KRAUTROCK

Georg

Alter Hase
Die letzten beiden ja. Bei den Kindern bin ich etwas unschlüssig. Lokomotive Kreuzberg würde ich noch mit ins Kabinett holen
Doch auf jeden Fall! "Ihre Kinder" wurden vom "the one and only" einzigen Sozialisten oder sozialistischen Unternehmer der BRD, Photo Porst, gesponsert, zumindest der Sohn hat da sein großzügiges Taschengeld in den Nürnberger Krautrock investiert!
Die Platten von "Floh de Cologne", "Lokomotive Kreuzberg" und "Ihre Kinder" stehen hinterm Sofa,
gehören aber nicht mir! ;)
 

nixe

Inventar
Doch auf jeden Fall! "Ihre Kinder" wurden vom "the one and only" einzigen Sozialisten oder sozialistischen Unternehmer der BRD, Photo Porst, gesponsert, zumindest der Sohn hat da sein großzügiges Taschengeld in den Nürnberger Krautrock investiert!
Die Platten von "Floh de Cologne", "Lokomotive Kreuzberg" und "Ihre Kinder" stehen hinterm Sofa,
gehören aber nicht mir! ;)
Vermietest Du Dein Unter'm Sofa denn auch?
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Generell finde ich den jeweiligen "Zeitgeist" in der eine Musik oder hier die Krautrockbewegung entstanden ist sehr wichtig und gehört unbedingt in gedankliche Überlegungen mit dazu.
Ja, man kann viele Genres nicht unabhängig davon verstehen, und Krautrock ist eben ganz klar eines dieser Genres. Wie überhaupt die Gesamtheit der "progressiven Musik", die damals in den verschiedensten Ländern entstand, vom englischen Prog über den Jam-Rock der US-Westküste bis zum japanischen "New Rock" oder wie sie das nannten, der dem westdeutschen Krautrock doch sehr ähnlich war. Das entstammt alles ähnlichen, natürlich von Land zu Land verschiedenen Milieus (deshalb fiel die Musik ja von Land zu Land, teilweise von Region zu Region, unterschiedlich aus) und war von einer linksliberal-postmaterialistischen Aufbruchstimmung beseelt, ohne die die Entstehung derartiger Musik völlig undenkbar gewesen wäre. Dieser Aspekt des politisch-sozialen Milieus wird leider, im Bezug auf englisch-internationalen Prog eher als im Bezug auf Krautrock, von vielen Leuten, die über diese Musik schreiben, oft nicht angemessen gewürdigt.
 

nixe

Inventar
Jede Zeit hat halt ihre Musik.
Das konnte man damals nicht verstehen & heute gleich gar nicht!
Man kann nur noch mit GleichGesinnten gut zusammen sounden?
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Jede Zeit hat halt ihre Musik.
Das konnte man damals nicht verstehen & heute gleich gar nicht!
Man kann nur noch mit GleichGesinnten gut zusammen sounden?
Ich weiß jetzt nicht so recht, wie Du das meinst, aber:

Eine gewisse gemeinsame Basis muss schon da sein, wenn man zusammen Musik machen will - nicht nur, welche Musik man mag, sondern auch, wie man die Welt sieht. Sonst arbeitet man in der Band gegen- statt miteinander. Gemeinsam Musik zu machen, das ist ja nun eine recht intensive Angelegenheit, intensiver als meinetwegen 1x in der Woche miteinander Skat zu spielen. Ich jedenfalls würde keine rechtsaffinen Leute in meiner Band haben wollen!

Musik ist doch, wenn sie mehr sein soll als kommerzielle Plörre, ein Mittel, sich auszudrücken. Und wenn der eine in der Band meint, der Sinn des Lebens bestehe darin, die Welt zu erhalten und durch kreatives Arbeiten zu bereichern, während der andere glaubt, es gehe um die Reinheit der Rasse oder nur darum, möglichst viel Geld zu scheffeln und zu verkonsumieren, dann kann das nicht gut gehen!

Und ganz abgesehen davon, suchen Subkulturen immer nach Ausdrucksmitteln, um die Zugehörigkeit erkennbar zu machen. Das sind vorrangig zum einen Kleidungsstile, zum anderen Musikstile. Weil Musik eben was zum Ausdruck bringt, wie ich oben gesagt habe, unter anderem eben Werte, die von einem gewissen Milieu geteilt werden. Und so hatten die progressiven Subkulturen der 60er und 70er Jahre eben ihre progressive Musik in all ihren Facetten, eben so schillernd bunt wie die Subkulturen selbst.
 

Georg

Alter Hase
Jede Zeit hat halt ihre Musik.
Das konnte man damals nicht verstehen & heute gleich gar nicht!
Man kann nur noch mit GleichGesinnten gut zusammen sounden?
Für das Paderborner Krautrockfestival am Freitag den 24.9. gibts nur noch 20 Karten!
Also, wenn du mit dem Gleichgesinnten Georg guten Sound hören willst, bestellen:
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Doch auf jeden Fall! "Ihre Kinder" wurden vom "the one and only" einzigen Sozialisten oder sozialistischen Unternehmer der BRD, Photo Porst, gesponsert, zumindest der Sohn hat da sein großzügiges Taschengeld in den Nürnberger Krautrock investiert!
Die Platten von "Floh de Cologne", "Lokomotive Kreuzberg" und "Ihre Kinder" stehen hinterm Sofa,
gehören aber nicht mir! ;)
Gerüchten zu Folge soll Porst jr. sogar kommunistischen Vereinigungen nahe gestanden haben. Auch wurde "Sounds" eine Zeitlang mit finanziert. Davon abgesehen, muss ich deinem Post zustimmen. Bei Gelegenheit muss ich mal bei euch hinters rote Sofa schauen :D
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Krautrock und Politrock sind schon zwei verschiedene Hausnummern, auch wenn da, um im Bild zu bleiben, kein Zaun dazwischen ist und die Rasenflächen ineinander übergehen. Die typische Politrock-Band verband eher konventionell gestrickte Rockmusik, die oft wie eine Vorwegnahme des Punk wirkt, mit klar politischen deutschsprachigen Texten, wogegen im Krautrock eher experimentiert wurde und Texte meistens eine Nebenrolle spielten - es gab sehr viel Instrumentalmusik und Stücke mit englisch- oder auch deutschsprachigen Texten, die aber so verschwurbelt waren, dass man nicht klar erkennen konnte, worum es ging. Aber die Grenzen sind eben unscharf, da gibt es Zwischentypen wie die oben erwähnten Ihre Kinder. Und letzten Endes waren beide Richtungen ja irgendwie "links" oder "progressiv", da konnte man sich auf einiges schon einigen, etwa dass die Springerpresse Lügen verbreite, die Aufarbeitung des Nationalsozialismus zu schleppend voranginge und der militärisch-industrielle Komplex böse sei.
 
Zuletzt bearbeitet:

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Ich weiß jetzt nicht so recht, wie Du das meinst, aber:

Eine gewisse gemeinsame Basis muss schon da sein, wenn man zusammen Musik machen will - nicht nur, welche Musik man mag, sondern auch, wie man die Welt sieht. Sonst arbeitet man in der Band gegen- statt miteinander. Gemeinsam Musik zu machen, das ist ja nun eine recht intensive Angelegenheit, intensiver als meinetwegen 1x in der Woche miteinander Skat zu spielen. Ich jedenfalls würde keine rechtsaffinen Leute in meiner Band haben wollen!

Musik ist doch, wenn sie mehr sein soll als kommerzielle Plörre, ein Mittel, sich auszudrücken. Und wenn der eine in der Band meint, der Sinn des Lebens bestehe darin, die Welt zu erhalten und durch kreatives Arbeiten zu bereichern, während der andere glaubt, es gehe um die Reinheit der Rasse oder nur darum, möglichst viel Geld zu scheffeln und zu verkonsumieren, dann kann das nicht gut gehen!

Und ganz abgesehen davon, suchen Subkulturen immer nach Ausdrucksmitteln, um die Zugehörigkeit erkennbar zu machen. Das sind vorrangig zum einen Kleidungsstile, zum anderen Musikstile. Weil Musik eben was zum Ausdruck bringt, wie ich oben gesagt habe, unter anderem eben Werte, die von einem gewissen Milieu geteilt werden. Und so hatten die progressiven Subkulturen der 60er und 70er Jahre eben ihre progressive Musik in all ihren Facetten, eben so schillernd bunt wie die Subkulturen selbst.
Ich überlege gerade, ob es da evtl. auch psychologische bzw. soziologische Abhandlungen gibt. Gruppenzwang(Peer Pressure)kommt mir gerade in den Sinn.
 

nixe

Inventar
 

nixe

Inventar
 

Georg

Alter Hase
Weil mich dieser Senf, der davor hier lief, sowas von angeödet hat!
Hmm, diese "Schreiberlinge" in dem von dir hier geposteten Rolling Stone-Forum, fand ich aber auch teilweise recht ätzend...
und immer wieder gehts um diese blöden Schubladen; ich bin für offene Regale Britbeat meets Jazz-Rock meets Folk-Rock meets Psychedellic Rock meets Prog Rock, meets Brit Rock im großen Krautrock-Regal... :D (so ähnlich siehts in meinem Regal aus z.b. Amon Düül steht zwischen Lake und Kraan, Faust zwischen Aera und Schwefel....
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Hmm, diese "Schreiberlinge" in dem von dir hier geposteten Rolling Stone-Forum, fand ich aber auch teilweise recht ätzend...
und immer wieder gehts um diese blöden Schubladen; ich bin für offene Regale Britbeat meets Jazz-Rock meets Folk-Rock meets Psychedellic Rock meets Prog Rock, meets Brit Rock im großen Krautrock-Regal... :D (so ähnlich siehts in meinem Regal aus z.b. Amon Düül steht zwischen Lake und Kraan, Faust zwischen Aera und Schwefel....
In meinem CD-Regal gibt es überhaupt keine Genre-Klassifikation - nicht mal nach Makro-Kategorien wie Klassik, Jazz, Rock usw. Einfach alles alphabetisch durch, und die Alben eines Künstlers in chronologischer Reihenfolge. Weil ich oft einfach gar nicht weiß, was wohin gehörte, oder gar das Werk einer Band auseinander reißen müsste. Denn wie ich schon früher mehrfach geschrieben habe, gibt es keine scharfen Genregrenzen, sondern mehr oder weniger breite Grenzgebiete und Überlappungen.
 
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