KRAUTROCK

Nixe, was ist denn mit "Uve Schikora- Das Gewitter"?
LG
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OK, der Punkt geht an Dich!
 
Also warten wir auf Kommisar Zufall!

Wenn es Aufnahmen gab, sagen wir mal vor '75, dann wären es wahrscheinlich Kassetten mit mörderischen BandSalaten...
Wer hatte denn schon ein TonBand? Doch nur die (Amiga), die nix damit zu tun haben wollten!
Hallo,
ohne jetzt ein Kenner der Szene vor Ort gewesen zu sein, ist vielleicht hier passendes dabei? = https://www.jpc.de/jpcng/poprock/de...ogressives-aus-den-ddr-archiven/hnum/11010979

Bitte nicht schlagen, wenn das ein völliger Fehlgriff wäre.....

Eine angenehme Woche wünscht Rainer
 


Bear Family kannte ich vorher eher nur für anderes Oldiezeug, Beat, Country, oder Blues oder so
Hier also nochmal...
 
Sorry, aber für mich wird der Begriff 'Krautrock' zu weit gefasst, meine Einschätzung:
Aller Rock aus der BRD (60 - 70er Jahre), die DDR-Mucke zähle ich definitiv nicht dazu.
Sowieso nichts aus Ungarn, Polen usw....
 
Leider ist der Fehler damals schon gemacht worden, das alle West Bands in diesen Topf geworfen wurden.
Somit sehe ich es als legitim an, zumindest der Sachsen Dreier mit dazu gehört!
Über die anderen Bands läst es sich immerhin gut diskutieren, oder nicht?
 
@nixe , es wurde damals auch nur über die Westbands gesprochen und für sie Thematisiert
Die Ostbands hatte keiner auf dem Schirm. Und - ich habe hier im Osten von niemandem den Begriff 'Krautrock' für Ostbands gehört.

Aber ich mag den Begriff 'Kraut****' überhaupt nicht, es ist immer irgendwie eine abwertende Bezeichnung.
 
Bei mir ist dieser Begriff normal.
Ich kenne & benutze ihn seit den 89-ern & habe keine Probleme damit!
Selbst Faust & Amon Düül II haben ihn verwendet!
 
Es führt zu nichts, wenn man "progressive" Musik aus diversen osteuropäischen Ländern wie Polen mit unter "Krautrock" subsumiert. Zumal die von @nixe geposteten Beispiele mehr mit englischem bzw. internationalem Prog als mit dem (eigentlichen) Krautrock zu tun haben. Dann kann man den Begriff auch auf westeuropäische Länder ausweiten, und kommt irgendwann an den Punkt, auch den ganzen klassischen englischen Prog als "Krautrock" zu bezeichnen, und das ist natürlich Unsinn. (Und welcher Pole will schon als Deutscher bezeichnet werden? Schon gar als "Kraut", wenn er weiß, was die Engländer damit ursprünglich meinten?)

Jedes Land hatte seine eigene Sorte von "progressiver" Musik, und "Krautrock" ist eben die spezifisch (west)deutsche. Wobei ich Musik aus der Alten Bundesrepublik, die sich stilistisch an englischen oder amerikanischen Vorbildern orientiert, nicht als "Krautrock" bezeichnen würde, weil das eben kein spezifisch westdeutscher Stil ist. Also haben etwa Eloy oder Triumvirat keinen Krautrock gemacht, von den Scorpions ganz zu schweigen. So wird das zumindest heutzutage gehandhabt, wie das die Engländer in den frühen 70ern handhabten, weiß ich freilich nicht aus eigener Erfahrung; aber ich glaube kaum, dass Leute wie John Peel bei Eloy und dergleichen was anderes zu erkennen glaubten als zweitklassige Kopie englischer Prog-Dinosaurier. Die schätzten den Krautrock doch so sehr, weil er so anders war als die englische Musik.

Die Frage, um die es hier doch geht, ist aber, ob es solche Klangexperimente auch in der DDR gab. Ich höre gerade in das hier genannte Album Das Gewitter von Uve Schikora hinein, und das ist für mich definitiv kein Krautrock. Nicht weil es von der "falschen" Seite des Eisernen Vorhangs kommt, sondern weil es nicht so klingt. Das hat zwar Anklänge an westdeutschen Prog, aber hat mit Can, NEU! & Co. so gar nichts zu tun. Das ist eigentlich ganz typischer Ostrock und kein Krautrock!
 
Um mal vom unfruchtbaren Thema "Krautrock in der DDR?" ab und zum Thema "Nord- vs. Süddeutschland" zurück zu kommen:

Ich vermute mal, dass das Bedürfnis, sich von der musikalischen Importware abzusetzen, im US-amerikanisch beeinflussten Süden der Alten Bundesrepublik stärker ausgeprägt war als im britisch beeinflussten Norden. Es gab ja keine anti-britischen Ressentiments in der Gegenkultur, die mit denen gegen die USA (wegen Vietnamkrieg und Rassendiskriminierung) vergleichbar gewesen wären. Die Briten waren ja auch irgendwie Opfer des US-amerikanischen Kulturimperialismus, insofern gab es da vielleicht sogar eine gewisse Solidarität, vermute ich mal. Und kulturelle Beziehungen zwischen Norddeutschland und England haben ja eine lange Tradition, die bis weit vor die Weltkriege in die Zeiten der Hanse zurück reicht. Insofern konnte man britische Rockmusik leichteren Herzens adaptieren als amerikanische. Also kopierte man im Norden eher fröhlich die Briten, während man im Süden die Krautrocksuppe kochte. Aber das ganze nur von der Tendenz her, es gab eben auch Kraut im Norden und Prog (und andere Musik in internationalen Rock-Stilen) im Süden.

Oder bin ich hier auf dem falschen Dampfer?
 
Um mal vom unfruchtbaren Thema "Krautrock in der DDR?" ab und zum Thema "Nord- vs. Süddeutschland" zurück zu kommen:

Ich vermute mal, dass das Bedürfnis, sich von der musikalischen Importware abzusetzen, im US-amerikanisch beeinflussten Süden der Alten Bundesrepublik stärker ausgeprägt war als im britisch beeinflussten Norden. Es gab ja keine anti-britischen Ressentiments in der Gegenkultur, die mit denen gegen die USA (wegen Vietnamkrieg und Rassendiskriminierung) vergleichbar gewesen wären. Die Briten waren ja auch irgendwie Opfer des US-amerikanischen Kulturimperialismus, insofern gab es da vielleicht sogar eine gewisse Solidarität, vermute ich mal. Und kulturelle Beziehungen zwischen Norddeutschland und England haben ja eine lange Tradition, die bis weit vor die Weltkriege in die Zeiten der Hanse zurück reicht. Insofern konnte man britische Rockmusik leichteren Herzens adaptieren als amerikanische. Also kopierte man im Norden eher fröhlich die Briten, während man im Süden die Krautrocksuppe kochte. Aber das ganze nur von der Tendenz her, es gab eben auch Kraut im Norden und Prog (und andere Musik in internationalen Rock-Stilen) im Süden.

Oder bin ich hier auf dem falschen Dampfer?
Lieber WE,
ich glaube, hier kann und will dir bald niemand mehr folgen.
Du steigerst dich hier in Sachen herein, wo selbst ein Musikprofessor das Handtuch wirft.
Ich denke, hier sind alles normale Hörer, welche einfach abschalten um Musik zu hören und nicht solche Probleme zu lösen, welche in deinem Kopf kursieren. Ich denke, da bist du hier falsch. Du versuchst es immer wieder, mit einer Fragestellung eine Diskussion zu entfachen. Der Schuß ging bis jetzt jedesmal nach hinten los.
Du bist einfach zu klug für diese Sachen.
Ich wollte dir schon auf dieses Buch antworten, denn das ist absoluter Unsinn. Aber, ich wollte dich nicht schon wieder
in Misskredit bringen. Hör Musik, versuche dieses Schubladendenken zu verdrängen. Ich schätze dein Wissen sehr,
aber hier- ich weiss nicht.
In diesem Sinne, ein frdl. Gruß nach BS.
Der Kartoffelnüschel
 
Mein Anwalt hat mir geraten, nicht zu antworten...

dein anwalt? das kann dann ja im grunde nur ich sein. aber so ein richtig verrückter, wie gonzo in fear and loathing, darauf bestehe ich! :) und als dein anwalt rate dir jetzt in der tat, mehr kraut zu HÖREN, und etwas weniger hier bei all dem theoretischen zeug mitzumachen.
 

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