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The Everly Brothers (1983 - 1985)
Noch gibt es ein wenig Luft, denn nach dem Verschnaufen rund um den Jahreswechsel tritt das neue Musikjahr erst wieder ab den 14. Januar so richtig auf´s Gas und erhöht nach und nach die Drehzahl. Ich nutze diese Zeit von Mitte Dezember bis Mitte Januar damit, das vorangegangene Jahr Revue passieren zu lassen und um ein wenig in der Sammlung zu stöbern, zur Auffüllung bestehender Lücken.
In den vergangenen Tagen war mir ein wenig nach gepflegter Schnulzenmusik einer längst vergangene Zeit und blieb bei den Everly Brothers hängen. Okay, was Don und Phil Everly dann in einer Zeit vor meiner Zeit veranstalteten, lag dann doch ein wenig zu weit zurück. Vielmehr interessierte mich das Schaffen der Brüder nach ihrer brüderlichen Auszeit von knapp zehn Jahren. 1983 reifte der Entschluss, wieder gemeinsame Sache machen zu wollen. Dieser Entschluss wurde prompt mit einem „Reunion Concert“, gespielt und live aufgenommen in der Albert Hall am 23. September 1983. Genau dieses Doppelalbum war das richtige als Einstieg, sind doch sämtliche Hits mit dabei. Bereits mit dem zweiten Song „Walk Right Back“ stimmt die Richtung. „Crying in the rain“ habe ich eigentlich immer ganz gerne von A-ha gehört, doch wenn es so richtig dahin schmachtend sein soll, dann sind die Herren Everly genau die richtige Adresse. Sie können es aber auch mit ein paar Beats mehr. Mit „Bye bye Love“, „Cathy´s Clown“ und „Wake up Little Susie“ und „Good Golly Miss Molly“ nimmt das Konzert richtig Tempo auf. Mit diesem Konzert, mit ihren Hits der 50er und 60er Jahre sowie einer versierten Crew an Musikern, u.a. Albert Lee an der Gitarre, stellten Don und Phil Everly unter Beweis, dass sie es noch drauf hatten. Die DLP wurde ein Erfolg und so war ein neuer Plattenvertrag nur eine Formsache.
1984 folgte dann ein Album, was sich wirklich sehen, respektive hören lassen konnte und dessen Konzept nicht neu war und heute immer noch gern genommen wird. Die Everly Brothers bedienten sich einiger Songs namhafter Kollegen, die zu ihnen passten. Als Beispiel sei hier „Lay, Lady, Lay“ von Bob Dylan genannt. Auch Jeff Lynne und Frankie Miller steuerten einen Beitrag bei. Don Everly selbst schrieb mit „Asleep“ und „Following The Sun“ zwei Songs, doch der absolute Kracher war der von Paul Mc Cartney eigens für die Brüder geschriebene Song „On The Wings of a Nightingale“, der als Single-Auskoppelung sowohl in den USA als auch in Europa zum Hit mutierte. Da das ganze Album dann auch noch (unüberhörbar) von Dave Edmunds produziert wurde, stand dem Gesamterfolg nicht im Wege. Das Album ist wirklich so gut gemacht, dass es auch heute noch gut ins Ohr geht, vorausgesetzt, man mag diesen typischen Dave Edmunds-Sound. Ich mag diesen Sound, nicht immer, doch heute liefen sowohl das Live-Konzert als auch „EB 84“, zweimal durch.
So, nun gilt es für mich eine Lücke in meiner Sammlung zu schließen, denn nach dem gleichen Rezept wie im Jahre 1984 gab es ein Jahr später ein Nachfolgewerk. „Born Yesterday“ greift ebenfalls auf Songs bekannter Kollegen zurück, u.a. Mark Knopfler, Sam Cooke, Bob Dylan, und Don Everly steuerte selbst erneut ein paar Eigenkompositionen bei und Dave Edmunds sorgte dafür, dass der Sound so umgesetzt wurde, dass auch diese LP häufig über die Ladentheke ging. Danach war es mit der kreativen Ader der Everly Brothers vorbei. Gemeinsam spielten sie noch bis über die Jahrtausendwende Konzerte, 2005 war dann Schicht im Schacht, ihr letztes Konzert ging am 28. November über die Bühne.
Die hier erwähnten drei LPs (Reunion Concert, EB 84 und Born Yesterday) sind tolle Erinnerungen an eine Zeit, die so, wie sie mir im Kopf rum schwirren, wohl nie Wirklichkeit waren.
Ich kenne zwar nur die Standardtitel der Everlys und den in Deutscher Sprache gesungenen Titel ????(hab ich momentan nicht auf dem Radar), aber die höre ich und wieder ganz gerne
 
Die Jugendzeit kann eine einzige Frustration sein. Vor allen Dingen, wenn man nicht in die Disco am Ort kann. Der Ort der wilden Gerüchte und musikalischer Beschallung. Da, wo mein Oldie des Tages in einer auf ein Minimum reduzierten Version neben Hawkwind, Daniel Boone, den Osmonds und anderen Widersprüchlichkeiten für gute Unterhaltung sorgte.
Chuck Berry-My Ding-A-Ling (Live At The Lancaster Arts Festival/1972)
 
Ich verstehe Dein Kopfschütteln und dennoch, ich komme da nicht ran. Habe es oft probiert, irgendwie ist da ´ne Sperre...
Um diese Sperre zu umgehen, müsste man in dem Jahrzehnt, dass nicht nur für Chuck Berry das wichtigste war, gelebt haben. Interessant ist auf alle Fälle die Biographie von Chuck Berry 1988 erschien. Bei Interesse bitte nur die englische Ausgabe, die deutsche Übersetzung liest sich genau so spannend wie eine Ansprache des kleinen Raketenmanns aus Nordkorea.
 
Meine Kenntnisse der Niederländische Sprache reichen, um den Text dem Sinn nach zu verstehen. Im Prinzip ein banaler Schlager, trotzdem ist der Text auf die Sichtweise eines Kindes zugeschnitten. Warum streiten sich Vater und Sohn, warum ist der Großvater danach so niedergeschlagen und wieso möchte er sich trotz vieler Nachfragen sich nicht dem Kind anvertrauen? Eine Situation, die Kinder durchaus auch real erlebt haben und nicht verstehen, wenn sie Hilfe aus ihrer kindlichen Sicht anbieten.
Wilma - Grootpapa
 

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