Kingston Wall "II" (1993)

moonmadness

Aktives Mitglied
Ich möchte an dieser Stelle noch mal eine Lanze brechen für dieses - wie ich finde - sehr, sehr gute psychedelische Rockalbum aus den 90ern. Auch wenn alle drei Alben der Gruppe echt gut sind, dieses ist für mich das Beste (bis auf ein etwas seltsam anmutendes Donna Summer-Cover darauf, aber okay).

Kingston Wall war eine finnische Band beeinflusst von Jimi Hendrix, Led Zepp und vielem was man eher in den späten 60ern ansiedeln würde. Die Geschichte der Gruppe ist auch ziemlich interessant. Alle Alben wurden z.B. selbst produziert und veröffentlicht, trotz dessen die Musiker damals alle Anfang 20 waren, finde ich eine überragende Leistung. Die Band hat es jedoch zu Lebzeiten nicht viel weiter aus Finnland heraus geschafft und stiess wohl auch nicht auf allzuviel Medienecho (evtl. fehlenden PR-Kontakten oder generellem Marketingwissen/Geld geschuldet?). Zum Ende der Band war der kreative Kopf und Gitarrist Petri Walli wohl so deprimiert das er den Freitod wählte, mit gerade einmal 26 Jahren. Was für ein Verlust ...

Tatsächlich hört man viele Anleihen der Ideen dieser Band bei einer anderen, wesentlich bekannteren finnischen Gruppe namens Amorphis, die einige hier evtl. kennen ... ich adde einfach mal auch einen Auszug aus deren ähnlichstem Album am Schluss. Aber hört bei Interese mal rein, einfach mal die ersten drei KW-Songs hintereinander weg ... weil das war schon Qualitätsmucke.




 

moonmadness

Aktives Mitglied
Ja ist ein Live Album, aus dem Studio gabs halt nur 3 -- und es gab außerdem auch eine Scheibe mit Elektro-Covern, aber die ist hier im Forum evtl. nicht so das was man sich wünscht ;) Petri Walli hatte auch ein Faible für elektronisches, das war ja damals auch die frühe Hochphase im Techno, was wohl auch das Donna Summer-Cover erklärt...
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Ja ist ein Live Album, aus dem Studio gabs halt nur 3 -- und es gab außerdem auch eine Scheibe mit Elektro-Covern, aber die ist hier im Forum evtl. nicht so das was man sich wünscht ;) Petri Walli hatte auch ein Faible für elektronisches, das war ja damals auch die frühe Hochphase im Techno, was wohl auch das Donna Summer-Cover erklärt...
Bin zwar nicht so der Elektroniker, aber ich werde mal suchen.
 

moonmadness

Aktives Mitglied
Nennt sich "Freakout Remixes" ;) von 2000, ich hab tatsächlich bislang auch nur drüber gelesen und noch nicht selbst reingehört.
 

moonmadness

Aktives Mitglied
Ich hingegen werd mir das jetzt dann doch mal anhören :D nee ernsthaft, man muss das auch ein bisschen im Kontext der Zeit sehen, Amorphis hatten auch solche Spielereien in ihren frühen Alben und das war zwar irgendwie verwunderlich, gleichzeitig hats aber kaum jemand anders so gut gemacht ... Geschmacksache.
 

moonmadness

Aktives Mitglied
Hey das waren die 90er -- hahahahaha ich lach mich aber auch grad leicht schlapp. Oje das ist schon krass. Klingt ja wirklich wie Schlumpfgesang, warum nur?!
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Und jetzt werden die Zeitschriften zu Grabe getragen.
Ich bin gespannt, wann und wie diese evtl. ihre Wiederauferstehung feiern, so wie Metal und Vinyl.:p
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
War in den 90ern ja aber nun auch stark im Wandel ... man erinnere sich an Rock Hard-Cover (schau mal 1996) wo der Metal sinnbildlich "zu Grabe getragen wurde" weil "New Metal" und sowas auftauchte ...

Anhang anzeigen 14379
Das war das erste(und letze )mal wo ich überlegte, mein Abo zu kündigen. Provokativ war der Eyecatcher schon, aber nachträglich betrachtet, nicht so ganz ohne Sinn. Auch wenn das Rock Hard mit "Groovy Soup" recht recht lange an einer Rubrik festhielt, die dem Image des RH mehr geschadet als genutzt hatte. Nein! Die kurz danach als Heilsbringer hochgelobten Hammerfall, die die Renaissance des Heavy Metal(angeblich) wieder einläuteten, hatten nach nur einem Album ihr Pulver verschossen.
 

moonmadness

Aktives Mitglied
Ich bin gespannt, wann und wie diese evtl. ihre Wiederauferstehung feiern, so wie Metal und Vinyl.
Ich denke wenn man gute, interessante (im besten Fall einzigartige) Inhalte liefert, gibt es immer Interessenten ... nur kommen wir hier wohl alle aus anderen Generationen, nämlich: als man noch lesen musste, um sich zu informieren. Die Generation Z (oder wie heissen die nach den 90ern geborenen?) gucken 9/10 alle eher nur noch ins Smartphone (nicht mal mehr auf einen "richtigen Computer" ne). Geschriebene Reviews sind sowas von Oldschool, ich finds gut, aber selbst die großen Prog-Onlinemagazine machen mittlerweile auch Youtube-Reviews, wo sie frei von der Leber weg erzählen, ... was halt letztlich aber auch seinen Charm hat.
 

moonmadness

Aktives Mitglied
Die kurz danach als Heilsbringer hochgelobten Hammerfall
Huch, ich seh schon in manchen Dingen sind wir aber stark verschieden -- für mich war eher Hammerfall nervig, und die tausend Millionen italienischen "Märchenmetalbands" ... und Death Metal, der zum Ende der 90er immer technischer wurde. Aber egal ... ich guck gern mal in die alten Schwarten und lese rückblickend auch gern über Bands, die mich letztlich gar nicht so anmanchen, nur weils trotzdem irgendwie interessant ist.

Fast schon faszinierend finde ich zB auch Opeth, damals absoluter Underdog und über die Jahre zu einer der größten Bands gereift. Oder wie Anathema und Katatonia plötzlich im eclipsed landen konnten, aber das schweift alles ab ...
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Huch, ich seh schon in manchen Dingen sind wir aber stark verschieden -- für mich war eher Hammerfall nervig, und die tausend Millionen italienischen "Märchenmetalbands" ... und Death Metal, der zum Ende der 90er immer technischer wurde. Aber egal ... ich guck gern mal in die alten Schwarten und lese rückblickend auch gern über Bands, die mich letztlich gar nicht so anmanchen, nur weils trotzdem irgendwie interessant ist.

Fast schon faszinierend finde ich zB auch Opeth, damals absoluter Underdog und über die Jahre zu einer der größten Bands gereift. Oder wie Anathema und Katatonia plötzlich im eclipsed landen konnten, aber das schweift alles ab ...
Nein! So weit liegen wir nicht auseinander. "Glory to the brave" ist immer noch ein sehr gutes Album, die italienische Armada an Rhapsody Clones zu Anfang recht interessant, aber dann zu viel. Ansonsten, kann ich deinem Post durchaus zustimmen.
 

moonmadness

Aktives Mitglied
Damit das Printmagazin sich halten kann.
Also ich sehe bei Rock Hard keine Möglichkeit (nur) Online zu abonnieren und auch die vielen, einstigen Online-Archivartikel sind scheinbar weg. Sieht man das als Abonnent des Heftes noch (gibts dann einen geheimen Zugang oder so)? Würde mich ernsthaft interessieren, v.a. wegen des (ehemaligen) Archivs. Rock Hard macht mit die besten Interviews finde ich ja.
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Also ich sehe bei Rock Hard keine Möglichkeit (nur) Online zu abonnieren und auch die vielen, einstigen Online-Archivartikel sind scheinbar weg. Sieht man das als Abonnent des Heftes noch (gibts dann einen geheimen Zugang oder so)? Würde mich ernsthaft interessieren, v.a. wegen des (ehemaligen) Archivs. Rock Hard macht mit die besten Interviews finde ich ja.
Da ich dir leider nicht weiterhelfen. Ich war jetzt gerade mal auf der Website. Sieht nict sp prickelnd aus. Da müsste die Kombi aus Online/Print Abo möglich sein, ist aber nicht. Wo immer das Archiv abgeblieben ist, es fehlt.
 

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