Rock Bücher von eclipsed

phonoline

Mitglied
Das verstehe ich nicht, oder ich lese das gerade sehr negativ. Quo beherrschten Ihre Instrumente genauso gut oder schlecht wie Purple. Ihr musikalischer Ansatz war nur ein gänzlich anderer. Gut, sie hatten jetzt keinen komplett irren Gitarristen, der irgendwann die Verstärker zum Rauchen brachte und die Gitarren durch die Luft wirbelte. Aber die Kombi Rossi/Parfitt? Legendär. Die brauchten nicht auf cool machen, sie waren es einfach.
Ich finde es immer wieder verstörend zu lesen/hören, wie schlecht das Image von Quo ist. Hat diese Band einfach nicht verdient.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Das war keinesfalls negativ gemeint, ich schätze die Phase von 1971-1976 sehr, aber Deep Purple haben doch musikalisch in einer anderen Liga gespielt, das könntest du als Fan einfach mal akzeptieren.
 

Waldmeister

Alter Hase
also ich wäre da sehr gespalten bei dem thema was ihr jetzt grad habt; ich mag die 70er quo zwar grossteils nicht (manches von den frühen sachen hole ich mir vermutlich dennoch, etwa diesen zweikopf-köter) aber wenn man musik rein nach ihrer virtuosität beurteilt... damit bin ich dann auch unglücklich. trotz all dem prog, kraut, jazzrock... bin ich ja auch ein riesiger fan vieler gruppen mit relativ "einfacher" musik, sagen wir... kinks, beatles, frühe stones, free, und zahllose andere vertreter, natürlich auch aus den usa. ihr habt beide mein verständnis, aber das bleibt einfach ein scheissthema, bei dem ich mich nicht zu 100% auf eine seite stellen kann. und purple-fan bin ich schon gar nicht, höchstens von den ganz frühen mit diesem kerl da, wie hiess der... äh, evans.
 

phonoline

Mitglied
Die Verkaufszahlen sprechen nicht für diese These. Es ist ein gern bedientes Argument, Quos Songs wären einfach gestrickt und banal - drei Akkorde, das wars. Hält sich leider hartnäckig, das Spätwerk von Rossi/Parfitt ist da auch nicht gerade zuträglich, zugegeben. Aber natürlich ist das alles Quatsch. Einfache Songs zu schreiben/komponieren ist eine Kunst und eine Begabung, mit der nicht jede Band der 70er gesegnet ist. Zumal es eben nicht einfach ist, sondern harte Arbeit.
Immerhin haben beide Bands die Jahrzehnte überlebt und sind nachwievor erfolgreich. Purple verschwanden in den 90ern und bis in die frühen 00er in der Bedeutungslosigkeit, während Quo fröhlich weitermachten und quasi alle zwei Jahre solide Charterfolge in UK und Deutschland feierten. Erst seit Rapture Of the Deep geht es mit Purple wieder bergauf.
 

phonoline

Mitglied
Ich finde das nicht sachlich. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass DP in irgendeiner Form musikalisch bedeutungsvoller oder wenigstens begabter oder erfolgreicher waren/sind als Quo.
Aber eins ist klar: musikalisch bedeutungslos sind beide spätestens seit Mitte der 80er. Nur Quo hatten einfach ein gutes Gespür dafür, nicht aus dem Rampenlicht zu verschwinden und sind seit 50 jahren dauerpräsent.

Gernervt haben übrigens beide: Smoke On the Water ist für Purple das, was Rockin' All Over The World für Quo ist. Eine Dauernervensäge. ;)
 

moonmadness

Aktives Mitglied
mit der nicht jede Band der 70er gesegnet ist. Zumal es eben nicht einfach ist, sondern harte Arbeit.
Na nee das würd ich aber nicht so sehen, man muss das schon v.a. wollen und gerade unter vielen anderen 70er Bands wollte man doch stattdessen eher "progressiv" sein ;)

Status Quo hat halt ansonsten keinen "Witchie" Blackmore und keinen John Lord gehabt ... aber wie gesagt die frühen Sachen fand ich ganz okay, gefällt mir gar besser als manche Purple-Sachen, weils eben nicht so "over the top" gewollt ist. Ähnlich z.B. für mich auch Uriah Heep oder Wishbone Ash, keine Überflieger aber okaye Mucke, da rennt man nicht weg, wie ich zB bei eben diesem supernervigen Smoke On The Water uff, ...
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Ich finde das nicht sachlich. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass DP in irgendeiner Form musikalisch bedeutungsvoller oder wenigstens begabter oder erfolgreicher waren/sind als Quo.
Aber eins ist klar: musikalisch bedeutungslos sind beide spätestens seit Mitte der 80er. Nur Quo hatten einfach ein gutes Gespür dafür, nicht aus dem Rampenlicht zu verschwinden und sind seit 50 jahren dauerpräsent.

Gernervt haben übrigens beide: Smoke On the Water ist für Purple das, was Rockin' All Over The World für Quo ist. Eine Dauernervensäge. ;)
Ich will hier nicht weiter nerven, aber diese Aussage stimmt einfach nicht, die Karriere der beiden Bands könnte in den bedeutenden Ländern Amerika und Japan nicht unterschiedlicher verlaufen sein. Deep Purple haben in beiden Ländern locker 20 Millionen Platten verkauft und viele ausverkaufte Tourneen bestritten, während nach Status Quo in Amerika und Japan kein Hahn gekräht hat, sie waren ein rein europäisches Thema (mit 6 Millionen Plattenverkäufen in über 50 Jahren) und allein aus diesen Gründen waren Deep Purple bedeutungsvoller und erfolgreicher. das ist Fakt und um nichts anderes geht es hier, denn ich mag auch Status Quo sehr.
 

phonoline

Mitglied
"6 Millionen", haha. Ich würde mal etwas vorsichtiger mit dem Zusammenrechnen von Wiki-"Gold"-Zahlen umgehen. ;) Quo haben in den vergangenen Jahrzehnten weit über 100 Millionen Platten verkauft. Weit.

Aber, richtig, in Amerika war die Band nie sonderlich erfolgreich. Das ebbte aber bei Purple nach Perfect Strangers auch sehr schnell wieder ab.
 

Catabolic

Alter Hase
Deep Purple vs. Status Quo....hm, dagegen war der Schlager-Knatsch ja geradezu....ähm...banal.

Zu Status Quo fällt mir etwas ein, das ich bis heute als eine der essenziellsten Aussagen im Umfeld von Quo und Quo-Fans ansehe: Um den Sound dreckiger, härter und lebendiger hinzukriegen, wagten es Status Quo, die LP "Piledriver" ausschliesslich mit ihrem Live-Equipment aufzunehmen. Dieser brachiale, aber voll geniale Live-Sound fasziniert mich an der "Piledriver" bis heute. Status Quo haben nie wieder so eine Power hingelegt, bis auf....klar, oder ?....beim Live-Doppelalbum - was den Druck von "Piledriver" noch einmal eindrücklich bestätigte. Ich mag so Einiges von Quo, tendenziell aber wohl doch auch eher die frühen Platten. "Hello" finde ich als Gesamt-Album ebenso toll, auch wenn das nicht mehr dieser Power-Sound der "Piledriver" ist - dafür finde ich die Songs auf "Hello" allesamt grossartig, bis heute. Danach blieben Status Quo auch für mich immer irgendwie relevant, aber nicht mehr so bedeutungsvoll.

Bei Deep Purple kann ich's einfach machen: Ich mag sie nur mit Blackmore. Ich mag kein einziges Album von ihnen ohne Blackmore. Darum fand ich auch das 80er Werk "Perfect Strangers" noch einmal saugut. Und gerne möchte ich hier nochmal auf Warhorse hinweisen. Eine völlig unterbewertete Band im Purple-Fahrwasser, die in meinen Augen fast genauso gut war.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
"6 Millionen", haha. Ich würde mal etwas vorsichtiger mit dem Zusammenrechnen von Wiki-"Gold"-Zahlen umgehen. ;) Quo haben in den vergangenen Jahrzehnten weit über 100 Millionen Platten verkauft. Weit.

Aber, richtig, in Amerika war die Band nie sonderlich erfolgreich. Das ebbte aber bei Purple nach Perfect Strangers auch sehr schnell wieder ab.
Von den 100 Mio. waren 94 Mio Singles, ansonsten ist mir das jetzt zu blöd. Ich empfehle dir zu dem Thema "Musikhistorische Bedeutung" von Deep Purple, das eine oder andere zu lesen, aber ich fürchte, da rede ich vor die Wand. Staus Quo waren eine erfolgreiche Band, aber für die Entwicklung der Rockmusik nur eine Fußnote.
 

nice_psycho

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Von den 100 Mio. waren 94 Mio Singles, ansonsten ist mir das jetzt zu blöd. Ich empfehle dir zu dem Thema "Musikhistorische Bedeutung" von Deep Purple, das eine oder andere zu lesen, aber ich fürchte, da rede ich vor die Wand. Staus Quo waren eine erfolgreiche Band, aber für die Entwicklung der Rockmusik nur eine Fußnote.
"With almost no exceptions, every hard rock band in the last 40 years, including mine, traces its lineage directly back to Black Sabbath, Led Zeppelin and Deep Purple. Where I grew up, and in the rest of the world outside of North America, all were equal in status, stature and influence. So in my heart – and I know I speak for many of my fellow musicians and millions of Purple fans when I confess that – I am somewhat bewildered that they are so late in getting in the Rock and Roll Hall of Fame."
—Excerpt from Lars Ulrich's speech, inducting Deep Purple into the Rock & Roll Hall of Fame

Mehr muss man glaube ich nicht sagen, oder?

Ansonsten - Leute bleibt ruhig. Musik ist und bleibt Geschmacksache - unter meinen knapp 4800 CDs/LPs befindet sich keine von Status Quo (Schlager übrigens auch nicht). Und? Ich mag sie nicht, sie haben mich nie berührt - was aber nicht heißt, das ich nicht versteh warum andere sie gut finden. Musik - Geschmack

Hier hat sich wieder eine Rechtfertigungsdebatte entbrannt, die über das Ziel einer Diskussion unter Erwachsenen hinaus schießt. Ich liebe Dylan, aber wenn einer der Meinung ist, dass er nicht singen kann - dann ist es so. Meinung - Geschmack.

Einmal durchatmen - Lieblingslied der Lieblingsband auflegen - Hand reichen. Einige können sich an die Drohungen der Moderatoren vielleicht noch erinnern, was passiert wenn Diskussionen ausarten.
 

phonoline

Mitglied
Ich finde es immer etwas traurig, wenn sich ein Musikfan zu erhöhen versucht, weil er glaubt, den "richtigeren" Geschmack oder mehr Ahnung zu haben. Das driftet dann immer schnell in diese unsäglichen Facebook-Debatten ab.

Am Ende zählt nur eines: die persönliche (Be)Deutung in der Wahrnehmung des Fans. Und da stehen Quo DP in absolut nichts nach. Mir vollkommen wumpe, was DP für die Entwicklung der Rockmusik getan hat - was Quo für mich getan hat, ist viel wichtiger.
Ist eventuell auch eine Generationenfrage, immerhin kamen Quo dann doch etwas später auf die Bühne als DP.
 

phonoline

Mitglied
Ja klar, aber das erste richtige Rock-Album, das quasi die zukünftige Richtung vorgab, kam Ende 1971 raus, Dog Of Two Head. Da kam quasi gerade Machine Head raus, nach Fireball und In Rock (und natürlich den beiden ersten Werken). DP waren einfach schon etwas weiter.
 

Catabolic

Alter Hase
Ja klar, aber das erste richtige Rock-Album, das quasi die zukünftige Richtung vorgab, kam Ende 1971 raus, Dog Of Two Head. Da kam quasi gerade Machine Head raus, nach Fireball und In Rock (und natürlich den beiden ersten Werken). DP waren einfach schon etwas weiter.
Das erste richtige Rockalbum von Quo war denke ich das bis heute sträflich unterbewertete Album "Ma Kelly's Greasy Spoon" von 1970. 1970 war das Jahr, in welchem Quo vier ihrer besten Songs veröffentlichten, alle ziemlich rockig und bis heute essenziell, wie ich finde: "(April) Spring, Summer And Wednesdays", "Junior's Wailing", "In My Chair" und "Gerdundula".

Im Vergleich mit Deep Purple, was die Wucht im Sound angeht, war "Piledriver" mindestens ebenbürtig. Vielleicht hat meine Sympathie mit Quo bisschen damit zu tun, dass Status Quo irgendwie immer die Arbeiter mit Herz waren, Deep Purple hingegen die ausgebildete Elite. Würde ich für mich ganz persönlich die 'Grösse' in Bezug auf Relevanz im harten Rock abwägen, kämen Purple bei mir sogar deutlich hinter Led Zeppelin.

Birnen kann man auch mit Birnen vergleichen. Status Quo wären dann die Gute Luise, Deep Purple die Williamsbirne und Zep die Butterbirne. Die sind alle drei irgendwie miteinander verwandt, schmecken aber alle vorzüglich, je nachdem, worauf ich grad Lust habe.

Jetzt kipp ich mir einen Williams (natürlich von Morand - es gibt keinen besseren!) hinter die Binde. ;)
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Ich finde es immer etwas traurig, wenn sich ein Musikfan zu erhöhen versucht, weil er glaubt, den "richtigeren" Geschmack oder mehr Ahnung zu haben. Das driftet dann immer schnell in diese unsäglichen Facebook-Debatten ab.

Am Ende zählt nur eines: die persönliche (Be)Deutung in der Wahrnehmung des Fans. Und da stehen Quo DP in absolut nichts nach. Mir vollkommen wumpe, was DP für die Entwicklung der Rockmusik getan hat - was Quo für mich getan hat, ist viel wichtiger.
Ist eventuell auch eine Generationenfrage, immerhin kamen Quo dann doch etwas später auf die Bühne als DP.
Um das ein für allemal klarzustellen, ich habe nie versucht mich zu erhöhen oder den richtigen Geschmack zu haben, das warst einzig und alleine du, indem du Fakten ignorierst und alles durch die Fanbrille siehst. Das sei dir unbenommen, wirft aber ein Licht auf eine gewisse Engstirnigkeit, die sich Die-Hard Fans nun einmal auf die Fahne geschrieben haben.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Die Musik-historische Bedeutung, die instrumentalen Fähigkeiten der Musiker. Von den Sängern ganz zu schweigen. Aber ich weiß, das dir das alles egal ist, also lass uns diese sinnlose Diskussion beenden.
 

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