Lee Michaels

Catabolic

Alter Hase
Lee Michaels ist bekannt für seine kraftvolle, gefühlvolle Stimme und seine energische Virtuosität auf der Hammond Orgel, die 1971 mit seiner Top 10- Single "Do You Know What I Mean" ihren Höhepunkt erreichte. Der Musiker begann seine Karriere bei The Sentinals , einer in San Luis Obispo, Kalifornien, ansässigen Surf Band, zu der Schlagzeuger Johny Barbata (später The Turtles, Jefferson Airplane und Jefferson Starship ) gehörte. Michaels schloss sich Barbata im Joel Scott Hill Trio an, einer Band unter Führung des Gitarristen Joel Scott Hill. Michaels zog später nach San Francisco, wo er sich einer frühen Version von The Family Tree anschloss, der Band von Bob Segarini. Im Jahre 1967 erhielt er einen Plattenvertrag bei A&M Records, sein Debütalbum "Carnival Of Life" erschien noch im selben Jahr mit David Potter am Schlagzeug. Als Session-Musiker spielte Lee Michaels unter anderem auch mit Jimi Hendrix.

Michael's Wahl der Hammond Orgel als Hauptinstrument war für diese Zeit ungewöhnlich, ebenso wie seine karge Bühnen- und Studiobegleitung: Normalerweise spielte er nur mit einem zusätzlichen Schlagzeuger, meistens mit demselben Drummer mit Namen Frosty (Bartholomew Eugene Smith-Frost), der ein Mitglied der Band Sweathog (zwei ganz exquisite Alben!) war und dessen absolut phänomenale Spieltechnik eine Inspirationsquelle unter anderem für John Bonham (Led Zeppelin) oder Joel Larson von The Grass Roots war. Dieser unorthodoxe Ansatz zog in San Francisco eine Anhängerschaft und einige kritische Aufmerksamkeit auf sich. Lee Michaels erzielte jedoch erst mit der Veröffentlichung seines fünften Albums einen wirklichen kommerziellen Erfolg.

Dieses Album mit dem Titel "5th", 1971 veröffentlicht, brachte einen überraschenden US Top 10- Hit (Platz 6 im Herbst 1971) hervor: "Do You Know What I Mean". Es war eine autobiografische Hommage an den Verlust einer Freundin. Michaels' Top 40 Follow-up, eine Coverversion des Motown-Standards "Can I Get A Witness" erreichte am Weihnachtstag 1971, acht Jahre nach Marvin Gaye's Version, den 22. Platz. Lee Michaels nahm zwei weitere Alben für A&M auf, bevor er einen Plattenvertrag mit Columbia Records unterzeichnete (1973). Aber seine Columbia-Aufnahmen stiessen nicht auf grosses Interesse, und Michaels war Ende des Jahrzehnts aus der Musikindustrie in den Ruhestand getreten.

Im Jahre 1991 erhielt Lee Michaels die vollen Rechte an allen seinen A&M-Aufnahmen im Rahmen einer Streitbeilegung, die sich aus der Erteilung von Lizenzen von A&M Records an Delicious Vinyl für die Verwendung von Michaels-Aufnahmen ergeben hatte. Nachdem er die vollen Eigentumsrechte wiedererlangt hatte, erteilte Michaels den Firmen Rhino Records und Shout Factory Lizenzen, um im Laufe der Jahre mehrere "Best Of"-Alben zu veröffentlichen. Im November 2015 veröffentlichte Manifesto Records Lee Michael's gesamten Katalog mit A&M-Aufnahmen auf CD und Vinyl.

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DerGrobeWestfale

Alter Hase
Sehr gute Vorstellung eines Künstlers der zu seiner aktiven Zeit eher unter dem Radar geflogen ist und es noch heute tut. Mein persönliches Lieblingsalbum?
Space&First takes.
Gibt es in Einzelteilen bei YouTube zu hören!
 

Marifloyd

Inventar
Lee Michaels ist bekannt für seine kraftvolle, gefühlvolle Stimme und seine energische Virtuosität auf der Hammond Orgel, die 1971 mit seiner Top 10- Single "Do You Know What I Mean" ihren Höhepunkt erreichte. Der Musiker begann seine Karriere bei The Sentinals , einer in San Luis Obispo, Kalifornien, ansässigen Surf Band, zu der Schlagzeuger Johny Barbata (später The Turtles, Jefferson Airplane und Jefferson Starship ) gehörte. Michaels schloss sich Barbata im Joel Scott Hill Trio an, einer Band unter Führung des Gitarristen Joel Scott Hill. Michaels zog später nach San Francisco, wo er sich einer frühen Version von The Family Tree anschloss, der Band von Bob Segarini. Im Jahre 1967 erhielt er einen Plattenvertrag bei A&M Records, sein Debütalbum "Carnival Of Life" erschien noch im selben Jahr mit David Potter am Schlagzeug. Als Session-Musiker spielte Lee Michaels unter anderem auch mit Jimi Hendrix.

Michael's Wahl der Hammond Orgel als Hauptinstrument war für diese Zeit ungewöhnlich, ebenso wie seine karge Bühnen- und Studiobegleitung: Normalerweise spielte er nur mit einem zusätzlichen Schlagzeuger, meistens mit demselben Drummer mit Namen Frosty (Bartholomew Eugene Smith-Frost), der ein Mitglied der Band Sweathog (zwei ganz exquisite Alben!) war und dessen absolut phänomenale Spieltechnik eine Inspirationsquelle unter anderem für John Bonham (Led Zeppelin) oder Joel Larson von The Grass Roots war. Dieser unorthodoxe Ansatz zog in San Francisco eine Anhängerschaft und einige kritische Aufmerksamkeit auf sich. Lee Michaels erzielte jedoch erst mit der Veröffentlichung seines fünften Albums einen wirklichen kommerziellen Erfolg.

Dieses Album mit dem Titel "5th", 1971 veröffentlicht, brachte einen überraschenden US Top 10- Hit (Platz 6 im Herbst 1971) hervor: "Do You Know What I Mean". Es war eine autobiografische Hommage an den Verlust einer Freundin. Michaels' Top 40 Follow-up, eine Coverversion des Motown-Standards "Can I Get A Witness" erreichte am Weihnachtstag 1971, acht Jahre nach Marvin Gaye's Version, den 22. Platz. Lee Michaels nahm zwei weitere Alben für A&M auf, bevor er einen Plattenvertrag mit Columbia Records unterzeichnete (1973). Aber seine Columbia-Aufnahmen stiessen nicht auf grosses Interesse, und Michaels war Ende des Jahrzehnts aus der Musikindustrie in den Ruhestand getreten.

Im Jahre 1991 erhielt Lee Michaels die vollen Rechte an allen seinen A&M-Aufnahmen im Rahmen einer Streitbeilegung, die sich aus der Erteilung von Lizenzen von A&M Records an Delicious Vinyl für die Verwendung von Michaels-Aufnahmen ergeben hatte. Nachdem er die vollen Eigentumsrechte wiedererlangt hatte, erteilte Michaels den Firmen Rhino Records und Shout Factory Lizenzen, um im Laufe der Jahre mehrere "Best Of"-Alben zu veröffentlichen. Im November 2015 veröffentlichte Manifesto Records Lee Michael's gesamten Katalog mit A&M-Aufnahmen auf CD und Vinyl.

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Hauda! Was für eine feine Stimme. Kannte ich nicht. Feiner Tipp.
 

Bayou60

Aktives Mitglied
Mir persönlich gefällt wohl schon das Live Album am besten. Das hat sehr viel Dynamik und u.a. ein feines Cover von "Stormy Monday", das mich phasenweise ein bisschen an Mark Stein's Georgel bei Vanilla Fudge erinnert.

...ja das Live-Album hat was. Ich hab die CD von One Way Records schon lange. Es ist schon faszinierend, was Lee Michaels nur mit Orgel und Drums für einen Sound kreiert hat. Das kannte ich sonst eigentlich nur von Hardin & York und Sixty-Nine...
 
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