OstRock & Prog

gut - dann machen wir mal :)

Skorpio - A Rhoanas

auch eine ungarische Band - hab ich mal auf nem Flohmarkt als LP gefunden und war überrascht wie toll die waren ....... war ihre erste LP 1974

 
Omega - Élö Omega

die dürfen natürlich hier nicht fehlen zumindest mit ihren frühen Werken als sie noch nicht englisch 'unterwegs' waren - was nicht heissen soll das mir die englischen Sachen nicht gefallen haben

hier eine ihrer ersten Platten - die LP kam in einem Cover aus richtigem Metall ......

 
Das "Tal der Ahnungslosen" war ja die Dresdener Gegend, auf Grund der topographischen Lage hatten die kaum Empfang.
Bei uns in Rostock war das schon ganz anders, NDR , RSH usw. der Empfang war super. Hab damals z.Bsp. viel mitgeschnitten am Sonntagabend beim NDR Wunschkonzert, da kamen schöne Sachen. Bei uns lief aber auch viel. DT64 , Vom Band für's Band, Duett, Beatkiste, Notenbude, Luftfracht, Trend etc.
Und damals hat niemand in die Titel reingequatscht, da machte das Mitschneiden tatsächlich Spaß.
 
Omega - Élö Omega

die dürfen natürlich hier nicht fehlen zumindest mit ihren frühen Werken als sie noch nicht englisch 'unterwegs' waren - was nicht heissen soll das mir die englischen Sachen nicht gefallen haben

hier eine ihrer ersten Platten - die LP kam in einem Cover aus richtigem Metall ......

Die hatte ich auch mal, stand am Rand, damit sie nur eine zerkratzen konnte!
 
Das "Tal der Ahnungslosen" war ja die Dresdener Gegend, auf Grund der topographischen Lage hatten die kaum Empfang.
Bei uns in Rostock war das schon ganz anders, NDR , RSH usw. der Empfang war super. Hab damals z.Bsp. viel mitgeschnitten am Sonntagabend beim NDR Wunschkonzert, da kamen schöne Sachen. Bei uns lief aber auch viel. DT64 , Vom Band für's Band, Duett, Beatkiste, Notenbude, Luftfracht, Trend etc.
Und damals hat niemand in die Titel reingequatscht, da machte das Mitschneiden tatsächlich Spaß.
Da habe ich auch sehr viel aufgenommen.
Trend ad libitum; die WunschSendung, da kam mal ELP - Karn Evil 9 live, die vollen 35 min.
ARD: außer Rügen & Dresden, die waren im Tal der Ahnungslosen!
 
Einer der grossen für mich: Petr Mamonov/Svuki Mu. Mamonov ist immer noch aktiv und der ist auf meiner Konzert-Liste ....



und auch mal ein Album:

 
Ich suche schon ewig den Titel "Nebel" von Reform auf Tonträger.
Dieses schöne Stück stammt aus dem Jahr 1977 und ist auf keiner Platte gelandet. Keine Ahnung, warum !
Gefällt mir sehr gut der Titel. Wie fast alle Stücke, die Stefan Trepte singt, egal ob bei Lift, Electra, Reform oder den Klosterbrüdern.

Hat jemand hier eine Idee, wo ich diesen Titel bekommen kann ?

 
Übrigens:
Sehr sehr viele Ostrock-Videos beginnen bei Youtube mit 1-2 Sekunden aus "Der King vom Prenzlauer Berg" von City.
Ich weiß nicht, ob das eine Art Markenzeichen sein soll für den "Tuben-Befüller" , ich finde es eher etwas nervig.
Ebenso am Ende eines jeden Stückes: da singt irgendeine osteuropäische Band auf deutsch"wie schade, wie schade, oh weh". :confused:
 
Übrigens:
Sehr sehr viele Ostrock-Videos beginnen bei Youtube mit 1-2 Sekunden aus "Der King vom Prenzlauer Berg" von City.
Ich weiß nicht, ob das eine Art Markenzeichen sein soll für den "Tuben-Befüller" , ich finde es eher etwas nervig.
Ebenso am Ende eines jeden Stückes: da singt irgendeine osteuropäische Band auf deutsch"wie schade, wie schade, oh weh". :confused:
Ob das die Erkennungs- oder Abschreckungs-Melody für den Osten sein soll, keine Ahnung, aber Du hast Recht: Es nervt!
 
Zur Frage, ob die Klassifikation "Ostrock" gerechtfertigt ist: meiner Meinung nach ja, da sich die Bedingungen, unter denen Rockmusik in den "sozialistischen" Ländern existierte, ganz spezielle waren. Sprich: man musste (z. B. in der DDR, in anderen Ostblockländern wird es ähnlich gewesen sein) vor einer offiziellen Kommission vorspielen, um eine Spielerlaubnis zu erhalten, die jederzeit wegen allzu unverblümt systemkritischer Texte oder dergleichen wieder entzogen werden konnte.

Deshalb gab es in der DDR z. B. keine "kosmische Musik", wer solche Musik machte, hätte wohl keine Spielerlaubnis erhalten, sondern wäre eher in der Psychiatrie gelandet. Da die Einstufungskommissionen in der Regel aus älteren Herren mit entsprechend konservativem Musikgeschmack bestanden, entwickelte sich ein typisch "liedhafter", sprich schlagerhafter Ost-Rock.

Was ging, war Musik, die geschickt mit klassischen Kompositionstechniken wie Sonatenhauptsatzform oder Kontrapunkt arbeitete, damit konnte man eine Einstufungskommission schon beeindrucken, wenn man es denn drauf hatte, und so konnte eine Art von Prog im Osten durchaus gedeihen.

Für die Zeit nach 1990 hingegen ist der Begriff "Ostrock" meiner Meinung nach nicht mehr besonders tauglich, da es keine Parteikommissionen mehr gab und die Bedingungen, unter denen etwa in den neuen Bundesländern oder der Tschechischen Republik Rockmusik gemacht wurde, nicht mehr qualitativ von denen im "Westen" verschieden waren.
 
Deshalb gab es in der DDR z. B. keine "kosmische Musik", wer solche Musik machte, hätte wohl keine Spielerlaubnis erhalten, sondern wäre eher in der Psychiatrie gelandet. Da die Einstufungskommissionen in der Regel aus älteren Herren mit entsprechend konservativem Musikgeschmack bestanden, entwickelte sich ein typisch "liedhafter", sprich schlagerhafter Ost-Rock.
Unfug.... sorry.

BAYON - Die Suite


BAJAZZO - Brass Dance


PANTA RHEI - Thuyet

 
Zuletzt bearbeitet:
Deshalb gab es in der DDR z. B. keine "kosmische Musik", wer solche Musik machte, hätte wohl keine Spielerlaubnis erhalten, sondern wäre eher in der Psychiatrie gelandet. Da die Einstufungskommissionen in der Regel aus älteren Herren mit entsprechend konservativem Musikgeschmack bestanden, entwickelte sich ein typisch "liedhafter", sprich schlagerhafter Ost-Rock.
Geh ich auch nicht mit, sorry... höre mal Stern Meissen, spaciger geht ja wohl kaum. Zwei Synthesizer. Plus anderes hier genanntes, Lakomy und co, "schlagerhaft" find ich da wenig. Auch nicht an den Blueser, von denen es auch einige gab. Vielleicht ist der ausschliessliche Gebrauch deutschen Sprache das Merkmal für "Ostrock"(?), und ja manchmal kann das leicht kitschig werden, aber eigentlich nicht so wie bei manchen Schlagernummern.
 
OK, das wusste ich nicht. Anscheinend ging da doch einiges, und ich habe den musikalischen Konservatismus der Einstufungskommissionen überschätzt. Es gab da auch sicherlich Unterschiede von Kommission zu Kommission. Manche waren wahrscheinlich tatsächlich ziemlich engstirnig; andere mögen progressiven Kunstformen gegenüber aufgeschlossen gewesen sein. Wenn man sich anschaut, was in der frühen Sowjetunion, oder in Ländern wie Polen oder Ungarn, in Sachen Avantgarde los war, sieht man, dass kommunistische Diktatur und künstlerischer Freiraum einander nicht ausschließen müssen. In der DDR gab es anders als bei den Nazis eben keine "entartete Kunst", sondern nur Kunst, die den Machthabern unbequem war.

Und was die Schlagerhaftigkeit eines großen Teils des DDR-Rock betrifft, so sah das im Westen gar nicht so viel anders aus, wenn man sich etwa Lindenberg oder Maffay anhört. Die waren auch ziemlich schlagerhaft - ganz ohne Einstufungskommissionen. Das lag wahrscheinlich einfach daran, dass Deutschland hüben wie drüben in Sachen Rockmusik ein "Entwicklungsland" war und die deutschen Rockmusiker einer Kultur entstammten, deren genuine musikalische Ausdrucksformen eben Klassik und Schlager waren.
 
Also wenn ich so sehe, welche großen Bands (Scorpions, Tangerine Dream, Can, Kraftwerk, Frumpy, Jane, Eloy u.v.a) das "Made In Germany" in die Welt trugen, dann muss man sich gar nicht verstecken. Klar kamen viele Einflüsse aus Übersee bzw. von der "Insel", aber was so alles in Deutschland produziert wurde, das war schon vom feinsten.
Was die Texte angeht, da bin ich sogar froh, dass viele in den 70ern anfingen, deutsch zu singen. Allen voran Udo Lindenberg und Ton, Stene & Scherben, meine größte Verehrung.
Und viele Bands, gerade auch im Osten Deutschlands hatten durchaus gute inhaltsreiche Texte mit direkter oder auch indirekter Aussage.
Mit der Zeit hatte man Übung darin, zwischen den Zeilen zu lesen. Aber einige Künstler bzw. Bands nahmen überhaupt kein Blatt vor den Mund und sangen völlig unverblümt, was ihnen nicht passte. Wolf Biermann oder Renft oder auch Freygang (die Ost-Scherben). Dafür gab es dann als Quittung auch diverse Auftrittsverbote.
Wenn Freygang spielten, dann waren Polizei und Stasi nicht weit. In Wismar 1986 hatte ich die seltene Gelegenheit, Freygang live zu sehen, da gab es jede Menge Festnahmen und Tumulte. Wir hatten Glück, das wir den letzten Zug nach Rostock bekamen. Das war damals schon fast wie ein Kick, dabei gewesen zu sein.

 
Wenn Freygang spielten, dann waren Polizei und Stasi nicht weit. In Wismar 1986 hatte ich die seltene Gelegenheit, Freygang live zu sehen, da gab es jede Menge Festnahmen und Tumulte. Wir hatten Glück, das wir den letzten Zug nach Rostock bekamen. Das war damals schon fast wie ein Kick, dabei gewesen zu sein.

Ich weiss ein wenig über die Geschichte der Rockmusik in Russland. Da gab es ja aufgrund der Perestroika für die Musiker (die ja vorher nur im Untergrund spielen konnten) doch erhebliche (positive) Veränderungen ... schein in Ost-Deutschland wohl nicht so gewesen zu sein :confused:
 
Glasnost und Perestroika passten den DDR-Oberen überhaupt nicht ins Konzept. Das war denen eine Portion zuviel kulturelle Freiheit.
Russische Zeitschriften in deutscher Sprache, wie beispielsweise den recht kritischen "Sputnik" bekam man plötzlich nicht mehr zu kaufen.
Honni war überhaupt nicht happy über soviel Glasnost & Perestroika (Offenheit & Umgestaltung). Gorbi's berühmter Satz: "Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben" (07.Oktober 1989) klingt mir heute noch wohlig und warm im Ohr. Ich glaube, Honni hatte diesen Wink in seiner Sturheit nicht mal wahrgenommen. Einen Monat später war der Kuchen gegessen, den Rest kennt ja jeder.
 
Extremen Repressalien ausgesetzt waren tatsächliche Sub-Kulturen wie Punk, Dark Wave (damals noch Gruftis) oder Skins (sowohl in ihrer faschistoiden als auch in ihrer Ausprägung als Red-Skins) mit ihren jeweiligen musikalischen Spielarten. Punk-Konzerten wurden mit Regelmäßigkeit von Polizei und MdI brutal aufgelöst und die meisten landeten irgendwann im Knast. Allerdings bemühten sich Künstler aus dieser Szene auch nicht mehr um Einstufungen, es war ihnen einfach Sch... egal. Konzerte gab es z.B. in Abbruchhäusern und ähnlichen "Lokalitäten".
Dazu gehörten aus dem weiteren Umfeld dann auch "bekanntere" Bands wie Sandow, Z.O.P.F., Die Art, DEKAdance, Herbst in Peking, Feeling B, Skeptiker... um nur mal die bekanntesten zu nennen.
Hinzu kam eine florierende Free-Jazz Szene die von 1973 bis 1982 in Peitz (Brandenburg) sogar ihr eigenes Festival hatte und international (!) hohe Reputation genoß. Dadurch kam es zu vielen Fusion Projekten mit Rock Musikern. Das darüber wenig bekannt ist lag natürlich an der Veröffentlichungspolitik der Plattenlabel in der DDR (AMIGA, ETERNA, NOVA)... kein Geld, keine Ressourcen,
 

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben