Live im Konzert

...hoffentlich auch den Villagers of Ioannina City
Da bin ich doch mal gespannt, wie das Nachtprogramm in Finkenbach so gestaltet wird, zweimal
Rimojeki:

Edit: Oh, je, wenn ich das in den Space Rock Thread "gesteckt" hätte, hätte ich bös Haue von
nixe und Chris Flieder bekommen
Edit 2 Doch ich höre mir das immer noch an, ist das ätzend, Mani Neumeier hätte bei dieser Bandauswahl niemals zugestimmt, da bin ich mir ziemlich sicher. Ein Festival, dem ich Jahrzehnte lang die Treue gehalten hatte, ist für mich definitiv, natürlich auch wegen Guru Gurus Ausstieg, definitiv vorbei.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da bin ich doch mal gespannt, wie das Nachtprogramm in Finkenbach so gestaltet wird, zweimal
Rimojeki:

Edit: Oh, je, wenn ich das in den Space Rock Thread "gesteckt" hätte, hätte ich bös Haue von
nixe und Chris Flieder bekommen
Edit 2 Doch ich höre mir das immer noch an, ist das ätzend, Mani Neumeier hätte bei dieser Bandauswahl niemals zugestimmt, da bin ich mir ziemlich sicher. Ein Festival, dem ich Jahrzehnte lang die Treue gehalten hatte, ist für mich definitiv, natürlich auch wegen Guru Gurus Ausstieg, definitiv vorbei.

So sehr man Mani für sein Lebenswerk bewundern muss, den Termin für sein Cosmic Castle auf das 2. Augustwochende zu legen, der selbe Termin an dem in den letzten Jahren das Finki stattfand, und noch dazu in räumlicher Nähe dazu, war die Aktion eines stursinnigen alten Mannes, die sein eigenes Festival quasi pulverisierte und ein anderes schönes Festival (Georgs persönliche Vorlieben mal aussen vor) in seiner Existenz gefährdet hätte. Die Szene ist zu klein für Vendettas und ähnlichen Blödsinn.
 
Zuletzt bearbeitet:
...hoffentlich auch den Villagers of Ioannina City
Insgesamt sind da auch einige Sachen dabei, die für mich bislang ein komplett unbeschriebenes Blatt sind. Fange aber damit an, mich intensiv mit der Sache zu befassen und schaue mir dann alles unvoreingenommen an.
Ticket ist auf jeden Fall geordert. Campingplätze gibt´s auch laut Veranstalter reichlich. Die Radstrecke beträgt 101 Kilometer bei 808 Höhenmetern. Dies müsste mit Anhänger in einem Schnitt von 20 km/h zu bewältigen sein. Soll heißen, freitags fünf Stunden hin, sonntags fünf Stunden zurück und am Samstag kann ich mal ein paar Stündchen locker durch den Odenwald radeln....
 
Insgesamt sind da auch einige Sachen dabei, die für mich bislang ein komplett unbeschriebenes Blatt sind. Fange aber damit an, mich intensiv mit der Sache zu befassen und schaue mir dann alles unvoreingenommen an.
Ticket ist auf jeden Fall geordert. Campingplätze gibt´s auch laut Veranstalter reichlich. Die Radstrecke beträgt 101 Kilometer bei 808 Höhenmetern. Dies müsste mit Anhänger in einem Schnitt von 20 km/h zu bewältigen sein. Soll heißen, freitags fünf Stunden hin, sonntags fünf Stunden zurück und am Samstag kann ich mal ein paar Stündchen locker durch den Odenwald radeln....
Voreingenommen, für mich eine ganz große Band, der letzten Zeit : Villagers of Ioannina City
 
So sehr man Mani für sein Lebenswerk bewundern muss, den Termin für sein Cosmic Castle auf das 2. Augustwochende zu legen, der selbe Termin an dem in den letzten Jahren das Finki stattfand, und noch dazu in räumlicher Nähe dazu, war die Aktion eines stursinnigen alten Mannes, die sein eigenes Festival quasi pulverisierte und ein anderes schönes Festival (Georgs persönliche Vorlieben mal aussen vor) in seiner Existenz gefährdet hätte. Die Szene ist zu klein für Vendettas und ähnlichen Blödsinn.
Sein Cosmic Castle-ein-Tages-Festival mit Gong, Atomic Rooster und Marblewood auf dem Sportplatz in Obersülzen, ist mangels TeilnehmerInnen abgesagt worden...
 
Iron Maiden Logo Icons PNG - Free PNG and Icons Downloads
gestern im Frankfurter Stadion.

Für mich ein lebenswichtiger Abend. Bin ich doch Fan der (fast) ersten Stunde und habe sie noch nie vernünftig Live erlebt, nur völlig verdröhnt in der Frankfurter Festhalle vor ein paar Jahren. Also war da noch eine Rechnung offen.

Von dem Support Airbourne war an meinem Platz (Tribüne ziemlich inner Mitte von der rechten Seite ) leider fast nur Schlagzeug und Gesang zu hören.
Bei Powerwolf war es dann ein gutes Stück besser! Nur konnte ich mit ihrer Musik nix anfangen.
Egal es scheint nicht wenigen gefallen zu haben.

Die Jungfrauen haben mit ein paar Stücken aus Senjutsu begonnen bevor es an das "Erbe des Biestes" ging wie
Revelations, Blood Brothers, Flight of Icarus, Fear of the Dark, Hallowed be thy name, Number of the Beast, Run to the Hills, Iron Maiden oder the Trooper.

Ich habe mich sehr über die weniger offensichtlichen Stücke Sign of the Cross und the Clansman gefreut.

Der Schluss wurde von Winston Churchill eingeleitet, dessen Rede traditionell das Intro zu Aces High ist.

Ich bin versöhnt, war der Sound doch akzeptabel :) . Die Band ist immer noch top in Form!

IMG-20220727-WA0009.jpg
 
Anhang anzeigen 19905
gestern im Frankfurter Stadion.

Für mich ein lebenswichtiger Abend. Bin ich doch Fan der (fast) ersten Stunde und habe sie noch nie vernünftig Live erlebt, nur völlig verdröhnt in der Frankfurter Festhalle vor ein paar Jahren. Also war da noch eine Rechnung offen.

Von dem Support Airbourne war an meinem Platz (Tribüne ziemlich inner Mitte von der rechten Seite ) leider fast nur Schlagzeug und Gesang zu hören.
Bei Powerwolf war es dann ein gutes Stück besser! Nur konnte ich mit ihrer Musik nix anfangen.
Egal es scheint nicht wenigen gefallen zu haben.

Die Jungfrauen haben mit ein paar Stücken aus Senjutsu begonnen bevor es an das "Erbe des Biestes" ging wie
Revelations, Blood Brothers, Flight of Icarus, Fear of the Dark, Hallowed be thy name, Number of the Beast, Run to the Hills, Iron Maiden oder the Trooper.

Ich habe mich sehr über die weniger offensichtlichen Stücke Sign of the Cross und the Clansman gefreut.

Der Schluss wurde von Winston Churchill eingeleitet, dessen Rede traditionell das Intro zu Aces High ist.

Ich bin versöhnt, war der Sound doch akzeptabel :) . Die Band ist immer noch top in Form!

Anhang anzeigen 19906
Gerade in unserer lokalen Tageszeitung die Konzertkritik gelesen. Es muss ein gigantisches und langes Spektakel mit vielen Highlights gewesen sein.
 
Jethro Tull, 28. Juli, Junge Garde Dresden


Gestern war es also soweit - ich (wir) sollte(n) IHN sehen, Ian Anderson. Ich war gespannt, meine Frau nicht so sehr, da sie *hüstel* eigentlich keine Flötentöne mag. Aber sie mag ein paar der alten Tull-Hits. Sie hat mich dann auch mitten im Konzert schelmisch lächelnd gefragt, ob es auch einen Tull-Song ohne Flöte gibt. :rolleyes:;)

19.30 Uhr ging es pünktlich los. Doofe Uhrzeit, da noch taghell in der Garde. Die beiden jungen Musiker (Schlagzeug, Gitarre) kamen unspektakulär zuerst auf die Bühne, fast unbeachtet, dann von leichtem Beifall begleitet, erschienen die beiden älteren Herren an Bass und Keyboards, danach ertönte die Flöte und Ians Stimme und unter großem Jubel enterte Ian Anderson himself die Bühne und es ging fast nonstop mit drei Songs aus den 60ern los. Dann erst gab es durch den Meister eine kurze Begrüßung und ein paar einleitende Bemerkungen zum Progressive Rock (Beifall!!) Konzert. Mit Living In The Past müsste es dann weitergegangen sein, will aber jetzt nicht jeden Titel aufführen.

Nach knapp 40 Minuten verkündete Ian eine 15minütige Pause, in der man doch am Merchstand einem Freund ein T-Shirt kaufen könne. Wir waren etwas irritiert. Echt jetzt? Eine Pause?

Mit Too Old To Rock'n'Roll... ging es dann ohne große Umstände einfach weiter, aber nur etwa eine halbe Stunde. Dann verschwanden plötzlich wortlos alle Musiker weder von der Bühne und kamen nur wenig später zum auch nur sehr kurzen Zugabenteil zurück. Bei Locomotive Breath standen dann alle in der Garde und eine Vielzahl vor der Bühne. Bis dahin war es ein wirklich reines Sitzplatzkonzert gewesen, sieht man von einer "Dame" ab, die sich tänzelnd vor der Bühne darstellen wollte.

Tja, und dann war auch schon Schluss. Nettospielzeit von etwa 80 Minuten für 70 Euro. Das lasse ich jetzt mal so stehen.

Fazit. Anderson singt und spielt nicht nur, er inszeniert und lebt jeden Song auf der Bühne aus. Die u.a. aus früheren Videos, Berichten und Erzählungen bekannten Posen inklusive natürlich. Konditionell ist das für einen 74jährigen top.
Gesanglich waren schon erhebliche Defizite festzustellen, die er aber teilweise noch etwas überspielen konnte. War okay. Genial sein Flötenspiel - keine Schwachstelle erkannt. Blitzsaubere Töne trotz all seiner Bühnenaktionen. Hervorragend.

Die Mit-Musiker waren auch top, vor allem der junge Gitarrist hat mir sehr gefallen, aber rein optisch gesehen wirkten sie fast wie eine Coverband. Die Bühne absolut schmucklos, keinerlei Deko, auch technisch nur sehr spartanisch eingerichtet, keine Gitarrenständer mit einem Dutzend Klampfen (oder mehr)zur Auswahl (der Kerl spielte tatsächlich nur auf einer einzigen Gitarre ;) ).

Der Sound war leider nicht so toll. Bei den ersten Songs fehlten die Keyboardsounds komplett. Der Bass-Sound war mehrfach übersteuert. Die Gitarrensounds waren identisch mit den "alten 6oer Sounds" und kamen gut rüber, aber teilweise klang es als ob die Gitarre komplett extra spielen würde - sie war nicht im Gesamtklang eingebettet, was mir überhaupt nicht gefiel. Und die Lightshow war ein seltsames Geblinker, was man unter Ulk verbuchen konnte. Es gab nicht einmal ein Spotlight.

Es war die befürchtete ü60(70??) Veranstaltung mit überwiegend alten Leuten, die sich größtenteils auch ordentlich Mühe gegeben haten, richtig alt auszusehen. Meine Güte, ein bisschen darf man doch auf sein Äußeres achtgeben, oder? Freudiges Konzertplus - wir haben wieder einen ehemaligen Schüler getroffen, der auch bei Yes und Dream Theater mit uns im Publikum gesessen hatte. Steve Hackett hatte er leider wegen der Corona-Erkrankung seines Freundes verpasst.

Alles in allem hat es mir schon gefallen, aber es war leider viel viel viel viel zu kurz.

 
Zuletzt bearbeitet:
Jethro Tull, 28. Juli, Junge Garde Dresden


Gestern war es also soweit - ich (wir) sollte(n) IHN sehen, Ian Anderson. Ich war gespannt, meine Frau nicht so sehr, da sie *hüstel* eigentlich keine Flötentöne mag. Aber sie mag ein paar der alten Tull-Hits. Sie hat mich dann auch mitten im Konzert schelmisch lächelnd gefragt, ob es auch einen Tull-Song ohne Flöte gibt. :rolleyes:;)

19.30 Uhr ging es pünktlich los. Doofe Uhrzeit, da noch taghell in der Garde. Die beiden jungen Musiker (Schlagzeug, Gitarre) kamen unspektakulär zuerst auf die Bühne, fast unbeachtet, dann von leichtem Beifall begleitet, erschienen die beiden älteren Herren an Bass und Keyboards, danach ertönte die Flöte und Ians Stimme und unter großem Jubel enterte Ian Anderson himself die Bühne und es ging fast nonstop mit drei Songs aus den 60ern los. Dann erst gab es durch den Meister eine kurze Begrüßung und ein paar einleitende Bemerkungen zum Progressive Rock (Beifall!!) Konzert. Mit Living In The Past müsste es dann weitergegangen sein, will aber jetzt nicht jeden Titel aufführen.

Nach knapp 40 Minuten verkündete Ian eine 15minütige Pause, in der man doch am Merchstand einem Freund ein T-Shirt kaufen könne. Wir waren etwas irritiert. Echt jetzt? Eine Pause?

Mit Too Old To Rock'n'Roll... ging es dann ohne große Umstände einfach weiter, aber nur etwa eine halbe Stunde. Dann verschwanden plötzlich wortlos alle Musiker weder von der Bühne und kamen nur wenig später zum auch nur sehr kurzen Zugabenteil zurück. Bei Locomotive Breath standen dann alle in der Garde und eine Vielzahl vor der Bühne. Bis dahin war es ein wirklich reines Sitzplatzkonzert gewesen, sieht man von einer "Dame" ab, die sich tänzelnd vor der Bühne darstellen wollte.

Tja, und dann war auch schon Schluss. Nettospielzeit von etwa 80 Minuten für 70 Euro. Das lasse ich jetzt mal so stehen.

Fazit. Anderson singt und spielt nicht nur, er inszeniert und lebt jeden Song auf der Bühne aus. Die u.a. aus früheren Videos, Berichten und Erzählungen bekannten Posen inklusive natürlich. Konditionell ist das für einen 74jährigen top.
Gesanglich waren schon erhebliche Defizite festzustellen, die er aber teilweise noch etwas überspielen konnte. War okay. Genial sein Flötenspiel - keine Schwachstelle erkannt. Blitzsaubere Töne trotz all seiner Bühnenaktionen. Hervorragend.

Die Mit-Musiker waren auch top, vor allem der junge Gitarrist hat mir sehr gefallen, aber rein optisch gesehen wirkten sie fast wie eine Coverband. Die Bühne absolut schmucklos, keinerlei Deko, auch technisch nur sehr spartanisch eingerichtet, keine Gitarrenständer mit einem Dutzend Klampfen (oder mehr)zur Auswahl (der Kerl spielte tatsächlich nur auf einer einzigen Gitarre ;) ).

Der Sound war leider nicht so toll. Bei den ersten Songs fehlten die Keyboardsounds komplett. Der Bass-Sound war mehrfach übersteuert. Die Gitarrensounds waren identisch mit den "alten 6oer Sounds" und kamen gut rüber, aber teilweise klang es als ob die Gitarre komplett extra spielen würde - sie war nicht im Gesamtklang eingebettet, was mir überhaupt nicht gefiel. Und die Lightshow war ein seltsames Geblinker, was man unter Ulk verbuchen konnte. Es gab nicht einmal ein Spotlight.

Es war die befürchtete ü60(70??) Veranstaltung mit überwiegend alten Leuten, die sich größtenteils auch ordentlich Mühe gegeben haten, richtig alt auszusehen. Meine Güte, ein bisschen darf man doch auf sein Äußeres achtgeben, oder? Freudiges Konzertplus - wir haben wieder einen ehemaligen Schüler getroffen, der auch bei Yes und Dream Theater mit uns im Publikum gesessen hatte. Steve Hackett hatte er leider wegen der Corona-Erkrankung seines Freundes verpasst.

Alles in allem hat es mir schon gefallen, aber es war leider viel viel viel viel zu kurz.
Das Like für den ausführlichen Bericht. 80 Minuten ist dünn. Ich bin nicht unbedingt ein Freund von ausufernden Konzerten, doch ein wenig mehr darf es schon aus.
Und die Sache mit dem Aussehen; ich sag´s mal so: ich hätte die Haare zusammen gebunden, Army-Cap, Cargohose in oliv-grün, altes Tourshirt und schon hätte ich da perfekt hin gepasst. :rolleyes:
 
Jethro Tull, 28. Juli, Junge Garde Dresden


Gestern war es also soweit - ich (wir) sollte(n) IHN sehen, Ian Anderson. Ich war gespannt, meine Frau nicht so sehr, da sie *hüstel* eigentlich keine Flötentöne mag. Aber sie mag ein paar der alten Tull-Hits. Sie hat mich dann auch mitten im Konzert schelmisch lächelnd gefragt, ob es auch einen Tull-Song ohne Flöte gibt. :rolleyes:;)

19.30 Uhr ging es pünktlich los. Doofe Uhrzeit, da noch taghell in der Garde. Die beiden jungen Musiker (Schlagzeug, Gitarre) kamen unspektakulär zuerst auf die Bühne, fast unbeachtet, dann von leichtem Beifall begleitet, erschienen die beiden älteren Herren an Bass und Keyboards, danach ertönte die Flöte und Ians Stimme und unter großem Jubel enterte Ian Anderson himself die Bühne und es ging fast nonstop mit drei Songs aus den 60ern los. Dann erst gab es durch den Meister eine kurze Begrüßung und ein paar einleitende Bemerkungen zum Progressive Rock (Beifall!!) Konzert. Mit Living In The Past müsste es dann weitergegangen sein, will aber jetzt nicht jeden Titel aufführen.

Nach knapp 40 Minuten verkündete Ian eine 15minütige Pause, in der man doch am Merchstand einem Freund ein T-Shirt kaufen könne. Wir waren etwas irritiert. Echt jetzt? Eine Pause?

Mit Too Old To Rock'n'Roll... ging es dann ohne große Umstände einfach weiter, aber nur etwa eine halbe Stunde. Dann verschwanden plötzlich wortlos alle Musiker weder von der Bühne und kamen nur wenig später zum auch nur sehr kurzen Zugabenteil zurück. Bei Locomotive Breath standen dann alle in der Garde und eine Vielzahl vor der Bühne. Bis dahin war es ein wirklich reines Sitzplatzkonzert gewesen, sieht man von einer "Dame" ab, die sich tänzelnd vor der Bühne darstellen wollte.

Tja, und dann war auch schon Schluss. Nettospielzeit von etwa 80 Minuten für 70 Euro. Das lasse ich jetzt mal so stehen.

Fazit. Anderson singt und spielt nicht nur, er inszeniert und lebt jeden Song auf der Bühne aus. Die u.a. aus früheren Videos, Berichten und Erzählungen bekannten Posen inklusive natürlich. Konditionell ist das für einen 74jährigen top.
Gesanglich waren schon erhebliche Defizite festzustellen, die er aber teilweise noch etwas überspielen konnte. War okay. Genial sein Flötenspiel - keine Schwachstelle erkannt. Blitzsaubere Töne trotz all seiner Bühnenaktionen. Hervorragend.

Die Mit-Musiker waren auch top, vor allem der junge Gitarrist hat mir sehr gefallen, aber rein optisch gesehen wirkten sie fast wie eine Coverband. Die Bühne absolut schmucklos, keinerlei Deko, auch technisch nur sehr spartanisch eingerichtet, keine Gitarrenständer mit einem Dutzend Klampfen (oder mehr)zur Auswahl (der Kerl spielte tatsächlich nur auf einer einzigen Gitarre ;) ).

Der Sound war leider nicht so toll. Bei den ersten Songs fehlten die Keyboardsounds komplett. Der Bass-Sound war mehrfach übersteuert. Die Gitarrensounds waren identisch mit den "alten 6oer Sounds" und kamen gut rüber, aber teilweise klang es als ob die Gitarre komplett extra spielen würde - sie war nicht im Gesamtklang eingebettet, was mir überhaupt nicht gefiel. Und die Lightshow war ein seltsames Geblinker, was man unter Ulk verbuchen konnte. Es gab nicht einmal ein Spotlight.

Es war die befürchtete ü60(70??) Veranstaltung mit überwiegend alten Leuten, die sich größtenteils auch ordentlich Mühe gegeben haten, richtig alt auszusehen. Meine Güte, ein bisschen darf man doch auf sein Äußeres achtgeben, oder? Freudiges Konzertplus - wir haben wieder einen ehemaligen Schüler getroffen, der auch bei Yes und Dream Theater mit uns im Publikum gesessen hatte. Steve Hackett hatte er leider wegen der Corona-Erkrankung seines Freundes verpasst.

Alles in allem hat es mir schon gefallen, aber es war leider viel viel viel viel zu kurz.


ausführlicher Bericht... danke schön...
doch mich bestärkt er, Jethro Tull mir nicht mehr anzutun....
ich sah sie vier mal und so mag ich sie in Erinnerung halten..... mit Martin Barre an der Gitarre....
wenn Martin kommt, mag ich ihn erleben... ich verspreche mir davon einfach mehr Genuss...

das Flötenspiel von Ian empfand ich in den 90érn auch schon tadelslos....
seine heutige Bühnenperformance (gem. Tubenfilmchen) ist bemerkenswert, ohne Frage, wenn ich in seinem Alter noch so rumhüpfen könnte.... :rolleyes: :p

und 80 Min. für 70 € .. !!?? naaaa, da schliesse ich mich deinem Schweigen mal an...

das die meisten bei Locomotion Breath so feiern ist natürlich toll, doch denke ich dann oft, sie kennen nicht viel von der Band... (geht mal auf eine Party wo alte Rocker und Metal Songs gespielt werden, Locomotion Breath ist fast immer dabei, als einzigster Tull Song)
ich mag ja nicht meckern über diese coole Nummer, doch es bedient den Rocker und flötet diesem ein paar Töne... ansonsten ist dieser E/G/D/E Groove mehr als simpel.... coole Simpelheit eben.... :cool:
 
Jethro Tull, 28. Juli, Junge Garde Dresden


Gestern war es also soweit - ich (wir) sollte(n) IHN sehen, Ian Anderson. Ich war gespannt, meine Frau nicht so sehr, da sie *hüstel* eigentlich keine Flötentöne mag. Aber sie mag ein paar der alten Tull-Hits. Sie hat mich dann auch mitten im Konzert schelmisch lächelnd gefragt, ob es auch einen Tull-Song ohne Flöte gibt. :rolleyes:;)

19.30 Uhr ging es pünktlich los. Doofe Uhrzeit, da noch taghell in der Garde. Die beiden jungen Musiker (Schlagzeug, Gitarre) kamen unspektakulär zuerst auf die Bühne, fast unbeachtet, dann von leichtem Beifall begleitet, erschienen die beiden älteren Herren an Bass und Keyboards, danach ertönte die Flöte und Ians Stimme und unter großem Jubel enterte Ian Anderson himself die Bühne und es ging fast nonstop mit drei Songs aus den 60ern los. Dann erst gab es durch den Meister eine kurze Begrüßung und ein paar einleitende Bemerkungen zum Progressive Rock (Beifall!!) Konzert. Mit Living In The Past müsste es dann weitergegangen sein, will aber jetzt nicht jeden Titel aufführen.

Nach knapp 40 Minuten verkündete Ian eine 15minütige Pause, in der man doch am Merchstand einem Freund ein T-Shirt kaufen könne. Wir waren etwas irritiert. Echt jetzt? Eine Pause?

Mit Too Old To Rock'n'Roll... ging es dann ohne große Umstände einfach weiter, aber nur etwa eine halbe Stunde. Dann verschwanden plötzlich wortlos alle Musiker weder von der Bühne und kamen nur wenig später zum auch nur sehr kurzen Zugabenteil zurück. Bei Locomotive Breath standen dann alle in der Garde und eine Vielzahl vor der Bühne. Bis dahin war es ein wirklich reines Sitzplatzkonzert gewesen, sieht man von einer "Dame" ab, die sich tänzelnd vor der Bühne darstellen wollte.

Tja, und dann war auch schon Schluss. Nettospielzeit von etwa 80 Minuten für 70 Euro. Das lasse ich jetzt mal so stehen.

Fazit. Anderson singt und spielt nicht nur, er inszeniert und lebt jeden Song auf der Bühne aus. Die u.a. aus früheren Videos, Berichten und Erzählungen bekannten Posen inklusive natürlich. Konditionell ist das für einen 74jährigen top.
Gesanglich waren schon erhebliche Defizite festzustellen, die er aber teilweise noch etwas überspielen konnte. War okay. Genial sein Flötenspiel - keine Schwachstelle erkannt. Blitzsaubere Töne trotz all seiner Bühnenaktionen. Hervorragend.

Die Mit-Musiker waren auch top, vor allem der junge Gitarrist hat mir sehr gefallen, aber rein optisch gesehen wirkten sie fast wie eine Coverband. Die Bühne absolut schmucklos, keinerlei Deko, auch technisch nur sehr spartanisch eingerichtet, keine Gitarrenständer mit einem Dutzend Klampfen (oder mehr)zur Auswahl (der Kerl spielte tatsächlich nur auf einer einzigen Gitarre ;) ).

Der Sound war leider nicht so toll. Bei den ersten Songs fehlten die Keyboardsounds komplett. Der Bass-Sound war mehrfach übersteuert. Die Gitarrensounds waren identisch mit den "alten 6oer Sounds" und kamen gut rüber, aber teilweise klang es als ob die Gitarre komplett extra spielen würde - sie war nicht im Gesamtklang eingebettet, was mir überhaupt nicht gefiel. Und die Lightshow war ein seltsames Geblinker, was man unter Ulk verbuchen konnte. Es gab nicht einmal ein Spotlight.

Es war die befürchtete ü60(70??) Veranstaltung mit überwiegend alten Leuten, die sich größtenteils auch ordentlich Mühe gegeben haten, richtig alt auszusehen. Meine Güte, ein bisschen darf man doch auf sein Äußeres achtgeben, oder? Freudiges Konzertplus - wir haben wieder einen ehemaligen Schüler getroffen, der auch bei Yes und Dream Theater mit uns im Publikum gesessen hatte. Steve Hackett hatte er leider wegen der Corona-Erkrankung seines Freundes verpasst.

Alles in allem hat es mir schon gefallen, aber es war leider viel viel viel viel zu kurz.


Prima geschriebener Konzertbericht. Kommt ehrlich rüber. Habe Jethro Tull zu Zeiten mit Martin Bare zweimal live erlebt. Diese Auftritte habe ich in sehr, sehr guter Erinnerung.
 
Klitzekleiner Nachtrag - meine Frau sah das ja alles ziemlich neutral, hatte zuvor mit mir schon viele andere Konzerte besucht, und sagte gestern etwas was ich im tiefsten Inneren auch so ähnlich empfunden habe. "Es wirkte insgesamt alles viel zu kalkuliert und routiniert." Ja, da ist was dran. Das Konzert endete so präzise wie pünktlich, dass man hätte fast meinen können, dass die Musiker wie in ganz alten Zeiten noch den letzten Bus erwischen wollten.

Und - von den knapp 5000 möglichen Konzertbesuchern waren nach unserer Schätzung allerhöchstens knapp 3000 im Arreal. Zum Vergleich - Roland Kaiser gestern: 11000

@Andie Arbeit : Da du leider ja keine Karte abbekommen hast - das zweite Roland Kaiser - Konzert wird heute Abend live im MDR überragen. :cool:;)

Und zum Schluss. Der Blick auf die nächsten Konzerthighlights in Dresden in diversen Locations war ernüchternd. Da ist nicht viel zu holen. Karten sind noch massig zu haben, außer bei den ausverkauften Konzerten von
Cro, City und Katja Krasavice. :eek:
 
Klitzekleiner Nachtrag - meine Frau sah das ja alles ziemlich neutral, hatte zuvor mit mir schon viele andere Konzerte besucht, und sagte gestern etwas was ich im tiefsten Inneren auch so ähnlich empfunden habe. "Es wirkte insgesamt alles viel zu kalkuliert und routiniert." Ja, da ist was dran. Das Konzert endete so präzise wie pünktlich, dass man hätte fast meinen können, dass die Musiker wie in ganz alten Zeiten noch den letzten Bus erwischen wollten.

Und - von den knapp 5000 möglichen Konzertbesuchern waren nach unserer Schätzung allerhöchstens knapp 3000 im Arreal. Zum Vergleich - Roland Kaiser gestern: 11000

@Andie Arbeit : Da du leider ja keine Karte abbekommen hast - das zweite Roland Kaiser - Konzert wird heute Abend live im MDR überragen. :cool:;)

Und zum Schluss. Der Blick auf die nächsten Konzerthighlights in Dresden in diversen Locations war ernüchternd. Da ist nicht viel zu holen. Karten sind noch massig zu haben, außer bei den ausverkauften Konzerten von
Cro, City und Katja Krasavice. :eek:
Übrigens: Roland Kaiser ist ein Mensch, der sich stets treu geblieben ist. Irgendwie eine ehrliche Haut, ein Kumpeltyp. Er ist mir nicht unsympathisch, also als Mensch...
 
Bamberger Bluesfestival
Vom 08.08. - 15.08.2022 findet das Festival statt. Neben lokalen Bands treten einige namhafte Künstler/Innen auf, z. B. Vanja Sky, Julia Neigel, Frontmen und andere. Das Beste: zu sämtlichen Konzerten ist der Eintritt frei.
 
Der nächste Meilenstein ist erreicht ... gestern Abend habe ich meine 1000. Live-Band gesehen!

29 Jahre Live-Musik (+ 2 Konzerte in Jugendtagen) ... 452 Konzerte (davon 60 Festivals) ... und schon isses soweit.

Bild
HODO GAIA - Import Export, München - 09.08.2022 - Band No. 1000

Die Band gibt es erst seit relativ kurzer Zeit und ihre musikalische Bandbreite wird am besten in dieser (geklauten) Beschreibung erläutert:
"Schon vor Beginn von Hodo Gaia verbrachten die Musikerin und Musiker viel Zeit zusammen und tauschten ihre Erfahrungen mit und über Musik aus. So brachte Aiko Blumer klassische Musik des Impressionismus und avantgardistische Popmusik ein, Jan Weissenfeldt die Liebe zu Krautrock und Ethnorhythmen und Veit Oberrauch einen Hauch der psychedelischen Musikkultur der 60er und 70er. Schnell wurde klar, dass die drei trotz, oder gerade wegen, dieser Unterschiede aus einer Fülle von Inspiration schöpfen und gemeinsam neue Wege beschreiten können."
 
Zuletzt bearbeitet:

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben