich).

Und a) entweder eclipsed hört mit dem audiophilen Quatsch auf oder b) kritisiert endlich schonungslos schlechte Produktionen. Der Sound ist breiig und laut!
 

Marifloyd

Inventar
So hab ich es gemacht - bei einer Preissenkung auf 7,99€ konnte ich dann doch nicht widerstehen...

Tja, ich kann leider nichts damit anfangen. Gute Ansätze hier und da (der Titelsong ist noch am besten), aber ansonsten schamloses Selbst-Recycling. Selbst die Texte sind nicht mehr das, was sie mal waren (finde ich).

Und a) entweder eclipsed hört mit dem audiophilen Quatsch auf oder b) kritisiert endlich schonungslos schlechte Produktionen. Der Sound ist breiig und laut!
Was deñ Sound betrifft Stimme schließe ich mich Deiner Einschätzung an.
 

colmar

Mitglied
Der Klang ist nicht schlecht, er ist anders als der Radioschrott von heute mit seinem Soundwar.

Das Gefühl det 70'er ist greifbar und genau das find ich gut.
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Amused to Death:

http://dr.loudness-war.info/album/view/87066

Is This the Life We Really Want:

http://dr.loudness-war.info/album/view/129304

Der Unterschied ist dermaßen eklatant, dass man ganz klar von einem Opfer des Loudness War sprechen MUSS. Dazu ist anzumerken, dass der DR-Algorithmus nur die lautesten Stellen analysiert - anders als der "Radioschrott" hat Waters' Album durchaus noch Unterschiede zwischen leisen und lauten Stellen. Aber: sobald es laut wird, sind die Limiter heftigst am Arbeiten. Und DR 4 (Bird in a Gale, Smell the Roses) ist extrem schlecht, ich habe nur wenige CDs, auf denen sich so etwas überhaupt findet.
 

Lamneth

Aktives Mitglied
Das Waters eine schwierige Persönlichkeit ist , ist hinlänglich bekannt. Aber das sind viele Künstler, und er ist einer der größten. Aber verstellt sich auch nicht , er sagt auch was er denkt. Auch Frank Zappa kam bei vielen nicht gut an, ich halte ihn aber genau wie Waters für eine ehrliche Person.
Es gibt ein schönes Zitat von Don Johnson :"Viele behaupten, der Erfolg hätte mich verändert. Das ist totaler Quatsch, ich war schon immer ein arrogantes *********." Waters zeigt sich wie er ist, mit allen positiven wie negative Seiten seines Charakters. Es gibt auch etliche Leute, die mich für ein ********* halten. Das ist mir genauso egal wie Waters , warum sollte ich mich verbiegen wegen dem, was andere über mich denken?
Fakt ist : Wir verdanken Waters sehr, sehr viele gute bis hervorragende Musik. Vieles wegweisendes ist dabei entstanden, unzählige Musiker verdanken ihm (und natürlich Pink Floyd) Ideen und Inspiration. Ich persönlich verdanke ihm (und natürlich Pink Floyd) unzählige schöne Stunden mit seiner Musik.
Warum wird so vieles auf die persönliche Ebene herunter gezogen? Niemand von uns kennt ihn wirklich, möglicherweise wäre er ein guter Freund. Ich habe auch Freunde, die ihre Ecken und Kanten haben, doch wenn ich jemanden wirklich mag, darf das keine Rolle spielen.
Ich kann allen nur empfehlen, die Amused To Death nicht nur anzuhören, sondern auch die Texte genau zu studieren. Der Mann hat was zu sagen, und für mich hat das einiges an Gewicht. Davon abgesehen , dass Jeff Beck eine göttliche Gitarre auf dem Album spielt.
Viele andere Künstler werden nicht so gnadenlos auseinander genommen , weil sie uns ein falsches Gesicht und Image präsentieren.
Ich finde ihn gut, mit allen Ecken und Kanten.
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Warum wird so vieles auf die persönliche Ebene herunter gezogen? Niemand von uns kennt ihn wirklich, möglicherweise wäre er ein guter Freund. Ich habe auch Freunde, die ihre Ecken und Kanten haben, doch wenn ich jemanden wirklich mag, darf das keine Rolle spielen.
Ein Grund: Wie er mit Rick Wright umgegangen ist, geht in meinen Augen gar nicht. Und Rick hat noch Jahre später unter diesem Rauswurf gelitten.

Ich kann allen nur empfehlen, die Amused To Death nicht nur anzuhören, sondern auch die Texte genau zu studieren. Der Mann hat was zu sagen, und für mich hat das einiges an Gewicht. Davon abgesehen , dass Jeff Beck eine göttliche Gitarre auf dem Album spielt.
Ich mag es nicht, wenn jemand zu viel redet und zu wenig macht. Von Waters kam seit ATD nicht mehr viel Musikalisches, aber immer mehr Kommentare, Interviews, usw., dazu Tourneen, in denen er sich ein ums andere Mal für die alten PF-Songs feiern lässt. Was die Texte angeht, so mag ich es nicht, wenn es zu direkt wird ("Hey you Whitehouse", "Maggie what did we do") bzw. wenn er die Schwelle zur Gehässigkeit deutlich überschreitet ("Each man has his price Bob, and yours was pretty low", "The piano lid comes down and breaks his fucking fingers - it's a miracle"). Solche persönlichen Angriffe sind einfach schlechter Stil. Damit schadet er in meinen Augen vor allem seinem eigenen Standing, und wie du sagst, hat er ja auch wichtige Dinge zu sagen. Aber die gehen unter, weil Leute von seiner Art abgeschreckt sind. So nehme ich das zumindest wahr.
 

Lamneth

Aktives Mitglied
@Perfectionist
Das Richard Wright bei Pink Floyd zuerst nur noch Angestellter (schon vor the Wall) , und nicht mehr Mitglied war, wurde von David Gilmour und Nick Mason mitgetragen. Auch beim Pink Floyd Album A Momentary Lapse Of Reason , dem ersten Album ohne Roger Waters, war er kein Mitglied der Band, sondern "Gastmusiker". Schön die Bilder von Gilmour und Mason , wie sie in die Kamera grinsen - natürlich ohne Wright.
Hinterher hat Gilmour es immer so hingestellt , als wäre nur Waters dafür verantwortlich, wie Wright aus der Gruppe gedrängt wurde.
Aber Waters als alleiniger Buhmann passt halt viel besser.
Deine Meinung zu Waters Texten kann ich teilweise akzeptieren, aber ich finde es angebracht, öfter mal "drastisch" Zu werden. Es gibt schon welche, die sich extrem daran stören, wenn er den Menschen als Monkey bezeichnet. Ok, für die Affen könnte das unter Umständen eine Beleidigung sein ...
 
Zuletzt bearbeitet:

Perfectionist

Aktives Mitglied
@Perfectionist
Das Richard Wright bei Pink Floyd zuerst nur noch Angestellter (schon vor the Wall) , und nicht mehr Mitglied war, wurde von David Gilmour und Nick Mason mitgetragen. Auch beim Pink Floyd Album A Momentary Lapse Of Reason , dem ersten Album ohne Roger Waters, war er kein Mitglied der Band, sondern "Gastmusiker". Schön die Bilder von Gilmour und Mason , wie sie in die Kamera grinsen - natürlich ohne Wright.
Hinterher hat Gilmour es immer so hingestellt , als wäre nur Waters dafür verantwortlich, wie Wright aus der Gruppe gedrängt wurde.
Rick Wright war vor The Wall keinesfalls ein "Angestellter" - weiß nicht, woher du diese merkwürdige Idee hast? Auch wenn er auf Animals keinen Song geschrieben hat, so hat er mehrere lange Solos und war live weiterhin extrem wichtig. Er sah sich selbst auch weiterhin als Mitproduzenten.

Nick Mason hatte als Nicht-Songwriter und Nicht-Produzent sowieso kaum irgendetwas zu sagen. Es stimmt zwar, dass Gilmour ebenfalls der Meinung war, dass Wright nicht genügend beitrug, aber er ist auch mit ihm essen gegangen und hat versucht, die Wogen zu glätten. Es hat alles nichts genutzt, später wurde er dann selbst das Opfer desselben "Moves" - während Waters gedroht hatte, "The Wall" als Soloprojekt zu veröffentlichen, wenn Wright nicht ginge, tat er dies nun mit "The Final Cut" als Druckmittel gegen Gilmours Kritik.

Bei AMLOR hatten Gilmour und Mason mit den rechtlichen Problemen zu kämpfen, die alleine Waters' Schuld waren: Der hatte Wright nämlich gezwungen, einen Vertrag zu unterschreiben, in dem ihm untersagt war, jemals wieder Mitglied von Pink Floyd zu sein! Deshalb musste man sich einen Trick ausdenken, und der hieß "Pink Floyd (1987) Ltd.", quasi die Band neu gründen ohne Waters. Ansonsten hätte der nämlich seine Anwälte auf die Band losgelassen.
 

Lamneth

Aktives Mitglied
@Perfectionist
Ok, ich akzeptiere deine Sicht der Dinge.
Ich habe es falsch formuliert, die Entwicklung Wright aus der Band zu drängen, begann schon vor the Wall, bei der anschließenden Tour war er aber bereits nur noch Musiker und kein Mitglied.
Ich persönlich habe das Ganze auch immer als "beschissen" angesehen, Wright hatte in den Anfangszeiten Viel beigetragen, und er erhielt eigentlich nie den nötigen Respekt und Wertschätzung.
Für mich ist Pink Floyd auch nur bis zu Wall wirklich von Bedeutung.
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Das Lustige ist ja, dass ich Waters' politische Ansichten weitgehend gut finde... aber rein musikalisch ist er sicher nicht der Hauptgrund, warum ich PF-Fan bin.
 

Marifloyd

Inventar
Mal wieder etwas Musik von Roger Waters. Das Live Album "In The Flesh" halte ich für absolut gelungen. Hier "The Bravery Of Being Out Of Range"...

 

Echoes

Mitglied
Roger Waters (mit Andy Fairweather Low an der 2.Gitarre) spielt "Wish You We're Here" auf der Assange-Demo vor dem britischen Home Office.
Ab Minute 18.30.
 
Zuletzt bearbeitet:

Marifloyd

Inventar
Ja, der Roger ist wahrlich nicht jünger geworden und so mancher Straßenmusiker singt inzwischen "Wish You Were Here" sicherlich besser, aber er ist halt ein "Teil" der Floyd Geschichte. Hier mal ein Song, der, zumindest mir, unter die Haut geht...

 

Foxy`s Roadie

Mitglied
Ist die Pressung gut? Hab´s ja nur als CD, weil mir die Vinyl-Ausgabe zu teuer war und ich mit neuen Pressungen schon schlechte Erfahrungen gemacht habe.
 

Marifloyd

Inventar
Ist die Pressung gut? Hab´s ja nur als CD, weil mir die Vinyl-Ausgabe zu teuer war und ich mit neuen Pressungen schon schlechte Erfahrungen gemacht habe.
Die Pressung ist ok. Klanglich etwas dumpf. Die Innenhüllen sind nicht gefüttert. Als Floyd Fan möchte ich solche Sachen gerne als Vinyl haben. Ansonsten hätte mir die CD Ausgabe auch gereicht.
Wie ist die CD denn klanglich?
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Ja, der Roger ist wahrlich nicht jünger geworden und so mancher Straßenmusiker singt inzwischen "Wish You Were Here" sicherlich besser, aber er ist halt ein "Teil" der Floyd Geschichte. Hier mal ein Song, der, zumindest mir, unter die Haut geht...

Meiner Meinung nach meilenweit besser als alles auf "Is This the Life We Really Want". Da steckt Sinn drin, Musik ebenso wie eine stringente Vision...
 

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