Marillion

Die Fish-Marillion vergöttere ich geradezu. Vor allem das Debütalbum ist für mich DER Meilenstein des Neoprog.

Aber auch Fugazi, Childhood und das teilweise unbeliebte Clutching at Straws sind fantastisch.

Dann ging Fish und ein neuer Sänger kam. Damit fehlte der Band schon mal der charismatische und lyrisch extrem begabte Frontmann. Nicht dass Hogarth ein schlechter Sänger wäre. Ich konnte mich nur nicht an ihn gewöhnen.

Aber auch die Musik wurde "weicher". Seasons End hatte teilweise wirklich gute Kompositionen, denen aber das besondere Etwas und vor allem die alte Aggressivität fehlten. Eine Handvoll guter Songs aber eben nichts, was mich mitreißen könnte.

Holidays in Eden hat mich dann komplett enttäuscht und damit endete mein Weg mit der Band.

Wie es nach Clutching mit Fish hätte weitergehen können, kann man gut an den Dalnaglar Tapes hören. Hätte mir besser gefallen...
 
Die Fish-Marillion vergöttere ich geradezu. Vor allem das Debütalbum ist für mich DER Meilenstein des Neoprog.

Aber auch Fugazi, Childhood und das teilweise unbeliebte Clutching at Straws sind fantastisch.

Dann ging Fish und ein neuer Sänger kam. Damit fehlte der Band schon mal der charismatische und lyrisch extrem begabte Frontmann. Nicht dass Hogarth ein schlechter Sänger wäre. Ich konnte mich nur nicht an ihn gewöhnen.

Aber auch die Musik wurde "weicher". Seasons End hatte teilweise wirklich gute Kompositionen, denen aber das besondere Etwas und vor allem die alte Aggressivität fehlten. Eine Handvoll guter Songs aber eben nichts, was mich mitreißen könnte.

Holidays in Eden hat mich dann komplett enttäuscht und damit endete mein Weg mit der Band.

Wie es nach Clutching mit Fish hätte weitergehen können, kann man gut an den Dalnaglar Tapes hören. Hätte mir besser gefallen...
Da haben wir sie wieder, die Fish / Hogarth Diskussion. Solange es Marillion gibt, wird es dieses Thema geben. Ich habe mich in diesem Thread dazu schon öfters geäußert. Mir gefallen beide Phasen. Und wenn ich mir Live Auftritte von Hogarth anschaue, dann sehe ich durchaus einen sehe charismatischen Frontman. Allerdings ganz anders als Fish. In meiner Sammlung befinden sich sämtliche Marillion Alben. Ich habe aber keine Probleme damit, wenn man die Hogarth Phase nicht mag. Jeder hat halt seinen eigenen Geschmack und das ist gut so.
 
Eben, jeder wie er mag.

Wollte auch nicht die 100. Diskussion zu diesem Thema (in allen einschlägigen Foren) los treten, sondern als Einstieg hier meine Haltung zur Band darlegen.
 
Eben, jeder wie er mag.

Wollte auch nicht die 100. Diskussion zu diesem Thema (in allen einschlägigen Foren) los treten, sondern als Einstieg hier meine Haltung zur Band darlegen.
Ich halte es wie mein Vorredner, habe alles von Marillion, höre alles von denen. Es gibt einige Bands mit 2 oder 3 mehr Sänger und jeder Sänger bringt etwas mit. Und bei allen tollen Songs mit Fish ist (und wird auf immer auch so bleiben) mein Lieblingslied von Marillion "Easter". Dicht gefolgt von "After me"......
 
Ich halte es wie mein Vorredner, habe alles von Marillion, höre alles von denen. Es gibt einige Bands mit 2 oder 3 mehr Sänger und jeder Sänger bringt etwas mit. Und bei allen tollen Songs mit Fish ist (und wird auf immer auch so bleiben) mein Lieblingslied von Marillion "Easter". Dicht gefolgt von "After me"......
Ja, Easter ist traumhaft. Es gibt aus meiner Sicht jede Menge toller Songs. Waiting To Be Happen, Gaza, Sesons End, The Space, Neverland, ach Gott, ich könnte die Liste seitenlang fortsetzen. Schön, mit @nice_psycho einen weiteren Seelenverwandten hier zu haben.

 
Man könnte es überspitzt formulieren: Marillion sind zwei Bands, die aber den Gitarristen, den Bassisten, den Keyboarder und den Schlagzeuger gemeinsam hatten ;) Zweifellos hat sich beim Sängerwechsel auch der Stil stark gewandelt, aus Neoprog wurde Deep Prog. Allerdings war der Sängerwechsel wohl nicht allein Ursache, sondern auch Folge des Stilwandels. Fish ging wohl, weil die übrigen Bandmitglieder eine neue Richtung einschlagen wollten, die er nicht mittragen wollte, meine ich irgendwo mal gelesen zu haben. Anscheinend wollten die nicht in den 80ern hängen bleiben. Ob das stimmt, weiß ich aber nicht. Aber es ist eben Fakt, dass die beiden Sänger kaum unterschiedlicher sein könnten - aber das Hogarth ebenso viel Charisma wie Fish hat, hat er längst bewiesen.

Mir persönlich gefallen die Fish-Marillion auch etwas besser als die Hogarth-Marillion - aber gut sind letztere auch! Und so blieb ihnen auch der Vorwurf erspart, sich musikalisch nicht weiter entwickelt zu haben und in den 80ern hängen geblieben zu sein. Im Übrigen haben auch einige andere Neoprog-Bands zu der Zeit ihren Stil ähnlich gewandelt, auch ohne Sängerwechsel (IQ etwa holten gar ihren alten Frontmann Peter Nicholls zurück), wenn auch gradueller und nicht mit einem so klaren Schnitt (der aber auch bei Marillion gar nicht so knallhart war - Seasons End kann als ein Album des Übergangs gesehen werden).
 
Der Hauptgrund für die Trennung von Fish war nach meiner Kenntnis dessen ständige Alkoholexzesse und seine Unzuverlässigkeit. Die Band soll sich heftig verkracht haben und da kam es eben zu einem harten Cut. Vielleicht auch besser so, es hätte sonst das Ende sein können.
 
Das habe ich zum vorgenannten Thema gefunden.

"Während der „writing sessions“ im August 1988 zum Clutching at Straws-Nachfolger kam es zu schweren Meinungsverschiedenheiten bezüglich der musikalischen, aber auch textlichen Ausrichtung des neuen Albums. Da der Streit darüber nicht beigelegt werden konnte, beschloss Fish, die Band zu verlassen."

"Am 15. September 1988 wurde von Marillions Plattenfirma EMI in einer Pressemitteilung der Ausstieg von Fish bekannt gegeben. Laut dieser Mitteilung kam es innerhalb der Band zu schweren Differenzen bezüglich der weiteren musikalischen Ausrichtung. Erste Konflikte zwischen Fish und den anderen Bandmitgliedern gab es bereits 1985 bei den Aufnahmen zu Misplaced Childhood in Berlin. Die Auseinandersetzungen häuften sich, und Fish fühlte sich innerhalb der Band zusehends isoliert. Während der „writing sessions“ im August 1988 zum Clutching at Straws-Nachfolger kam es zu schweren Meinungsverschiedenheiten bezüglich der musikalischen, aber auch textlichen Ausrichtung des neuen Albums. Da der Streit darüber nicht beigelegt werden konnte, beschloss Fish, die Band zu verlassen." Wikipedia
 
Marillion zählen seit dem ersten Hören zu meinen Lieblingen und von Alben und Titelanzahl unter meinen Top 5 (69 Alben und knapp 1.100 Titel). Das erste Hören war als zarter 16jähriger im Frühjahr 1984 bei JPC. Damals konnte man die LPs des Monats über Kopfhörer sich anhören. Das ungewöhnliche Cover von "Fugazi" hat mich angesprochen und die ersten Takte von "Assassing" haben mich sofort umgehauen. Damals gab es noch keine CDs, so dass ich jeden Tag hingehen musste um mir mal die zweite Seite anzuhören - das wenige Taschengeld musste ja wohl überlegt investiert werden.

Ich gebe @WeepingElf Recht, es sind eigentlich zwei Bands - auch wenn ich kein Freund vom Etikettieren bin. Gute Musik braucht kein Etikett, sondern zwei Gehörgänge ;).

Wie bei so vielen Bands kennt die breite Masse - leider - nur zwei Titel, die immer wieder im Radio laufen.
 
Seit meinem 13. Lebensjahr begleiten mich Pink Floyd und waren für das Non plus ultra. Später, leider viel später, entdeckte ich meine Liebe zu Marillion. Beide Bands prägten mein Interesse für den Prog Rock, Art Rock und Neo Rock. Nicht ohnecGrund lautet mein Name hier Mari (llion) Pink floyd. Inzwischen höre ich wesentlich häufiger Marillion. Es gibt ja auch wesentlich mehr Material zu hören.
 
Marillion zählen seit dem ersten Hören zu meinen Lieblingen und von Alben und Titelanzahl unter meinen Top 5 (69 Alben und knapp 1.100 Titel). Das erste Hören war als zarter 16jähriger im Frühjahr 1984 bei JPC. Damals konnte man die LPs des Monats über Kopfhörer sich anhören. Das ungewöhnliche Cover von "Fugazi" hat mich angesprochen und die ersten Takte von "Assassing" haben mich sofort umgehauen. Damals gab es noch keine CDs, so dass ich jeden Tag hingehen musste um mir mal die zweite Seite anzuhören - das wenige Taschengeld musste ja wohl überlegt investiert werden.

Ich gebe @WeepingElf Recht, es sind eigentlich zwei Bands - auch wenn ich kein Freund vom Etikettieren bin. Gute Musik braucht kein Etikett, sondern zwei Gehörgänge ;).

Wie bei so vielen Bands kennt die breite Masse - leider - nur zwei Titel, die immer wieder im Radio laufen.
Kayleigh kann ich aus dem Grund gar nicht mehr hören, obwohl es ein sehr ordentlicher Song ist.
 
Das habe ich zum vorgenannten Thema gefunden.

"Während der „writing sessions“ im August 1988 zum Clutching at Straws-Nachfolger kam es zu schweren Meinungsverschiedenheiten bezüglich der musikalischen, aber auch textlichen Ausrichtung des neuen Albums. Da der Streit darüber nicht beigelegt werden konnte, beschloss Fish, die Band zu verlassen."

"Am 15. September 1988 wurde von Marillions Plattenfirma EMI in einer Pressemitteilung der Ausstieg von Fish bekannt gegeben. Laut dieser Mitteilung kam es innerhalb der Band zu schweren Differenzen bezüglich der weiteren musikalischen Ausrichtung. Erste Konflikte zwischen Fish und den anderen Bandmitgliedern gab es bereits 1985 bei den Aufnahmen zu Misplaced Childhood in Berlin. Die Auseinandersetzungen häuften sich, und Fish fühlte sich innerhalb der Band zusehends isoliert. Während der „writing sessions“ im August 1988 zum Clutching at Straws-Nachfolger kam es zu schweren Meinungsverschiedenheiten bezüglich der musikalischen, aber auch textlichen Ausrichtung des neuen Albums. Da der Streit darüber nicht beigelegt werden konnte, beschloss Fish, die Band zu verlassen." Wikipedia
Klar, es gab sicher auch musikalische Differenzen. Vielleicht wollte man das andere Problem (mehrere erfolglose Entziehungskuren z.B.) öffentlich nicht an die große Glocke hängen.
 
Kayleigh kann ich aus dem Grund gar nicht mehr hören, obwohl es ein sehr ordentlicher Song ist.
Da hab ich für mich so eine Art Abschottungsmechanismus erschaffen - meine Lieblingssongs kann man mir nicht kaputtspielen, selbst bei Dauerrotation im Radio. Kayleigh kann ich deshalb noch sehr gut hören ud genießen.
Vermiest mir niemand.
 
Klar, es gab sicher auch musikalische Differenzen. Vielleicht wollte man das andere Problem (mehrere erfolglose Entziehungskuren z.B.) öffentlich nicht an die große Glocke hängen.
Das ist gut möglich. Für die Alkoholproblem-These spricht ja auch, dass diese Problematik auf dem Album Clutching at Straws das Hauptthema darstellt. Natürlich könnte es da um die Alkoholprobleme eines Freundes der Band gegangen sein, aber es würde ins Bild passen.
 

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben