R.i.P.

WeepingElf

Aktives Mitglied
Ich habe natürlich zugespitzt, deshalb auch der Smiley. Nicht allen Punks geht es wirklich nur um hohle Attitüde.
 

Chris Flieder

Mitglied
Was mal wieder beweist, dass es beim Punk nur um hohle Attitüde geht ;)
Wobei man den Ramones "zugutehalten muss", dass sie sich selbst eher als Partyband sahen und mit dem revolutionären Selbstverständnis, z.B der englischen Punkszene, nichts anfangen konnten.

Nicht dass mich das Thema besonders interessieren und ich hier irgendeine Partei ergreifen würde. Es gab vor Kurzem eine Podiumsdiskussion von Punkveteranen, in dem sich Marky Ramone und John Lydon darüber ziemlich in die Haare bekommen haben:

 
Zuletzt bearbeitet:

nice_psycho

Mitglied
Also... ich muss mich meinen Vorrednern an der Stelle anschließen.
Phil Spector mag zwar ein guter Produzent gewesen sein, aber als Person ist er ein einem Maße unsympatisch und abstoßend gewesen, dass ich ihn in keiner Form mehr würdigen möchte. Großer Einfluss auch die Rockmusik hin oder her.

Wenn Harvey Weinstein stirbt hoffe ich mal dass es an der Stelle nicht auch noch ein "Was der tolle Typ alles für die Filmwelt getan hat" gibt.

Oder um mal im Bereich Musik zu bleiben: Charles Manson war ebenfalls ein guter Musiker. Und ein Verlust für unsere Welt war sein Tod nun bei weitem nicht. Egal wie toll nun seine Musik war, was er getan hat zieht ihn als Menschen so weit runter dass ich mir nicht wünsche dass er in Frieden ruht.

Ende des Beitrags.
Dieses Zitat von Little Steven sagt glaube ich alles: "[Spector] was the ultimate example of the art always being better than the artist ... [He] made some of the greatest records in history based on the salvation of love while remaining incapable of giving or receiving love his whole life."

Aber ihn mit Charles Manson zu vergleichen ist ein wenig weit hergeholt. Manson war ein Psychopath erster Güte und beileibe kein toller Musiker. Zwei seiner Lieder wurden von den Beach Boys aufgenommen und der Rest ist nicht der Rede wert.
 

soylent_gelb

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Wobei Ansichten auch nicht besser werden müssen, weil man Partymusik macht. Und es gab ja auch innerhalb der Band (nicht nur) deswegen Zoff. Joey war ja z. B. ganz anders drauf ...
 

Okzitane

Aktives Mitglied
Nur mal als kleine Anmerkung/Frage. Wo waren denn all die Proger & Rocker, als Farbige und Pinkies 1979 in Southall auf die Strasse gingen und gegen die National Front mobil machten? Richtig... nicht da.
In vorderster Front: PUNKS... so wie diese Jungs aus London.
Das der Punk in den USA weitestgehend unpolitisch war, dürfte sich mittlerweile rumgesprochen haben. In UK, Deutschland (+DDR) und dem Rest Europas war er es nie.

THE RUTS

 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Das stimmt schon, @Okzitane. Vielleicht habe ich einfach eine zu schlechte Meinung über Punk, weil ich mit dieser Art Musik und Jugendkultur nie was anfangen konnte, und ihn lange Zeit als "den bösen Punk, der dem guten Prog den Garaus machte" angesehen habe. Heute weiß ich ganz genau, dass das einfach nicht stimmt - weder dass Punk "böse" sei noch dass er dem Prog "den Garaus gemacht" hätte. Das ist mir spätestens bei den Recherchen zu meinem Prog-Buch (ja, ja, das Ding will einfach nicht fertig werden ;)) klar geworden. Es ist ja nun nicht so, dass '77 die Leute ihre Prog-LPs zum Flohmarkt gebracht und von den Verkaufserlös Punk-Singles gekauft hätten. Das waren zwei verschiedene Generationen mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen auf die Welt und ihre Probleme.

Insofern ziehe ich das mit der "hohlen Attitüde" zurück, behaupte das Gegenteil und widerstreite auch das ;) Das mit dem unpolitischen US-Punk und dem politischen europäischen Punk mag stimmen, wie es ja anscheinend eh kaum Leute in den USA zu geben scheint, die wir als "links" bezeichnen würden. Die beiden großen US-Parteien sind ja weniger mit SPD und CDU, sondern eher mit CDU und AfD zu vergleichen, aber solche Vergleiche zwischen Parteien verschiedener Länder mit grundverschiedenen politischen Traditionen hinken immer, also lassen wir das mal hier, bevor wir anfangen, uns wegen Politik die Köpfe einzuschlagen ;) Man kann das alles nicht verallgemeinern! Ich denke, auf beiden Seiten des Atlantiks gab und gibt es alles von aufrichtig engagierten Politpunks bis zu innerlich kreuzbraven Modepunks.
 

Okzitane

Aktives Mitglied
Das stimmt schon, @Okzitane. Vielleicht habe ich einfach eine zu schlechte Meinung über Punk, weil ich mit dieser Art Musik und Jugendkultur nie was anfangen konnte, und ihn lange Zeit als "den bösen Punk, der dem guten Prog den Garaus machte" angesehen habe. Heute weiß ich ganz genau, dass das einfach nicht stimmt - weder dass Punk "böse" sei noch dass er dem Prog "den Garaus gemacht" hätte. Das ist mir spätestens bei den Recherchen zu meinem Prog-Buch (ja, ja, das Ding will einfach nicht fertig werden ;)) klar geworden. Es ist ja nun nicht so, dass '77 die Leute ihre Prog-LPs zum Flohmarkt gebracht und von den Verkaufserlös Punk-Singles gekauft hätten. Das waren zwei verschiedene Generationen mit ganz unterschiedlichen Sichtweisen auf die Welt und ihre Probleme.

Insofern ziehe ich das mit der "hohlen Attitüde" zurück, behaupte das Gegenteil und widerstreite auch das ;) Das mit dem unpolitischen US-Punk und dem politischen europäischen Punk mag stimmen, wie es ja anscheinend eh kaum Leute in den USA zu geben scheint, die wir als "links" bezeichnen würden. Die beiden großen US-Parteien sind ja weniger mit SPD und CDU, sondern eher mit CDU und AfD zu vergleichen, aber solche Vergleiche zwischen Parteien verschiedener Länder mit grundverschiedenen politischen Traditionen hinken immer, also lassen wir das mal hier, bevor wir anfangen, uns wegen Politik die Köpfe einzuschlagen ;) Man kann das alles nicht verallgemeinern! Ich denke, auf beiden Seiten des Atlantiks gab und gibt es alles von aufrichtig engagierten Politpunks bis zu innerlich kreuzbraven Modepunks.
Das sollte auch keineswegs als Angriff rüberkommen, sondern eher als kleine Erinnerungshilfe. ;) zu dem Thema Politik (und den unterschiedlichen Ansichten) gab es ja genug Tänzchen hier. Wollte nur noch mal verdeutlichen welche Bedeutung er (speziell auch für mich) hatte. :cool:
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Alles gut. Beenden wir das, hier geht es um verstorbene Musiker und nicht darum, wo welche Musikgenres politisch stehen.
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Jim Steinman war ein begnadeter Komponist, der uns viel gute Musik hinterlässt. Ich gedenke ihm jetzt gerade, in dem ich Bat out of Hell höre.
 

Jester.D

Alter Hase
Milva ist heute gestorben. r.i.p.

und schon am 20. April ist Les McKeown, ex-Sänger der Bay City Rollers verstorben. r.i.p.
 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
Am 25. April verstarb der Gitarrist und Blueser Denny Freeman. Hier noch einmal mit einem Dylan-Cover.
 
Zuletzt bearbeitet:

Catabolic

Alter Hase
Tawney Kitaen, das blonde Mädchen aus dem Whitesnake Video "Here I Go Again" ist vor drei Tagen nur 59 jährig gestorben. Kitaen arbeitete als recht erfolgreiche Schauspielerin, ihr Privatleben verlief hingegen alles andere als erfolgreich. Von ihrer Karriere einmal abgesehen führte Tawny Kitaen ein sehr skandalöses Privatleben und geriet des Öfteren in die Schlagzeilen. Unter anderem soll sie mit O.J. Simpson eine einjährige Affäre gehabt haben, als dieser mit Nicole Brown Simpson verheiratet war.
Bekanntheit erlangte sie vor allem als Metal-Girl. 1983 posierte sie auf der selbstbetitelten EP von Ratt sowie auf dem Cover ihres Debütalbums "Out of the Cellar" (1984) und war mit dem Gitarristen Robbin Crosby zusammen. Einem sehr viel grösseren Publikum blieb sie dann als Darstellerin im Video zum Song "Here I Go Again" von Whitesnake in Erinnerung, in dem sie auf zwei Autos tanzte. Weitere Auftritte in Whitesnake-Clips folgten.Von 1989 bis 1991 war sie auch mit dem Whitesnake-Sänger David Coverdale verheiratet. Mit dem Baseball-Spieler Chuck Finley, mit dem sie von 1997 bis 2002 verheiratet war, hat sie zwei gemeinsame Kinder. 2002 wurde sie wegen häuslicher Gewalt angeklagt. Kitaen soll Finley unter anderem mit High Heels ins Gesicht getreten haben. Im Jahr 2006 wurde Tawny Kitaen des Besitzes von 15 Gramm Kokain beschuldigt.

R.i.P.

 

Jester.D

Alter Hase
Klaus Dieter Lindeck ist tot. Das habe ich eben von meiner Frau erfahren, die es online gelesen hat. Ich bin tief bestürzt.

Der Name wird hier niemandem etwas sagen - er war eine Dresdner Kulturgröße. Ich hatte während meiner aktiven Diskozeit gelegentlich mit ihm zu tun. Wir waren in den 70ernbis Anfang der 80er im semiprofessionellen DJ-Bereich unterwegs. Ich hab mich dann später für Familie entschieden und die Disko an den Nagel gehängt - er hat die Profi-Laufbahn gewählt.

r.i.p. KDLer (so haben wir DJ-Kollegen ihn genannt)

 

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