Ist alles schon mal dagewesen?

Okzitane

Aktives Mitglied
Musik und Kommerz ist ein gutes Thema. Ohne Kommerzialisierung hätte es weder Rock'n'Roll / Beat oder Rock in der Größenordnung gegeben. Beispiele?
Schaut euch mal an wieviel Merchandising die BEATLES schon in den 60 rausbrachten.


Die Jugend wurde als Konsument erkannt und von der Industrie auf das wunderbarste bespielt und geködert. Es wurden extra Plattenspieler auf den Markt gebracht damit Töchterchen das neueste der Fab Four in ihrem Zimmerchen liegend hören konnte, ohne Papas Riesenanlage für Jazz und Klassik zu "Verschandeln"... (wenn es die denn gab).


Dazu kamen ganze Modelinien (BEATLES), oder haben sich später dann die Jungs ihre Schlaghosen alle selber genäht?
Und nicht zu vergessen MAGAZINE. Beispiel... BRAVO-Starschnitt, damit wurde die Jugend gezwungen fortlaufend das Blatt zu kaufen:

Schaun wir mal...
Waren es in den 50ern noch Schauspieler ging es dann ab den 60ern dann so weiter:

1960: Elvis Presley
1966: The Beatles
1971: Mick Jagger, CCR
1972: T.Rex
1973: Alice Cooper, Slade, Suzi Quatro
1974: The Sweet
1976: Udo Lindenberg
1978: Status Quo
1981: KISS

usw.

Amerikanische und Englische Jugend-Magazine gingen da sicher noch weiter und ihr findet auch den Rest des 70er RockBUSINESS.

Nicht das Heute ist Schuld an der Kommerzialisierung, ohne diese wären die ganzen Rockstars (und jede noch so öde Schrammelband damals wollte genau dies werden), wahrscheinlich nur Schall und Rauch in der Musikgeschichte geblieben.
 
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Marifloyd

Inventar
Als ich im Alter von ca. 14 Jahren in meinem Zimmer "Deep Purple - Made In Japan" etwas lauter hörte, kam mein Vater herein und erklärte, dass dieser Krach doch immer gleich klinge. Das fand und finde ich absolut nicht. Musik entwickelt sich immer (weiter?)! Ich finde schon und sehe vieles hier nicht so düster. Höre ich Klassische Musik, dann höre ich hierin ganz viele Elemente der Pop-, Rock-, Jazz,- und Progmusik. Übertrieben und provokant könnte ich jetzt behaupten, dass sich die Musik seitdem nur marginal weiter entwickelt hat. Stimmt natürlich nicht und ich bin ohne größere Sorge, dass ich doch noch interessante musikalische Entwicklungen erleben werde.
 
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Senfei

Mitglied
Als ich im Alter von ca. 14 Jahren in meinem Zimmer "Deep Purple - Made In Japan" etwas lauter hörte, kam mein Vater ins und erklärte, dass dieser Krach doch immer gleich klinge. Das fand und finde ich absolut nicht. Musik entwickelt sich immer (weiter?)! Ich finde schon und sehe vieles hier nicht so düster. Höre ich Klassische Musik, dann höre ich hierin ganz viele Elemente der Pop-, Rock-, Jazz,- und Progmusik. Übertrieben und provokant könnte ich jetzt behaupten, dass sich die Musik seitdem nur marginal weiter entwickelt habe. Stimmt natürlich nicht und ich bin ohne größere Sorge, dass ich nicht doch noch interessante musikalische Entwicklungen erleben werde.
Vielleicht ist es tatsächlich eine Frage der Wahrnehmung. Jetzt sind wir diejenigen, die Söhne oder auch schon Enkel haben. Und was soll ich sagen, wenn ich so höre, was sich die Jugend von heute für Musik reinzieht, dann muss ich sagen: .... das klingt doch immer gleich. :);):p
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Ich hab als Musiklehrer immer ganz tapfer versucht, mich auf alle neuen Strömungen und Künstler einzustellen. Sozusagen, damit ich (fast) überall, was moderne Musik anbelangt, mitreden kann und somit eine Gesprächsbasis für die jungen Leute habe.
Das erste Mal bin ich in den 90ern mit Tekkno ein bisschen an meine Grenzen gekommen. Dann war es EuroBeat, ... dann mit den Lochis, die viele unglaublich toll fanden (ich weiß bis heute nicht weshalb) und zuletzt, kurz vor meinem Ausstieg war es der deutsche Proll-HipHop, der mich endlich komplett kapitulieren ließ.
 

Marifloyd

Inventar
Mein Sohnemann ist 32 Jahre alt. Er kennt und hört sehr vieles von dem, was auch auf meinem Plattenteller liegt. Auch er sammelt gerne Schallplatten. Allerdings kommt er immer wieder mit Musik um die Ecke, die ich noch nicht kenne und mit der ich mich dann gerne auseinandersetze bzw. unterhalte. Musik interessiert ist er auch seit seiner Jugend, lernte Gitarre und spielt jetzt in einer Band, die eigene Musik schreibt und spielt.

 

Senfei

Mitglied
Ich hab als Musiklehrer immer ganz tapfer versucht, mich auf alle neuen Strömungen und Künstler einzustellen. Sozusagen, damit ich (fast) überall, was moderne Musik anbelangt, mitreden kann und somit eine Gesprächsbasis für die jungen Leute habe.
Das erste Mal bin ich in den 90ern mit Tekkno ein bisschen an meine Grenzen gekommen. Dann war es EuroBeat, ... dann mit den Lochis, die viele unglaublich toll fanden (ich weiß bis heute nicht weshalb) und zuletzt, kurz vor meinem Ausstieg war es der deutsche Proll-HipHop, der mich endlich komplett kapitulieren ließ.
Ein Kollege sagt immer: "Wenn man nicht singen kann, dann muss man rappen" oder eben Hip-Hoppen ...
Ich kann mit dieser Musik rein gar nichts anfangen, ich bin zu alt dafür ... lacht.
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Ich kann auch nichts mit Hip-Hop anfangen, auch wenn es durchaus gute Texte gibt (die aber sehr selten sind - die meisten Hip-Hop-Texte sind entweder banal oder einfach nur widerwärtig). Aber wie ich schon mal anderswo gesagt habe: vielleicht wird man dieser Vortragskunst gar nicht gerecht, wenn man versucht, sie als Musik zu bewerten. Das kann und will sie vielleicht gar nicht sein! Das ist so ähnlich wie mit den Liedermachern, bei denen es ja auch um die Texte und nicht um musikalische Finessen geht (und die ich auch nicht mag), nur noch extremer, was die musikalische Dürftigkeit angeht.
 

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