It Bites

Fonebone

Moderator
Teammitglied
Ich werde nie vergessen, wie damals It Bites gleich beim ersten Hören auf mich gewirkt hat. Ein befreundeter Zahnarzt hatte mir den Tipp gegeben. Ich besorgte mir die Platte The Big Lad in the Windmill, Tonarm drauf laut aufgedreht und wow...

Schade, dass It Bites nie den ganz großen Erfolg hatten. Vermutlich kamen sie mit ihrer Musik einfach zur falschen Zeit auf den Markt. Damals war Techno-Zeit und die Plattenfirmen hatten kein Interesse mehr an Prog.

Hier ein nicht remixter Livemitschnitt - das Studio-Album ist aber noch eine andere Liga.


Ebenso sind einige andere Scheiben von It Bites, auch die nach dem Weggang von Francis Dunnery, sehr hörenswert. Umbesetzungen ehemals gut funktionierender Bands sind immer heikel. So gesehen war der neue Gitarrist John Mitchell ein echter Glücksgriff!

Reinhören: The Tall Ships

 

dr_rollo

Neues Mitglied
Nun Erfolg für einen Musiker ist doch im Prinzip ganz klar, dass meine Musik möglichst vielen gefällt, denn dann sind die Verkaufszahlen hoch, sowie die Spielzeiten in Radio und TV sowie Besucherzahlen bei Konzerten entsprechend.

Meiner Meinung nach ist Erfolg zum einen Teil von musikalischer Fähigkeit und Kreativität beim Komponieren und Arrangieren abhängig, zum anderen Teil - und das ist leider ein nicht unerheblicher - von der Vermarktung, die oftmals mit sehr viel Vitamin B zusammenhängt.
Mir ist das zum ersten Mal bei DJ Bobo aufgefallen (ich bin einfach mal so frech, und schmeiß einen Namen in's Rennen). Die Musik fand ich furchtbar, und ich hab mich gefragt, warum der so oft im Radio gespielt wird. Und dann hab ich mich ertappt, wie mein Fuß den Takt mit gesteppt hat, und ich bereits die Melodie mitpfeifen konnte... :confused::eek::oops::rolleyes:
Kurzum: Steter Tropfen höhlt den Stein. Meine These daraus lautet, dass man durch wiederholtes Hören einen Musikgeschmack beeinträchtigen oder sogar forcieren kann.

Wie ist denn das bei unseren Kindern, oder war das bei uns selber? Es kann mir doch keiner weis machen, dass die Kinder nicht durch Musik ihrer Eltern geprägt werden. Gut - wird eine bestimmte Musik den Kids aufgezwängt, die völlig uncool von dem Musikgeschmack ihrer aktuellen Peergroup liegt, werden sie sich vermutlich konträr dagegen orientieren, spätestens in der Pubertätsphase.

BTW: It Bites kannte ich tatsächlich noch nicht, finde ich aber sehr cool! Danke für den Tipp.
 

moonmadness

Mitglied
Nun Erfolg für einen Musiker ist doch im Prinzip ganz klar, dass meine Musik möglichst vielen gefällt
Seh ich nicht so. Spiele selber auch bissel auf der Blockflöte ;-)... aber Erfolg für mich heisst, selber nach vorn zu kommen, bessere Songs machen, besser spielen, ja vl. auch bessere Konzerte, aber eher im Sinn das alles stimmt (guter Sound, guter Laden, gute Bezahlung). Mehr Leute müssen das nicht zwanghaft werden, und Mainstream und "Unterwerfung" (in welcher Form auch immer) schon gar nicht. Wir machen z.B. auch alles selber, ohne Big Label/Kommerz-Mist. Zu "Vitamin B" ja das mag sein, aber zum Glück gibt es heute Internet!! Mit harter Rockmucke spielt man dich eh nicht wirklich im Radio oder sonstewo... achje...
 

Fonebone

Moderator
Teammitglied
Ich frag mich ja seit langem was ist eigentlich Erfolg?

Hohe Verkaufszahlen? Viele Facebook-Follower? ODER eher *gute* MUSIK zu machen. Da könnte ich jetzt ne große Diskussion anstreben...
Ich meinte mit dem "ganz großen Erfolg", dass It Bites für die ganz großen Hallen oder Gagen wohl etwas zu spät gekommen sind. Anfang der 80er war Prog nicht mehr so wirklich gefragt.
 

backcountry

Neues Mitglied
Sehr tolle Band! The Big Lad In The Windmill hat auch bei mir damals (und heute noch) große Begeisterung ausgelöst. Ich stand im Plattenladen, als "I Got You Eating Out Of My Hand" lief. Hab die LP sofort mitgenommen. Alle CDs von It Bites finden heute noch regelmäßig den Weg in meinen Player. Auch eine der wenigen Bands, die man sofort am Stil und den Harmonien erkennt.
 

toni

Alter Hase
It Bites ist eine englische Rockband, die eine Mischung aus Pop-Rock, Hardrock und Progressive Rock spielt.

Schon als Teenager hatten der Gitarrist Francis Dunnery, Bassist Dick Nolan und der Schlagzeuger Bob Dalton in Egremont (Cumbria) eine Band gegründet, zu der ab 1982 auch der Keyboarder John Beck gehörte und die sich It Bites nannte. Nach einer ersten Auflösung 1983 taten sich Dunnery, Nolan, Beck und Dalton bereits 1984 in London wieder zusammen; statt Stücke von Level 42 nachzuspielen, wollten sie nun Progressive Rock in der Tradition der 1970er-Jahre mit dem Pop der 1980er zu etwas Neuem verschmelzen.

Ein selbstgefertigtes Demo verschaffte der Band einen Plattenvertrag bei Virgin Records, und im Gefolge ihrer erfolgreichen Single Calling All The Heroes (Platz 6 in den britischen Single-Charts) veröffentlichten sie 1986 eine erste Studioplatte The Big Lad In The Windmill. Sie traten als Vorband für Marillion und Robert Plant auf und erspielten sich mit dem zweiten, von Steve Hillage produzierten Album Once Around The World eine Fanbasis als Neo-Prog-Band. Beim dritten Album Eat Me In St. Louis konnte Francis Dunnery seine Vorliebe für Hard-Rock in den Vordergrund bringen, und die poppige Produktion der Platte durch Reinhold Mack (Queen, Electric Light Orchestra) verstörte das Prog-Publikum (zumal das Artwork von Roger Dean stammte), war live aber bei Auftritten mit den Beach Boys und Jethro Tull durchaus erfolgreich. Infolge der aus diesem Richtungswechsel resultierenden Streitereien während der Aufnahmen zu einer vierten Platte verließ Dunnery 1990 die Gruppe und wandte sich einer Solokarriere zu. Nach einigen Experimenten unter den Namen Navajo Kiss und Sister Sarah (mit dem Sänger Lee Knott) löste sich die Gruppe auf; anstelle der geplanten Studio-LP veröffentlichte die Plattenfirma einen Livemitschnitt.

Die Musiker waren dann als Studio- und Tourmusiker für The Alan Parsons Project, Tony Banks, Ray Davies und John Wetton tätig, ehe sich Beck und Dalton 2005 bei der Supergroup Kino wiederbegegneten (die 2018 in veränderter Besetzung ein zweites Album vorlegte) und dort den Gitarristen John Mitchell kennenlernten, der ansonsten als Produzent und Mitglied von Arena bekannt ist. Als 2006 eine It Bites-Wiedervereinigung geplant wurde, die daran scheiterte, dass Francis Dunnery in den USA lebte und der Rest der Band weiterhin in England, wurde Mitchell der neue Sänger und Gitarrist der Gruppe. Er schrieb zusammen mit John Beck die Kompositionen des Comeback-Album The Tall Ships. Beim fünften Studioalbum Map Of The Past, ebenfalls komponiert von Mitchell/Beck, fungierte Lee Pomeroy als Bassist, der vorher mit Take That, Rick Wakeman und Archive gearbeitet hatte, Mitglied bei Headspace ist, und 2017/18 mit Yes feat. Anderson, Rabin, Wakeman sowie mit Jeff Lynne`s E.L.O. tourte. 2018 erscheint eine 5-CD-Box mit Liveaufnahmen von Ende der 80er bzw. Anfang der 90er Jahre, auf der auch Material des zu jener Zeit geplanten, aber nie realisierten vierten Albums mit Francis Dunnery zu hören ist.


 

toni

Alter Hase
In meiner Sammlung befinden sich 2 Cd's und eine Dcd von ihnen.
Wer die Band Kino mag sollte in diese 2 Scheiben mal reinhören.


 
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toni

Alter Hase
Blieb mir beim durchhören zwischen den Ohren hängen :)
locker und flockig


etwas ELO und Peter Gabriel kann nicht schaden

 

soylent_gelb

Mitglied
Hab ich sogar auch mal live gesehn:


Muss aber gestehn: Umgehaun hat es mich nicht und ich hab mich nie wieder mit der Band beschäftigt. War recht wenig los an jenem 09.02.1987, da standen irgendwie nur ein paar verirrte Hansl in der Halle. War 1986 - 1988 des öfteren in Live Aus Dem Alabama-Konzerten und hab sehr bedauert, als die gute alte Alabamahalle dann ... es war glaub ich im März ... 1988 dicht machte...
 
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toni

Alter Hase

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