Lazuli

toni

Alter Hase
LAZULI
Dénudé Digi

Anhang anzeigen 12404
Erscheinungsdatum: 16.03.2021

16 songs, naked & unplugged - CD im Digipack + 24 S. Booklet - Laufzeit 67 Minuten

« Recorded in 2020 during our immobile lives, “Dénudé” (Naked/denuded) gathers 16 unplugged versions of tracks picked from our first 8 albums. Seen from another angle, like an X-ray, this record undresses our songs. Acoustic (or not), perhaps it’s more accurate to describe them as pared down or stripped back, the songs are sometimes whispered or simply more immediate, close to their roots, close to the sensations felt during writing; One way to get closer to our listeners in these times of forced distancing, to reduce the kilometers between us, like a sound to invade the silence, to fill the void. "Dénudé" will symbolically be released on March 16; It will be exactly a year since our last concert. »

TRACKLIST :
1- J’attends un printemps / from the album « Saison 8 » 2018
2- Dans le formol au museum / from the album « 4603 battements » 2011
3- Cassiopée / from the album « En avant doute » 2006
4- 15H40 / from the album « 4603 battements » 2011
5- Mes semblables / from the album « Saison 8 » 2018
6- Tristes moitiés / from the album « Tant que l’herbe est grasse » 2014
7- Multicolère / from the album « Tant que l’herbe est grasse » 2014
8- Une ombre au tableau / from the album « Amnésie » 2003
9- Vita est circus / from the album « Nos âmes saoules » 2016
10- Naïf / from the album « Amnésie » 2003
11- En avant doute / from the album « En avant doute » 2006
12- La valse à cent ans / from the album « En avant doute » 2006
13- La vie par la face nord / from the album « Réponse incongrue à l’inéluctable » 2009
14- Une pente qu’on dévale / from the album « Tant que l’herbe est grasse » 2014
15- Nos âmes saoules / from the album « Nos âmes saoules » 2016
16- Un automne / from the album « Amnésie » 2003


LAZULI is
Claude LEONETTI : Léode, Lap Steel
Vincent BARNAVOL : Percussions, Marimba, Vibraphon, Glockenspiel
Romain THOREL : Piano, French horn
Arnaud BEYNEY : Guitare, Pedal Steel, Mandolin, Bass
Dominique LEONETTI : 6 & 12 strings acoustic Guitar, Accordion, Vocals

Recorded & mixed at studio « l’Abeille rôde » (France) by Claude Leonetti
All songs written & composed by Dominique Leonetti
Arranged & performed by Leonetti / Leonetti / Beyney / Barnavol / Thorel
Album artwork by Dominique Leonetti
Photographies by Aline & Dominique Leonetti
Administrative work : Maryse Leonetti
Produced by Eclats / l’Abeille rôde

Bald ist es soweit und hier schon im Lager


LAZULI "J'attends un Printemps" au Prog'Sud 2018
 

toni

Alter Hase
Liest sich doch auch sehr schön !


Die französischen Prog-Heroen Lazuli veröffentlichen ein ebenso mitreißendes wie wunderbar überraschendes Werk. Auf deutsch übersetzt bedeutet der Titel “nackt machen”, “entblößen”, “ausziehen”, “freilegen”, “herausschälen” – was alles voll zutrifft.
Wer die 1998 gegründete Band bisher noch nicht kennt, jedoch Peter Gabriel, Pink Floyd, King Crimson, aber auch die aktuellen Marillion oder die ruhigeren beziehungsweise verspielteren Momente von Riverside mag, liegt bei den Herren aus dem Süden der Grande Nation goldrichtig. Zum klassischen Prog kommen auf ihren bisher neun Studiowerken ganz stimmig eingebaute Spurenelemente von Chanson, Electro, Folk und Weltmusik, die den Songs des Fünfers eine sehr eigenständige, originelle Würze verleihen.
Für das während des COVID-19-Lockdowns entstandene, exakt ein Jahr nach ihrem bis dato letzten Live-Auftritt erscheinende “Dénudé” haben sich Sänger/Gitarrist Dominique Leonetti und seine Kollegen nun etwas Neues oder eher Anderes ausgedacht. Es handelt sich um ein Album, das 16 Nummern aus ihrer gesamten Karriere in fast komplett akustischen Versionen enthält.
“Fast” deshalb, weil bei vereinzelten Aufnahmen kurz auch mal eine Steelguitar, ein Rhodes Piano oder ein E-Bass auftauchen. Denn Lazuli machen weit mehr als einfach nur den Stecker zu ziehen und die Lieder in einer Art “Lagerfeuer”-Variante herunterzuspielen.
Die Kompositionen wurden für diese Veröffentlichung nämlich um- oder wiedererfunden, indem man sie auf ihren emotionalen Kern reduziert hat. So kommen sie direkter beim Hörer an und wirken dann um einiges intensiver nach.
Das wird schon beim eröffnenden “J'attends un printemps” klar, das auf “Saison 8” (2018) ein episches Breitwandstück war, nun aber – lediglich mit Stimme und Klavier – eine stark abweichende, viel intimere Atmosphäre aufbaut. Weitere Beispiele für die Metamorphose einzelner Kompositionen sind das sanft geflüsterte, beinahe schon geschluchzte, dabei einen gedanklichen Orkan auslösende “Tristes moitiés”, das im Gegensatz dazu sehr ausgelassene, auf fröhliche Art kämpferische “Mes semblables” sowie das in dieser Inkarnation viel ryhthmusorientierter als im elektrischen Original präsentierte “Naïf”.
Selbst wer glaubt, Lazuli und ihre Musik eigentlich gut zu kennen, trifft hier auf eine oft stark bis gänzlich veränderte Band.
Was für eine aufregende und dabei doch so herrlich entspannt klingende Platte.
Review: Oliver Kube​

 

Chris Flieder

Neues Mitglied
Ich habe das neue Album noch nicht gehört, "Chanson, Electro, Folk und Weltmusik" klingt aber sehr nach den ersten beiden Alben. Ich habe immer gehofft, dass sie irgendwann mal stilistisch dahin zurückkehren. So gut sie auch sein mögen, die Magie der Frühzeit ist im Laufe der Jahre ein wenig verlorengegangen.

P.S. Gilt nur für die Studiowerke. Live sind sie immer noch über jeden Zweifel erhaben.
 

toni

Alter Hase
LAZULI – Dénudé

Die Musik steckt nicht in den Noten, sondern in der Stille dazwischen.“ – äußerte bekantlich vor über 200 Jahren Wolfgang Amadeus Mozart.
Die Franzosen LAZULI stimmen dieser Erkenntnis, dass Musik selbstverständlich auch aus Stille besteht, zwar zu, dennoch sind sie von der langanhaltenden Stille im Musik-Business der Jahre 2020/2021 erzürnt.
Um dieses völlige Silentium aufzubrechen, nahmen sie sich 16 Titel aus ihren Alben bis zum Jahre 2018 vor, schnitten die elektrische Ader zeitweise ab und legten die zarten Blüten der Ursprungsidee frei.
´Dénudé´ ward geboren, in den Studios „L’Abeille Rôde“, eine Rückschau auf das Werk von LAZULI in 16 schwarz-weiß Bildern mit vielen Farbtupfern.


Claude LEONETTI : Léode, Lap Steel, Rhode piano, Oud, Chœur
Vincent BARNAVOL : Percussions, Marimba, Vibraphone, Glockenspiel, Chœur
Romain THOREL : Piano, Cor, Chœur
Arnaud BEYNEY : Gitarre, Pedal Steel, Mandoline, Basse, Chœurs
Dominique LEONETTI : 6 & 12 cordes Gitarre acoustique, Akkordeon, Chants, Chœur


Das Album ´Amnésie´ entzückte 2003 solche Hörer, die in ihren Ohren Weltmusik in den Klängen von PETER GABRIEL mit KING CRIMSON mischen konnten – oder so ähnlich, denn LAZULI waren und sind bis zum heutigen Tag unvergleichlich und einzigartig. Die drei über ´Dénudé´ verteilten Songs von ´Amnésie´ spiegeln zumindest diese exzeptionelle Welt anders wider. Eine Handvoll Saiten bestimmt in ´Une Ombre Au Tableau´ den Rhythmus, die andere jubiliert, ehe ebenfalls der Gesang von Dominique Leonetti aus sich herausgeht. Der Rhythmus spielt dagegen in ´Naïf´ mitnehmend wild auf, damit der Gesang im Vorbeigehen die Freudentränen aufwischen kann. ´Un Automne´ verharrt demgegenüber überwiegend in der Reduzierung aller Instrumente auf das Klavier.
Auf ihrem Fabelwerk ´En Avant Doute´ brachten LAZULI 2006 die Dynamiken und die Hooks zur Eruption. Das Meisterstück ´Cassiopée´ zeigt sich heuer als elegisches Schauspiel an der Pedal Steel, ´En Avant Doute´ zwar ebenso an der Lap Steel, bricht jedoch – ordentlich um Krach bemüht – wirklich auf. Das dritte, von ´En Avant Doute´ berücksichtigte Lied namens ´La Valse À Cent Ans´ verfällt erneut nur auf das Klavierspiel zum Gesang zurück.
Natürlich ist es schwieriger, eindringliche Percussions-Gewitter derart intensiv im Laut-/Leise-Spiel darzubieten, wenn eine elektronische Beschneidung einsetzt, so dass das von dieser Spielweise lebende 2009er Werk ´Réponse Incongrue À l’inéluctable´ nur mit ´La Vie Par La Face Nord´ wenig Berücksichtigung findet. Die Mandoline ist zwar noch flirrend intensiv dabei, aber der Song selbst wird jetzt im sentimentalen Pedal Steel-Klang dargeboten.
Zwei Jahre später gab es auf ´4603 Battements´ weiterhin den Ethno-/Folk-/Prog Rock-Mix und beklagenswerter Weise bereits weniger die jaulende Léode zu hören. Im kräftigen Klavierspiel zeigt sich ´15H40´ in der Neuversion mit einem mächtigen, mehrstimmigen Gesang. Die Léode zeigt sich gleichwohl in ´Dans Le Formol Au Museum´ als unersetzlicher Bestandteil – und auch hier mit einem ausdrucksstarken Chorgesang als Begleiter.
Die Richtung des Vorgängers führte 2014 ´Tant Que L’herbe Est Grasse´ formvollendet fort. Daher finden sich von diesem Werk ausnahmsweise nochmals drei Kompositionen ein. Dominique singt gefühlvoll zur Akustikgitarre sowie ´Léode´ in ´Tristes Moitiés´ und zur 12-String-Gitarre in ´Une Pente Qu’on Dévale´. Das Jaulen, zumindest das der Pedal Steel ist freilich wichtig, wie ´Multicolère´ beweist.
Ein Glanzstück in Sachen Dynamik und eine wahre Liebkosung der Léode war das teils düstere und teils verspielt progressive ´Nos Ames Saoules´ im Jahr 2016. French Horn und Glockenspiel versuchen die gewohnte Stimmung von ´Vita Est Circus´ ernst und locker zugleich abermals aufzufangen, trotzdem schnappt sich Dominique zu ´Nos Ames Saoules´ wieder die 12-String-Gitarre.
Leichtfüßig beschwingt, gerne wird LAZULI das Adjektiv chansonesk angeheftet, flink ethnohaft und progressiv, weil schlichtweg keine Vergleiche haften, gehen LAZULI 2018 auf ´Saison 8´ ans Werk. Aus dem Klavieransatz wacht ´J’attends Un Printemps´ mit Percussions wuchtig auf. Handclaps verstärken diesen Eindruck, den Lap Steel und Gesang in ´Mes Semblables´ verstärken.
Ganz still wird es folglich erst, wenn ´Dénudé´ restlos verstummt, wenn die 66 Minuten verstrichen sind. Still darf es mit Alben von LAZULI allerdings niemals werden. Sänger Dominique Leonetti steht bei ´Dénudé´ erwartungsgemäß im Mittelpunkt, neben der Léode von Claude Leonetti, aber überraschend ebenso neben der oft auftretenden Pedal Steel von Neu-Gitarrist Arnaud Beyney.
Wenngleich sich alle Liebhaber von LAZULI ein frisches Studioalbum erhofft hatten, wird ´Dénudé´ dessen ungeachtet als spektakuläres Werk in die Geschichte der Franzosen eingehen.

 

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