Neuankündigungen / Neuerscheinungen


GEMMA – Gemma
~ 2021 (Independent) – Stil: Electro Post-Rock / Folk ~
Was mich an dem Phänomen „Weltmusik“ schon immer fasziniert hat, ist der universelle Zugang dazu. Jeder fühlt, was Musik aussagt, auch wenn er keine kulturellen Bezüge zum Herkunftsort der Musiker hat, nichts über sie weiss. Wenn sich jedoch darüberhinaus vielerlei Einflüsse, Traditionen und Moderne verbinden, werden gleich mehrere Quellen menschlicher Ausdruckskraft angezapft, und heraus kommt etwas, das uns verbindet – und das ist heute wichtiger denn je.
GEMMA schaffen es auf jeden Fall, in ihrer Musik sehr viel Unverwandtes, Unerwartetes und Überraschendes miteinander zu verbinden. Das Quintett kommt aus Kreta und verknüpft traditionelle Folkloreklänge mit elektronik- und perkussionsbetontem Post Rock, eine Melange, die viel lebendiger und kraftvoller ist, als es in der Theorie klingen mag – was zum einen wieder mal die integrative Stärke von Musik beweist, aber auch auf die vielfältigen Einflüsse hinweist, die die Band verarbeitet. Das wiederum ist typisch für kretische Musik, für eine Insel, die in ihrer Geschichte so oft erobert wurde und unter so unterschiedlicher Fremdherrschaft stand, dass sich in ihrer Kultur orientalische, europäische und nordafrikanische Spuren wiederfinden. Die Menschen Kretas gelten als selbstbewusst, stolz und temperamentvoll, und auch das schlägt sich natürlich in ihrer Musik nieder, aber genauso die enge Verbindung zur Natur und eine starke Spiritualität und Mystik – das ist GEMMAs zarte, forschende Seite, die ein Gegengewicht zur pulsierenden, wie in Meereswellen anbrandenden Wucht der sich immer wieder hochschaukelnden Songs bildet.
Im Mittelpunkt des Geschehens (von dem man sich übrigens hier im Rahmen der „Antivirus Live Sessions“ ein Bild machen und mitreissen lassen kann) stehen Sängerin Evangelia Danili und Bandleader Giorgos Kaparos, der komponiert, produziert sowie Synthesizer und Gitarren spielt. Begleitet werden sie von Anastasis Paschidis am Bass, Schlagzeuger Nikos Mavrogiannakis und Apostolis Spinthourakis an verschiedenen traditionellen Percussions, der zudem die rein kretischen Lyrics verfasst – wenn GEMMA nicht gerade einen Rizitiko, die älteste Art, die Wurzeln kretischer Musik wie ´Bellos´, den letzten Song des Debüts, neu interpretieren. Womit wir zurück zu Evangelia kommen, der Hauptperson in diesem Gefüge. Sie hat nicht nur eine einzigartige, ätherische, sehnsuchtsvolle, aber gleichzeitig durchdringende Stimme, die sie in Perfektion kontrolliert, sondern dazu auch eine Technik, mit der sie alles macht, was ihr einfällt, mit oder ohne Texten, Modulationen, oder Phrasierungen, die ihre Stimme beben, brechen, vibrieren lässt, aber immer ohne Drama, sondern in gleichzeitig warmer wie cleaner Art. Tierlaute, Atem, Flüstern, sogar jede Pause gewinnen eine eigene Bedeutung, manchmal hat man gar den Eindruck, etwas spricht durch sie wie durch ein Medium, sie ist ein Kanal für Einflüsterungen aus anderen Sphären. Das erinnert stark an die polyphonen Bulgarischen Frauenchöre, die auch Lisa Gerrard so sehr beeinflusst haben, und damit sind wir bei der Band, ohne deren Nennung eine Rezension von GEMMA unvollständig wäre, nämlich DEAD CAN DANCE.



Deren Vermögen, traditionelle Musik aus allen möglichen Ecken der Welt mit modernen, urbanen elektronischen und Ambient-Klängen sowie eindrücklichem Gesang, auch mal mit Vocoder, zu verbinden dient GEMMA weniger als Vorbilder, vielmehr als Idee, wie man die eigene volkstümliche Tradition und Moderne organisch miteinander verbinden kann. Formalere Vorbilder für den Rocker an den Keyboards, denn das ist Kaparos sicherlich, sind hier eher die Briten MOGWAI mit ihren reduzierten Post Rock-Tonmalereien, die bei den Kretern einen nochmal deutlich spacigeren, kühleren Twist erfahren, den langsamen Spannungsaufbau bis zur Auflösung haben sie hingegen perfektioniert. Hinzu kommt die scheinbar unendliche Repetition, die Loops, langsamen Beats und melancholische Atmosphärik des Trip-Hop, die grosse Klangflächen aufspannt, welche nur ganz allmählich erkundet werden können. Es ist es vorsichtiges, respektvolles Herantasten, das vielleicht zuerst ein wenig ereignislos erscheinen mag, sich jedoch ständig aufbaut – Details sind, was hier zählt, doch es ist nicht mal notwendig, ständig ganz genau hinzuhören, denn GEMMA entführen uns ganz von selbst auf eine innere Reise, einen stillen Trip, der von zurückhaltenden Kontrasten lebt und, so paradox es klingt, daraus seine Stärke bezieht. Man spürt in jeder Sekunde, wie sich die Fünf gegenseitig inspirieren und vorantreiben, in einen Rausch milder Psychedelika, der dafür jedoch deutlich länger anhält und nachhallt.
GEMMA machen Musik für die Zeit kurz vor dem Sonnenaufgang nach einer durchgemachten Nacht, den verschwitzten Heimweg, wenn sich die unendliche Weite des Weltraums und die nackte menschliche Existenz begegnen… die Elektronen tanzen, Elementarteilchen fliegen durch das eiskalte Universum, treffen aufeinander, leuchten auf und verglühen wieder. Was wollen sie uns damit sagen? Vielleicht, dass die Schönheit des Lebens so viel grösser ist als alle Widrigkeiten. Und hier könnt ihr genau das hören – so oft ihr wollt. Für dieses Geschenk, dem ich wünsche, dass es um die ganze Welt geht, gibt es
Gemma

Wer DEAD CAN DANCE liebt !
 
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THE SAMURAI OF PROG
- Omnibus 2 - The Middle Years - BOXSET
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Boxset/Compilation, released in 2021
A clam box with 4 gatefold digisleeves inside + 32 page booklet..Includes four albums re-mixed, re-vamped, with 5 additional bonus tracks of 35 minutes

Songs / Tracks Listing

"ON WE SAIL"
1. On We Sail (6:21)
2. Elements of Life (7:57)
3. Theodora (5:55)
4. Ascension (5:19)
5. Ghost Written (9:40)
6. The Perfect Black (9:30)
7. Growing Up (5:42)
8. Over Again (4:06)
9. Tigers (10:35)
- Bonus tracks:
10. The Iron Mask (2:34)
11. Pentahedron (5:09)

"ARCHIVIARUM"
1. Keep the Ball Rolling (6:07)
2. Ahead of Fortune (5:16)
3. La Oscuridad (9:50)
4. Cristalli (5:24)
5. Elitropìa (4:56)
6. The Sleeping Lover (8:32)
7. From This Window (10:37)
8. Ice (9:41)
9. Predawn (4:08)
- Bonus track:
10. White Skies (10:49)

"TOKI NO KAZE"
1. A Tear in the Sunset (8:07)
2. Fair Play (2:34)
3. Zero (7:40)
4. The Never Ending Line (4:55)
5. Au Contraire (5:07)
6. Reality (9:24)
7. The Bicycle Ride (4:36)
8. Castle Blue Dream (7:38)
9. The Spirits Around Us (5:59)
10. Nausicaa e i Custodi della Vita (5:48)
11. Think Green (6:30)
12. La Magia è la Realtà (6:22)

"BEYOND THE WARDROBE"
1. Another Time (6:22)
2. Dear Amadeus (8:52)
3. King of Spades (5:54)
4. Forest Rondo (5:50)
5. Jester's Dance (6:47)
6. Kabane (7:33)
7. Marigold (2:33)
8. Brandenburg Gate (4:24)
9. Washing the Clouds (7:28)
- Bonus tracks:
10. Killing Hopes (8:18)
11. Take Me Down (7:57)

Line-up / Musicians

- Steve Unruh / vocals, guitars, flute, violin
- Marco Bernard / Shuker, Rickenbacker & Dingwall basses
- Kimmo Pörsti / drums & percussion

With:
- Kerry Shacklett / keyboards
- Srdjan Brankovic / electric guitars
- Octavio Stampalía / keyboards
- Rubén Álvarez / electric & acoustic guitars
- Luca Scherani / keyboards
- Michelle Young / vocals
- David Myers / keyboards
- Jacques Friedmann / electric guitars
- Sean Timms / keyboards
- Mark Trueack / vocals
- Jacob Holm Lupo / electric guitars
- Oliviero Lacagnina / keyboards
- Flavio Cucchi / classical guitar
- Brett Kull / electric guitar
- Stefan Renström / keyboards, vocoder
- Daniel Fäldt / vocals
- Roberto Vitelli / Moog Taurus pedals
- Rafael Pacha / acoustic guitar
- Marcel Singor / electric guitar
- Marcella Arganese / electric guitar
- Eduardo García Salueña / keyboards
- Lalo Huber / keyboards
- Carlos Lucena / electric guitar
- Ariane Valdiviè / vocals
- Marcelo Ezcurra / vocals
- Michele Mutti / keyboards
- Stefano Galifi / vocals
- Stefano Vicarelli / keyboards
- Marek Arnold / saxophone
- Fran Turner / electric guitar
- Alessandro Di Benedetti / keyboards, electric rhythm guitar, backing vocals
- Kari Riihimäki / electric guitar
- Marc Papeghin / French horn, trumpet
- Pablo Robotti / electric guitar
- Massimo Sposaro / electric guitar
- Federico Tetti / guitar
- Yuko Tomiyama / keyboards, vocals
- Alan Kamran Shikoh / electric guitar
- Jose Medina / orchestration
- Antony Kalugin / keyboards
- Sergio Chierici / keyboards
- Danilo Sesti / keyboards
- Kenrou Tanaka / guitar
- Elisa Montaldo / vocals
- Alice Scherani / vocalization
- Michele Marinini / vocals
- Ronaldo Rodrigues / keyboards
- Carmine Capasso / electric guitar
- Christian Bideau / keyboards
- Ton Scherpenzeel / keyboards
- Marco Grieco / keyboards, acoustic guitar, backing vocals
- Àkos Bogàti-Bokor / electric & acoustic guitars
- John Wilkinson / lead vocals

The Samurai of Prog "Omnibus 2 - The Middle Years" (bonus tracks excerpts) 2021
Viel tolle Musik für sehr wenig Money
 
Von Hertzen Brothers

Die finnische Band „Von Hertzen Brothers“ kündigt ihr nun mittlerweile achtes Studioalbum „Red Alert in the Blue Forest“ an, welches am Freitag, den 18. März 2022 über das Bandeigene Plattenlabel Doing Being Music veröffentlicht werden soll. Das Album wird ein Doppelalbum mit 69 Minuten Spielzeit und kann ab Mittwoch, 15. Dezember, vorbestellt werden. Es wird eine limitierte Auflage (1.000 weltweit) der Doppel-LP auf rotem und blauem Vinyl mit Klapphülle geben, die in diesem Format nicht wieder nachaufgelegt wird. Außerdem noch als CD Digipack und Download.

Die Band selbst zum neuen Album: „Wir haben uns mit diesem Album sogar selbst überrascht. Es ist wie eine gemeinsame Kunstausstellung von drei Künstlern, wobei die Geschichten der meisten Werke in der imaginären Landschaft unseres Geistes, dem Blue Forest, angesiedelt sind. Wir schauen uns alles an, was um uns herum passiert, und versuchen gleichzeitig, die allgemeinen Fragen unserer Zeit in den Griff zu bekommen: Wie können wir die Welt wieder in einen harmonischeren Zustand bringen? Wie finden wir Frieden inmitten all der Widersprüche und Verluste? Wie kann unsere Kunst sinnvoll in den vorherrschenden Trend und die Ideologie der nachhaltigen Entwicklung eingebunden werden? Dies sind die Fragen und Themen, die unweigerlich im Mittelpunkt unseres neuen Albums stehen.“
Mehr Infos unter: www.vonhertzenbrothers.com
 


CéU - "Um Gosto De Sol"


Das wird insbesondere Jester.D freuen......oder vielleicht auch nicht.
Weil: das Album gibt es in unseren Breiten derzeit und wohl bis auf weiteres nicht als physischen Tonträger....also als CD bzw. Vinyl.
Immerhin: der WDR hat das Album zumindest schon bemerkt und gibt einen kleinen Einblick.
Wie es scheint, ein Coveralbum. Allerdings dürften die "Originale" hierzulande kaum bis gar nicht bekannt sein. Von daher ist es schon mal eine interessante Sache.
Was machten Jester.D und ich nun?
---> gespannt sein und die Sache verfolgen.....irgendwann im nächsten Jahr könnten wir Glück haben.

Immerhin kann man die meisten Songs bei den üblichen Verdächtigen (YT natürlich) anhören.
Hier also ein Appetithäppchen:

 
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EDDIE MULDER
BLIND HUNTER

Erscheinungsdatum: 17.12.2021

Das 7. Studioalbum vom Gitarrist von Leap Day und Flamborough Head.

CD.1:
1 Going Out
2 A Different Brand
3 Change Of Seasons
4 Autumn
5 Melancholy
6 Like A Rock
7 Romance
8 The Calling At The Gate
9 Fransum Chapel
10 Dreamscape
11 Blind Hunter
12 Coda


CD.2 - acoustic :
1 Prologue
2 Back In ‘85
3 Playful
4 Arcadia
5 Reflections
6 Senorita
7 What Is It?
8 Late At Night
9 A Joke
10 Celts
11 Nobile
12 Hypnotic
13 Tribal
14 To The City
Bonus
15 Majestic.

Line up/Musicians:
Eddie Mulder - guitars
und
COLIN BASS - CAMEL
MARGRIET BOOMSMA - FLAMBOROUGH HEAD
EDO SPANNINGA - FLAMBOROUGH HEAD
STU NICHOLSON - GALAHAD
FRANCOIS FOURNIER - MYSTERY
ANTONY KALUGIN - KARFAGEN, SUNCHILD
RAFAL PALUSZEK - OSADA VIDA
GERT VAN ENGELENBURG - LEAP DAY
HENK STEL - LEAP DAY
PETER STEL - NICE BEAVIER, LEAP DAY
ENZO GALLO
ALBERT SCHOONBECK
The Calling at the Gate · Eddie Mulder
Blind Hunter
 


CéU - "Um Gosto De Sol"

Das wird insbesondere Jester.D freuen......oder vielleicht auch nicht.
Weil: das Album gibt es in unseren Breiten derzeit und wohl bis auf weiteres nicht als physischen Tonträger....also als CD bzw. Vinyl.
Immerhin: der WDR hat das Album zumindest schon bemerkt und gibt einen kleinen Einblick.
Wie es scheint, ein Coveralbum. Allerdings dürften die "Originale" hierzulande kaum bis gar nicht bekannt sein. Von daher ist es schon mal eine interessante Sache.
Was machten Jester.D und ich nun?
---> gespannt sein und die Sache verfolgen.....irgendwann im nächsten Jahr könnten wir Glück haben.

Immerhin kann man die meisten Songs bei den üblichen Verdächtigen (YT natürlich) anhören.
Hier also ein Appetithäppchen:

Ich habe darüber schon auf Facebook gelesen und auch reingehört. Ist natürlich nicht so toll, dass es das hier nicht gibt, aber ich habe ja mehrere gute Kontakte in Brasilien. Mal sehen was sich da machen lässt.
 
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DANG!!!
Sociopathfinder

‎Das Debütalbum der norwegischen Band DANG!!!‎
Nomad's Land · DANG!!!
Arne Thelin · Stig Amundsen
Sociopathfinder
Gar nicht mal so übel, allerdings auch nicht unbedingt ein Meilenstein oder ein ganz dolles neues Ding.
Wenn ich mir die YT-Clips anhöre und mal annehme, dass es auf CD ähnlich "dünn" (Kompression?) klingt, würde ich schon etwas zurückschrecken. Sehr mittenbetont und ohne echtes Bassfundament.....obwohl eben das genau da rein gehört. Der Bass ist da, aber er findet nicht wirklich statt. Auch erscheint mir der Klang irgendwie "mumpfig" ( = undifferenziert), eine bissel wie Klangbrei. Nicht allzu ausgeprägt, aber für meine Ohren schon ein wenig grenzwertig.
 
Gar nicht mal so übel, allerdings auch nicht unbedingt ein Meilenstein oder ein ganz dolles neues Ding.
Wenn ich mir die YT-Clips anhöre und mal annehme, dass es auf CD ähnlich "dünn" (Kompression?) klingt, würde ich schon etwas zurückschrecken. Sehr mittenbetont und ohne echtes Bassfundament.....obwohl eben das genau da rein gehört. Der Bass ist da, aber er findet nicht wirklich statt. Auch erscheint mir der Klang irgendwie "mumpfig" ( = undifferenziert), eine bissel wie Klangbrei. Nicht allzu ausgeprägt, aber für meine Ohren schon ein wenig grenzwertig.
Ich stelle es hier nur rein !
Was ihr daraus macht ?
Aber , merci für deine Meinung dazu .
Lockdown Blues · DANG!!!
Sociopathfinder
 
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Neues Album: Pattern-Seeking Animals

PATTERN-SEEKING ANIMALS, die in Kalifornien ansässige Band mit Ted Leonard (Gesang & Gitarre), Jimmy Keegan (Schlagzeug & Gesang), Dave Meros (Bass) und John Boegehold (Keyboards), kündigen das dritte Studioalbum der Band mit dem Titel „Only Passing Through“ an, das am 1. April 2022 über InsideOutMusic veröffentlicht wird. Das Album ist der Nachfolger des von der Kritik hochgelobten Albums „Prehensile Tales“ aus dem Jahr 2020.

Die Band gibt einen Ausblick auf das neue Album:

„Only Passing Through“, unser drittes Album, knüpft dort an, wo „Prehensile Tales“ aufgehört hat, nimmt aber im weiteren Verlauf mehrere stilistische Umwege. Es hat allen Beteiligten sehr viel Spaß gemacht, dieses Album zu machen, und wir freuen uns alle darauf, dass es endlich zu hören ist.“ – John Boegehold
„Dieses neue Album schöpft aus vielen verschiedenen Quellen und fordert uns alle auf, unser Bestes zu geben. Wir mussten alle ziemlich tief graben, um die richtige Stimmung für jeden Song herauszuholen. Es als Prog zu bezeichnen, wäre höchst unzureichend. Wir sind alle sehr unterschiedlich, und trotzdem gibt es einen ganz eigenen Sound, der sich durch das ganze Album zieht. Ich bin sehr stolz auf dieses Album und freue mich, wenn die Leute es hören!“ – Jimmy Keegan
Das Album ist ab dem 28. Januar 2022 über das Label Inside Out vorbestellbar.
PATTERN-SEEKING ANIMALS - Elegant Vampires
 
Atlas-Ukko-Artwork

Atlas – Ukko
Herkunft: Finnland
Release: 10.12.2021
Label: Long Branch Records
Dauer:
42:37
Genre: Metalcore / Atmospheric Metal / Djent
Atlas-Band

Atlas werden meistens als Metalcore Band bezeichnet. Irgendwie muss man die Musik ja benennen, trotzdem haben die Finnen mit dem bekannten Metalcore Sound aus den USA oder Deutschland aber nur bedingt etwas gemeinsam. Auf ihrem zweiten Album Ukko erweitern die Nordmänner ihren modernen Core-Sound nämlich mit Einflüssen aus der finnischen Volksmusik und Poesie. Ganz landestypisch schwingt dabei auch immer eine Prise Melancholie mit, die Band selbst bezeichnet ihren Sound als Northcore. Anders ausgedrückt: Atlas machen Metalcore für Fans der nordeuropäischen Düsterheimer-Szene. Und darin sind sie die Besten – und das nicht nur, weil sie vermutlich auch die einzigen sind.
Finnisches Paradoxon
Die Band vermischt englische und finnische Lyrics miteinander, wobei der englische Anteil allerdings überwiegt. Der Gesang wechselt dabei immer wieder zwischen sanftem Einzelgesang, Chorpassagen und heftigen Screams sowie Growls. Untermalt wird das Ganze von einer großen Portion Djent inklusive Breakdowns, aber auch von sehr ausladenden Melodiebögen, wie man sie beispielsweise auch von Swallow The Sun kennt.
Das klingt paradox, weil die aufgezählten Sound-Elemente vermeintlich nicht so wirklich zusammenpassen. Noch viel paradoxer ist aber, dass all das perfekt miteinander harmoniert. Wer einen Beweis dafür haben will, der sollte sich den Song Susi anhören (was übrigens kein weiblicher Vorname, sondern das finnische Wort für Wolf ist). Das Video gibt’s HIER.
Welches Genre darf’s sein?” – “Ja.”
Im Mittelteil des Albums wird es ein wenig ruhiger und Atlas zeigen ihre atmosphärische Seite. Hier ist vor allem das akustische Lehto wert, gehört zu werden. Gegen Ende drehen die Finnen dann aber doch noch einmal auf und hauen dem Hörer mit Uhri einen aggressiv-stampfenden Track um die Ohren, der einmal mit Vollgas durch das gesamte Klangspektrum der Metal-Szene rattert. Den Beweis findest du HIER.
Insgesamt ist Ukko sehr nordisch, also schwermütig, ausgefallen. Nur das finale Pohjannaula schert aus und klingt ein wenig versöhnlicher. Wir haben es hier jedenfalls mit einem Album zu tun, das nach dem ersten Hördurchlauf schon beeindruckend ist und mit jeder weiteren Rotation an Anziehungskraft gewinnt. Egal ob man melancholischen Black Metal, Metalcore oder Djent-lastiges Gitarrengefrickel mag – in der Welt von Atlas wächst zusammen, was vermeintlich nicht zusammen gehört.
Fazit
Atlas
erschaffen auf Ukko eine paradoxe Klangwelt zwischen nordischer Düsternis und moderner, Core-lastiger Aggression. In dieser selbst gemachten Nische fühlen sich die Finnen hörbar wohl und sprechen Fans unterschiedlichster Stilrichtungen gleichzeitig an. Reinhören lohnt sich auf jeden Fall!

Line Up
Patrik Nuorteva – Gesang
Leevi Luoto – Gitarre, Gesang
Tuomas Kurikka – Gitarre, Gesang
Kevin Apostol – Bass
Aku Karjalainen – Schlagzeug

Tracklist
01. Talvi
02. Synti
03. Taivaanranta
04. Susi
05. Ukko
06. Henki
07. Lehto
08. Veri
09. Joki
10. Uhri
11. Pohjannaula
Links
Facebook Atlas
Instagram Atlas
Bandcamp Atlas
 
OAK – Silent Night

OAK ist eine norwegische Progressive-Rock-Band, die vor fast einem Jahrzehnt gegründet wurde. Ihre Mitglieder kommen aus verschiedenen musikalischen Bereichen, die von klassischem Klavier über Electronica, Alternative und Hardrock bis hin zu Progressive Rock reichen. Das Kerntrio Simen Valldal Johannessen, Øystein Sootholtet und Sigbjørn Reiakvam schreibt, nimmt auf und produziert ihre Songs, der Gitarrist Stephan Hvinden vervollständigt das Line-up.

Das Quartett veröffentlichte 2013 in Eigenregie sein Debütalbum „Lighthouse“, das von Jens Bogren (Opeth, Katatonia, Symphony X, Paradise Lost) abgemischt wurde. Drei Jahre später wurde es auf Apollon Records neu aufgelegt. 2018 folgte das bahnbrechende Album „False Memory Archive“, das Vergleiche mit Bands wie Steven Wilson und The Pineapple Thief auf sich zog. Das Album wurde auf Karisma Records veröffentlicht und sowohl von der Prog- als auch von der Alternative-Rock-Gemeinde gelobt, was zu Live-Auftritten im Vereinigten Königreich und auf dem europäischen Festland führte.
pic: (C) anne-marie forker
OAK:
Simen Valldal Johannessen – vocals, keyboards
Øystein Sootholtet – bass
Sigbjørn Reiakvam – drums, percussion, programming
Stephan Hvinden – guitars

Die Gruppe, die derzeit ihr drittes Album fertigstellt, das 2022 erscheinen soll, hat heute eine betörende Version des traditionellen Weihnachtsliedes „Stille Nacht“ veröffentlicht, über die Sänger Johannessen sagt: „Ich hatte gerade ein Weihnachtskonzert gegeben, als mir die Idee kam, die Harmonien und die Melodie von ‚Stille Nacht‘ zu verändern. Der Text kann als fröhlich gelesen werden und passt gut zum traditionellen Arrangement, aber es war verlockend, die Zerbrechlichkeit und Melancholie zu erkunden, die auch durchschimmert. Unmittelbar nach der Show haben wir eine Klavierskizze angefertigt und sind dann ins Studio gegangen, um sie wie Oak klingen zu lassen. Wir arbeiten auch an ähnlichem Material, denn es gibt eine riesige Schatztruhe an Hymnen und Volksmusik, die wir gerne im Stil von Oak interpretieren würden.“
Oak Silent Night
 
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Lucid Planet II - Full Album and Visuals Show
(Progressive / Psychedelic / Tribal / Metal)
 
ABYSAL
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EXPLORER OF THE WORLDS CD ( THE ADAM JURCZYNSKI PROJECT )

Das Album - Explorer of the worlds - ist eine Neueinspielung des Gitarristen Adam Jurczynski. Wer mit der Gründung des Abyssal-Projekts im Jahr 2002 ein Album mit dem Titel New Horizon veröffentlicht. Die Musik ist progressiv und instrumental. Das Album, das 2020 gemastert und neu bearbeitet wurde, hieß - Return to live. Nach 19 Jahren erscheint das zweite Album des Gitarristen. Ein Material, das dem Künstler am Herzen liegt. Die Musik evoziert Sentimentalität in vertrauten Klängen, die eine neue Dimension erhalten haben. Dies ist ein Konzeptalbum. Voller Rocktöne. Sieben Kompositionen, die den Hörer mutig auf eine Reise jenseits der Galaxie mitnehmen. Dieses Album enthält Instrumental- und Vokalstücke, die uns in verschiedene Aspekte unserer inneren Welt einführen. Darüber hinaus möchte der Künstler den Mitgliedern der Apollo-1-Mission von 1977 Tribut zollen. Dies ist ein ideales Album für Musikliebhaber und Selbstfindungssuchende.‎
Abysal the Adam Jurczynski project-out off the world production - orion studio.
 
Zuletzt bearbeitet:
MIND FURNITURE
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AN ILLUSTRATED MAP OF THE HEART

"... "Map of the Heart" ist ein Konzeptalbum, das die Geschichte einer Beziehung erzählt, von der Sehnsucht nach Liebe, dem Nervenkitzel, Liebe zu finden, bis hin zu allem, was seitwärts geht und zu einem Ende kommt. Eine emotionale Achterbahnfahrt, die Musik ist eingängig und gefühlvoll, mit vielen Taktverschiebungen und lodernd transzendenter Gitarrenarbeit. Verwurzelt in der poppigen Prägnanz des Neo-Progs im Stil der 1990er Jahre, werden Fans von späteren Genesis, Marillion, Spock's Beard und Pink Floyd auf diesem Album viel zu lieben finden. ‎
‎Mind Furniture besteht aus Bassist Jim Anderson, Keyboarder Brett Barnett, Sänger John Mabry und Schlagzeuger Greg ‎
‎Miller. Prog-Fans werden Anderson, Mabry und Miller wahrscheinlich als 3/5 der altgedienten klassischen progressiven Band Metaphor erkennen, die vier von der Kritik gefeierte Alben veröffentlicht hat. Jim Anderson ist auch bassist der Bay Area Band Isobar. ‎
‎==... Map of the Heart" enthält die Barrelhouse Jazz Band, Gastgesang von Anne Feinsod, Flöte und Hintergrundgesang von Tom Emanuel und eine berühmte Schurkengalerie von Gitarristen:‎
Stan Cotey (Giraffe)
Nick Karch (Bolus)
Paul Keller (Hush; 3 touring band; Fossil)
Jack McLoughlin (Oh Malô; Yella Belly)
Chris Ogburn (Puppet Show)
Now That the Rush Has Come · Mind Furniture
An Illustrated Map of the Heart
 
Professor Tip Top
prof.jpg
Lanes of Time


Professor Tip Top wurde 2011‎ ‎in Bergen, Norwegen gegründet , ist eine Gruppe, die feine progressive Musik mit Retro-Sound und lysergischem Touch spielt, die eine sehr psychedelische Aura bedient. Die Songs sind teilweise melodisch mit Gesang, während dazwischen längere Instrumentalparts von Gitarre, analogen Sequenzern, Vintage-Synths und Keyboards hinzugefügt werden. Inspiration und Einflüsse sind die 60er/70er Jahre Versionen von Gong, Yes, Pink Floyd und die Canterbury Szene. Die Mitglieder sind Veteranen mit einem musikalischen Hintergrund, der in den frühen 70er Jahren begann. ‎
Falling into the Sun · Professor Tip Top
 

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