OstRock & Prog

nixe

Inventar
Reform
https://de.wikipedia.org/wiki/Reform_(Band)
http://www.deutsche-mugge.de/portraits/3109-reform.html


Das Ende und die Auflösung der KLOSTERBRÜDER hatte die Gründung zwei ganz neuer Bands zur Folge: Einige der ehemaligen Musiker gründeten die Gruppe MAGDEBURG und der Gitarrist "Matze" Blankenburg gründete 1975 die Band REFORM. Zur ersten Besetzung zählten neben Jörg Blankenburg noch Mike Demnitz am Bass, Peter Piele am Schlagzeug, Werner Kunze als zweiter Gitarrist und Keyboarder sowie Frank Schönfeld als Sänger. Frank Schönfeld war nicht nur Gründungsmitglied, sondern bis 1977 "Macher" und Frontmann von REFORM. Ihm folgte Stephan Trepte (electra, Lift) als Sänger.

Markenzeichen von REFORM waren die verjazzten und von vielen Rhythmus- und Tempowechseln durchzogenen, komplizierten bzw. anspruchsvollen Songstrukturen, die man heute "ProgRock" nennt. Nach der Veröffentlichung ihrer ersten Single im Jahre 1978 ("Ich suche Dich"), folgte mit "Reform" ein Jahr später das erste Album. Die Zeit danach war gezeichnet von verschiedenen personellen Umbesetzungen, die das Erscheinungsbild von REFORM nachhaltig veränderten. Nach der Veröffentlichung des Albums "Der Löwenzahn" im Jahre 1982 kamen mit Marcus Schloussen am Bass, Thomas Kolbe am Keyboard und Christian Jähnig am Schlagzeug neue Musiker zum letzten verbliebenen Gründungsmitglied Blankenburg und Sänger Trepte hinzu.
Im Jahre 1985 veröffentlichte REFORM das dritte und letzte Album unter dem Titel "Uhren ohne Zeiger". Im gleichen Jahr verließ der Bandgründer Jörg Blankenburg die Band wegen Gehörproblemen. Kurz darauf kam es zu weiteren personellen Veränderungen: Michael Lehrmann kam als neuer Gitarrist und Reinhard Repke als Bassgitarrist neu dazu. In dieser Besetzung spielte die Band allerdings nicht lange, denn kurz darauf löste sich die Band auf.
Im neuen Jahrtausend gab es immer mal wieder Gerüchte, REFORM hätte sich neu aufgestellt und würde wieder spielen. Das tat die Band auch, aber nur zu ausgewählten Anlässen. Das große Magdeburger Musik-Festival "Impro im Stadtpark" im September 2009 war so ein Anlass, und die Band stand wieder vor mehreren Tausend Zuschauern auf der Bühne. In der Besetzung Stephan Trepte (Gesang), Jörg "Matze" Blankenburg (Gitarre), Detlev "Delle" Kriese (Schlagzeug), Marcus Schloussen (Bass) und Thomas Kolbe (Keyboard) spielte REFORM ihre Klassiker wieder live. Der Wunsch der Fans, dass die Band weiter aktiv bleibt, ist da. Ob der Wunsch erfüllt werden kann, wird die Zeit zeigen. Letzte Besetzung (12. September 2009)
- Stephan Trepte (voc) 1977 bis 1986 / 2009
- Jörg Blankenburg (git) 1975 bis 1985 / 2009
- Detlev "Delle" Kriese (dr) 2009
- Marcus Schloussen (bg) 1982 bis 1986 / 2009
- Thomas Kolbe (key) 1982 bis 1986 / 2009

Ehemalige Musiker:
- Frank Schönfeld (voc, as, fl) 1975 bis 1977
- Günther Fischer (g) 1979 bis 1986
- Michael Lehrmann (g) 1986
- Hans Wintoch (vio) 1981 bis 1984
- Werner Kunze (key) 1975 bis 1982
- Reinhard "Maxs" Repke (bg) 1986
- Jörg Dobbersch (bg) 1978 bis 1980
- Michael Demnitz (bg) 1975 bis 1978 / 1980 bis 1982
- Christian Jähnig (dr) 1982 bis 1986
- Peter Förster (dr) 1979 bis 1982
- Peter Piele (dr) 1975 bis 1979
Reform - I search for you - Happyness (Single Balkanton)
 
Zuletzt bearbeitet:

nixe

Inventar
Renft - Apfeltraum
Gedenkconzert für Heinz Prüfer am 30.11.07 im Neu Helgoland - Berlin mit Cäsar,als Gast Axel Stammberger
Renft - Zwischen Liebe und Zorn 1973 live
Texte auszugsweise von Musikmagazin Deutsche Mugge
RENFT, bzw. die Klaus Renft Combo, wurde 1958 von Klaus Jentzsch in Leipzig gegründet. Jentzschs Künstlername "Renft" war der Geburtsname seiner Mutter. Kurzzeitig (1962) nannte sich die Klaus Renft Combo wegen eines Auftrittsverbots in "The Butlers" um. Ab 1966 lief die Band gezwungenermaßen unter dem Namen "Ulf Willi Quintett", weil wegen eines erneuten Auftrittsverbots der Name "Klaus Renft" nicht mehr in Erscheinung treten durfte. Als 1967 das Verbot für die Klaus Renft Combo wieder aufgehoben wurde, kehrte man zum ursprünglichen Namen zurück.

Ab 1969 gab es personell ein ständiges Kommen und Gehen und erste eigene Lieder entstanden, die auch beim Rundfunk eingespielt wurden. Kurt Demmler und der Liedermacher Gerulf Pannach steuerten die Texte bei. Die legendäre Besetzung von RENFT (Jentzsch / Cäsar / Kuno / Monster / Pjotr / Hohl) fand sich dann im Jahre 1972. Noch bevor die erste Schallplatte erhältlich war, war RENFT schon Kult. Im Jahre 1973 erschien die erste LP mit dem Titel "Klaus Renft Combo". Die bereits ein Jahr später veröffentlichte zweite LP erschien dann unter dem abgekürzten Bandnamen "RENFT". Nach 1974 verschlechterte sich die Beziehung von RENFT zu den staatlichen Organen erneut. Verboten wurde RENFT endgültig im Jahre 1975, nachdem die Lieder "Die Rockballade vom kleinen Otto" und "Glaubensfragen" im Live-Programm der Band gespielt wurden.
 
Zuletzt bearbeitet:

nixe

Inventar
City - Am Fenster (1978) - Full length track I. Traum, II. Tagtraum, III. Am Fenster
 
Zuletzt bearbeitet:

nixe

Inventar
Reinhard Lakomy - Daß kein Reif... (1976)
Am 23. Maerz 2013 ist der Musiker Reinhard Lakomy an Lungenkrebs verstorben. Bekannt war durch Lieder wie "Heute bin ich allein" und durch Geschichtenlieder wie den "Traumzauberbaum".

"Daß kein Reif..." ist mein Liebliengsstueck unter Lakomys Liedern. Text und Musik sind in ihrer Tiefgruendigkeit atemberaubend...

 

nixe

Inventar
Wir - Zeit 1978
Texte auszugsweise von Musikmagazin Deutsche Mugge.de

Die Gruppe WIR entstand aus einer Idee von Wolfgang Ziegler und dem Lyriker Jens Gerlach. Beide lernten sich 1970 kennen und schrieben gemeinsam eigene Songs. Um diese Lieder vortragen zu können, brauchten die beiden Musiker eine Band. Diese wurde 1972 mit WIR gegründet und setzte sich aus den Gründungsmitgliedern Wolfgang Ziegler (Piano, Orgel, Gitarre, Gesang), Joachim Türpe (Bass), Dieter Lehmann (Gitarre), Bernd Swoboda (Posaune, Querflöte und Harve) und Peter Müller (Schlagzeug) zusammen.
Mit "Soll das alles sein", "Zeit", "Wer", "GI-Blues" und "Black Power" entstanden erste Produktionen. Der Titel "Soll das alles sein" wurde 1972 bei AMIGA als Single veröffentlicht. 1974 wurde die Bandbesetzung durch die Sängerinnen Doris Martin und Katrin Lindner erweitert. Während Doris Martin bis 1978 die weibliche Gesangsstimme der Band war, stieg Katrin Lindner bereits ein Jahr nach ihrem Einstieg bei WIR wieder aus. Die Band war Teilnehmer an der Aktion "Rhythmus 74" und wurden mit einer Urkunde beim II. Interpretenwettbewerb der DDR in Karl-Marx-Stadt ausgezeichnet.Bis zur Produktion des ersten Albums im Jahre 1977 wurden von WIR insgesamt sechs Singles bei AMIGA veröffentlicht. Hatte man auf das Debüt-Album der Band verhältnismäßig lange warten müssen, wurde das zweite Album bereits ein Jahr später veröffentlicht. Es heißt "Zeit", und darauf enthalten ist auch der große Hit "Nach dem Konzert", der auch als Single veröffentlicht wurde. Die Platten von WIR wurden außer in der DDR auch in der CSSR und der Bundesrepublik veröffentlicht (siehe Diskographie unten).
Die Gruppe WIR wechselten musikalisch immer mal wieder zwischen Rock und Pop, bzw. Diskomusik. Speziell im Pop- und Diskobereich zählten sie zusammen mit der Gruppe KREIS zu den erfolgreichsten Bands in der DDR. Im Laufe der Jahre veränderte sich der Stil aber hörbar. Waren anfangs noch rockigere Songs von WIR veröffentlicht worden, wechselte man über Discosound und New Wave hin zur reinen Popmusik.
Dies hatte sicher auch mit den vielen personellen Wechseln zu tun, denn in all den Jahren ihrer Existenz erfuhr die Gruppe WIR immer wieder Veränderungen in der Bandbesetzung. Lediglich Bandchef und Sänger Wolfgang Ziegler blieb bis zur Auflösung der Band im Jahre 1986 als einziges Gründungsmitglied durchgängig dabei. Im Jahre 1986 verließ Ziegler die Gruppe WIR und startete eine erfolgreiche Solokarriere. Nach Zieglers Ausstieg löste sich die Gruppe WIR auf.
Letzte Besetzung (1986):
- Wolfgang Ziegler (voc, key, kl, g) 1972 bis 1986 / durchgehend dabei
- Hartmut Podlech (g, voc) 1981 bis 1986
- Uwe Karsten (bg) 1981 bis 1986
- Carsten 'beathoven' Mohren (key) 1984 bis 1986
- Hans-Joachim Kluge (dr) 1975 bis 1986

Ehemalige Musiker:
- Doris Martin (voc) 1974 bis 1978
- Katrin Lindner (voc) 1974
- Ingolf Zwick (g) 1975 bis 1978
- Dieter Lehmann (g, voc) 1972 bis 1974
- Peter Falkenhagen (g, voc) 1979 bis 1980
- Michael Höft (bg, voc) 1979 bis 1980
- Thomas Reuter (bg) 1975 bis 1977
- Rainer Bloß (bg) 1977 bis 1978
- Joachim Türpe (bg) 1972 bis 1974
- Thomas Schock (key) 1981 bis 1983
- Peter Müller (dr) 1972 bis 1974
- Bernd Swoboda (pos, fl, harfe) 1972 bis 1973
Wir - Nach dem Konzert 1978
 
Zuletzt bearbeitet:

nixe

Inventar
Reinhard Lakomy - 1982 Das Geheime Leben
"Das geheime Leben" ist die erste "elektronische" Veröffentlichung von "Lacky", was man durchaus auch hört - "Zeiten" klingt einfach reifer und musikalisch raffinierter.


Nichtsdestotrotz wird einem hier gute Musik präsentiert; der Vergleich mit Klaus Schulze drängt sich förmlich auf.

Unter'm Strich ein durchweg gelungenes Elektronik-Album, das sich hinter den Werken von Schulze und Tangerine Dream nicht zu verstecken braucht. Für Elektronik-Fans sehr zu empfehlen!

Das geheime Leben, 21:15
Es wächst das Gras nicht über alles, 11:24
Begierde und Hoffnung, 5:40
Das unendliche Rätsel, 3:30


Reinhard Lakomy elektronische Instrumente, Band-Mellotron, Piano


Der seitenlange Titeltrack fängt sehr schwebend an, bis ein witziger, "hüpfender" Sequencer samt Drummachine das Stück in eine andere Richtung bewegt. Nach ein paar Minuten wird durch ein paar elektronisch erzeugte Glockentöne ein weiterer, von Strings getragener, "ernster" Teil eingeleitet. Die zweite Hälfte besteht zunächst nur aus Klangspielereien, aus denen sich dann leise, unaufdringliche flötenartige Melodien herauskristallisieren. Ein sehr gelungenes Stück, wenn auch im Prinzip drei verschiedene in einem. Die Vermutung liegt nahe, dass hier ein Leben dargestellt werden soll, was man durchaus als nachvollziehbar und gelungen bezeichnen kann.

Die zweite Seite beginnt mit flotten Sequenzer- und Drummachine-Pattern, garniert mit den üblichen Soli "on top". Das geht eine Weile so weiter. Gegen Ende wird's kann wieder ruhiger und bringt das Stück zum wohlverdienten Schluss.

"Begierde um Hoffnung" ist der Höhepunkt des Albums. wieder eine witzige Sequenz, flott und auf eine absurde Weise tanzbar, und allerlei Soundeffekte machen das sehr unterhaltsame Stück aus.

"Das unendliche Rätsel" ist eine kurze, eher unspektakuläre Klangmalerei, ganz nett.
 
Zuletzt bearbeitet:

nixe

Inventar
Reinhard Lakomy - 1983 Der Traum von Asgard
R.I.P 23.03.2013


00:00 Der Traum von Asgard 10:36

10:36 Die gotischen Narren 09:06
19:42 Möglichkeiten einer Ouvertüre 03:24
23:06 Orakel 05:57
29:03 Sodom 11:26

A talented DDR keyboard player who had his own rock band in the 1970's, but became best-known as a synthesist who came to prominence after Tangerine Dream's concert at the Palast Der Republik in East Berlin 1980.

His started in the 1960's with The Berolinas, with Bernd Emich (bass), Reinhard Lakomy (organ), Hansi Biebl (guitar) and Henry Kotowski (drums), who in 1968 were apparently banned for playing "Jumpin' Jack Flash" by the Rolling Stones. Lakomy next went to The Alexanders, and various other bands. His own early albums cover the whole range of rock and pop musics, all proving that he was an explorer looking for his own niche.

His synth debut DAS GEHEIME LEBEN was quite plagiaristic of the Tangerine Dream sound, but with some unique touches, not least the use of chunky analogue sounds. Subsequent albums followed a similar formula, though ZEITEN, recorded together with another rock musician turned synthesist: Rainer Oleak, was much more experimental. After some unreleased material appearing on the Erdenklang "Looking East" series, Reinhard resurfaced with a new album for the label, which presented a more varied digital based concoction.
 
Zuletzt bearbeitet:

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben