Jethro Tull - alte Alben vs. Re-releases

moonmadness

Mitglied
Ich hör grad seit langem mal wieder 'Minstrel in the Gallery' und kann´s gar nicht fassen, wie fett das Album ist (also Arrangements/Songs/etc), und was auch für eine Top-Produktion... ja, die guten Jahren...

Frage mich echt ernsthaft, warum die ihren Backkatalog remastern lassen müssen?? Versteh ich nicht, wenn mir jemand das erklären kann, dann bitte...

 

phaedra

Neues Mitglied
Natürlich nicht, um Geld zu verdienen ;)
Es gibt genügend Remasters, bei denen sich die Anschaffung nicht wirklich lohnt.
Aber die Sachen, die z.B. Steven Wilson anpackt, sind ihr Geld schon wert.
Er liefert gute, am Original orientierte Remixes und Remasters ab, die sich in der Transparenz
des Klangbilds schon positiv vom Ursprungsmix abheben.
Ich warte bzw. freue mich zumindest noch auf Songs from the Wood und Heavy Horses, so es denn
etwas damit wird.
 

passionplayer

Mitglied
Die Remixe und Remaster der 70er haben schon ihre Berechtigung. Speziell bei "Aqualung" gibt es einen Quantensprung, denn der Originalmix von 1971 war dermaßen grottig, das es jetzt ein völlig neues Hörerlebnis gibt. Auch "Benefit" hat sehr davon profitiert. Gespannt bin ich auf die "Folkphase von" 1977-1979, daran gibt es auch einiges zu verbessern. "Songs From The Wood" kommt im nächsten Jahr und im November diesen Jahres gibt es noch "Stand Up" im tollen Buchformat.
 

Mr. Vai

Neues Mitglied
Ich muss auch sagen, dass die Steven Wilson Sachen ganz toll geworden sind (von den Verpackungen ganz zu schweigen!). Daher habe ich mir auch jede Einzelne neu gekauft und warte gespannt auf den Rest ... ;-)
 

Music is Live

Aktives Mitglied
Jethro Tull haben auch bei mir ihren Platz, habe zwar nicht alles von ihnen, doch schon recht viel....
mein Laienklampfenspiel fing mit Locomotion Breath an.... :rolleyes:

sah sie vier mal in den ´90ern und hatte Spass...

was mich heute nicht glücklich macht, ist die Trennung von der alten Band besonders Martin Barre.... den ich schätze als Musiker....
klar sind die neuen Bandmitglieder alle recht fit und verdienen ihre Chance sich grösserem Publikum zu zeigen....
so ist eben der Wandel der Zeit.....

Martin. Barre mit seiner heutigen Version interessiert mich Live mehr als Ian Anderson.... habe beide allerdings getrennt noch nicht Live geniessen können....

die Neuauflagen, auch wenn von Steven, sind mir das Geld nicht wert.... sorry....
 
Erstmal ganz generell, egal ob bei Tull oder anderen Bands: Ich bin da puristisch veranlagt und will die Platten so haben, wie sie vor 30, 40 oder 45 Jahren oder wann auch immer rausgekommen sind. Das Original ist eben das Original. Wenn da klangliche Schwächen dazugehören, weil sie dem damaligen Stand der Technik oder sonstigen Gründen (Producer hinterm Mischpult eingeschlafen, was weiß ich) geschuldet sind, dann ist das eben so.

Natürlich gab es auch damals schon Platten, die klangtechnisch derart exzellent betreut wurden, dass aus meiner Sicht eine Neubearbeitung sowieso ziemlich bizarr wäre - beispielsweise quasi sämtliche Produktionen von Martin Birch (Deep Purple, Blue Öyster Cult, Whitesnake, Black Sabbath, Iron Maiden, MSG, Fleetwood Mac etc.), die nahezu unübertroffen und bis heute für mich beispielhaft und state of the art sind.

So oder so sind sie aber allesamt Zeitdokumente und die transportieren für mich durch Ihr ursprüngliches so-sein eben auch die entsprechende Atmosphäre und das Flair zum Zeitpunkt der Aufnahme. Klar kann man heute durch Remastering in manchen Fällen beeindruckende Resultate rausholen und es kann auch durchaus mal interessant sein, da reinzuhören und mit dem Original zu vergleichen, aber letztlich brauch ich das aus genannten Gründen nicht wirklich. Ich ziehe prinzipiell das Original konsequent vor, mit allem was dazugehört. Bei der Mona Lisa käme ja auch niemand auf die Idee, nachträglich was am Bild zu verändern...

Abgesehen davon sind Jethro Tull zwar ganzjährig ein Thema für mich, aber auch für mich entfaltet ihre Musik im Herbst oder Winter einen ganz besonderen Reiz. ;-)
 
Zuletzt bearbeitet:
& wie ist es mit den bonus-tracks, videos & 5.1 Mixen? kein Interesse?
Nö, jedenfalls nicht in Form einer kompletten Überarbeitung des Originalalbums, welches dadurch seinen Ursprungscharakter verliert. Bonustracks oder unveröffentlichtes Material, sofern es eine gewisse Relevanz besitzt, würde ich mir am ehesten einfach in Form einer nur zu diesem Zwecke separat veröffentlichten Scheibe gefallen lassen, die dann auch wirklich nur aus diesem ganzen Zeugs besteht.

Dann kann ich mich auch noch entscheiden, ob ich das wirklich brauche oder nicht. Aber ich will es auf keinen Fall als Anhängsel irgendeiner x-ten überarbeiteten und remasterten Special-Edition eines regulären Studioalbums haben.
 

passionplayer

Mitglied
Wenn einem der dumpfe, matschige Sound des Original Albums "Aqualung" gefällt, bitte schön. Man kann sich die Platte zu Archivzwecken ins Regal stellen. Wenn ich aber einen klaren, differenzierten Sound hören will, wo jetzt alle Instrumente da sind, wo sie eigentlich schon 1971 hingehörten, dem kann ich nur Steven Wilson's Remix ans Herz legen.
 

moonmadness

Mitglied
Obskurer Folk aus den 70ern
Folk ist natürlich mit drin.

"Obskur" in dem Fall meint aber eher Bands/Künstler, die damals wie heute nicht im großen Rampenlicht standen/stehen wollten/konnten/mussten... Ich höre Tull´s Musik seit meiner Kindheit, und der "matschige" (Wie nennst du/ihr dann z.B. die Hendrix Alben oder sowas?) Sound gehört da irgendwie dazu.

Hatte mich in erster Linie auf "Minstrel" bezogen (für mich TOP-Sound so wie es ist), der Sound der früheren Alben ist mit grad nicht so sehr im Gedächtnis, außer "Benefit" mein absolutes Lieblingsalbum, und auch da mit Verlaub, finde ich persönlich den Originalsound top. So wie er ist. Das war damals so, und ich selber sehe keine Notwendigkeit mir zu meiner Originalplatte von damals noch einen Steven Weissderfuchs (Hello Namedropping^^)-CD Remaster kaufen zu müssen, dafür gibts viel zu viel andere gute Musik.

...aber ich kann die Geschichte auch irgendwie nachvollziehen. Siehe Doors oder Zeppelin, da ist es ja wesentlich "schlimmer" mit der Wiederveröffentlichungswelle. Am allerschlimmsten waren ja die ganzen Boxen und Best Ofs, wo man die Originalalben auch noch zerpflücken musste, grausam aber auch ein anderes Thema.

Aber wie ich am Ende immer sage, jedem das seine ;).
 

Mike

Moderator
Teammitglied
Erstmal ganz generell, egal ob bei Tull oder anderen Bands: Ich bin da puristisch veranlagt und will die Platten so haben, wie sie vor 30, 40 oder 45 Jahren oder wann auch immer rausgekommen sind. Das Original ist eben das Original. Wenn da klangliche Schwächen dazugehören, weil sie dem damaligen Stand der Technik oder sonstigen Gründen (Producer hinterm Mischpult eingeschlafen, was weiß ich) geschuldet sind, dann ist das eben so.
Ganz meine Meinung. Die Vergangenheit ist wie sie ist, warum nicht mal Geld in frische Bands investieren? Könnte vielleicht sogar spannender sein.;)
 

moonmadness

Mitglied
Die Vergangenheit ist wie sie ist, warum nicht mal Geld in frische Bands investieren? Könnte vielleicht sogar spannender sein.;)
Ja ne :). Obwohl auch früher gabs wie gesagt, so so viel mehr.

Der "obskure Folk" allein, sei mal für sich dahin gestellt. Und auch dieses melancholisch progrockigere Album möchte ich (nochmals) auch allen Tull-Fans auf die Brust takkern, hört euch das gelegentlich mal an:


Und was ist z.B. mit Steamhammer?! Auch eine richtig geile Band, mit einer gewissen "Tull-lastigkeit" (kann man so vl. nicht sagen - klang manchmal aber ähnlich), hatten aber auch mehr als genug Eigencharakter. Ein bisschen vl. wie ne Mischung aus MAN und Tull plus...? MKII find ich ihr stärkstes Output, sehr vielseitig auch. Tull-Fans listen up...

 
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