Jester.Ds Crossmix 2020

Jester.D

Aktives Mitglied
Jester.D ist nicht von gestern - hätte ich den Thread auch nennen können. Egal. Worum geht es mir?

Mir geht es um Vielfalt, um aktuelle Vielfalt. Wir schreiben das Jahr 2020. Ist 'ne supercoole Jahreszahl wie ich finde, die einfach mal musikalisch in vielfältigen Facetten gewürdigt werden sollte.

Ich möchte lesen was ihr hört und denkt ud LOSWERDEN WOLLT zu aktuellen CDs/LPs/DVDs/Blu-Rays etc. aus 2020, egal welcher Stilrichtung. Es darf auch Jazz oder Klassik sein.

Eine Bedingung - kein Bild, kein Video ohne Kommentar bitte. Danke.
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Los geht's mit der aus Maastricht stammenden holländischen Band LESOIR und ihrem Album "Mosaic". Entdeckt dank eclipsed und mittlerweile kaum noch aus dem Player zu kriegen. Was läuft denn da? Die Freunde vom Betreuten Proggen bringen es so auf den Punkt:

"... Lesoir vereinen somit auf “Mosaic” auf angenehme, nicht zu fordernde Weise Emotionalität und Dynamik in melodischer Eleganz. Gut anzuhören und bestens produziert."

Etwas floydig, etwas folkig, sehr atmosphärisch und natürlich rockig mit weiblichen Solostimmen, die etwas an Midas Fall aus Schottland erinnern. Definitiv eine meiner CDs des Jahres!



 

Georg

Alter Hase
Gute Idee, da brauche ich mir wenigstens nicht mehr den "weepingelfsozialisierten" Kopf zu zerbrechen, welches Genre könnte das denn nun schon wieder sein oder passt es da rein, etc.
Hier mal eine Band, die ich durch einen netten Menschen kennengelernt habe, der mir einen Soundtrack geschenkt hatte, weil da ein Song von Dredg (Bug eyes) drauf war. Der Soundtrack von 2005 hieß "Stealth" , keine Ahnung, was das für ein Film gewesen sein könnte; jedenfalls waren da ich glaube 3 Songs der Kapelle Bush, drauf. Ja, seit dem mag ich diese Musik, insbesondere diese Gesangesstimme von Gavin Rossdale. Die Band wurde 1991 gegründet und als ich einstieg, war sie in einer Auflösungsphase, Gavin Rossdale gründete mit "Institute" eine neue Kapelle und brachte mit "Wanderlust" eine Solo-Scheibe raus. Na, ja ab 2009 haben sie sich dann wieder als Bush zusammengefunden und seit dieser Wiedergründung nun ihr viertes Album "The Kingdom" vor einigen Wochen herausgebracht:
"Flowers on a grave":
und der Titletrack "The Kingdom"
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Ob die Idee wirklich gut ist wird sich natürlich erst hintenraus zeigen, aber ich bin hoffnungsvoll. :)

Prima aber natürlich, dass du gleich mit losgelegt hast. Den Soundtrack zu Stealth-Unter dem Radar habe ich auch. Nicht geschenkt bekommen, aber sehr preiswert (quasi fast geschenkt ;)) eingekauft. Auch wegen Dredg. Bush fand ich da okay, aber bin der Sache nicht weiter nachgegangen.
Auf die neue CD bin ich auch schon aufmerksam geworden. So sieht sie übrigens aus:



Bin da aber noch etwas unschlüssig. Mal schauen was da wird.
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Ähmmm, ... mein lieber Georg, da liegt dann wohl deinerseits eine kleine Verwechslung vor - die Band mit mehreren Songs auf dem Stealth-Soundtrack ist nicht Bush sondern Incubus. ;) Ich habe den Soundtrack gerade herausgekramt und höre.
 

Georg

Alter Hase
Ähmmm, ... mein lieber Georg, da liegt dann wohl deinerseits eine kleine Verwechslung vor - die Band mit mehreren Songs auf dem Stealth-Soundtrack ist nicht Bush sondern Incubus. ;) Ich habe den Soundtrack gerade herausgekramt und höre.
Hmm, du hast Recht mit den 3 Incubus-Songs, das habe ich verwechselt. Es war "Institute", Gavin Rossdales Musikprojekt nach Bushs Zerfall und da ist ein Song auf diesem Soundtrack drauf. Meine Incubus-CDs stehen neben den Bush CDs... ;)
 
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Georg

Alter Hase
Mal "eine Oldie" im 2020er Thread?
Chrissie Hynde (7.9.51) heißt die Sängerin der Pretenders, die ihre Kapelle 1978 gegründet hat. Ihr elftes, 2020er Studioalbum heißt "Hate for sale"
Hier der Titelsong:
und "You can´t hurt a fool"
Mit fast 69 Jahren immer noch eine tolle Stimme, oder?
 
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Jester.D

Aktives Mitglied
Die olle Chrissie?? Aber klar doch! Bin jetzt nicht der große Pretenders-Fanboy, hab keine CD von denen, aber ich habe eine gute Solo-CD von ihr ("Stockholm", 2014).

Hab aber andernorts schon vernommen, dass die neue Pretenders ziemlich gut sein soll.

 

The Wombat

Mitglied
Ob die Idee wirklich gut ist wird sich natürlich erst hintenraus zeigen, aber ich bin hoffnungsvoll. :)

Ich finde die Idee gut.....und ich hoffe mal deftig mit. ;)

Prima aber natürlich, dass du gleich mit losgelegt hast. Den Soundtrack zu Stealth-Unter dem Radar habe ich auch. Nicht geschenkt bekommen, aber sehr preiswert (quasi fast geschenkt ;)) eingekauft. Auch wegen Dredg. Bush fand ich da okay, aber bin der Sache nicht weiter nachgegangen.
Auf die neue CD bin ich auch schon aufmerksam geworden. So sieht sie übrigens aus:



Bin da aber noch etwas unschlüssig. Mal schauen was da wird.
Ich kenne Bush zwar ein wenig aus (sehr) vergangenen Zeiten, bin mit der Band aber nie so richtig warm geworden. U.a. auch deshalb, weil sie in ihren Anfangsjahren dem Grunge zugeordnet wurde und mit Grunge konnte ich nie etwas anfangen.....weshalb auch die Obergrunger Nirvana bei mir absolut keine Bedeutung hatten.

Wenn ich Teile des neuen Albums "The Kingdom" höre, muss ich sagen: mittlerweile wurden sie wohl irgendwie zugänglicher, obwohl ich gestehen muss, daß mich die Musik ein wenig....nervös macht. Die beiden Songs da oben von Georg kann ich durchaus hören, aber sie sind mir eine Spur zu fahrig, etwas zu krawallig.
 

The Wombat

Mitglied
Mal einen Oldie im 2020er Thread?
Chrissie Hynde (7.9.51) heißt die Sängerin der Pretenders, die ihre Kapelle 1978 gegründet hat. Ihr elftes, 2020er Studioalbum heißt "Hate for sale"
Hier der Titelsong:
und "You can´t hurt a fool"
Mit fast 69 Jahren immer noch eine tolle Stimme, oder?
Sie hat eine tolle Stimme, zumindest jedenfalls eine interessante. Mit dem 1. Song da oben kann ich leider nicht viel anfangen.
Okay, eine Suzi Quatro hatte letztes Jahr mit 69 noch ein durchaus beachtliches Album rausgebracht, hängt sich noch ihre Bassgitarre um und sogar die alte schwarze Lederkluft passt noch. :cool:
Aber Chrissie Hynde nehme ich mit 69 diese gewisse Rotzgörenattitüde mit leichtem Punk-Einschlag nicht mehr so wirklich ab.
Der 2. Song darunter sagt mir schon wesentlich mehr zu.....das sind die Pretenders, wie ich sie aus alten Zeiten kenne und durchaus noch mag.
 
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Georg

Alter Hase
Album des Monats August in einer Musikzeitschrift, ist die irische Kapelle Fontaines D.C. mit ihrem zweiten Album "A hero´s death". Es wird in die Kategorie Post-Punk einsortiert. Es sind zwei sehr schöne Balladen auf dem Album; hier "Oh such a spring":
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Rasch angemerkt sei noch, dass dies kein allgemeiner Jubel- und Hurrageschrei-Thread sein soll. Es darf alles was im Jahr an Musik passiert rein, aber nicht jeder muss alles gut finden. Also, im Prinzip alles wie immer. ;)

Ich merke das nur an, weil ich z.B. mit den Fontaines D.C. nichts am Hut habe.

Weiter im Text.
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Nicht nur dir. Die Musik des Jahres ist ja nicht gleichbedeutend mit "alles ist toll, für jeden".

Ich habe noch ein paar Sachen in petto, die sicher nicht jedermanns Zuspruch finden werden. Aber darum geht es ja auch gar nicht. Im Moment ist aber noch der Enkel im Haus (schläft gerade) und ich kann noch nicht richtig loslegen.
 

Georg

Alter Hase
Dann setze ich mal mein erstes Highlight aus 2020 rein. Erschienen am 24. Januar, das vierte Studioalbum der Post Rock Kapelle Caspian aus Massachusetts.
Ich habe die Band 2015 im "DDR-Star Club", also im Beatpol in Dresden gesehen. Feine Location!
Post Rock wird ja oftmals in die rein instrumentale Schublade gesteckt, doch es geht auch mit Gesang. Von der befreundeten Band "Piano become the teeth" haben sie sich fürs Studio deren Sänger Kyle Durfey "ausgeliehen" Kyle verzichtet seit 2015 auf Screamos und singt, auch bei seiner Band. nur noch "klar".
Vom Album "On Circles", der Song "Nostalgist":
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Moin, zu Caspian kann ich (noch) nichts sagen. Werde aber natürlich auch da noch reinhören.

Bei mir geht es erstmal mit einem meiner weiblichen Lieblinge weiter. Zuvor muss ich aber noch ganz schnell eine Zwischenbemerkung einfügen.

Ich kaufe CDs mit Musik die mir gefällt. Rang und Namen sind nachgeordnet. Ist mir piepegal ob die CD hochgelobt oder total verrissen wird - was mir gefällt kann man dann irgendwann in meinem CD-Regal besichtigen. Und - ich bin kein Komplettist. Entdecke ich eine für mich tolle CD von einem mir unbekannten Interpreten muss ich dann nicht gleich die komplette Discografie nachkaufen. So entgehe ich jederzeit dem Einkaufsstress und habe die logistischen Schwierigkeiten zu Hause noch im Griff. ;)

So, jetzt weiter. Ich komme zur amerikansichen Singer/Songwriterin/Countrysängerin Brandy Clark und zitiere Wiki:

"... Erste Erfolge hatte sie ab 2010, als Reba McEntire zwei ihrer Songs aufnahm. Ihre größten Erfolge waren Better Dig Two von The Band Perry und Mama’s Broken Heart von Miranda Lambert, die Platz eins bzw. zwei der US-Countrycharts erreichten. Bei den Grammy Awards 2014 erhielt sie für das letztgenannte Lied eine Nominierung in der Kategorie Bester Countrysong. Für Follow Your Arrow, ein Top-Ten-Hit für Kacey Musgraves, wurde sie mit einem CMA-Award ausgezeichnet.

Während dieser Zeit trat Brandy Clark, zum Teil zusammen mit ihrem Songwriting-Partner Shane McAnally, auch als Sängerin in Nashville auf. Ab 2012 forcierte sie ihre Solokarriere und brachte eine EP als Independent-Veröffentlichung heraus. Sie spielte im Vorprogramm von Sheryl Crow und hatte noch im selben Jahr einen Auftritt in der Grand Ole Opry. Im Jahr darauf erschien ihr Debütalbum 12 Stories..."


In meinem Einkaufskorb war 2016 ihr zweites Album Big Day in a Small Town gelandet, das mir ausnehmend gut gefiel und immer noch gefällt. Nun folgte in diesem Jahr also Nummer drei: "Your Life Is A Record". Es klingt eine Spur abgeklärter, etwas deutlicher an traditioneller Countrymusic orientiert und auch ein bisschen ruhiger, aber all das gereicht nicht zum Nachteil. Ganz im Gegenteil. Die Songs schmeicheln sich ein und verschaffen ein rundum gutes Gefühl. Liegt auch mit daran, dass sie mit ihrer wunderbaren Stimme sehr sehr gefühlvoll singt. Ein Fall für alle Singer/Songwriter/Folk'n'Country-Möger.

 

Georg

Alter Hase
Aaron Geller Professor für Chemie, Virginia, an der E-Gitarre,
der Mexikaner Ramsés Luna, Leiter der mexikanischen Klangmalerei, am Saxophon,
Tim McCaskey, Professor für Physik, También, an der Akustikgitarre,
Luis Nasser, Professor für Physik, Chicago, am Bass, und
der Schwede Mattias Olsson von Anglagard am Schlagzeug, Percussion und Mellotron.
Diese multinationale Supergroup haben ihr erstes gemeinsames instrumentales Album im Mai diesem Jahres eingespielt, es heißt, wie auch die Band "The Devil’s Staircase"
Diese Naturwissenschaftler fühlen sich schon von ihrer Profession beeinflußt, spielen aber keinen "Math-Rock":
"We are an international group of musicians who play rock inspired by math and science. But we don't play math rock. Ideas from nonlinear dynamics, fractals, cellular automata, and astronomy inspire compositional forms.".
Die Schublade könnte sich Eclectic Prog nennen, aber das würde die Band vermutlich stören, da sie sich nicht "einkästeln" lassen wollen; z.B. richtig allergisch auf "Math-Rock" reagieren. Rezensionen z.B. auch bei den Babyblauen:
Auf der Homepage der Band kann man reinhören, wen und wenn es interessiert:
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Liest sich sehr interessant und wird auch noch angetestet. Ich hatte gerade wieder Enkeldienst und zwischenzeitlich sind auch neue CDs eingetroffen. Da ist Einiges aufzuarbeiten. Demnächst also wieder mehr von mir hier.
 

DerGrobeWestfale

Aktives Mitglied
KING DUDE - Full Virgo Moon
Wenn ein Album in einem Magazin für Heavy Metal und Hard Rock Überzeugungstäter in den höchsten Tönen gelobt wird, obwohl Krach und Dröhn nicht mal ansatzweise zu finden sind, dann muss es etwas besonderes sein. Ein Highlight des Jahres 2020

 

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