Herzbergfestival

Da sind schon ein paar wahre Worte 'dran: Hedonismus, Drogen, Desinteresse an anderen Menschen auf dem Festival, kein Interesse an der Zukunft, keine Mithilfe beim Aufbau/Abbau/Abfahrt.

Reine Tekkno-Festivals habe ich kaum besucht, viel Hippie Umsonst und Draussen Kram (wo es aber meist so ein Tekkno-Zelt gab). Sauber, aufgeräumt, mit Spende für was wichtiges, mit Umsicht und Hilfe dem Gegenüber habe ich nur bei Punk/Hardcore/Heavy Metal auf dem diy Sektor erlebt. Und ich gehe seit den 1980ern auf (mehrtägige) Festivals, in guten Jahren 6,7 Stück, vor Corona auch weit ausserhalb Deutschlands.

Ich kaufe kaum neue Punk-Metal Platten, besuche aber mit vorliebe kleine Konzerte von solchen Bands. Weil da die Stimmung und Einstellung stimmt. Keine Sekt-Flöte für 6€, wie bei mancher Kraut "Legende" neulich und keiner ein Starthilfekabel dabei nach dem Gig.

Und ich spreche von 1800 besuchten Konzerten bisher. Hoffe es werden noch ein paar mehr.

Ich verstehe den Kommentar nicht. Auf welcher Grundlage werden die Besucher des Herzberg Festivals des Hedonismus, fehlenden Interesses an Mitmenschen und mangelnder Hilfsbereitschaft beschuldigt?
 
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Das stand in der Lokalpresse:

"Auch das gibt es nur bei einem Hippie-Festival, das, da ist sich vor allem die Festivaljugend sicher, künftig noch mehr den Schulterschluss mit den neuen „Brüdern und Schwestern im Geiste“, Techno-Fans und Ravern vollziehen wird, sind doch die Lebensideale die gleichen. "

Und ich habe dieses aus meiner Lebenserfahrung her bestätigt. Ist nicht soo schwer das zu verstehen, denke ich. Wenn doch tut es mir leid.
 
Ich habe diese oben angeführte Bewertung über den Charakter der Festivalbesucher nicht in dem Artikel gelesen. Oder ich verstehe weiterhin nicht, welche diese "wahren Worte" sind. Ob er also auch die selbe Erfahrung mit der Techno-Szene hat, sei dahingestellt.

Und bevor man sich (aufgrund von Querverweisen) abfällig über die Herzbergbesucher äußert, sollte man das Festival lieber selbst erleben. Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass sich die vermeintlich verdorbene Techno-Szene positiv davon beeinflusst lässt.
 
War jetzt richtig doof von mir, diesen Schreiberling hier vorzuführen. Flossensauger und die ganze HNA-Leserschaft wird diesem Schmierfink wieder auf den Leim gehen.
Leider schickt die HNA diesen alten Mann seit Jahren auf den Berch und ich explodiere jedes Mal, wenn er seine Sicht der Dinge berichtet.
Das Herzbergfestival hat sich sicherlich im Laufe der Jahre verändert (Faber hätte es vor 10 Jahren bestimmt nicht gegeben) Aber der gute Geist schwebt immer noch überm Festivalgelände, Solidarität, der Traum von einer friedlichen, besseren, gerechteren Welt, Gemeinschaft statt Hedonismus, die jungen Leute engagieren sich für eine ökologische Landwirtschaft, sammeln Plastikpfandflaschen für viva con aqua, es gibt Essenstauschstände, viele Stände haben nicht nur ihren eigenen Kommerz im Sinn, sondern geben Teile des Erlöses an gemeinützige Projekte weiter.
Love, Peace and Understanding is still Alive!
 
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Mein Herzbergfreund "Südpfälzer" meinte nach einem Konzert, er hätte sich wie 2000 gefühlt, als er das erste Mal Porcupine Tree auf dem Herzberg gesehen hatte, das war nach dem fantastischen Auftritt von King Buffalo:
 
War jetzt richtig doof von mir, diesen Schreiberling hier vorzuführen. Flossensauger und die ganze HNA-Leserschaft wird diesem Schmierfink wieder auf den Leim gehen.
Leider schickt die HNA diesen alten Mann seit Jahren auf den Berch und ich explodiere jedes Mal, wenn er seine Sicht der Dinge berichtet.
Das Herzbergfestival hat sich sicherlich im Laufe der Jahre verändert (Faber hätte es vor 10 Jahren bestimmt nicht gegeben) Aber der gute Geist schwebt immer noch überm Festivalgelände, Solidarität, der Traum von einer friedlichen, besseren, gerechteren Welt, Gemeinschaft statt Hedonismus, die junge Leute engagieren sich für eine ökologische Landwirtschaft, sammeln Plastikpfandflaschen für viva con aqua, es gibt Essenstauschstände, viele Stände haben nicht nur ihren eigenen Kommerz im Sinn, sondern geben Teile des Erlöses an gemeinützige Projekte weiter.
Love, Peace and Understanding is still Alive!

Ich kenne eine eventuelle Vorgeschichte nicht, isoliert in diesem Artikel erkenne ich aber nichts Negatives. Der letzte Satz ist natürlich unglücklich formuliert. Ich würde lieber davon ausgehen, dass er sich speziell auf die Goa Trance Szene bezieht, in der es musikalisch auch ordentlich wummert, aber auch der Hippie Bewegung entstammt und kulturell aber vor allem auch spirituell, nichts mit der Frankfurter oder Berliner "sehe ich nicht hübsch aus in meinen Gucci Dessous" Techno Szene.
Dass sich das Herzberg auf lange Sicht in diese Richtung entwickeln wird, wenn die Georgs und Nixen nicht mehr hingehen können, ist überhaupt keine Frage. Die Frage ist, wird es zum Gucci-Techno mutieren? Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass es nicht so kommen wird. Die Kiddies, die ich zu meiner Zeit kennengelernt habe, waren von ihren Elternhäusern zu Umweltbewusstsein, sozialem, und ja, auch politischem Engagement erzogen worden. Und zwar auf eine liberale Art und Weise, indem es ihnen vorgelebt und nicht eingetrichtert wurde, so dass sie diese Ideologien für sich angenommen haben und nicht das Bedürfnis spüren, dagegen zu rebellieren.

P.S. Wenn ich es mir Recht überlege und nach den paar kombinierten Goa/Rock Festivals die ich in Benelux und England besuchen "durfte", die haben schon einen Schlag weg! Lautes Geballer bis 6 Uhr morgens und nach einer kurzen Pause, lautes Geballer wieder ab 8.00 Uhr??? Echt jetzt? Der gemeine Rocker, der auch mal Wert auf Schlaf legt, müsste sein Zelt 2 Dörfer weiter aufstellen. Heijeijei!
Und die Mädels sind manchmal so aufdringlich, da ist man nicht mal als alter Sack vor denen sicher...
 
Ja, die uralten Herzberg-Gänger sieht man immer seltener. Der iranische Indianer, müsste jetzt schon um die 80 sein, Helmut aus Würzburg ist erst 73,sind noch da, der "GOLDENE MANN" müsste schon in zweiter Generation die Hausfrauen schocken, die immer noch, traditonell nach dem häuslichen Sonntag-Nachmittags-Kaffee-Trinken zum Berch pilgern, um "Hippies zu schauen"
 
Leider hatte Wally aufm Berch oder in der Kneipe in Lingelbach sich den Corona-Virus eingefangen, inzwischen gehts ihr wohl wieder besser...
 
Immer wieder beliebt, auch bei tausenden von fröhlichen, besoffenen oder bekifften Herzberg-Fans, die "Party-gute Laune-Mukke". Ich glaube seit 2008 mit "Weisch Wurschtis" ist da immer eine, dieser Ätz-Bands dabei, diesmal
Bukahara

Vorher allerdings mein zweites Highlight Spidergawd, allerdings war meine Bewegung, bei strömendem Regen, im Ganzkörperkondom, doch sehr eingeschränkt:
Die LP "Canaries in a Coal Mine" von Bukahara habe ich inzwischen mehrfach durchgehört und es ist für mich richtig "Gute-Laune-Musik". Ab nächster Woche steht das Ding hier im Plattenregal und ich gehe mal davon aus, dass "Live Session" relativ schnell dazu kommen wird.
 
Ich habe mir gerade mal den Bericht von Statthalter "Dirk" und seinem Freund Holger Fischer in diesem
Musikzirkus-Forum durchgelesen, sehr schöner Bericht; die waren fast genau bei den Bands, die wir auch besucht hatten, auch die Eindrücke sind, bis auf King Buffalo, ähnlich...Bilder konnte ich als Nichtmitglied dieses Forums natürlich nicht sehen...
 
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Bukahara.jpg
Inspiriert durch die Berichte hier im Forum und natürlich auch durch den Festival-Bericht in der neuen Eclipsed-Ausgabe kaufte ich mir diese LP. Sie lief jetzt zwei Tage als MP3 unterwegs im Auto und hier zuhause natürlich als Vinyl. Ohne viel drumherum Gerede, ich bin total begeistert und kann nur sagen, die Mischung macht´s und die ist einfach absolut klasse.
In der Tube fand ich dann diesen Song, der auf der LP mit zu meinen Lieblingssongs gehört.
 
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Inspiriert durch die Berichte hier im Forum und natürlich auch durch den Festival-Bericht in der neuen Eclipsed-Ausgabe kaufte ich mir diese LP. Sie lief jetzt zwei Tage als MP3 unterwegs im Auto und hier zuhause natürlich als Vinyl. Ohne viel drumherum Gerede, ich bin total begeistert und kann nur sagen, die Mischung macht´s und die ist einfach absolut klasse.
In der Tube fand ich dann diesen Song, der auf der LP mit zu meinen Lieblingssongs gehört.

Gestehe, dass ich erst jetzt mal genauer reingehört habe. Höre gerade einige Songs bei Spotify. Ja, die Musik dieser deutschen Band macht richtig Spaß.
 
Der Ticketverkauf startet am 02.10.2022 bei der Herzberg Party im KUZ Kreuz in Fulda-Horas.


Unsere Ticketpreise für 2023 findet ihr unten!

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Foto: Benjamin Kurz – Festivalwiese und Freak City, Herzberg Festival 2022
Wir starten unseren Vorverkauf für das Herzberg Festival 2023 am 02.10. mit einer „Herzberg Party“ im KUZ Kreuz in Fulda/Horas – mehr Infos zur Party in Kürze.


Für das Festival 2023 gilt folgende Preisstaffelung:


1. Stufe – Early-Bird-Tickets


Die ersten 2000 Tickets kosten 150€/Ticket (bzw. 165€/Ticket bei Kauf über unseren Online-Shop bzw. Versand über unser Büro)


Die Early-Bird-Ticktes bekommt ihr auf der Herzberg Party für 150€/Ticket und am Tag danach (03.10. – bitte mit Anmeldung) in unserem Büro in Fulda. Falls noch welche davon übrig sind, bekommt ihr diese ab 04.10. weiterhin in unserem Büro und auch in unserem Online-Shop für 165€/Ticket (per Versand).


2. Stufe


Die nächsten 3000 Tickets kosten 170€/Ticket (nur bei Kauf in unserem Büro in Fulda) und 187€/Ticket bei Kauf über unseren Online-Shop bzw. Versand über unser Büro


3. Stufe


Danach kosten die Tickets bis zum Festival 190€/Ticket (nur bei Kauf in unserem Büro in Fulda) und 209€/Ticket bei Kauf über unseren Online-Shop bzw. Versand über unser Büro


Es gilt bei Kauf über uns – egal ob vor Ort oder über unseren Online-Shop : 10 Tickets kaufen, das 11. Ticket gibt es gratis dazu.

Ich bin am 2.10. traditionell dabei. Früher habe ich für andere Herzbergfreunde immer Tickets mitgekauft (10+1);
also wer ein 150€-Ticket (Porto übernehme ich) verbindlich (!) haben möchte, kann sich per PN bei mir melden!
 
Was soll wieder dieser blöde Kommentar von Dir?
:) Er hat ja recht, vor zwanzig Jahren hat das Ticket 60€ gekostet Nee, Spass beseite, das Early-Bird-Ticket für dieses 4-Tage-Festival,(+eine Woche gratis zelten) ist im Vergleich zu 2019 exakt um 5€ teuerer geworden...also knapp 3,5%
Eh...wie war das noch mal mit den Stromkosten, Gema-Gebühren und alle anderen Nebenkosten für das Herzberg-Orga-Team in Fulda?
 
:) Er hat ja recht, vor zwanzig Jahren hat das Ticket 60€ gekostet Nee, Spass beseite, das Early-Bird-Ticket für dieses 4-Tage-Festival,(+eine Woche gratis zelten) ist im Vergleich zu 2019 exakt um 5€ teuerer geworden...also knapp 3,5%
Eh...wie war das noch mal mit den Stromkosten, Gema-Gebühren und alle anderen Nebenkosten für das Herzberg-Orga-Team in Fulda?
Nein, er hat keinesfalls Recht, erst recht nicht mit einem flappsigen "Nein" ohne Begründung!Natürlich ist es ein hoher Betrag, aber 150,- für 4 Tage? Will der denn alles kostenlos? Mich kotzt der richtig an, er hat sich ja bereits einige solcher Beiträge geleistet.
Ergänzend zu Deinem Beitrag muss ich erwähnen, dass die Kümstler auch bezahlt werden wollen, zudem kommen noch die Kosten für die Sicherheit, Brandschutz, Steuern, zusätzliche Kosten für ausländische Bands etc. pp. Die Zeiten wo man solche Festivals für 60€ besuchen konnte sind lange vorbei.
 
Vor 20 Jahren waren ja auch noch Künstler vor Ort, die soviel Geld wert waren. Dieses Jahr bestand doch die Hälfte des billings aus Schülerbands, die für eine Kiste Bier spielen.

150€ sind eben nicht "human". Und niemand hat etwas von kostenlosen Festivals geschrieben, die es übrigens durchaus noch gibt. Stemwede und Duisburg hatten dieses Jahr ansehnliche billings.

Und keine Angst, ich gehe seit den 1980ern auf Festivals. Bis vor Corona gerne 6 - 7 pro Jahr, auch und gerne im Ausland. Dieses Jahr waren es 2 innerhalb Deutschlands.
 
Vor 20 Jahren waren ja auch noch Künstler vor Ort, die soviel Geld wert waren. Dieses Jahr bestand doch die Hälfte des billings aus Schülerbands, die für eine Kiste Bier spielen.

150€ sind eben nicht "human". Und niemand hat etwas von kostenlosen Festivals geschrieben, die es übrigens durchaus noch gibt. Stemwede und Duisburg hatten dieses Jahr ansehnliche billings.

Und keine Angst, ich gehe seit den 1980ern auf Festivals. Bis vor Corona gerne 6 - 7 pro Jahr, auch und gerne im Ausland. Dieses Jahr waren es 2 innerhalb Deutschlands.
Ok, Deine Meinung akzeptiere ich...
 
Natürlich sind mir die Kostensteigerungen bewusst. Auch das sich am Herzberg garantiert keiner 'ne 3. Yacht in der Südsee verdient. Ich wäre übrigens gerne mal da gewesen, leider ist es immer genau parallel zu meinem Lieblingsfestival, wo ich seit 18 Jahren hingehe. Persönlich empfinde ich 150€ auch nicht als überteuert. Wobei ich von den geplanten Bands bisher keinen Ahnung habe, und bei mir steht und fällt ein Festival mit der Musik. Es gibt ja Festivalgänger, die keine einzige Band sehen und trotzdem auf ein Festival gehen, das finde ich befremdlich.

-> Ich kenne Menschen, für die sind 15€ Eintritt für Musik viel Geld, welches sie genau einplanen müssen. Deshalb habe ich 150 "humane" Euro mit Nein gekontert. Das war der Grund.
 
Das Herzberg verzichtet völlig auf Sponsorengelder, und was es an Kulturfördermitteln gibt ist geradezu lächerlich (im Vergleich zu mancher unserer EU Partnerstaaten im Westen und Süden). Und da ich nicht davon ausgehe, dass die ökologischen Bauernhöfe und "fair produzierten" Kaffeebuden vierstellige Standgebühren für das lange Wochenende bezahlen, sind die Ticketpreise geradezu ein Schnäppchen.

(Wobei mir die Tagestickets von früher doch fehlen :))
 
Etwas offtopic: Es ist müßig hier darüber zu schreiben wie sich alles finanziert bzw. finanzieren muss.
Für 15€ Eintrittsgeld bekommt man heutzutage .. ach egal.
Bei mir in der Gegend sind 2 bekannte Festivals eingestampft worden, diese werden sehr vermisst. OK, einige Jahre her, aber ich war dort oft zu Gast. Ein kostenloses, europaweit bekanntes, Festival musste eingestampft werden, da es von seiten der Stadt keine Unterstützung mehr gab und allein über Getränke-, Cateringeinnahmen etc. nicht zu finanzieren war.
Ob sich das Herzberg Festival für die Organisatoren rentiert, weiß ich nicht. Etwas Planungssicherheit geben sicherlich die Ticktetvorverkäufe.
Und im Vergleich zu anderen Festivals sind die Preise human.
 

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