Heft 12-2022 / 01-2023

Es geht um das erste Cover das dann entschärft wurde und mir persönlich auch besser gefällt. Es gibt sicherlich einige Artworks mehr, die Diskussionswürdig sind, aber das wäre ein anderes Thema. Über den Stellenwert des Albums im Kontext des Sektor Hart und Heftig in den ausklingenden achtziger Jahren und den darauf folgenden Jahrzehnten, gibt es eine ziemlich klare Linie. GnR haben wenn man frühere überschwänglich Reaktionen im Rolling Stone oder später wie z.B. All Music liest, das Rad quasi neu erfunden. Bricht man das ganze auf ein Normalmass runter, ist das Album die Quintessenz von Sleaze, Hard Rock, dem Proto-Metal der New York Dollls oder MC5 zusammengefasst. Sicherlich kein schnödes Copy Cat Album, aber auch nicht das, wie es dargestellt wird. Natürlich gibt es mit z.B. "Paradise City" einen Titel der das Prädikat "für die Ewigkeit gemacht" durchaus verdient. Zusammengefasst habe ich meine Meinung, die andere gerne widerlegen dürfen und sollen. Denn das macht eine sinnvolle Diskussion über Musik aus.

du meinst das 1. Cover von Appetite... !!??
mit dem Fräulein in misslicher Situation....

ich habe dies kaum wahrgenommen und den "Stress" darum auch nicht....
ist kein nettes Cover....
 
Die Geschichte zum ursprünglichen Cover kann man hier nachlesen:

Das Motiv ist deutlich älter als das Album selbst. Die Illu wurde also nicht extra in Auftrag gegeben.
Ist von 1978. Das Motiv soll wohl Axl Rose in Form einer Postkarte aufgefallen sein. Mit dem Zeichner des Motivs wurde Kontakt aufgenommen. Der Rest ist bekannt.
 
Ich glaube, heute interpretiert man wahnsinnig viel in solch ein Artwork hinein, in den 80ern war das quasi Teil der DNA der Hairmetal-Fraktion. Ich erinnere mich noch an all die gruseligen Iron Maiden Cover, und ein Kumpel von mir verschlung damals John Sinclair Heftchen. Diese fiesen Horrorwelten wurden derbe abgefeiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Es ist schon nicht verkehrt, dass man mit solchen Inhalten sensibler umgeht als früher, aber wie so oft, schlägt das Pendel in die andere Richtung aus, und manche Leute sind da zu sensibel. Sexismus war im Haarspray-Metal in der Tat ein ziemlicher Gemeinplatz, was neben von der übertriebenen Theatralik und der musikalischen Banalität ein triftiger Grund ist, diese Musikrichtung nicht zu mögen. Das war meiner Meinung nach der Tiefpunkt der Rock-Geschichte, und als dann Grunge und Britpop mit der Pfeife Schluss machten, war das ein Moment des Aufatmens.
 
Wir sollten dabei nicht vergessen, dass der Rock & Roll der 60er/70er/80er/90er sexistischer nicht hätte sein können. Led Zeppelin, Black Sabbath, The Who... und all die anderen ganz Großen... – ganz weit vorn dabei. Die Groupie-Vögeleien waren weithin akzeptiert, beschmunzelt, und quasi Rock & Roll-Folklore. GnR, Europe, Bon Jovi etc. bildeten da definitiv keine Ausnahme, sie führten einfach nur das fort, was allgemein angemessen war im Rock & Roll.
Das sieht man heute doch grundsätzlich ein wenig anders. Und dennoch gehörts immer noch zum guten Rock & Roll-Ton, die Mädchen in den Backstage-Bereich zu bitten, zumindest bei den halbwegs erfolgreichen Rockbands.
 

Gast 8

Guest
Sexismus war im Haarspray-Metal in der Tat ein ziemlicher Gemeinplatz, was neben von der übertriebenen Theatralik und der musikalischen Banalität ein triftiger Grund ist, diese Musikrichtung nicht zu mögen.
Bis auf eine Ausnahme (Dokken) haben mich diese Bands ebenfalls nie besonders interessiert. Ich habe auch bis heute nicht verstanden, was an Mötley Crüe so toll sein soll.
 
Ich stand derbe auf Aerosmith, und zwar vor allem wegen "Permanent Vacation" und "Pump". Die platzten quasi vor Sexismus, aber das war jetzt nicht der Grund, warum ich die Alben gut fand. Die Videos waren eher befremdlich bis total dämlich (siehe "Love In An Elevator"). Aber die Mucke - die war gut!
 

Gast 8

Guest
Ehrlich gesagt: Als ich anfing, härteren Rock zu hören, war ich in einem Alter, in dem ich mir über Sexismus keine Gedanken machte bzw. es gar nicht genug nackte Haut in den Videos geben konnte. ;)

Ich erinnere mich noch gut an die Sexismus-Debatte betreffs Manowar. Interessanterweise saßen dann im Publikum bei Liveauftritten jede Menge Frauen, die sich doch eigentlich - wenn es nach den Medien ging - eher hätten empören sollen.
 
was neben von der übertriebenen Theatralik und der musikalischen Banalität ein triftiger Grund ist, diese Musikrichtung nicht zu mögen. Das war meiner Meinung nach der Tiefpunkt der Rock-Geschichte, und als dann Grunge und Britpop mit der Pfeife Schluss machten, war das ein Moment des Aufatmens.
Ich finde ja, dass Guns N Roses im Verhältnis noch absolut moderat auftraten, Axl Rose fast schon androgyn.

Man denke nur an Manowar – das muss doch in den 80ern schon extrem peinlich gewesen sein! What were they thinking?...

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Ehrlich gesagt: Als ich anfing, härteren Rock zu hören, war ich in einem Alter, in dem ich mir über Sexismus keine Gedanken machte bzw. es gar nicht genug nackte Haut in den Videos geben konnte. ;)

Ich erinnere mich noch gut an die Sexismus-Debatte betreffs Manowar. Interessanterweise saßen dann im Publikum bei Liveauftritten jede Menge Frauen, die sich doch eigentlich - wenn es nach den Medien ging - eher hätten empören sollen.

Siehe Bild oben. Wer kann da nicht schwach werden? :)
 

Gast 8

Guest
Ah ja, Tooth And Nail und Under Lock And Key waren starke Alben, die Frisur war mir dabei völlig schnurz.
'Back For The Attack' läuft bei mir heute noch ab und zu.

Manowar haben ein paar gute Songs. Die 'Kings Of Metal' ist insgesamt eine gute Scheibe. Aber wer nahm oder nimmt denn dieses 'Hail and Kill'-Getue wirklich ernst?
 
'Back For The Attack' läuft bei mir heute noch ab und zu.

Manowar hatten ein paar gute Songs. Die 'Kings Of Metal' ist insgesamt eine gute Scheibe. Aber wer nahm oder nimmt denn dieses 'Hail and Kill'-Getue wirklich ernst?
Musikalisch waren viele Alben von Manowar gut, über die meistenTexte reden wir lieber nicht.
Pleasure Slave (Kings Of Metal)

She is waiting to kiss my hand
But she will wait for my command
My chains and collar brought her to her knees
She now is free to please
Woman, be my slave
That's your reason to live
Woman, be my slave
The greatest gift I can give
Woman, be my slave
Before her surrender she had no life
Now she's a slave, not a wife
Her only sorrow is for women who live with lies
She's taken off her disguise
Woman, be my slave
That's your reason to live
Woman, be my slave
The greatest gift I can give
Woman, be my slave
Your body belongs to me
Woman, come here
Remove your garments
Kneel before me
Please me
Woman, be my slave
That's your reason to live
Woman, be my slave
The greatest gift I can give
Woman, be my slave

Das ist schon ziemliche Schei**e


Ich war trotzdem 4x auf einem Konzert...:rolleyes:
 
Ich hab mich nie damit auseinandergesetzt, kannte Dokken und Manowar nur vom Namen und manch albernen Testosteron-Bildchen. Aber die beiden unterscheiden sich musikalisch ja erheblich.
Guns n Roses sind m.E. ganz weit weg von diesen Images – für mich sind sie eher eine Weiterentwicklung des Genres, kein metal, eher (Hard)Rock mit einem ziemlich bluesigen Unterbau. Höre mich grad auch noch mal in die anderen Alben rein. Nicht jeder Song ein Treffer, aber You Could Be Mine, Nightrain, Live And Let Die, Welcome To The Jungle, Paradise City, Sweet Child... da ist schon jede Menge Rockgeschichte drin... Mich erinnern sie tatsächlich an Aerosmith, die in einem ähnlichen Zeitraum einen Millionseller an den nächsten reihten, mit fast schon ähnlichem Material.
 
Musikalisch waren viele Alben von Manowar gut, über die meistenTexte reden wir lieber nicht.
Pleasure Slave (Kings Of Metal)

She is waiting to kiss my hand
But she will wait for my command
My chains and collar brought her to her knees
She now is free to please
Woman, be my slave
That's your reason to live
Woman, be my slave
The greatest gift I can give
Woman, be my slave
Before her surrender she had no life
Now she's a slave, not a wife
Her only sorrow is for women who live with lies
She's taken off her disguise
Woman, be my slave
That's your reason to live
Woman, be my slave
The greatest gift I can give
Woman, be my slave
Your body belongs to me
Woman, come here
Remove your garments
Kneel before me
Please me
Woman, be my slave
That's your reason to live
Woman, be my slave
The greatest gift I can give
Woman, be my slave

Das ist schon ziemliche Schei**e


Ich war trotzdem 4x auf einem Konzert...:rolleyes:
Heute wird sowas zensiert, verboten, auf den Index, das Label kann dichtmachen.
Krass, dass sowas mal durchging.
 
Ich hab mich nie damit auseinandergesetzt, kannte Dokken und Manowar nur vom Namen und manch albernen Testosteron-Bildchen. Aber die beiden unterscheiden sich musikalisch ja erheblich.
Guns n Roses sind m.E. ganz weit weg von diesen Images – für mich sind sie eher eine Weiterentwicklung des Genres, kein metal, eher (Hard)Rock mit einem ziemlich bluesigen Unterbau. Höre mich grad auch noch mal in die anderen Alben rein. Nicht jeder Song ein Treffer, aber You Could Be Mine, Nightrain, Live And Let Die, Welcome To The Jungle, Paradise City, Sweet Child... da ist schon jede Menge Rockgeschichte drin... Mich erinnern sie tatsächlich an Aerosmith, die in einem ähnlichen Zeitraum einen Millionseller an den nächsten reihten, mit fast schon ähnlichem Material.
Die ersten 5 Studioalben von Aerosmith habe ich, dazu Live Bootleg, danach haben sie mich nicht mehr angesprochen, aber die Alben ich habe, sind auch recht gut. Steven Tyler ist schon ein schräger Typ, aber ich mochte seine Stimme sehr.
 
Ich wollte mir mal Toys In The Attic besorgen, aber ich stehe tatsächlich eher auf ihre Zeit von 1987 bis 1993, quasi auf alles, was Bruce Fairbairn produzierte, ein großartiger Produzent. PUMP finde ich legendär, allein schon das Cover verdient Weltkulturalbum-Status! :) Hör da doch mal wieder rein.
 

Gast 8

Guest
Guns n Roses sind m.E. ganz weit weg von diesen Images – für mich sind sie eher eine Weiterentwicklung des Genres, kein metal, eher (Hard)Rock mit einem ziemlich bluesigen Unterbau.
Guns N' Roses ist sicher keine schlechte Band. Aber die Stimme von Axl Rose ist so charakteristisch, daß man sie mögen muss, um die Band als Ganzes gut zu finden. Mein Fall war der Gesang nie. Was nicht heißt, daß ich Axl Rose generell für einen schlechten Sänger halte.
Es war ein Bonus Track, den sie sich lieber gespart hätten. Ich hatte mal 8 Alben von Manowar, habe ich schon vor gut 15 Jahren abgestoßen. Kann ich mir nicht mehr anhören.
Ich habe 'Fighting The World' und 'Kings Of Metal' als passable bis gute Platten in Erinnerung. 'The Triumph Of Steel' fand ich schon stinklangweilig. Und danach habe ich mich nicht mehr um die Band gekümmert. Denn dann stieß ich (zugegebenermaßen spät) auf Virgin Steele. Völlig anderes Level: 'Marriage Of Heaven & Hell' Teil 1 und 2, 'Invictus', 'House Of Atreus Act I & II' sind wirklich gute Alben. Mit teils mehr Substanz, als Manowar vermutlich je in ihre Diskographie packen werden. Das ziemlich lahme Album 'Visions Of Eden' war dann aber für mich auch der vorerst letzte Kontakt mit Virgin Steele. Ich sollte vielleicht mal in die beiden Nachfolgescheiben reinhören.
 
Guns N' Roses ist sicher keine schlechte Band. Aber die Stimme von Axl Rose ist so charakteristisch, daß man sie mögen muss, um die Band als Ganzes gut zu finden. Mein Fall war der Gesang nie. Was nicht heißt, daß ich Axl Rose generell für einen schlechten Sänger halte.
Sagen wir mal so: Für AC/DC ist er nicht gemacht. Da ist mir die mittlerweile versoffene, verrauchte, nicht den Ton treffende Stimme von Brian Johnson 100mal lieber :)
 
Ich wollte mir mal Toys In The Attic besorgen

War damals meine erste Aerosmith, aber eher zufällig. Gefiel mir aber auf CD nachgekauft habe ich sie bis heute nicht. Von den Gunners hatte ich bis vor ein paar Jahren gar nichts, bis sich mein Sohn überlegt hat, alle seine CDs zu verkaufen/verschenken und keinen physischen Kram mehr ins Haus zu holen. Bei der Gelegenheit hab ich ja gesagt und sieben GNR-CDs in die Sammlung bekommen, die allesamt nicht sehr oft laufen. Selber gekauft hab ich mir dann nur die Chinese Democracy, die ich recht gut finde.
 
Ach ja, die stilistisch hart-an-der-Grenze End-70er/Anfang-80er. Die Musikindustrie war reine Männersache, kein Wunder, dass es zu derart entgleisten plumpen Covern kam. Heute undenkbar.
 

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