Live im Konzert

"avantgardistische Popmusik" Huuch, da purzeln aber meine Schubladen durcheinander....
Von HODO GAIA habe ich im Netz nix hörbares gefunden, außer dass sie mit "Minami Deutsch" (die ich sehr schätze) auf Tour gehen oder gegangen sind...
 
Zuletzt bearbeitet:
Anhang anzeigen 19905
gestern im Frankfurter Stadion.

Für mich ein lebenswichtiger Abend. Bin ich doch Fan der (fast) ersten Stunde und habe sie noch nie vernünftig Live erlebt, nur völlig verdröhnt in der Frankfurter Festhalle vor ein paar Jahren. Also war da noch eine Rechnung offen.

Von dem Support Airbourne war an meinem Platz (Tribüne ziemlich inner Mitte von der rechten Seite ) leider fast nur Schlagzeug und Gesang zu hören.
Bei Powerwolf war es dann ein gutes Stück besser! Nur konnte ich mit ihrer Musik nix anfangen.
Egal es scheint nicht wenigen gefallen zu haben.

Die Jungfrauen haben mit ein paar Stücken aus Senjutsu begonnen bevor es an das "Erbe des Biestes" ging wie
Revelations, Blood Brothers, Flight of Icarus, Fear of the Dark, Hallowed be thy name, Number of the Beast, Run to the Hills, Iron Maiden oder the Trooper.

Ich habe mich sehr über die weniger offensichtlichen Stücke Sign of the Cross und the Clansman gefreut.

Der Schluss wurde von Winston Churchill eingeleitet, dessen Rede traditionell das Intro zu Aces High ist.

Ich bin versöhnt, war der Sound doch akzeptabel :) . Die Band ist immer noch top in Form!

Anhang anzeigen 19906
Airbourne hätten es nicht sein müssen! Das ist Zeit und Lebensverschwendung. Powerwolf, muss nicht jeder gut finden. Iron Maiden haben in einer mehr als 40 jährigen Karriere auch mal geschwächelt(und ich meine nicht die Zeit mit Blaze Bailey), sich aber immer wieder aufgerappelt. Wer "Senjutsu" kritisiert hat das Album genauso wenig verstanden wie Judas Priests "Nostradamus".
Sehr guter Konzertbericht! Danke!
 
"avantgardistische Popmusik" Huuch, da purzeln aber meine Schubladen durcheinander....
Von HODO GAIA habe ich im Netz nix hörbares gefunden, außer dass sie mit "Minami Deutsch" (die ich sehr schätze) auf Tour gehen oder gegangen sind...

Gibt von denen anscheinend auch noch so rein gar nix. Sängerin sagte ja selbst, sie wären ganz neu. Pop hör ich da allerdings am wenigsten raus ... das war alles sehr krautig, psychedelisch und irgendwie jazzig angehaucht. Ich werde da auf jeden Fall am Ball bleiben.
 
Finkenbach Festival 12./13. August 2022
TR II.JPGTR III.JPGTR.JPG
Für mich war der Auftritt von Thorbjorn Risager und The Black Tornado das große Highlight des Finkenbach Festivals.
Insgesamt war es schlicht grandios und ich freue mich jetzt schon auf´s kommende Jahr.
 
Tour wegen schlechter Ticketverkäufe abgesagt
Lest selber
Verdammt ehrliche Worte. Ich gehe davon aus, dass es bei vielen Konzerten im Herbst schwer wird, Tickets abzusetzen.
 
Leprous / Wheel / Aiming for Enrike 18.8 Aschaffenburg Colos-Saal

Ziemlich pünktlich 19 Uhr ging es los mit der mir unbekannten Band Aiming for Enrike.
Ein Duo, bestehend aus Schlagzeug und Gitarre und... Boden? Als träger, rückständiger Dörfler glaubte ich zunächst betrogen zu werden. Der Mann an der Gitarre machte was auf dem Instrument, hörte dann auf, machte mit den Füßen rum oder verschwand ganz auf dem Bühnenboden (Ich stand ziemlich hinten) . Während dessen der Sound sich weiter änderte und meistens auch großen Spaß machte. Mein Neffe klärte mich dann auf: "Der loopt!" Da gingen mir die Lichter auf, hatte ich doch sowas mal am Fernsehen gesehen.
Nicht schlecht... die haben so also eine Musik, die mich Phasenweise an Kong erinnerte zu zweit fabrizieren können. Respekt! Und gelungen ist das auf jeden Fall.

Wheel bekamen dann danach Zeit und Raum für eine Handvoll Stücke (zugegeben alle etwas länger...).
Wenn man ihnen die starke Anlehnung an Tool verzeiht, hat man eine absolute "Quality Time" . Wäre es dann zu ende gewesen , wäre ich schon zufrieden nach hause gegangen.

Aber es kamen ja noch die Headliner Leprous, die ich von ihren beiden letzten Alben her kenne.
Mein Konzertnachbar stehenderweise war entsetzt, dass ich die früheren Alben nicht kannte. Ich gebe zu: zwei stehen immer noch ungehört hier rum (Coal und Bilateral) aber Wurscht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten liebe ich jedenfalls Aphelion und Pitfalls. Diesbezüglich wurde ich auch bedacht, spielten sie doch von jedem Album zwei Songs. Was soll ich sagen ?. die meisten von euch werden sie schon lange kennen. Ich bin zu spät auf sie gekommen und wenn sie das nächste mal kommen, werde ich das Material intus haben!
Eine phantastische Band, die viel, viel mehr Publikum verdient hätte aber das empfinden wir richtigen Musikfans oft oder?
 
Zuletzt bearbeitet:
Leprous / Wheel / Aiming for Enrike 18.8 Aschaffenburg Colos-Saal

Ziemlich pünktlich 19 Uhr ging es los mit der mir unbekannten Band Aiming for Enrike.
Ein Duo, bestehend aus Schlagzeug und Gitarre und... Boden? Als träger, rückständiger Dörfler glaubte ich zunächst betrogen zu werden. Der Mann an der Gitarre machte was auf dem Instrument, hörte dann auf, machte mit den Füßen rum oder verschwand ganz auf dem Bühnenboden (Ich stand ziemlich hinten) . Während dessen der Sound sich weiter änderte und meistens auch großen Spaß machte. Mein Neffe klärte mich dann auf: "Der loopt!" Da gingen mir die Lichter auf, hatte ich doch sowas mal am Fernsehen gesehen.
Nicht schlecht... die haben so also eine Musik, die mich Phasenweise an Kong erinnerte zu zweit fabrizieren können. Respekt! Und gelungen ist das auf jeden Fall.

Wheel bekamen dann danach Zeit und Raum für eine Handvoll Stücke (zugegeben alle etwas länger...).
Wenn man ihnen die starke Anlehnung an Tool verzeiht, hat man eine absolute "Quality Time" . Wäre es dann zu ende gewesen , wäre ich schon zufrieden nach hause gegangen.

Aber es kamen ja noch die Headliner Leprous, die ich von ihren beiden letzten Alben her kenne.
Mein Konzertnachbar stehenderweise war entsetzt, dass ich die früheren Alben nicht kannte. Ich gebe zu: zwei stehen immer noch ungehört hier rum (Coal und Bilateral) aber Wurscht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten liebe ich jedenfalls Aphelion und Pitfalls. Diesbezüglich wurde ich auch bedacht, spielten sie doch von jedem Album zwei Songs. Was soll ich sagen ?. die meisten von euch werden sie schon lange kennen ,ich bin zu spät auf sie gekommen und wenn sie das nächste mal kommen , werde ich das Material intus haben!
Eine phantastische Band, die viel, viel mehr Publikum verdient hätte aber das empfinden wir richtigen Musikfans oft oder?
Schöner Bericht, Joachim, auch wenn ich mit Leprous der Neuzeit nichts mehr anfangen kann, wäre ich von einem ausverkauften Colossaal ausgegangen, war da tatsächlich noch Luft zum atmen?
 
Das Fest 2022, Günther-Klotz-Anlage, Karlsruhe – Donnerstag 21.7.2022

Fahrt von Ostslowakei nach Loreley ist sehr lang und darum versuche sie immer teilen mit Zwischenstopps am interessanten Platzen. Am liebsten mit einen Konzert am Abend. Mein Kumpel liebt alte Prog-Rock Sachen daher stand schon längere Zeit Termin in Karlsruhe mit Saga in Tollhaus fest. Ich habe Saga auf Loreley in 2012 gesehen und es ist nicht meine Welt, ich habe vor der Zugabe gegangen. Die Vorstellung dass ich mehr als 40 Euro für Ticket bezahle und mich ganzen Abend langweilen würde hatte mich ganze Zeit verfolgt. Daher suchte ich nach Alternative und wenige Wochen vor dem Termin fand ich eine. Das Fest auf Günther-Klotz-Anlage in Karlsruhe hat am diesen Donnerstag sein erstens Tag. Und auf Nebenbühne „Feldbühne“ fand ich interessantes Programm. Eine Band aus Ulm Woomera und eine Belgische Band aus Mechelen Hippotraktor. Ich habe mir Ticket für diesen Tag gekauft für 17 Euro und freute mich auf meine Alternative.

Am Donnerstagabend verließen wir das Hotel, mein Kumpel in östliche Richtung zum Tollhaus und ich nach Westen zu Günther-Klotz-Anlage. Erste Überraschung war wenn am Tor niemand mein Ticket wollte. Stattdessen hatte ich einen Flyer in die Hand gedrückt bekommen. Und erst aus diesen Flyer hatte ich realisiert das ich mir auch diesen 17 Euro Ticket sparen konnte. Das Fest ist so aufgeteilt das nur ein Drittel des Geländes mit nur einer Bühne, die „Hauptbühne“, bezahltes Gelände ist. Alles anderes mit weiteren drei Bühnen „Feldbühne“, „Kulturbühne“ und „DJ-Bühne“ ist frei zuganglich ohne was zu bezahlen.

Meine „Feldbühne“ habe ich schnell gefunden und letzten drei Songs von erster Band geschafft. Es waren InDecision aus Karlsruhe. Ihre Music ist sehr angelehnt am Depeche Mode. Ich liebe DM, das ist Music von meinen Jugend. InDecision waren keine plumpe Kopie sie hatten etwas eigenes, es war einfach schön.

Bei umbaupause habe ich etwas Gelände ausgekundschaftet und ich war schockiert von der Große des Festivals. In der Flyer waren Essenstande aufgelistet mit zahl 58 verschiedenen und noch 17 Stande mit Trinken, dazu mehrere weitere mit anderen Angeboten.

Zweite Band war Woomera. Ich habe mich auf sie gefreut und ich war nicht enttäuscht. Ein sehr guter langhaariger Sänger mit exzellenter Bühnenpräsenz. Auch sehr guter Gitarrist. Am ihren Bandcamp Seite haben sie mehrere Stile aufgelistet mit post-rock, post-metal, prog-metal, prog-rock, meiner Meinung nach ist ihre Music als Djent zu definieren mit etwa Tesseract als Referenz. Die eine Stunde war zu schnell vorbei und ich war einfach begeistert.

Nach einen weiteren halbstundigen Umbaupause kam Hippotraktor. Eine Post-Metal Band aus Belgischen Mechelen, persönlich verbunden mit Psychonaut. Mit fünf Leute auf der Bühne, zwei Gitarren, Bass Schlagzeug und Sänger der manchmal auch Percussion bediente. Ich habe jede Sekunde genossen, das war das wahre Highlight meines Abends.

Letzte Band auf dieser Bühne war Petrol Girls, eine Punk-Girls Band. Ich habe sie vorher versucht zu anhören aber keinen Draht zu ihnen gefunden. Ich habe mir gesagt: Du hast dir Ticket gekaut, versuch dieser Haupt Act auf der Hauptbühne. Wenn es Nichts für dich wird kannst du jeder Zeit gehen. Ich habe mich dann ins bezahlte Teil begeben. In Bereich vor der Hauptbühne bin ich nicht mehr gekommen. Es war zu spät, es war schon voll. Ich konnte den Zuschauerraum von der Seite sehen und es war beeindruckender Anblick. Das Hügel vor der Hauptbühne war voll, genau zusagen es war keinen Hügel zu sehen es war eine Menschenmenge in Form des Hügels. Ich war schon auf Konzerten mit Massen von Leuten, zum Beispiel Rolling Stones mit 130000 Zuschauern am Strahov Stadium in Prag, aber das war am flachen Terrain, dieser Hügel hat den Masseneindruck vervielfacht. Glücklicherweise war links von der Bühne eine große Wiese wo Eine große Leinwand mit Lautsprechern aufgestellt war. Für alle die die sich nicht in Massen quetschen wollten oder für die die, wie ich, zu spät ankamen. Nach weniger Minuten kam die Band. Es waren Seeed aus Berlin. Ich hatte keine Ahnung was mich erwartet. Als Erstes habe ich Peter Fox erkannt, ich hatte ihm aus seinen solo Hits „Haus Am See“ oder „Schwarz zu Blau“ gekannt. Was ich zu diesen Konzert sagen kann. Es war erstaunlich gut. Absolut professionelle Auftritt, beeindruckende Blasinstrumenten Sektion, Peter Fox in Höchstform, gute Rapper (eigentlich hasse ich Rap) und vor allem sehr gute Texte. Es war mein erster Hip-Hop Konzert überhaupt und es war sehr gut und unterhaltsam. Ich würde jetzt nicht Hip-Hop oder Rap Fan, und ich anfange nicht jetzt Videos von Seeed oder Peter Fox hier zu posten. Aber ich muss auch sagen das ich mich in diesen zwei Stunden besser unterhaltet gefühlt als am nächsten Tagen am Loreley bei Renaissance oder Premiata Forneria Marconi.

Es war insgesamt ein schönes Abend mit zwei fantastischen Bands Woomera und Hippotraktor und mit einen Blick in die neue Welt über dem ich keine Ahnung hatte. Und diesen Blick hatte mir eine nicht erwartete Freude gegeben.

Noch zur Vollständigkeit, mein Kumpel war von Saga in Tollhaus auch begeistert.

Gruß
Paul
 
Sarah Connor - Herz Kraft Werke Sommertour
Filmnächte am Elbufer, Dresden, 26. August 2022, Nachhole-Konzert von 2020

Bange Blicke zum Himmel, fast im Minutentakt, die Wetter-App und die andere, und die da auch noch zu Rate ziehen - es blieb dabei:
Starkregen und schwere Gewitter sollten unseren Konzert-Spaß trüben. Mist.

Dann war es Zeit sich zu entscheiden, um rechtzeitig zum Bus zu kommen. Bei uns am Stadtrand sah es (noch) gut aus. Sonnenschein und kein Regen oder sonstwas. Also los.

In der Innenstadt dann leichter Nieselregen und die Überreste (diverse Pfützen) von einem kurzen Niederschlag.
Dann war auch der Niesel weg. Wir haben den Support-Act verpasst (https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-hoexter/sarah-connor-bringt-denis-mansfeld-mit-2599293), aber das war uns egal. Das Wetter war gut und dem Konzertgenuss stand nun nichts mehr im Weg.

Ich kann mich kurz fassen - es wurde ein/e 2 Stunden und 20 Minuten Frauen-Power Pop/Rock/Soul-Konzert- bzw. Party allererster Güte. Sarah fand sofort den Draht zum Publikum und wenn sie mit den Leuten redet, dann denkt man wirklich, sie redet nur mit dir. Persönlich, herzlich, ungekünstelt, absolut natürlich und - menschlich!

Sie zog eine klare Kante gegen Rechts und verstand es wieder in wunderbarer Weise mit ihren Worten und natürlich all ihren Songs Herz und Seele zu berühren ud dann auch den ganzen Körper zu bewegen.

Ihre bewährte Band war musikalisch auch wieder in Höchstform und sie hatte ein gemischtes Gospelquartett und drei Backgroundsängerinnen mit dabei, die allesamt auch ihre eigenen speziellen Auftritte bekamen.

Sound war richtig klasse - super Bass-Sound für ein open air, klarer Gesang und auch alle anderen waren gut im Gesamtklang eingemischt. Dazu eine super Lightshow - was will man mehr.

11.000 Leute waren bei der Sommer-Party dabei. Im Vergleich zum Jethro Tull-Konzert also etwa die vierfache Menge und das Konzert war mehr als eine Stunde länger für 10 € weniger. Nimm das Ian! ;)

Bilder folgen.
 
Sarah Connor - Herz Kraft Werke Sommertour
Filmnächte am Elbufer, Dresden, 26. August 2022, Nachhole-Konzert von 2020

Bange Blicke zum Himmel, fast im Minutentakt, die Wetter-App und die andere, und die da auch noch zu Rate ziehen - es blieb dabei:
Starkregen und schwere Gewitter sollten unseren Konzert-Spaß trüben. Mist.

Dann war es Zeit sich zu entscheiden, um rechtzeitig zum Bus zu kommen. Bei uns am Stadtrand sah es (noch) gut aus. Sonnenschein und kein Regen oder sonstwas. Also los.

In der Innenstadt dann leichter Nieselregen und die Überreste (diverse Pfützen) von einem kurzen Niederschlag.
Dann war auch der Niesel weg. Wir haben den Support-Act verpasst (https://www.westfalen-blatt.de/owl/kreis-hoexter/sarah-connor-bringt-denis-mansfeld-mit-2599293), aber das war uns egal. Das Wetter war gut und dem Konzertgenuss stand nun nichts mehr im Weg.

Ich kann mich kurz fassen - es wurde ein/e 2 Stunden und 20 Minuten Frauen-Power Pop/Rock/Soul-Konzert- bzw. Party allererster Güte. Sarah fand sofort den Draht zum Publikum und wenn sie mit den Leuten redet, dann denkt man wirklich, sie redet nur mit dir. Persönlich, herzlich, ungekünstelt, absolut natürlich und - menschlich!

Sie zog eine klare Kante gegen Rechts und verstand es wieder in wunderbarer Weise mit ihren Worten und natürlich all ihren Songs Herz und Seele zu berühren ud dann auch den ganzen Körper zu bewegen.

Ihre bewährte Band war musikalisch auch wieder in Höchstform und sie hatte ein gemischtes Gospelquartett und drei Backgroundsängerinnen mit dabei, die allesamt auch ihre eigenen speziellen Auftritte bekamen.

Sound war richtig klasse - super Bass-Sound für ein open air, klarer Gesang und auch alle anderen waren gut im Gesamtklang eingemischt. Dazu eine super Lightshow - was will man mehr.

11.000 Leute waren bei der Sommer-Party dabei. Im Vergleich zum Jethro Tull-Konzert also etwa die vierfache Menge und das Konzert war mehr als eine Stunde länger für 10 € weniger. Nimm das Ian! ;)

Bilder folgen.
Danke für den Bericht! Wird zwar nicht allen gefallen, aber deine Begeisterung zählt! Lieber Sarah Connor als eine Schwurbel Nena!
 
Das ist sehr nett von dir.
Dafür ist das Forum doch da! Schmeißt eure Scheuklappen weg, schärft den Blick auch auf Dinge, die außerhalb der täglichen musikalischen Wahrnehmung liegen! Sicherlich ist Sarah Connor in einem virtuellen Austausch über Musik,vorrangig Rockmusik(in fast allen)Varianten eher eine Exotin. Ich akzeptiere trotzdem die Leistungen von Sarah Connor vom Popsternchen und TV-Reality Star( Sarah & Marc in Love) sich zu einer Künstlerin mit tiefer gehendem Anspruch zu wandeln.
 
So, nun noch eine letzte Ergänzung - der Bericht zum Konzert aus der Sächsischen Zeitung:

Mit einem abwechslungsreichen Programm feiert Sarah Connor mit 11.000 Fans am Elbufer in Dresden.
Kurzzeitig wird ihr aber die Show gestohlen.

Von Lea Heilmann

Freitagabend zeigt sich Dresden wieder mal von seiner schönsten Seite. Ein Regenbogen überzieht die Innenstadt und die Bühne am Elbufer, als ob er extra die Wartezeit auf die Show von Sarah Connor versüßen will. Bevor die aber losgeht, bespaßen erst einmal die Singer-Songwriter der Band Mansfeld das Publikum. Sind die Menschen beim Nachsingen von „Ooh“-Passagen noch sehr verhalten, können bei einem Cover von Bon Jovis „It’s my life“ dann doch nicht mehr so viele Leute widerstehen mitzusingen.

Dass Sarah Connor einen starken Auftritt hinlegen kann, wird schnell klar: Die Bühne ist mit einem schwarzen Tuch verdeckt. Unter lauten „Sarah!“-Rufen aus dem Publikum fängt schließlich das Schlagzeug an zu spielen, die Bass-, Jazz- und Rockgitarren steigen ein, der Vorhang fällt, und unter lautstarkem Jubeln der 11.000 Besucher startet Sarah Connor mit „Kleinstadtsymphonie“ in ihre zweistündige Show.
„Ihr wisst gar nicht, wie schön ihr ausseht“, begrüßt sie ihre Fans. Die Sängerin hätte nicht gedacht, dass hier noch mal so viele Leute kommen und entschuldigt ihre zweieinhalbjährige Verspätung. Passend dazu kündigt sie ihren zweiten Song an, den sie im Lockdown schrieb, als sie keine Lust mehr auf irgendwas hatte. „Und dann feiern wir ’ne fette Party und laden alle unsere Freunde ein“ singt sie in „Bye Bye“ – dass das die Aufgabe für den Abend ist, darauf können sich die Sängerin und ihre Fans schnell einigen.
Die nächsten Songs sind ruhiger, viele Handy-Taschenlampen leuchten aus dem Publikum heraus. Und natürlich darf auch die obligatorische Band-Vorstellung nicht fehlen – mit dem größten Applaus für die Menschen hinter der Bühne, die Caterer, Licht- und Tontechniker, Busfahrer und viele mehr. Und mit „Whatta man“ von Salt’n‘Peppa hat auch eine der Background-Sängerinnen ihren großen Auftritt. Mit Leichtigkeit und Können rappt sie und heizt dem Publikum noch mal ein, bevor Sarah Connor ihre alten, englischsprachigen Hits auspackt.
„Ich möchte Eskalation!“, sagt sie ins Mikrofon und fordert ihre Fans zum Tanzen auf. Was im Publikum weniger klappt – da bewegen sich nur die ersten Reihen im Takt hin und her – wird auf der Bühne mehr ausgelebt.
Connor und ihre Sänger und Sängerinnen tanzen mehrere Choreografien zu Songs wie „Music ist the Key“, „Bounce“ oder „From Zero to Hero“. Ein Lied nach dem anderen, ohne Pause. Das Medley ist ein gelungener Bruch zu den vorherigen ruhigen Songs. Auch wenn das Publikum zumindest tanzmäßig nicht eskaliert, bringt es seine Begeisterung mit Klatschen, Jubeln und Armeschwenken zum Ausdruck.
Dann wird es wieder persönlich. Connor erzählt von ihrer Depression, der Therapie und von Panikattacken auf der Bühne, bevor sie „Stark“ singt. Halten sich Künstler sonst auf der Bühne am Elbufer mit Ansprachen eher kurz, aufgrund der begrenzten Zeit, erzählt die Sängerin immer wieder etwas zu ihren Songs und interagiert mit Freude mit ihren Fans.

Drei Kids auf der Bühne
In der zweiten Hälfte des Konzerts bekommen die Musiker auch ihre Auftritte. So können der E-Pianist oder der Bongo-Spieler bei mehreren Songs ihr Können zeigen. Aber nicht ihre Musiker haben Sarah die Show gestohlen, sondern drei Mädchen. Die Kids hatten ein Plakat hochgehalten, auf dem stand „Sarah, sing mit uns“.
„Ich soll mit euch singen?“, fragt Connor die drei. „Na dann, kommt hoch auf die Bühne.“ Schon ein paar Sekunden später stehen Pauline, Milena und Emily auf der Bühne und können es selbst noch nicht so richtig glauben, was da gerade passiert. Gemeinsam mit den drei Mädchen singt Connor „Bonnie & Clyde“. Als die achtjährige Pauline den ersten Ton singt, rastet das Publikum aus.
Was bei einem Sarah-Connor-Konzert nicht fehlen darf, zumindest seit 2019, ist das Lied „Vincent“, das die Fans auch lautstark einfordern. Spätestens im Refrain singt das komplette Publikum mit, und selbst die Bar-Mitarbeiter veranstalten eine kleine Polonaise hinter dem Tresen.
Damit endet zumindest der offizielle Teil des Abends, wie er begonnen hat: Mit einem Regenbogen, den Sarah Connor bei ihrem letzten Lied als Fahne um den Hals trägt. So richtig aufhören wollen aber weder Sarah Connor noch das Publikum. Drei Zugaben gibt sie, bevor sie ihre Fans in die Nacht entlässt.
 

Das aktuelle Magazin

Oben