Live Konzerte mit dem gewissen Extra

Okzitane

Aktives Mitglied
Und natürlich Bruce Springsteen 19.Juli 1988 in Ostberlin! Die damalige Zuschauerzahl lag irgendwo zwischen 160'000 (bezahlt) und 300'000 (ohne bzw. Nachdrucke). War eine Wahnsinnsnacht... :rolleyes:

 

Proggie

Neues Mitglied
Ween in der Koelner Live Music Hall mit einem 3h Konzert von Indie,Crossover,Country bis Progrock und das war Anfang der 90er....
 

Gast 2

Guest
Oha, das waren in meinem kurzen, langen Leben doch recht viele tolle Live-Konzerte gewesen. So richtig erinnerungsmäßig hängengeblieben sind :

Taste - und dann Rory später auch noch solo.
Pink Floyd
ELP
Steamhammer
Chicago
Santana
Doldingers Passport
Dave Pike Set
Volker Kriegel
Lake
Tina Turner
Chris Farlowe (mehrfach)
Willy (und Mink) DeVille (mehrfach)
Udo Lindenberg (leider sturzbesoffen, viele Texthänger, der war komplett unbrauchbar gewesen)
MAN (mehrfach)
Incredible String Band ( 2 x in England )
Magma (in Paris)
Tangerine Dream (auch in Paris !)
Spooky Tooth (eine Katastrophe - die waren völlig zugedröhnt und hatten ihr Konzert nach ca. 20 Minuten abgebrochen. Danach flogen Stühle und manches mehr ...)
Koinonia (mein zeitlich längstes Konzert - insgesamt so ca. 5 oder 6 Stunden ... demnächst wo anders mehr über diese irre Geschichte)
John Mayall (mehrfach)
Popa Chubby (mehrfach)
Hamburg Blues Band (mehrfach, in verschiedenen Besetzungen)
Climax Blues Band
Luther Allison (mehrfach)
Sidney "Guitar Crusher" Selby (ziemlich mehrfach :))
Rattles
Lords
Tremeloes
Dave Dee & Co.
The City Preachers
Atlantis
Frumpy
Guru Guru
Nektar
Anyone´s Daughter
Jane

... ich denke, ich höre jetzt mal besser auf. Singer/Songwriter und Liedermacher habe ich extra weggelassen. das wird sonst viel zu viel.

Musik live erleben, hören und sehen - das war und ist für mich bis heute etwas ganz besonderes !!
 

Gast 5

Aktives Mitglied
Mein unglaublich bewegendes Live-Konzert war am 1.9.1996 der "Abschied von Rio" im Berliner Tempodrom. Ein Freund von mir studierte zu der Zeit im Berliner Wedding und wohnte vor der Kernsanierung des Prenzlauer Bergs im selbigen Stadtteil. Und da ich nach dem Tod Rios gerade zu Besuch in der Stadt war sind wir dahin. Es war einfach überwältigend, rührend, unfassbar, solidarisch, ach was weiß ich - schön bei aller Tragik. Wer da alles dabei war und die Stücke von Rio und den Scherben zum Besten gab, egal ob Grönemeyer, die Scherben, Marianne Rosenberg, der Kinderchor oder John Banse. Tränenreich und so geht es mir heute noch wenn ich die CD mal einlege.
 

Marifloyd

Inventar
Da ich mittlerweile ein "alter Sack" bin, habe ich doch über die Vielzahl der von mir besuchten Konzerte etwas den Überblick verloren. Meine ersten beiden Konzerte, die ich in meiner Jugend besuchte waren Karthago und Deep Purple. Muss so um 1974 gewesen sein. Auch Rory Gallagher spielte ein total tolles Konzert. Wahrscheinlich war das so um 1980 herum. Viele Male habe ich Roger Chapman gesehen. Mehrere Male Sting. Ein paar Mal war ich bei Grobschnitt. Waren auch klasse Erlebnisse. Und und und. Deshalb zähle ich hier mal die Konzerte auf, die mir so richtig intensiv in Erinnerung geblieben sind.

1. Pink Floyd - 1977-Westfalenhalle Dortmund (Karte für 19 DM)
2. Pink Floyd - 1984 Parkstadion Gelsenkirchen (Karte für 0,00 DM) Hatte zwei Karten im Preisausschreiben gewonnen!
3. B.B. King - 1988 - Stadt halle Osnabrück (Karte 28 DM)
4. Steven Wilson - 2013 - Ringlokschoppen Bielefeld (41,50 Euro)
5. The Who und Grateful Dead - 1981 - Rockpalast in der Grugahalle
6. Johnny Winter- 1989 - Münster Jovel (Karte 28 DM)
7. Joe Bonamassa - 2016 - Westfalenhalle Dortmund (Karte 90,50 Euro) Insgesamt habe ich J.B. jetzt dreimal gesehen.
8. Gary Moore - 1990 - Köln Sporthalle (Karte 35 DM)
9. Jethro Tull - 2003 - Halle Münsterland (Karte 39,33 DM)
10. Tears For Fears - 1990 - Köln Sporthalle
11. Kinks - 1987 - Dortmund Westfalenhalle (Karte 29 DM)

Mein absolut schlechtestes Konzerterlebnis hatte ich leider mit Yes 2011 im Ringlschuppen Bielefeld.
Der damalige Sänger Benoit David war nur schlecht zu ertragen. Das Album "Fly From Here" gefiel mir hingegen sehr gut.
 
Zuletzt bearbeitet:

Gast 5

Aktives Mitglied
Ich möchte mich auch nicht auf eine Reihenfolge festlegen, aber ich erinnere mich an ein paar tolle Konzerte.

Zappa - Liederhalle Stuttgart 1987
Rory Gallagher - Liederhalle Stuttgart 1987
Rory Gallagher/Groundhogs - U & D Trochtelfingen 1986
Schwoißfuaß - mehrfach
Grobschnitt - Stuttgart Maxim 1986/1987
Dire Straits - Stuttgart Schleyerhalle
Zeltinger - Stuttgart Röhre 1988
Guru Guru - Stuttgart Laboratorium mehrfach
Mothers Finest - Stuttgart Cannstatter Wasen 1990
KISS - Stuttgart Schleyerhalle 2008
Iron Maiden - Stuttgart Schleyerhalle 2011
Hawkwind - Stuttgart Longhorn 1990
Spirit - Stuttgart Longhorn 1989
Steve Harley And Cockney Rebel - Stuttgart Longhorn und Altes Schützenhaus 1989/1990
 

Gast 1

Guest
Aus dem Gedächtnis bring ich alle sicher nicht mehr zusammen. Aber so in etwa

Thin Lizzy 1979
Rainbow 1980
Status Quo 1980
Status Qu0 1983
Black Sabbath 1983
Whitesnake 1983 oder 1984
Iron Maiden 1983
Iron Maiden 1984
Iron Maiden 1993
Judas Priest 1984 oder 1985
Deep Purple 1984
Deep Purple 1987
Marillion 1987
Santana 1987
Santana 1998
Dave Matthews Band 1998
Widespread Panic 1998
Jethro Tull 1987
Jethro Tull 1989
Jethro Tull 1991
Jethro Tull 1995
Jethro Tull 1999
Jethro Tull 2005
Prince hmm ca. 1993 tät ich sagen
Paul McCartney 2016
Sahara 2015 und 2016
Magma 2008
Sonny Rollins 2010 vermutlich
Tingvall Trio zweimal so vermutlich 2009 und 2010 rum
Manu Katche vor ca. vier Jahren
Manowar irgendwann mal in den 80ern
The Cure in den 90ern
Loreena McKennitt 90er
Tori Amos 90er
Man 1998 und 1999
Youssou N'Dour vor ca. sechs Jahren
The Puppini Sisters vor ca. vier Jahren

und bestimmt einen Haufen Bands die ich leider grad nicht parat habe
 

Gast 5

Aktives Mitglied
Ich habe auch nicht alle erfasst. Wenn ich mir Deine Liste so anschaue, dann ware ich noch bei Sahara, Yes, The Cure, Santana, Motörhead.....
 

Gast 1

Guest
Und ich habe MAN noch im Classic Rock Cafe in Stuttgart 1996 vergessen. Mei, war das klasse!
In der Zeit warens scheinbar eh so richtig gut drauf. Nach der Durststrecke in den 80ern, liefens in den 90ern noch ein letztes Mal zur Hochform auf. Bei dir 1996 und bei mir 1998 und 1999, das waren auch zwei meiner allerbesten Konzerte überhaupt.

Und grade eingefallen

Peter Gabriel auf der Secret World Tour auch gesehen.
 

Roller-Rocker

Aktives Mitglied
Mein absolut schlechtestes Konzerterlebnis hatte ich leider mit Yes 2011
Mit YES kann ich zwar nicht aufwarten, aber ich entsinne mich an ein Konzert von "Us And Them" , eine Pink- Floyd- Coverband, in Bergheim.
Das Konzert an sich war voll gut.
Aber die hätten keine Bergheimer Nachwuchsband als Vorgruppe nehmen sollen. Das war etwa anderthalb Stunden Einheitsbrei und Klangteppich, unerträglich!
Und das lokale Publikum spornte die Jungs noch zu einigen Zugaben an...:confused:
 

Gast 1

Guest
Meine schlechtesten Konzerte sind schneller aufgezählt:

- Johnny Winter: Ende der 80er, 1988 mein ich. Superlangweilig mit einem Scheißgitarrensound. Da hatte er das Brett dabei, welches er auf dem Cover von "The Winter of 88" hält. Klang wie ne Metalgitarre mit endlosem Slowblues dazu. Grausig, bin ich rausgegangen, weil ich Kopfweh bekommen hab.

- Blue Öyster Cult: 1986 oder so rum. Viel zu laut für den kleinen Saal des Deutschen Museums

- Youssou N'Dour: 2009 rum. Der Mixer der Halle war absolut überfordert die ganzen Percussioninstrumente - Drums, Congas, Marimbas, Talking Drums etc. - auf den Hut zu bekommen, in der Folge war das ein einziger wummernder Bassbrei und von den anderen Instrumenten nix zu hören. Ich und einige andere Leute sind zu ihm hin um ihn anzubrüllen er soll den Scheiß leiser machen und ordentlich mischen, aber keine Chance, der meinte nur hilflos er versuche das ja dauernd. Bin dann raus mit meiner Frau, obwohls mein Geburtstagsgeschenk von ihr war und hab dann gesehen, dass sogar zahlreiche Afrikaner geflüchtet sind vor dem Sound
 

Marifloyd

Inventar
Meine schlechtesten Konzerte sind schneller aufgezählt:

- Johnny Winter: Ende der 80er, 1988 mein ich. Superlangweilig mit einem Scheißgitarrensound. Da hatte er das Brett dabei, welches er auf dem Cover von "The Winter of 88" hält. Klang wie ne Metalgitarre mit endlosem Slowblues dazu. Grausig, bin ich rausgegangen, weil ich Kopfweh bekommen hab.
Das von mir angegebene Johnny Winter Konzert war musikalisch sehr ansprechend, aber der gute Johnny spielte eine Stunde. Das Licht ging an und alle Besucher dachten, es würde jetzt die Pause beginnen. Pustekuchen! Das Konzert war zu Ende. Noch nicht mal eine Zugabe! Das Publikum in der kleinen Halle war kurz davor die Bühne abzubauen. War eine richtige Frechheit!

Musikalisch bescheiden war auch ein Bob Dylan Konzert in der Halle Münsterland. Als Vorgruppe trat damals die Dave Matthews Band auf. Hörte ich damals erstmals. Ich war völlig aus dem Häuschen. Der von mir sehr geschätzte Bobby hätte getrost ruhig seine Gitarre einpacken können.
 

Marifloyd

Inventar
Da fällt mir noch ein "unvergessliches" Konzerterlebnis mit Rio Reiser in Schüttdorf ein. Das Konzert beginnt. Es wird gezählt:" Eins, zwei, drei und ... eine Taste wird gedrückt und das Blackback eingeschaltet. Mein Kumpel und ich verbrachten den Auftritt dann am Getränkewagen.
 

Gast 1

Guest
Da fällt mir noch ein "unvergessliches" Konzerterlebnis mit Rio Reiser in Schüttdorf ein. Das Konzert beginnt. Es wird gezählt:" Eins, zwei, drei und ... eine Taste wird gedrückt und das Blackback eingeschaltet. Mein Kumpel und ich verbrachten den Auftritt dann am Getränkewagen.
Unglaublich, die haben echt da Playback laufen lassen?
 

Gast 5

Aktives Mitglied
Das von mir angegebene Johnny Winter Konzert war musikalisch sehr ansprechend, aber der gute Johnny spielte eine Stunde. Das Licht ging an und alle Besucher dachten, es würde jetzt die Pause beginnen. Pustekuchen! Das Konzert war zu Ende. Noch nicht mal eine Zugabe! Das Publikum in der kleinen Halle war kurz davor die Bühne abzubauen. War eine richtige Frechheit!

Musikalisch bescheiden war auch ein Bob Dylan Konzert in der Halle Münsterland. Als Vorgruppe trat damals die Dave Matthews Band auf. Hörte ich damals erstmals. Ich war völlig aus dem Häuschen. Der von mir sehr geschätzte Bobby hätte getrost ruhig seine Gitarre einpacken können.
Oh ja, KING CRIMSON haben es 1995(?) in der Stuttgarter Liederhalle auch auf 60 Minuten zu einem exorbitant hohen Preis geschafft. Tolle Musik, aber es hätte etwas mehr sein dürfen.
 

Fisherking

Neues Mitglied
Die Konzerte die am meisten in Erinnerung geblieben sind:
Dire Straits 1992 in Köln
Peter Gabriel 1993 Dortmund
Sylvan's Posthumous silence Show 2007 Hamburg
Porcupine tree 2010 Bochum
Transatlantic 2010 Köln
Bruce Springsteen 2013 Hannover
Neal Morse 2015 Hamburg
Besondere Ereignisse waren auch immer die Night of the Prog Festivals.
Eigentlich habe ich kaum ein richtig schlechtes Konzert miterlebt.
Die einzige Ausnahme War Steve Lukather 2009 in Bochum. Etwas langweiligeres hab ich nie gesehen.
 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
Mungo Jerry
(Ray Dorset im Rex und keiner geht hin...)
Mungo Jerry I.jpg
Mungo Jerry gastierte im Rex in Bensheim. Musikalisch war es einfach ein tolles Konzertereignis und dennoch bleibt ein kleines beklemmendes Gefühl.
Der Reihe nach, ich war spät ran, parkte vor dem Rex und wollte mir wieder einen Platz nah am Bühnenrand ergattern. „Irgendwie kommst du da noch durch“, dachte ich, doch im Rex war ich perplex. An einigen Stehtischen standen ein paar Besucher, ich ging zur Bühne, stand allein im Raum und fragte mich: „Spielt hier in zehn Minuten tatsächlich Mungo Jerry“. Ja, sie spielten und wie!!!
Doch wie kann es sein, dass ein solches Konzert so überhaupt keinen Zuspruch findet. Was da an Krempel für die sechs Musiker auf der Bühne stand war schon gigantisch. Das konnte eigentlich nur ein frustrierendes Konzert gebe.
Weit gefehlt, anscheinend kenne ich Ray Dorset nicht richtig. Seine Crew enterte die Bühne. Direkt vor mir stand Ray und sprach mich auf mein Joe-Bonamassa-Tour-Shirt an: „Ein guter Mann.“ Der hoch aufgeschossene Cellist Franky Klassen versprühte mit seiner nicht enden wollenden positiven Energie eine Stimmung, die das Herz hüpfen ließ. Ray powerte los. Nach zwei Songs forderte er die paar Anwesenden auf, ihre Hocker zu verlassen und an die Bühne zu kommen. Als die nicht so recht wollten machte er sich auf den Weg von der Bühne in den Publikumsraum und holte jeden einzeln nach vorn. Der Bann war gebrochen, es wurde eine richtig tolle und lange Party. Klar waren da die alten Hits wie „Baby jump“ und „Lady Rose“, da waren aber auch sämtliche Songs der neuen Mungo-Jerry-Scheibe „Xstreme“ und genau die machten ebenfalls Spaß. Irgendwann, es war schon kurz vor 23:30 Uhr schaute Ray auf die Uhr und meinte, dass es Zeit für „In the summertime“ wird. Ganz ehrlich, ich habe die alte Klamotte nicht vermisst, dass für die vielen Variationen, die Ray Dorset dann bot, zolle ich höchsten Respekt. Es folgte noch ein klasse Dylan-Cover „Knockin´ on heavens door“ und als Abschluss eine fantastische Bandpräsentation. Niemand rief nach einer Zugabe, nicht weil die Show nicht gut war sondern gerade weil sie sehr gut war. Die Sache war rund, lang, nicht zu lang, alles perfekt getimet. Da bedurfte es keines weiteren Songs.
Zum xten Mal war ich im Rex und jedes Mal habe ich eine tolle Show geboten bekommen, doch was Ray Dorset hier leistete war überragend; Freude und Spaß zu vermitteln und dies auch transportiert zu bekommen, wo zunächst eigentlich Ratlosigkeit und Frust den Raum füllte.
Ich frage mich manchmal wirklich, wie satt sind die Konzertbesucher. Für das Geld einer guten Langspielplatte bekommt man im Rex eine tolle, ja überragende Show geboten, wird von allen die dort arbeiten höflich und respektvoll behandelt und niemand geht hin. Man sollte noch mal drüber nachdenken...
 

Marifloyd

Inventar
Mungo Jerry
(Ray Dorset im Rex und keiner geht hin...)
Anhang anzeigen 5341
Mungo Jerry gastierte im Rex in Bensheim. Musikalisch war es einfach ein tolles Konzertereignis und dennoch bleibt ein kleines beklemmendes Gefühl.
Der Reihe nach, ich war spät ran, parkte vor dem Rex und wollte mir wieder einen Platz nah am Bühnenrand ergattern. „Irgendwie kommst du da noch durch“, dachte ich, doch im Rex war ich perplex. An einigen Stehtischen standen ein paar Besucher, ich ging zur Bühne, stand allein im Raum und fragte mich: „Spielt hier in zehn Minuten tatsächlich Mungo Jerry“. Ja, sie spielten und wie!!!
Doch wie kann es sein, dass ein solches Konzert so überhaupt keinen Zuspruch findet. Was da an Krempel für die sechs Musiker auf der Bühne stand war schon gigantisch. Das konnte eigentlich nur ein frustrierendes Konzert gebe.
Weit gefehlt, anscheinend kenne ich Ray Dorset nicht richtig. Seine Crew enterte die Bühne. Direkt vor mir stand Ray und sprach mich auf mein Joe-Bonamassa-Tour-Shirt an: „Ein guter Mann.“ Der hoch aufgeschossene Cellist Franky Klassen versprühte mit seiner nicht enden wollenden positiven Energie eine Stimmung, die das Herz hüpfen ließ. Ray powerte los. Nach zwei Songs forderte er die paar Anwesenden auf, ihre Hocker zu verlassen und an die Bühne zu kommen. Als die nicht so recht wollten machte er sich auf den Weg von der Bühne in den Publikumsraum und holte jeden einzeln nach vorn. Der Bann war gebrochen, es wurde eine richtig tolle und lange Party. Klar waren da die alten Hits wie „Baby jump“ und „Lady Rose“, da waren aber auch sämtliche Songs der neuen Mungo-Jerry-Scheibe „Xstreme“ und genau die machten ebenfalls Spaß. Irgendwann, es war schon kurz vor 23:30 Uhr schaute Ray auf die Uhr und meinte, dass es Zeit für „In the summertime“ wird. Ganz ehrlich, ich habe die alte Klamotte nicht vermisst, dass für die vielen Variationen, die Ray Dorset dann bot, zolle ich höchsten Respekt. Es folgte noch ein klasse Dylan-Cover „Knockin´ on heavens door“ und als Abschluss eine fantastische Bandpräsentation. Niemand rief nach einer Zugabe, nicht weil die Show nicht gut war sondern gerade weil sie sehr gut war. Die Sache war rund, lang, nicht zu lang, alles perfekt getimet. Da bedurfte es keines weiteren Songs.
Zum xten Mal war ich im Rex und jedes Mal habe ich eine tolle Show geboten bekommen, doch was Ray Dorset hier leistete war überragend; Freude und Spaß zu vermitteln und dies auch transportiert zu bekommen, wo zunächst eigentlich Ratlosigkeit und Frust den Raum füllte.
Ich frage mich manchmal wirklich, wie satt sind die Konzertbesucher. Für das Geld einer guten Langspielplatte bekommt man im Rex eine tolle, ja überragende Show geboten, wird von allen die dort arbeiten höflich und respektvoll behandelt und niemand geht hin. Man sollte noch mal drüber nachdenken...
Dein zerrissenes Gefühl kann ich absolut nachvollziehen. Bei so einem Konzert würde ich mich fragen, ob die Musiker überhaupt ihre Kosten wieder reinbekommen haben. Auch die Atmosphäre ist sicherlich nicht angenehm. Ich finde es sehr schade, wenn Musiker vor leeren Rängen spielen müssen. Schön, dass Du dennoch ein tolles Konzert erlebt hast.
 

Andie Arbeit

Aktives Mitglied
Hans Theessink - Birthday-Brash-Konzerte
sind für mich immer wieder Konzerte, Live-Darbietungen mit dem gewissen Kick. Man darf sich natürlich nichts vormachen, die CDs sind kein musikalischer Hochgenuss, sie vermitteln mehr das Gefühl einer wunderbaren Session und der damit verbundenen Lebensfreude. Ich besitze sämtliche drei CD-Einspielungen und immer wieder gerne lasse ich diese Scheiben im CD-Player laufen und das dabei aufkommende Lebensgefühl ist einfach herrlich.
 

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