Musikindustrie - Diskussion

Fenimore

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Das ist ein wirklich interessanter Clip, allerdings kam die Begrifflichkeit "überproduziert" hier nicht vor....es sei denn, ich habe in dem Clip irgendwo nicht so richtig hingehört oder was verpasst.
Zu dem Clip-Beitrag muss ich sagen: ich war zwar mein ganzes Leben lang technik-affin, aber vor diesen riesigen Mischpulten mit den 1000 Knöppkes, den 2000 Dreh- und Schiebereglern habe ich gewaltigen Respekt. Ich habe echt keine Ahnung, wozu man 20 und mehr Reihen an Schiebe- oder Drehreglern tatsächlich so braucht.
Zwischen dem Clip und „überproduziert“ gibt es keinen direkten Zusammenhang. Ich kann mir aber vorstellen, wie ein Produzent zu viel des Guten machen könnte.
So ein Mischpult ist schon ehrfurchtgebietend.
 

The Wombat

Mitglied
Zwischen dem Clip und „überproduziert“ gibt es keinen direkten Zusammenhang. Ich kann mir aber vorstellen, wie ein Produzent zu viel des Guten machen könnte.
So ein Mischpult ist schon ehrfurchtgebietend.
Vielleicht kommt ja mal noch ein Wissender, der eine brauchbare und vor allem halbwegs verständliche Definition / Erläuterung des Begriffes der "Überproduktion" liefern kann. ;)
Dieser Begriff gehört für mich zumindest zu einer "Spezies", die man landläufig ganz gerne als "geflügelte Wörter" bezeichnen mag.
So ziemlich jeder weiß zumindest diffus und in oft sogar verschiedenen Zusammenhängen her, was damit gemeint sein könnte oder dürfte. Nur fehlt es halt oft an einer klaren, verständlichen Definition.
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Überproduziert heißt für mich, dass sowohl gesanglich, instrumental und technisch zuviel des Guten verwendet wurde. Das können zuviele Spuren sein, die dann einen gewaltigen Klang aufbauen, der subjektiv nicht songdienlich erscheint, zuviel Hall, zu großes Klangpanorama, zuviel "Klangfreundlichkeit" (wenn die berühmten Ecken und Kanten fehlen) und und und. Das ist aber ein absolut subjektives Ding, was völlig unterschiedlich gesehen (gehört) wird.
 

The Wombat

Mitglied
Überproduziert heißt für mich, dass sowohl gesanglich, instrumental und technisch zuviel des Guten verwendet wurde. Das können zuviele Spuren sein, die dann einen gewaltigen Klang aufbauen, der subjektiv nicht songdienlich erscheint, zuviel Hall, zu großes Klangpanorama, zuviel "Klangfreundlichkeit" (wenn die berühmten Ecken und Kanten fehlen) und und und. Das ist aber ein absolut subjektives Ding, was völlig unterscheidlich gesehen (gehört) wird.
Dem könnte ich durchaus folgen.....insbesondere deinem letzten Satz. ;)
In diesem Zusammenhang habe ich (auch) mit diesem Begriff gewisse Probleme, weil er wohl allgemein eher negativ besetzt ist. Überproduziert = nicht gut.
So manch einer mag "große Klangpanoramen" oder "Schönklang"....oder viele Instrumente, solange sie nicht in einen echten "Klangbrei" abdriften und es damit zu nervendem Krach wird.
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Das genau war ja unser beider Problem anderswo - meistens waren die "überproduzierten Sachen" für uns super. Weiß auch nicht warum... :cool:
 

Fenimore

Aktives Mitglied
Ich denke, ein Album ist „überproduziert“, wenn die Musik nach dem Produzenten und nicht nach der Band klingt.
An der Beliebtheit der „unplugged“ Alben sieht man, dass auf den Kern reduzierte Musik oft besser, weil natürlicher klingt.
Wobei ich Musik mit opulenter Musikproduktion auch mag. Bestes, altes Beispiel ist ELO. Demgegenüber stehen die American Recordings, von Rick Rubin mit Johnny Cash produziert.
 

The Wombat

Mitglied
Das genau war ja unser beider Problem anderswo - meistens waren die "überproduzierten Sachen" für uns super. Weiß auch nicht warum... :cool:
Weil wir eben Dinos sind....und mit Leuten, die bei schrägem LoFi - Garagensound und Gitarrenrumgeschrammel seltsam ekstatische Anwandlungen kriegen, nicht wirklich was anfangen können. :rolleyes::D
 

Fenimore

Aktives Mitglied


PS Audio ist ein US-Hersteller von Audiogeräten, welcher jetzt ein Plattenlabel - Octave Records - gegründet hat. Neu und fast schon unglaublich ist die Einstellung dem Künstler gegenüber. Hoffentlich macht es Schule.
 

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