Marillion

So, und wenn du mir jetzt noch verrätst, was DU davon hältst...

Das überlasse ich jedem selber , sonst schreibe ich meine Meinung schon dazu.
Ist ja auch nur als Info hier.

Aber, wenn es unbedingt sein muss : ;)
Also, ich habe mit der Masse von Material die Marillion seit etlichen Jahren raushaut extrem mühe!
Zum Song : ein netter Radiosong ( wird als solcher wohl auch gedacht sein ) nur meine Meinung
 
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Hat mich jetzt auch nicht wirklich umgehauen. Prinzipiell finde ich es aber gut, dass Marillion auch wieder kürzere, kompaktere Songs bringen.
Mittlerweile gibt es auch schon einen "Trailer" des ganzen Albums, den ich allerdings noch nicht gehört habe.
 
Ich interessiere mich leider null für Marillion, aber ich finde viele ihrer frühen Cover sehr geil, unter anderem dieses hier. Ich mag das Illustrative, ein echter Hingucker.
 
Marillion - Be Hard On Yourself - Live at Hammersmith



Die Rezensionen trudeln ein...



 
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Marillion-Cover.jpg

Marillion – An Hour Before It’s Dark

Herkunft: UK
Release: 04.03.2022
Label: earMUSIC
Dauer:
54:22
Genre: Progressive Rock / Art Rock
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Foto Credit: Anne-Marie Forker
Die britischen, ehemaligen Neo Progger Marillion, die sich schon lange Richtung Progressive Rock mit Art Rock Einschlag orientierten, beweisen auf ihrem neuesten, 20. Werk An Hour Before It’s Dark erneut ein feinfühliges Gespür für gesellschaftliche Entwicklungen und den sprichwörtlichen Zeitgeist. Vinylfans kommen mit zahlreichen farbreichen Varianten ebenso auf ihre Kosten wie auch Fans, die das neue Werk gerne in 5.1 erleben möchten.
Schon auf dem Vorgänger F.E.A.R. zeigten sie, dass ihr jahrelanges Tüfteln und ihr Perfektionismus die Chance eröffnet, genauer darauf zu schauen, was in der Welt passiert und dieses in lebensnahe, griffige und hochemotionale Texte zu verpacken, die Steve Hogarth versteht auf die ihm eigene Art und Weise vorzutragen.
Der Titel des Album beschreibt im englischen Sprachraum sinngemäß die letzte Stunde vor dem Eintreten der Dunkelheit, in der Kinder noch draußen spielen dürfen. Hierzulande würde man wohl sagen, es sei fünf vor zwölf und gerade aktuell ist es auch so, als wenn wir politisch, sozial und ökologisch unsere kindliche Unschuld verlieren und uns großer Verantwortung stellen müssen. Diese Themen packen Marillion hier an. Und wie auch schon auf dem Vorgänger sind zwar die Texte düster und melancholisch, bilden allerdings einen Gegensatz zur wie immer sauber produzierten und optimistischen Musik.

Gegenpol und gleichzeitig am Puls
In Murder Machines, das ihr HIER mit Video sehen könnt, wird der zwischenmenschliche Umgang mit der Pandemie thematisiert und begeht das Terrain der sozialen Distanz auf menschliche Art und Weise. Musikalisch ist es ein typischer Vierminüter von Marillion, der auch hervorragend auf Marbles gepasst hätte. Wie schon auf F.E.A.R. ist auch An Hour Before It’s Dark hauptsächlich in Longtracks unterteilt, dessen einzelnen Teile thematisch zusammenhängen und durch mehr oder weniger schlüssige Übergänge miteinander verbunden sind. Als Einzelteile für sich funktionieren die Songs auch sehr gut.
Stellvertretend soll hier der Opener Be Hard On Yourself genannt werden, der HIER in einem Video zu sehen ist und für mich auch einer der besten Songs auf dem Album ist. Dramatik und Optimismus stehen hier dicht beieinander. Wie auch im richtigen Leben Gefahr und Chance zwei Seiten derselben Medaille sind.

In der Ruhe liegt auch hier die Kraft
Wie schon der Vorgänger ist auch An Hour Before It’s Dark in den ländlichen Real World Studios von Peter Gabriel aufgenommen worden, die als Ruhepol schon immer in der dort aufgenommenen Musik als solcher wahrnehmbar war. Mit dem fantastischen neuen Album stellen sich Marillion dem Zeitgeist und gehen mit zugleich klagenden und fordernden Botschaften vorne ran. Man darf sich darauf freuen, wie die neuen Songs live auf der anstehenden Tour erst zu richtigem Leben erwachen.

Fazit
Konträr zum Titel ist An Hour Before It’s Dark ein Lichtblick in düsteren Zeiten und Marillion schaffen es mal wieder ihre eigene musikalische Vergangenheit in den aktuellen Zeitgeist zu verpacken. Seasons End winkt von weitem.

Line Up
Steve Hogarth – Gesang, Keyboards
Mark Kelly – Keyboards
Steve Rothery – Gitarren
Pete Trewawas – Bass
Ian Mosley – Schlagzeug, Perkussion

Tracklist
1. Be Hard On Yourself
2. Reprogram The Gene
3. Only A Kiss
4. Murder Machines
5. The Crow And The Nightingale
6. Sierra Leone
7. Care

Links
Facebook Marillion
Webseite Marillion
 
Wenn Du Dir einen Eindruck verschafft hast, könntest Du ja mal berichten. Ich werde mir das Album sicherlich auch noch zulegen.
 
Wenn Du Dir einen Eindruck verschafft hast, könntest Du ja mal berichten. Ich werde mir das Album sicherlich auch noch zulegen.
Erster Eindruck: Gewohnt schwere Kost. Wenn man nur auf die Texte achtet, hat man genug Depressionen für die nächsten Jahre. Steve Hogarth ist der Mann, der das Geschehen auf der Platte von vorne bis hinten bestimmt. Eindeutig zu viel des Guten, was die Textlastigkeit betrifft, aber das ist ja keine neue Erkenntnis. Musikalisch zum Teil etwas mehr Uptempo als bei F.E.A.R (Be Hard On Yourself, Murder Machines und teilweise bei Reprogram The Gene und Care.) Ansonsten dominieren die Moll Töne und Steve Rothery ist meistens wieder im Mix begraben. (Bis auf zwei schöne Soli) Braucht natürlich für eine abschließende Bewertung noch einige Durchgänge.
 
An Hour Before Its Dark
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Trotz "Vereinsbrille" hier mein Kommentar zum neuen Werk.
Ich habe es jetzt etliche Male gehört.
Wer Hogarth nicht so doll findet, wird hier auch nicht glücklich. Musiktechnisch ist alles gewohnt auf sehr hohem Niveau, dennoch überstrahlt H alles und kann auch nicht ausgeblendet werden. Soll er auch nicht!
Ich höre H sehr gerne, übrigens genauso wie Jan-Henrik Ohme von Gazpacho, die beide hier im Forum schon oft als "Jammerer" bezeichnet wurden. Also "Finger weg" für die Leute.

Das Album ist sehr viel eingängiger und ruhiger wie F.E.A.R. und wird vielleicht manchen deshalb besser gefallen. Die Grundstimmung hat sich deutlich gewandelt.
Man merkt es auch daran, dass sich Rothery sehr zurückhält.
Mit den Texten habe ich mich noch nicht sehr intensiv beschäftigt, werde das aber sicherlich nachholen. Bisher war es das auch immer wert.

Ich möchte die Bewertung des Albums auch eigentlich gar nicht in einzelnen Songs aufteilen, denn es wirkt irgendwie als gehört alles zusammen.
Dennoch: Care sticht heraus. Wird wohl eine weiterer Marillion-Klassiker werden.

The angels in this world are not in the walls of churches

Im Direktvergleich mit F.E.A.R fehlen mir die gewissen Momente. Da F.E.A.R. für mich eine 10 ist (und die vergebe ich nicht wirklich oft), gebe ich AHBID eine 9 plus einen halben Bonuspunkt, weil sie immer noch hier sind und mir so viel Freude bereiten.
9,5/10
 
Ich höre H sehr gerne, übrigens genauso wie Jan-Henrik Ohme von Gazpacho, die beide hier im Forum schon oft als "Jammerer" bezeichnet wurden. Also "Finger weg" für die Leute.

Merci , ich kam wie immer auch zum gleichen Schluss , als ich etliche Titel anspielte ,
aber so ergeht es mir schon lange bei Ihnen , ist nix für mich.
Dennoch habt Freude daran !

Marillion 'Sierra Leone' (Official Audio) - An Hour Before It's Dark
 
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Spiegel.de:
Prog-Rock-Sünde Marillion
Ich liebe die uncoolste Band der Welt. Wie konnte das nur passieren?
 
Ihre Songs waren Pomp und Pathos pur, auf zehn Minuten ausgewalzt: In den Achtzigern wurde die Band Marillion groß, und ich ihr Fan. Es gibt sie noch immer, auch meine Liebe hat überlebt. Jetzt stehe ich sogar dazu.
Von Oliver Kaever
06.03.2022, 11.03 Uhr
 
Marillion – An Hour Before It’s Dark (2022)


Nach der längsten Pause zwischen zwei Alben veröffentlichen „Marillion“ ihr Werk „An Hour Before It’s Dark“. Das vorherige Album „F.E.A.R“ wurde 2016 von der Kritik und der Fangemeinde größtenteils abgefeiert, was in einem fulminanten Konzert in der prestigeträchtigen Royal Albert Hall gipfelte.
Das neue Album ist wieder ein wortgewaltiges geworden, in seinen Texten tobt sich „Steve Hogarth“ wieder einmal so richtig aus. Hauptsächlich geht es natürlich um die Corona Pandemie, die Klimakrise und den allgemein schlechten Zustand des Planeten. Gut, das der Ukraine Krieg jetzt erst stattfindet, sonst wäre dieses Thema auch noch angepackt worden. Textlich ist das alles so deprimierend, das sich die Jungs wohl gesagt haben, machen wir die Musik dazu etwas lockerer als zuletzt.
Die drei ersten Tracks „Be Hard On Yourself“, „Reprogram The Gene“ und „Murder Machines“ sind recht dynamisch angelegt und werden hauptsächlich im Midtempobereich angeboten. „The Crow And The Nightingale“ ist textlich eine Verbeugung an „Leonard Cohen“, passend dazu gibt es sehnsuchtsvolle Melodien, die von einem Chor und einem Streichquartett unterstützt werden. Als Abschluß ertönt eines der wenigen Gitarrensoli von „Steve Rothery“.
„Sierra Leone“ handelt von einem Jungen, der einen wunderschönen Diamanten findet, sich aber nicht von ihm trennen kann, weil er sich der Schönheit und Faszination des Edelsteins nicht entziehen kann. Musikalisch zieht sich das Stück etwas in die Länge, ohne das der Song besondere Höhepunkte aufweist.
Der abschließende Longtrack „Care“ kann mit den großartigen „Neverland“ und „Invisible Man“ vom Album „Marbles“ durchaus mithalten. Eine prägnante Basslinie von „Pete Trewavas“ eröffnet diesen Track, der in seinem Verlauf die Trademarks der Band enthält. Schwelgerische Keyboards, traumhafte Melodien, ein herzzerreißendes Gitarrensolo und einen „Steve Hogarth“, der das Abschiednehmen vom Leben in gewohnt theatralischer Weise zum Besten gibt.


Nachdem der Song zum Ende gekommen ist, läuft die Zeitanzeige ca. fünf Minuten in aller Stille weiter, ein alberner Gag, den sie schon öfter gebracht haben, um dein nur noch ein Lachen oder ähnliches anzubringen. In diesem Fall jedoch erklingt eine 12′ Remix Version des Tracks „Murder Machines“, die erheblich von der Albumversion abweicht. Eine verfremdete Stimme, viel Elektronik mit Halleffekten und donnernde Drums bieten eine perfekte Club Tanznummer, das gefällt mir sehr gut.


Insgesamt ein Album, was ich auf der positiven Seite der Veröffentlichungen mit dem neuen Sänger „Steve Hogarth“ einordnen würde.
 

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