Neuankündigungen / Neuerscheinungen

DAMIAN WILSON
LIMEHOUSE TO LECHLADE
Erscheinungsdatum: 12.11.2021
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Das von Andrew Holdsworth produzierte Album ist Damians erstes Soloalbum seit Built For Fighting von 2016. Es enthält 13 Originalsongs und ist Damians bisher vielseitigstes Werk. Bekannt für seine Erkundung verschiedener Genres, reichen die Songs auf dem Album von Folk-Rock bis Power-Pop, mit gelegentlichen Floydian Gitarrensolo. Der Titel Limehouse to Lechlade bezieht sich auf die schiffbare Länge der Themse flussaufwärts vom Zentrum Londons zu den Cotswolds. Damian liebte seine vielen Jahre auf Flussbooten, und die Themse zu bereisen ist für ihn etwas ganz Besonderes. Das Album hat durchweg ein zugrunde liegendes Konzept, das unsere Reise durch das Leben darstellt. Das Album wird von Tony Lindgren (Billie Eilish, Opeth, Katatonia) gemastert und enthält eine breite Palette von Musikern, insgesamt 17, darunter Alex Reeves (Elbow), Lee Pomeroy (ELO), Michael Buckley (Glen Hansard) und Chris Hill (Jamie Cullum). Limehouse to Lechlade wurde in einer der schwierigsten Perioden für die Musikindustrie aufgenommen. Damian glaubt, dass es bei Musik darum geht, sich mit Menschen zu verbinden, und nach dieser Zeit der Trennung voneinander freut er sich darauf, sich unterwegs wieder mit seinem Publikum zu verbinden; beginnend mit Shows in Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland im November/Dezember 2021.‎

Album preview - Limehouse To Lechlade

Damian Wilson official website (damian-wilson.net)


 
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WILDERUN
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EPIGONE
Erscheinungsdatum: 07.01.2022

TRACKLISTE:
  1. Exhaler
  2. Woolgatherer
  3. Passenger
  4. Identifier
  5. Ambition
  6. Distraction I
  7. Distraction II
  8. Distraction III
  9. Distraction Nulla
  10. Everything In Its Right Place
    (Bonus – only on CD & digital)
Mit ihrem brandneuen und mittlerweile vierten Studioalbum ist der Progressive-Metal-Urgewalt Wilderun ein ebenso zeitloses wie episches Meisterwerk gelungen. Epigone dehnt sich auf insgesamt über eine Stunde Hörerlebnis aus und lässt die Herzen aller Fans von Opeth, Haken und Devin Townsend höherschlagen. Auf ihrem neuen Longplayer durchschreiten die heißesten Anwärter auf den Prog-Metal-Thron eine Vielzahl musikalischer Extreme, wie epische Orchesterpassagen gefolgt von harten Gitarrenriffs, die keine Wünsche offenlassen.

Passenger · Wilderun
EPIGONE


 
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LYNX
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DEBUT ALBUM ANKÜNDIGUNG -
′′ Watcher of Skies ′′ erscheint am 26 November

Tracklist:
1. Fehlentdeckung
2. grauer Mann
3. Lynx
4. Savage Mountain
5. Ewigkeitshalle
6. Odyssee
7. Liebeskummerstadt
8. Jenseits der Unendlichen
9. dunkle Schatten steigen auf
10. Beobachter des Himmels

Cover-Kunstwerke von Mihailo Kalabic.

Lynx ist eine Heavy-Rock-Band, die Anfang 2020 in Gießen gegründet wurde. Der Vintage-Sound der Band hat eine erfrischende und einzigartige Herangehensweise an gitarrenmusik der 70er und 80er Jahre und wird für Fans von Bands wie frühen Boston und Scorpions empfohlen. "Watcher of Skies" wird von Robin Wächtershäuser aufgenommen und produziert, gemischt von Sammy Ouirra und gemastert von Patrick W. Engel im Temple of Disharmony.

BESETZUNG:
Marvin Kiefer – Gitarre / Gesang
Tim Künz – Gitarre / Synthesizer
Phil Helm - Bass
Franz Fesel – Schlagzeug

Gastgesang von Amy Zine Join Lynx auf FB: ‎

LYNX - Watcher of Skies (Official Video)


 
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Ab 19. November

Info:
Das düster-cineastische Ganze
Traitrs sind eine Band aus Toronto, die aus Sean-Patrick Nolan und Shawn Tucker besteht. Die beiden langjährigen Freunde gründeten die Gruppe im Jahr 2015. Ursprünglich als reines Aufnahmeprojekt gedacht, nahmen sie einige Demos auf, die die Aufmerksamkeit des Torontoer Produzenten Josh Korody (Dilly Dally, Beliefs, Moon King, Fucked Up) erregten.

Nach mehreren EPs kam 2018 ihr Debütalbum »Butcher’s Coin«. Mitte 2021 veröffentlichten sie mit »The Sick, Tired And Ill« eine weitere EP. Ihre Kreativität schein aber noch längst nicht aufgebraucht zu sein, denn zum Jahresende legen sie nun auch noch ein neues Album vor: »Horses In The Abattoir«.

Und damit knüpfen Traitrs nahtlos an ihre Vorgänger an: Goth-beeinflusster Post-Rock, Punk und Coldwave, gefühlvolle Melodien, treibende Rhythmen, kantige Gitarren und Elektronik verschmelzen auf der Platte zu einem düster-cineastischen Ganzen.

Wie das klingt, verriet das Duo bereits mit der Single »Oh, Ballerina«. »Ich bin an ›Oh, Ballerina‹ so herangegangen, wie ich mir Placebo bei Songs wie ›Brick Shithouse‹ oder ›The Bitter End‹ vorstelle. Einfach gehalten, minimal, aber druckvoll und effektiv. Das ist es, was die Leidenschaft und den Antrieb hier wirklich motiviert. Textlich dreht sich der Track um die Besessenheit von jemandem bis hin zum Mord, basierend auf einer wahren Geschichte, auf die ich im Internet gestoßen war. Ich hatte das Gefühl, dass der Ton der Geschichte perfekt das widerspiegelt, was in dem Track instrumental, dynamisch und gesanglich passiert. Lauf jetzt weiter weg, weil du Angst hast«, so Tucker zum Song.

Aufgenommen und produziert wurde »Horses In The Abattoir« erneut mit Josh Korody im Candle Recording Studio. Das Mastering übernahm Pete Maher (U2, Nick Cave and the Bad Seeds, Depeche Mode, Nine Inch Nails, Prince, Linkin Park, Katy Perry). Das Album erscheint beim Berliner Label Freakwave und kommt im November auf CD.

 

PARZIVAL – David – The Hymn
~ 2021 (Hypertension-Music) – Stil: Klassik Rock ~
Parzival ist der Gralskönig, ein Ritter der Tafelrunde auf der Suche nach dem heiligen Gral. In der Musik erfuhr der literarische Stoff durch Richard Wagners Adaption „Parsifal“ seit 1882 aller größte Beachtung. Musiker aus Bremen, benannt nach dem Gralssucher, gehörten zwischen 1970 und 1973 zu den mutigsten und bahnbrechendsten Gruppen ihrer Dekade.
Das Projekt PARZIVAL initiierten Lothar Siems (Gitarre, Gesang), Walter Quintus (Violine, Bass) und Thomas Olivier (Schlagzeug, Gesang). Es erweiterte die klassische Rock-Besetzung mit Gitarre, Bass und Schlagzeug nicht nur um Geige, Cello und Querflöte. Bereits in den Sechzigerjahren kreierten die drei Gymnasiasten ihren einzigartigen Stil. 1965 gründeten Lothar Siems und Thomas Olivier die CHAMBERLAINS, stockten mit Walter Quintus und einem Cellisten zum QUINTUS QUARTETT auf und nannten sich 1969 BEAZZIC CONSERVATORY. Der amerikanische Produzent Glenn F. Friedman holte sie 1970 sogar für Probeaufnahmen in die Londoner „Decca-Studios“. Der innovative Klangschöpfer und Produzent Conny Plank nahm sie dagegen 1971 unter Vertrag. Unter dem neuen Bandnamen PARZIVAL veröffentlichten „Teldec“ auf dem Festland, „RCA“ in England die Werke ´Legend´ (1972) und ´BaRock´ (1973).
Der Deutsche Journalisten-Poll zählte dereinst das Debüt zu den „interessantesten Produktionen des Jahres“. PARZIVAL konnten nicht einfach als Krautrocker abgetan werden, da sie jeglichen anglo-amerikanischen Musikern voraus waren. Jahre bevor sich Sinfonieorchester der Pop- und Rockmusik annahmen, agierten PARZIVAL grundlegend anders als die schüchternen Versuche von THE NICE und MOODY BLUES, mit Orgel und Keyboards Klassik zu integrieren. JETHRO TULL schenkten der Rockmusik zwar die Flöte, aber PARZIVAL ihr Blasinstrumente, Flöten und Streicher, beinahe in Orchesterstärke.
PARZIVAL wurden für die Kombination aus Rock, Folk und Klassik gefeiert. Leider zerbrach die Formation 1973. Lothar Siems schrieb in der Folge Lyrik sowie Kurzgeschichten und wurde Medien-Designer, Walter Quintus hingegen Produzent und Tonmeister in der Jazz- und Weltmusik-Szene, starb allerdings 2017 vor Vollendung des Projektes. Thomas Olivier rief eine Presseagentur und in den Achtzigerjahren die Gruppe STRAWBERRY SKY ins Leben. Er wurde sogar die Hörspiel-Stimme des Zeichentrick-Helden Pettersson. Deren Produzent Dieter Faber (KARAT, DIE PRINZEN, NENA, Udo Lindenberg) half, dem Projekt PARZIVAL neues Leben einzuhauchen. Denn nach 50 Jahren melden sich PARZIVAL 2021 mit ´David – The Hymn´ wahrhaftig zurück, einem neuerlichen Meilenstein in ihrer Historie.
Die Rückkehr beschert ein Doppelalbum, bestehend aus 23 neuen Songs, erschaffen von 130 Mitwirkenden aus 23 Ländern. Erneut erklingt PARZIVALs Klassik Rock als Mischung aus Klassischer Musik, Rock und Folk der mittelalterlichen Heldensagen sowie auch World Music. Die Musik lebt in luftiger Schönheit die Kombination aus Rock und Klassik aus, integriert in der Folklore mittelalterliche Klänge und in der Rhythmik ebenso arabische und afrikanische. Trotz des Massenaufgebots an Musikern sowie Sängern und Sängerinnen wirkt das Epos in seiner Gänze jedoch zu keiner Zeit überladen, unterschiedliche Stimmungen erzeugen grundsätzlich vielerlei Klangfarben.
Wunderbar sind die Klänge, wenn einfach nur Streicher, Klarinette und French Horn den Folk-Ansatz unterstreichen (´Old Love´) oder Flöte und Pfeife den mittelalterlichen (´Party Bird´). Sinfonische, orchestrale Aufwallungen sind nicht oft, etwa hier (´Keep Your Eyes On Us (Avalokiteshvara)´) und dort ( ´Juanita´) zu beobachten. Oftmals wächst der schlichte und eindringliche Gesang am Ende der Lieder zur mächtigen Chorgröße heran. Während sich Thomas Olivier im ersten Abschnitt noch einmal mit Akkordeon zeigt (´Man In The Tower´), tun sich im zweiten Abschnitt vermehrt Tribal-Rhythmen (´Rain Dance´) auf. Neben zartem Spiel mit Akustikgitarre und Cello (´All My Love´), Klavier und Glockenspiel (´Mighty Mouse´), wächst am Ende die Unruhe zum Aufruhr (´Rise Up!´).
Obwohl ´David – The Hymn´ eher wie ein Projekt von Thomas Olivier erscheint, ist Walter Quintus zumindest an einer der vielen Violinen vertreten. Keine Handvoll Songs, die weit über die vergangenen drei Dekaden gereift sind, wurden allerdings in alter Konstellation komponiert, ´Party Bird´ immerhin aus frühen Bandtagen gar noch von Siems, Quintus und Olivier. Und so wie der Jahrhunderte alte Parzival-Stoff komplexe Gesellschaftsprobleme ansprach, die Unterschiede der Männer- und Frauenwelt, Einbildungskräfte für eine Heilung oder für eine Erlösung im Paradies, boten PARZIVAL bereits früher eindringliche Lyrik gegen den Vietnamkrieg (´Senseless No. 6´) oder das atomare Wettrüsten (´Empty Land´) auf und können heute mit ´David – The Hymn´ ein Konzept-Album über die menschliche Gier nach schierer Macht präsentieren, die bei all den Problemen der Gegenwart obendrein zersetzend wirken kann. Dabei wird der Protagonist David von einem mächtigen Medienmogul engagiert, um eine Hymne für dessen Wahlkampf zu schreiben. Im Laufe der Geschichte durchschaut David freilich dessen böse Absichten. Schließlich sehnt sich der Mensch nicht nach Hass, sondern nur nach Liebe und menschlicher Nähe.

www.parcival.de
www.facebook.com/ParzivalOffiziell

Keep Your Eyes on Us (Avalokiteshvara) · Parzival
David - The Hymn
 

PROGNOISE – Lacrimal
~ 2021 (Independent) – Stil: Prog Rock~
Sucht man in einem Atlas, oder eben interaktiv, nach Porto Velho, der Heimat von PROGNOISE, ist das wie eine Reise ans Ende der Welt. Im Westen Brasiliens gelegen, im Bundesstaat Rondonia, unweit der bolivianischen Grenze, ist das Territorium so groß wie Baden-Württemberg. Aber es leben hier nur eine halbe Million Menschen. Drei Wassertanks in der Innenstadt, genannt die Drei Marien, gelten als Sehenswürdigkeit. Die Kathedrale ist ein Zweckbau aus Beton im Stile der Nachkriegszeit. Wichtigste Verkehrsader ist wohl der Rio Madeira, ein Nebenfluss des Amazonas. Wenn wir hier von Mannheim aus irgendwohin fahren, kommt spätestens nach zehn Minuten ein nächster Ort. Dort fährt man, so stelle ich mir das vor, in den Regenwald, und dann findet man den Weg nicht mehr hinaus. Für uns ist das vielleicht das Ende der Welt. Für die vier Jungs von PROGNOISE ist das der Lebensmittelpunkt.
Die „beiden Alten“ Alessandro Amorim (Bass, Gitarren) und Zeno Germano (Gesang, Gitarren) kennen sich seit 25 Jahren, machen seit 20 Jahren zusammen Musik. 2012 gründeten sie PROGNOISE. Das Quartett ist komplett mit Gilberto Lobo (Gitarren, Keyboards) und Icaro Dickow (Schlagzeug). Nicht nur könnten Alessandro und Zeno altersmäßig die Väter der beiden anderen sein. Gilberto hat vor 15 Jahren als Schüler vor Alessandro gesessen. Und Icaro lernten sie kennen, weil er der Freund von Alessandros Tochter war. Mit der Freundin ist es aus, der Band ist er treu geblieben.
Dank und für den SaitenKult durfte ich in der letzten Zeit einige progressive Bands aus Brasilien entdecken und weiterempfehlen. Dabei war jede für sich ganz eigen. CARAVELA ESCARLATE, deren Keyboarder Ronaldo Rodrigues einige Klänge zu ´Lacrimal´ beitragen durfte, haben eine gewisse italienisch anmutende Melodik. ´Peace´ von ARS PRO VITA war und ist ein mächtiger Brocken, der auch inhaltlich viel zu sagen hat. Und erst in diesem Monat haben TERRA auch mit folkloristischen Klängen aus ihrem Land gepunktet. Und vermutlich gäbe es für mich ziemlich viel zu entdecken in der Geschichte der Rockmusik Brasiliens.
PROGNOISE nun machen mit dem Hörer eine Reise. Sie verreisen mit uns nicht nur an einen anderen Ort, sondern auch zurück in der Zeit. Mit ´Lacrimal´ werden wir auf musikalischem Wege entführt ins Vereinigte Königreich etwa um 1970. Doch fangen wir am Anfang an. Da steht das kurze Instrumental ´Nefrectoria´, das, passend zur Jahreszeit, auch Platz finden könnte auf dem Soundtrack eines Horrorfilmes. Vor allem das dunkle Cello sorgt für eine bedrohliche Stimmung. Zudem habe ich noch etwas lernen können. Eine Nephrektomie ist die chirurgische Entfernung einer oder beider Nieren. Das geschieht etwa im Falle einer Krebserkrankung, aber auch bei einer Lebendspende. Ist das etwa eine Anspielung darauf, dass gerade in armen Ländern Menschen sich gezwungen sehen, ein Organ zu verkaufen um das Überleben zu sichern? Vielleicht. Ich wurde aber auch an meinen Vater erinnert, der erst eine Niere aber schlussendlich den Kampf gegen den Krebs verloren hat.
Trauer macht sich breit. Verzweiflung. Tränen fließen, ´Lacrima´, das zweite Stück, das zweite Instrumental. Chirurgisch genaue Staccato-Schläge der Orgel treffen irre Läufe von Gitarre und Keyboard. Vertrackte Beats der Marke KING CRIMSON treffen die Düsternis von VAN DER GRAAF GENERATOR. Und dann kommt die Nacht herein, bedeckt die Trauer mit Dunkelheit. ´Noite´, ist das folgende erste Gesangstück. Eine düstere Orgel treibt einen druckvollen Hard Rock nach vorne, eine Flöte bringt einen Hauch Romantik. Ein Mittelteil ist ein Paradebeispiel frühen Jazzrocks. „A noite vem Eu estou aqui Contando horas prá dormir A noite vai„, (Die Nacht kommt, ich zähle die Stunden ohne Schlaf und die Nacht geht.)
An dieser Stelle könnte man sich fragen, ist ´Lacrimal´ ein Konzeptalbum? Die Antwort der Band fällt sybillinisch aus, kein Ja, kein Nein. Das Album wurde in Zeiten der Pandemie geschrieben, jeder brachte seine Gedanken mit ein zu Trauer und Schmerz. Die einen empfinden das Album als Konzeptalbum, andere nicht. „Art is subjective….. Each one understands on his own way…. We do not finish this discution.“ Das lasse ich so hier stehen, lieber widme ich mich dem nächsten Song.
Das in FLOYDigen Sphären schwebende ´Shedding Tear´ bringt englische Lyrics mit sich. Vor allem die Gilmoursche Gitarre hört man gerne immer wieder. Darauf folgt das zweigeteilte ´Enigmatic Eyes´. ´Parte Um´ kommt sehr ruhig und getragen daher, fast wie Musik zum Meditieren. Durch die Flöte empfinde ich hier eine gewisse Verwandtschaft zu POOR GENETIC MATERIAL. Doch vielleicht war die Ruhe nur vorgetäuscht, denn ´Parte Dois´ gerät deutlich harscher.
Ein Fretless Bass leitet ein in ´When´. Verdammt, ist das traurig. Neben den körperlichen Schmerzen steht eben auch die Lieblosigkeit, die Teilnahmslosigkeit, die Gewohnheit in einer Beziehung.
When you just hear some yes there will be nothing coming out from me
When all the garden you’re watering I won’t be looking at your scene

Und am Ende steht man da, ganz allein.
But in the end, when you tell me no. And then what will become of me?
Mit dem instrumentalen ´De Caelo´ leiten PROGNOISE das Finale ein. Das ist einer dieser klassischen Prog-Tracks, mit denen mich die Brasilianer überzeugt haben. Doch leider fällt eine Prognose eher dürftig aus. Außer ein paar ähnlich unentwegten Fans mit Entdeckerlaune, dürfte sonst, zumindest hier in Europa und ohne Vertrieb, kaum jemand sich für die Progheads aus Porto Velho interessieren. Aber ich verspreche eines, wer sich nicht auf den Weg macht, die Jungs kennenzulernen, der verpasst etwas. Der verpasst dann auch das finale ´Túmulo´. Welcher dunkle Ort fehlt noch? Das Grab. Und ´Túmulo´ vertont die Stimmung, am offenen Grab, beim endgültigen Abschied. Die Stimmung von Tränen, Blütenblättern, der Geruch von Erde, der Schmerz des letzten Abschieds. Danach bleiben nur noch Erinnerungen. Verblassende Erinnerungen. An Eltern, an Freunde. An die Liebe.
Das ist es was PROGNOISE für mich verbinden. Schmerz, Trauer und Liebe.
(9,5 Punkte)

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https://prognoise1.bandcamp.com/album/lacrimal
https://www.facebook.com/prognoisebanda

PROGNOISE - LACRIMAL - "When"
 
Emma Ruth Rundle "Engine of Hell"
Siehe Rezi von Sascha Seiler (Eclipsed November Seite 90)
Erscheint am 5.11.
Blooms of Oblivion:


Eigentlich müsste die Frau in mein Beuteschema passen, aber hier übertreibt sie es doch ein wenig mit ihrer "Dark-Folk"-Attitüde.
Spätestens nach der Hälfte der Zeit ging mir der Song doch ziemlich auf die Nerven.....aber ich habe trotzdem durchgehalten. Wenn das neue Album Track by Track in dem gleichen Stile gehalten ist, muss ich dankend abwinken.
 

PARZIVAL – David – The Hymn
~ 2021 (Hypertension-Music) – Stil: Klassik Rock ~
Parzival ist der Gralskönig, ein Ritter der Tafelrunde auf der Suche nach dem heiligen Gral. In der Musik erfuhr der literarische Stoff durch Richard Wagners Adaption „Parsifal“ seit 1882 aller größte Beachtung. Musiker aus Bremen, benannt nach dem Gralssucher, gehörten zwischen 1970 und 1973 zu den mutigsten und bahnbrechendsten Gruppen ihrer Dekade.
Das Projekt PARZIVAL initiierten Lothar Siems (Gitarre, Gesang), Walter Quintus (Violine, Bass) und Thomas Olivier (Schlagzeug, Gesang). Es erweiterte die klassische Rock-Besetzung mit Gitarre, Bass und Schlagzeug nicht nur um Geige, Cello und Querflöte. Bereits in den Sechzigerjahren kreierten die drei Gymnasiasten ihren einzigartigen Stil. 1965 gründeten Lothar Siems und Thomas Olivier die CHAMBERLAINS, stockten mit Walter Quintus und einem Cellisten zum QUINTUS QUARTETT auf und nannten sich 1969 BEAZZIC CONSERVATORY. Der amerikanische Produzent Glenn F. Friedman holte sie 1970 sogar für Probeaufnahmen in die Londoner „Decca-Studios“. Der innovative Klangschöpfer und Produzent Conny Plank nahm sie dagegen 1971 unter Vertrag. Unter dem neuen Bandnamen PARZIVAL veröffentlichten „Teldec“ auf dem Festland, „RCA“ in England die Werke ´Legend´ (1972) und ´BaRock´ (1973).
Der Deutsche Journalisten-Poll zählte dereinst das Debüt zu den „interessantesten Produktionen des Jahres“. PARZIVAL konnten nicht einfach als Krautrocker abgetan werden, da sie jeglichen anglo-amerikanischen Musikern voraus waren. Jahre bevor sich Sinfonieorchester der Pop- und Rockmusik annahmen, agierten PARZIVAL grundlegend anders als die schüchternen Versuche von THE NICE und MOODY BLUES, mit Orgel und Keyboards Klassik zu integrieren. JETHRO TULL schenkten der Rockmusik zwar die Flöte, aber PARZIVAL ihr Blasinstrumente, Flöten und Streicher, beinahe in Orchesterstärke.
PARZIVAL wurden für die Kombination aus Rock, Folk und Klassik gefeiert. Leider zerbrach die Formation 1973. Lothar Siems schrieb in der Folge Lyrik sowie Kurzgeschichten und wurde Medien-Designer, Walter Quintus hingegen Produzent und Tonmeister in der Jazz- und Weltmusik-Szene, starb allerdings 2017 vor Vollendung des Projektes. Thomas Olivier rief eine Presseagentur und in den Achtzigerjahren die Gruppe STRAWBERRY SKY ins Leben. Er wurde sogar die Hörspiel-Stimme des Zeichentrick-Helden Pettersson. Deren Produzent Dieter Faber (KARAT, DIE PRINZEN, NENA, Udo Lindenberg) half, dem Projekt PARZIVAL neues Leben einzuhauchen. Denn nach 50 Jahren melden sich PARZIVAL 2021 mit ´David – The Hymn´ wahrhaftig zurück, einem neuerlichen Meilenstein in ihrer Historie.
Die Rückkehr beschert ein Doppelalbum, bestehend aus 23 neuen Songs, erschaffen von 130 Mitwirkenden aus 23 Ländern. Erneut erklingt PARZIVALs Klassik Rock als Mischung aus Klassischer Musik, Rock und Folk der mittelalterlichen Heldensagen sowie auch World Music. Die Musik lebt in luftiger Schönheit die Kombination aus Rock und Klassik aus, integriert in der Folklore mittelalterliche Klänge und in der Rhythmik ebenso arabische und afrikanische. Trotz des Massenaufgebots an Musikern sowie Sängern und Sängerinnen wirkt das Epos in seiner Gänze jedoch zu keiner Zeit überladen, unterschiedliche Stimmungen erzeugen grundsätzlich vielerlei Klangfarben.
Wunderbar sind die Klänge, wenn einfach nur Streicher, Klarinette und French Horn den Folk-Ansatz unterstreichen (´Old Love´) oder Flöte und Pfeife den mittelalterlichen (´Party Bird´). Sinfonische, orchestrale Aufwallungen sind nicht oft, etwa hier (´Keep Your Eyes On Us (Avalokiteshvara)´) und dort ( ´Juanita´) zu beobachten. Oftmals wächst der schlichte und eindringliche Gesang am Ende der Lieder zur mächtigen Chorgröße heran. Während sich Thomas Olivier im ersten Abschnitt noch einmal mit Akkordeon zeigt (´Man In The Tower´), tun sich im zweiten Abschnitt vermehrt Tribal-Rhythmen (´Rain Dance´) auf. Neben zartem Spiel mit Akustikgitarre und Cello (´All My Love´), Klavier und Glockenspiel (´Mighty Mouse´), wächst am Ende die Unruhe zum Aufruhr (´Rise Up!´).
Obwohl ´David – The Hymn´ eher wie ein Projekt von Thomas Olivier erscheint, ist Walter Quintus zumindest an einer der vielen Violinen vertreten. Keine Handvoll Songs, die weit über die vergangenen drei Dekaden gereift sind, wurden allerdings in alter Konstellation komponiert, ´Party Bird´ immerhin aus frühen Bandtagen gar noch von Siems, Quintus und Olivier. Und so wie der Jahrhunderte alte Parzival-Stoff komplexe Gesellschaftsprobleme ansprach, die Unterschiede der Männer- und Frauenwelt, Einbildungskräfte für eine Heilung oder für eine Erlösung im Paradies, boten PARZIVAL bereits früher eindringliche Lyrik gegen den Vietnamkrieg (´Senseless No. 6´) oder das atomare Wettrüsten (´Empty Land´) auf und können heute mit ´David – The Hymn´ ein Konzept-Album über die menschliche Gier nach schierer Macht präsentieren, die bei all den Problemen der Gegenwart obendrein zersetzend wirken kann. Dabei wird der Protagonist David von einem mächtigen Medienmogul engagiert, um eine Hymne für dessen Wahlkampf zu schreiben. Im Laufe der Geschichte durchschaut David freilich dessen böse Absichten. Schließlich sehnt sich der Mensch nicht nach Hass, sondern nur nach Liebe und menschlicher Nähe.

www.parcival.de
www.facebook.com/ParzivalOffiziell


Line-up Parzival:
Thomas Olivier – u.a. Texte, Kompositionen, Vocals, Guitars, Keys
und weitere 130 gute Musiker!

Surftipps zu Parzival:
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Prog Archives
Discogs

Erstes deutsches Musikvideo // Parzival "Eine deutsche Rocklegende"
 
Transport Aerian-Skywound-Artwork

Transport Aerian – Skywound – Album Review

Veröffentlicht am 29. Oktober 2021 von Markus
Transport Aerian – Skywound
Herkunft:
Belgien
Release: 29.10.21
Label: Melodic Revolution Records
Dauer: 43:37
Genre: Progressive Rock / Progressive Metal
Transport Aerian - Band (by Linde van Syngel)

Foto Credit: Linde van Syngel
Im Jahr 2009 als Projekt gestartet, haben sich die belgischen Progger Transport Aerian inzwischen zu einer Band mit festem Line-Up gewandelt. Skywound, die vierte Veröffentlichung der Combo, ist ein Konzeptalbum, mit dem sich wohl fast jeder identifizieren kann.
Inhaltlich geht es um die Tragödie eines Liebespaares, das mit den Turbulenzen einer aus den Fugen geratenen Welt kämpft, die am Rande einer Katastrophe steht. Dabei werden aktuelle politische Probleme, aber auch spirituelle Konflikte, behandelt.
Musikalisch wird das Konzept von einem Mix aus progressivem Rock, Metal und zeitgenössischer Musik untermalt, die ganz bewusst im Vintage-Produktionsdesign aufgenommen wurde. Anders ausgedrückt: Die Musik hört sich an als hätte sie Gebrauchsspuren und soll eine Geschichte erzählen. Somit steht das Album ganz in der Tradition klassischer Progressive Rock Alben.
Progressive Wundertüte
Bei progressiver Musik ist es meist so, dass nicht Gitarrenriffs oder Ohrwurmmelodien im Fokus stehen, sondern Klanglandschaften und inhaltliche Botschaften. Hier macht Skywound keine Ausnahme, denn die Songs funktionieren am besten in Symbiose miteinander. Die Lieder ergeben erst hintereinander abgespielt einen kohärenten Kosmos, in den man als Hörer eintauchen und dadurch für kurze Zeit die Außenwelt vergessen kann.
Die erste Single Falling 20 ist ein gut gewählter Einstieg in das proggig-erzählerische Innenleben von Transport Aerian. Die Nummer zählt zu den eher narrativen Songs des Albums und weist dezente Doom-Anleihen auf. Auf YouTube hat ein User dazu kommentiert, dass das Lied ein Meisterwerk ist, das sich nicht in Worte fassen lässt. Ob das stimmt,
erfährst du HIER.
Hommage mit neuen Ideen
Achtung, Insider: Wer jetzt an die dunkle Seite des Mondes denkt, liegt nicht ganz falsch. Der Grundtenor der Lieder von Transport Aerian enthält allerdings auch gelegentliche Jazz-Elemente, was die melancholische Atmosphäre etwas auflockert. Der Gesang ist zudem wechselhafter. Manchmal erzählend gesprochen, manchmal in hohen Tonlagen singend, wird uns die Geschichte auf Skywound von Hamlet vorgetragen. Ja, der Sänger nennt sich echt so.
Insgesamt betrachtet ist das Album tatsächlich in der Tradition großer Prog-Alben der Vergangenheit verhaftet, wobei allerdings experimentell und mit spannenden neuen Ideen agiert wird. Dadurch wird verhindert, dass die Platte eine einfache Hommage ist, denn sie bietet wesentlich mehr als Retro-Vibes für Oldschool-Progger.
Fazit
Bei manchen Bands fragt man sich, wieso sie nicht schon wesentlich bekannter sind. Transport Aerian können sich spätestens mit ihrem vierten Album Skywound in die illustre Runde zu Unrecht unterschätzter Bands einreihen, denn die Belgier liefern uns einen Mix aus Prog Rock mit etlichen anderen Genre-Elementen, den ihnen so schnell niemand nachmachen wird. 8,5 / 10

Line Up

Hamlet – Gesang, Bass
Stefan Boeykens – Gitarre
Umut Eldem – Keyboard
Paul De Smet – Schlagzeug, Violine

Tracklist
01. Shall Not Be
02. At The Cliff
03. Fracture I
04. Lunatic
05. Latgalian Gothic
06. Falling 20
07. Fracture II
08. Kuznetsov
09. Fracture III
10. The Effect
11. Moses
12. Fracture IV
13. Skywound
Links
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Nachtrag zu Abba: Das kommende Freitag erscheinende 9. Album soll nun tatsächlich ihr letztes sein. Jetzt also wirklich. :) Da mich die Avatar-Sache nächstes Jahr wenig interessiert, ist das Thema in ner knappen Woche also schon wieder durch für mich. Ist es wirklich so geschickt, grade jetzt in die Reunionsfreude hinein gleich den Abschied zu verkünden? Aber ehrlich gesagt, war etwas anderes wirklich nicht zu erwarten. Oder habt ihr gedacht, dass da jetzt ein 2. Abba-Frühling kommt, der sich über weitere Alben hingezogen hätte? Ist doch vielleicht auch ganz gut so. Die Nachricht eines neuen Abba-Albums sagen wir im Jahr 2024 (3 Jahre nach Voyage) fiele naturgemäß doch schon weit weniger sensationell aus als die eines neuen Abba-Albums 2021 (40 Jahre nach The Visitors), oder? Und wie man es von Abba so kennt: 2 weitere Songs für Voyage bleiben unvollendet und unveröffentlicht. Da darf man sich jetzt die nächsten Jahrzehnte drüber ärgern. :)
 
Jail Job Eve – Wildfire

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Das Vorgängeralbum hierzu aus dem Jahr 2018 („The Mission“) hatte hierorts ganz ehrlich gesagt wenig Eindruck hinterlassen (was ja nicht immer an der Musik, sondern mindestens ebenso häufig simpel am Reviewer liegt). Jedenfalls nicht genug, damals auch noch dem Debüt „Bird Of Passage“ von 2015 nachzusteigen. Umso größer die reumütige Überraschung angesichts des aktuellen, sich hoffentlich wirklich wie ein Lauffeuer verbreitenden Albums der Osnabrücker! Dabei gibt es hier eigentlich gar keinen Paradigmenwechsel – wir reden immer noch von bluesigem Hard Rock oder teils heftigem Bluesrock. Dem man allerdings a) aufgrund der allgegenwärtigen Klangfarben von Jens Niemanns Hammond, die von von samtig bis zur Leslie-rotierenden Explosion reichen und b) von der generellen Weiterentwicklung der Band her sowie c) der textlich-gesellschaftlichen Relevanz auch gewisse progressive Elemente zusprechen möchte. Doch selbst wenn die Etikettenanbeter die nicht hören oder finden sollten – eine schweinegeile Platte bleibt „Wildfire“ so oder so. Und übrigens auch eine von denen, die auf geheimnisvolle Weise immer noch besser zu werden scheinen, je lauter man sie aufdreht. Oder nochmals – und dann endgültig völlig mysteriös – wenn man lauthals mitsingt oder zu singen versucht.
Beim schon recht knalligen Aufmacher ‚Down The Rabbit Hole‘ waren es zunächst die warm-atmosphärischen Slide-Gitarrenparts von Benedikt Schlereth, die aufhorchen ließen. Und dann die Überlegung, ob das überhaupt noch die gleiche Sängerin sein kann, wie dunnemals. Denn was Victoria Semel hier in einer Skala von sanft-lockend bis zu röhrender Attacke auffährt, braucht sich auch vor keinerlei internationalem Wettbewerb mehr zu verstecken (Elin Larsson, Linda Perry, Heidi Solheim, Suze DeMarchi, you name it)! Doch nochmals heißer wird es mit ‚Mid-Flight‘ und hier speziell den textlos gesungenen Passagen des Refrains – einfach strahlend schön.
‚Hit Me With A Lightning‘ haut blitzartig in ähnliche Kerben, wobei z.B. Verzerrung und Tapping auf der Gitarre metallischere Regionen aufsuchen und der sich gegen übergriffige Einflussnahme vehement zur Wehr setzende Text das Erlebnis intensiviert. Der sich anschließende Title- und mit knapp 7:30 Long-Track des Albums startet zumindest langsam und sanft – und mit fast Anneke-van-Giersbergen-haft wiegendem Gesang. Natürlich baut sich aber auch dieses hörenswerte Epos noch gewaltig aus und auf.
Die Vorab-Single ‚Lost‘ ist noch expliziter emanzipatorisch geraten als ‚Hit Me…‘.
Anlass, solche Themen aufzugreifen, gibt es ja weiterhin wirklich mehr als genug…
Anscheinend nicht als Single geplant (im Gegensatz zu beispielsweise dem trocken rockenden ‚No Means No‘), aber dennoch eindeutiger persönlicher Favorit des Albums noch vor ‚Mid-Flight‘ ist ‚Keep It Quiet‘. Weil Victoria und Band hier in einem Song wirklich die komplette Bandbreite und das ganze Drama von kontemplativem Sprechgesang über sanft gezupftem Bass bis hin zu orgiastischem Durchdrehen innerhalb weniger Takte hin und zurück vorführen. Und statt langweilig wird es von mal zu mal nur immer schärfer.
Das langsam und vergleichsweise hart rockende ‚Riot‘ beschließt ein Album, das laut Label-Angaben komplett live aufgenommen wurde. Vielleicht erklärt u.a. das ja diesen enormen Abgeh-Effekt.
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Line-up:
Victoria Semel – Gesang
Jens Niemann – Orgel
Benedikt Schlereth – Gitarren
Tim Beckers – Bass
Josef Röhner – Schlagzeug
Surftipps zu Jail Job Eve:

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Jail Job Eve - Mid-Flight
 
DAMIAN WILSON
LIMEHOUSE TO LECHLADE
Erscheinungsdatum: 12.11.2021
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Das von Andrew Holdsworth produzierte Album ist Damians erstes Soloalbum seit Built For Fighting von 2016. Es enthält 13 Originalsongs und ist Damians bisher vielseitigstes Werk. Bekannt für seine Erkundung verschiedener Genres, reichen die Songs auf dem Album von Folk-Rock bis Power-Pop, mit gelegentlichen Floydian Gitarrensolo. Der Titel Limehouse to Lechlade bezieht sich auf die schiffbare Länge der Themse flussaufwärts vom Zentrum Londons zu den Cotswolds. Damian liebte seine vielen Jahre auf Flussbooten, und die Themse zu bereisen ist für ihn etwas ganz Besonderes. Das Album hat durchweg ein zugrunde liegendes Konzept, das unsere Reise durch das Leben darstellt. Das Album wird von Tony Lindgren (Billie Eilish, Opeth, Katatonia) gemastert und enthält eine breite Palette von Musikern, insgesamt 17, darunter Alex Reeves (Elbow), Lee Pomeroy (ELO), Michael Buckley (Glen Hansard) und Chris Hill (Jamie Cullum). Limehouse to Lechlade wurde in einer der schwierigsten Perioden für die Musikindustrie aufgenommen. Damian glaubt, dass es bei Musik darum geht, sich mit Menschen zu verbinden, und nach dieser Zeit der Trennung voneinander freut er sich darauf, sich unterwegs wieder mit seinem Publikum zu verbinden; beginnend mit Shows in Großbritannien, den Niederlanden und Deutschland im November/Dezember 2021.‎

Album preview - Limehouse To Lechlade

Damian Wilson official website (damian-wilson.net)


Das hört sich ja furchtbar an, da kann man nur auf das neue Arena Album 2022 warten, auf dem Damian seinen Einstand als Sänger gibt.
 
MONOLORD – Your Time To Shine

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Und wieder schafft es das schwedische Doom-Trio, mich von seinem Mix aus melodischer Melancholie und brachialer Schwere zu überzeugen.
Nachdem die Schweden 2019 mit dem programmatischen «No Comfort» ihr wohl mit Abstand schwermütigstes Werk abgeliefert haben, geben sie sich momentan wieder etwas leichtfüssiger, auch wenn das in diesem Kontext nicht wirklich der richtige Begriff ist, und natürlich ohne dabei an Intensität zu verlieren. Diesmal öffnet man die Tür weit den noch leicht hippiesk angehauchten Sounds früher Black Sabbath und Trouble, was kombiniert mit oft recht opulenter Epik für wahre Gänsehautmomente sorgt. Songs wie beispielsweise «To Each Their Own» oder die Göttergabe «I'll Be Damned» mögen anfangs vielleicht ein kurzes Weilchen vor sich her plätschern, aber wenn dann plötzlich die entsprechenden Hooklines aus den Boxen dröhnen, dann weiss man, dass man es hier mit einer ganz besonderen Band zu tun hat. Ich habe keine Ahnung wie diese Jungs es immer wieder schaffen, für solche Überraschungsmomente zu sorgen. Hauptsache ist aber, dass sie es schaffen. Ausgerechnet der Titelsong fällt gegenüber den anderen Titeln überraschend etwas ab. Zu zäh und zu lange zieht sich die vertonte Melancholie hin, ohne über einen wirklich fesselnden Moment zu verfügen. Die anderen Tracks sind zwar auch relativ lang, zeigen sich in ihrer Machart aber weitaus zwingender und fesselnder. Dazu kommt, dass die Jungs "nur" fünf Songs auf den Tonträger gepackt haben, doch das offenbart sich am Ende des Tages als geschickter Schachzug, denn die knappen 39 Minuten erweisen sich als die genau richtige Zeitspanne, um die Aufmerksamkeit, die «Your Time To Shine» absolut verdient, nicht überzustrapazieren. Doom or be doomed, holt Euch das Teil!



MONOLORD - The Weary

MONOLORD Official Site: http://monolord.com
MONOLORD on Facebook: https://www.facebook.com/monolordsweden/
MONOLORD on Bandcamp:
https://monolord.bandcamp.com
 
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Kayo Dot
Moss Grew on the Swords and Plowshares Alike

Kayo Dot ist eine US-amerikanische Metal-, Avantgarde- und Progressive-Rock-Band aus Brooklyn, New York. Sie trat im Jahre 2003 die Nachfolge der Gruppe maudlin of the Well an. Neben der Gruppe maudlin of the Well kann auch das Projekt Tartar Lamb als Satelliten-Band Kayo Dots gelten.

Kayo Dot - Void in Virgo (The Nature of Sacrifice)
 

PSYCHOPRISM – R.I.S.E.
~ 2021 (Pure Steel) – Stil: Power (Prog) Metal ~


Die US-Amerikaner PSYCHOPRISM übernehmen den Staffelstab, den seit Jahrzehnten QUEENSRYCHE überreichen möchten und tragen ihn abermals in neue Gefilde. Bereits ihr Full-Length-Debüt ´Creation´ war eine Liebkosung von Seiten des Hörers wert, der seit jeher CRIMSON GLORY und QUEENSRYCHE, SHADOWKEEP und LORD BANE liebt.
Auf ihrer zweiten Scheibe ´R.I.S.E.´ haben Meistersänger Jess Rittgers, Ausnahmegitarrist Bill Visser (ex-OPERATIKA), Bassist Erick Hugo (ASHES OF AMBER) und Schlagzeuger Kevin Myers (MALAKIS REIGN, CYPHER SEER, GOTHIC KNIGHTS) ihren Sound zu Ende gedacht. Das Grundfundament besteht natürlich weiterhin aus US Power Metal, dessen Gitarrenwucht allerdings auch eine gleichberechtigte Keyboardwand neben sich antrifft. Der Gesang bleibt gleichfalls in der Tradition eines Geoff Tate, die instrumentale Ausrichtung gerne in sinfonischer neo-klassischer Ausprägung und mit ordentlichen Shredding-Künsten gewürzt.

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Kurz gesagt: Treffen sich die frühen SHADOWKEEP und SIAM mit den frühen LABYRINTH in der Gegenwart, könnten sie PSYCHOPRISM begegnen.
Und diese Zusammenkunft streut ein loderndes Freudenfeuer. ´Struggle´ nimmt den glühenden Staffelstab umgehend in die Hand, ´Faultline´ lebt ihn neo-klassisch aus und ´Beyond The Perceived´ feiert sich mit fetten Keyboards und mächtigem Shredding. Ein ´Go Down Fighting´ hat weder etwas mit NAZARETH noch mit SHOK PARIS zu tun, sondern überrollt den Hörer monströs wie ein Panzer. Dagegen holt ´Moving Mountains´ den Bombast heraus, mit dem sich gerne Melodic Metal-Formationen schmücken. Das tonangebende ´Devil In The Details´ trägt mehr Sinfonik in sich, ´R.I.S.E.´ natürlich die Macht von QUEENSRYCHE und ´Opportunity Knocks´ als Halbballade dennoch die volle Power.

https://www.facebook.com/Psychoprism
Vom 1. Album dieser Song vom aktuellen Album habe ich nichts gefunden.

Psychoprism - Chronos
 
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Info (jpc)
Manchmal geschehen noch Zeichen und Wunder: Porcupine Tree, die britischen Progressive-Rock-Helden um den Gitarristen, Sänger und Komponisten Steven Wilson, haben für 2022 ein neues Album angekündigt. »Closure Continuation« heißt das erste Werk seit 13 Jahren, seit ihrem 2009 erschienenen »The Incident«. Dabei hatte Wilson eine Reunion doch eigentlich bereits vor ein paar Jahren ausgeschlossen. So viel schon mal zum Wunder.

Ein Zeichen für ihre Rückkehr erschein im November 2021 mit »Harridan«. Der Song und ein paar andere neue Tracks seien laut Porcupine Tree bereits kurz nach dem Release von »The Incident« entstanden. Sie befanden sich zunächst auf einer Festplatte in einer langsam wachsenden Computerdatei mit der Bezeichnung »PT2012«, später umbenannt in »PT2015«, »PT2018« und so weiter. »Es gab Zeiten, in denen wir sogar vergaßen, dass sie da waren, und Zeiten, in denen sie uns drängten, sie zu beenden, um zu sehen, wohin sie uns führen würden. Als wir uns die fertigen Stücke anhörten, war klar, dass dies nicht wie irgendeine unserer Arbeiten außerhalb der Band war – die kombinierte DNA der Menschen hinter der Musik bedeutete, dass diese Tracks etwas bildeten, das unbestreitbar, unverkennbar und offensichtlich eine Porcupine-Tree-Platte war.«, so die Band auf ihrer Website.

Diese DNA ist auch in der Single »Harridan« zu hören, die auf eine stattliche Länge von mehr als acht Minuten kommt.

Auf »Closure Continuation« sind Porcupine Tree nun allerdings erstmals als Trio, bestehend aus Wilson (Gesang, Gitarre), Richard Barbieri (Keyboard, Synthesizer) und Gavin Harrison (Schlagzeug), zu hören. Bassist Colin Edwin hatte die Band 2021 verlassen.

Neben der Standard-CD im Jewelcase gibt es »Closure Continuation« auch als Deluxe-Set mit Doppel-CD und einer Blu-ray. Es enthält drei Bonustracks, Instrumentalversionen, 5.1- und Dolby-Atmos-Versionen sowie 96/24-Stereo in hoher Auflösung. Das Ganze kommt in einem großformatigen Artbook. Schallplattenfans dürfen sich auf eine limitierte 3-LP-Box mit 45RPM-Pressung auf audiophilem, kristallklarem Vinyl und zwei Bonustracks freuen, sowie auf eine limitierte Doppel-LP auf Sky Blue Vinyl, die es weltweit exklusiv für jpc gibt. Natürlich nur, solange der Vorrat reicht.

Erscheinungstermin: 24.6.2022
 
Kadavar & Elder
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Eldovar - A Story Of Darkness & Light
Erscheint am 3.12.21
ELDOVAR - Music by Elder and Kadavar.

Kadavar & Elder - ELDOVAR - From Deep Within


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Moin Marcel,
Santana IV aus 2014 erachte ich durchaus für ein sehr gelungenes Album. Was das neue Album betrifft, kann ich noch nichts sagen, da ich davon nur den Song mit Steve Winwood kenne, der mir durchaus zusagt.

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Habe die CD gekauft, da die LP ja noch bis ins nächste Jahr dauert. Digitalisiert, CD verkauft, Download drei Mal gehört und das Werk bis zum Erscheinungsdatum der LP längst wieder vergessen.
 

HOLLOW – Tower
~ 2021 (Rockshots Records) – Stil: Power (Prog) Metal ~
Beinahe zwanzig Jahre war keinerlei Aktivität bei HOLLOW zu erkennen. Die einzigen Veröffentlichungen – ´Modern Cathedral´ im Jahre 1997 und ´Architect Of The Mind´ zwei Jahre später – blieben allerdings im Gedächtnis vieler Gourmet-Hörer. Umso größer war die Überraschung als Sänger/Gitarrist Andreas Stoltz 2018 mit dem Album ´Between Eternities Of Darkness´ HOLLOW wieder öffentlich reaktivierte. Gleichwohl war die Formation nunmehr zu einem beinahe Ein-Mann-Projekt von Andreas Stoltz geschrumpft, der nur in Schlagzeuger Stalder Zantos einen Unterstützer fand. Da ´Between Eternities Of Darkness´ kein einmaliges Unterfangen bleiben sollte, kehrt das Duo in diesen Tagen abermals urplötzlich mit ´Tower´ zurück.
Während sich ´Architect Of The Mind´ mit der Schöpfung und künstlicher Intelligenz beschäftigte, durchlebte ´Between Eternities Of Darkness´ die Ängste von Eltern in Bezug auf die Entwicklung sowie das Tun und Handeln ihrer Kinder. ´Tower´ durchleuchtet hingegen innerhalb seines Konzeptes die innere und äußere Freiheit eines jeden Menschen hinsichtlich Zugehörigkeit und Gemeinschaft sowie einer metaphysischen und transzendenten Ebene.
Langsam wird der, der an den Boxen lauscht, eins mit der Musik von HOLLOW. Die Akustikgitarre und die recht einzigartige Stimme von Andreas Stoltz nehmen in ´Birth´ jeden Zuhörer solange gefangen bis sich die Saiten ausjubeln: „Brighter, darker, stronger than before.“ Nicht nur Anhänger von CRIMSON GLORY bis IRON MAIDEN spitzen sogleich die Spitzöhrchen. Jetzt enthüllt die Metal-Maschine in ´The Tower´ ratternd einen neuerlichen Einblick auf ihre Prog-Motoren: „My eyes have seen much more than yours from this tower.“ Der ´Guardian´ mundet dabei so wunderbar wie eine lang gereifte Komposition aus der Jugendzeit dieser Musikrichtung. Direkt aus den Neunzigerjahren mit dem Schuss NEVERMORE und LETHAL: „Guardian a world is changing. Guardian your part is yours alone to play.“ Zurückhaltend und mit elegischen Gitarrensaiten zeigt sich ´The Waiting Is Over´: „We’ve hidden and waited. Beneath both moon and sun. Hear me, you’re the one. The change has begun.“ Dahingegen rackert ´Destroyer Of Worlds´ zwischen Abscheu und Ketzerei: „Horrible. Terrible. More and more becoming what I have to be. Herecy. Destiny. I’ll show them all that one day like me you’ll be free.“ Schön die Melodien schwingen lassen, denkt sich ´Every Drop Of My Blood´: „Every step, every blow I will take for you. Every drop of my blood will fall for you.“ Schön zum Rhythmus die Lebensgeister wecken, erwägt ´Sunrise´: „Sunrise is soon to return. And defeat the shadow. To grow each man has to learn. Raise the courage and face the Sun.“ Überwiegend nachdenklich blickt ´A Home Forgotten´ nach vorne: „And fight for a dream. To be free at last. The schackles broken. Fight for your dream. You’ll belong at last. A home forgotten.“ Mit weitaus mehr Salvenbeschuss steigt ´Nation Of Man´ nochmals schnell ein: „Cry out for the nation of man. A beginning is at hand. Cry out for the nation of man. It will echo across the land.“ Ja, wir wundern uns bei unserer Reise durch die Zeit, ´Wander On´, fortwährend: “ We dream of what we become. We travel on to worlds unsung.“

https://www.facebook.com/hollowsweden/

HOLLOW - The Tower
 
AEXYLIUM - THE FIFTH SEASON
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Italian Symphonic Folk Metal AEXYLIUM

‎Ihr neues Album "The Fifth Season" ist ein konkreter Schritt in Richtung Wachstum und‎
‎musikalische reife mit seinem Angebot an festlichen Balladen, strafferen Riffs, fortgeschrittenen‎
‎Orchestrierungen und schwerere dunkle Songs, die alle vom Nordischen inspiriert sind‎
‎Mythologie. Die Platte enthält auch Gastgesang von Samuele Faulisi (Atlas‎
‎Pain), Arianna Bellinaso und die Mitglieder von Coro Facoltà di Musicologia‎
‎Vokalensemble.
Ab OKTOBER 29, 2021 ‎

AEXYLIUM - Mountains
 

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