Heft 12-2022 / 01-2023

eclipsed

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Das neue eclipsed Rock Magazin ist ab kommenden Freitag im Handel, u.v.a. mit folgenden Themen ...

DEEP PURPLE: Made In Japan - Die Mutter aller Livealben

Im Dezember 1972 erreichte das glorreiche Zeitalter der Rock-Doppelalben mit dem Erscheinen von Deep Purples „Made In Japan“ einen frühen Höhepunkt. Auch wenn schon vorher Konzertmitschnitte veröffentlicht worden waren, wie wir im Folgenden noch beleuchten werden, fiel es zudem fast mit dem Startpunkt der großen Ära der Livealben zusammen. Zum 50. Geburtstag von „Made In Japan“ erzählen wir die Vorgeschichte des Albums auch aus den Blickwinkeln der Protagonisten Ritchie Blackmore und Ian Paice, ...

ROGER WATERS - Tödliche Vergnügungssucht

Wenn eines der Soloalben von Pink-Floyd-Mitgründer Roger Waters das Prädikat „Kaufrausch“ verdient, dann das vor 30 Jahren veröffentlichte „Amused To Death“. Nicht nur gelang ihm damit ein klanglich brillantes Werk voller atmosphärischer Stimmen und Klangeffekte auf Augenhöhe mit der Musik seiner einstigen Band. Es ist vor allem ein ambitioniertes, in seinen Aussagen radikal kritisches Konzeptalbum über die moderne Medienwelt, in der der Mensch sich nicht zuletzt durch seinen Hedonismus zunehmend selbst die Existenzgrundlagen entzieht und Krieg wie ein Sportevent aufgezogen wird – Themen, die bis heute so relevant wie brisant sind ...

DREAM THEATER - Der schwere Weg zum Meilenstein

Kein anderes Album hat einen so nachhaltigen Einfluss auf das Progmetal-Genre gehabt wie Dream Theaters „Images And Words“, mit dem den New Yorkern der perfekte Spagat zwischen schier unglaublicher technischer Finesse und episch-grandiosem Songwriting gelang. Nach dem musikalisch fast ebenbürtigen, aber in produktionstechnischer Hinsicht deutlich dahinter zurückstehenden „When Dream And Day Unite“ sorgte es mit seinem Hochglanzsound 1992 für eine wahre Explosion der Progmetalszene, deren Schockwellen bis in die Gegenwart nachhallen.

NEIL YOUNG - Goldene Ernte

Vor 50 Jahren erschien mit „Harvest“ Neil Youngs wohl bekanntestes Album, das auch seinen größten Hit „Heart Of Gold“ enthält. Obwohl es als Klassiker der Rockgeschichte gilt, betrachten manche Fans des Kanadiers das Werk bis heute mit gemischten Gefühlen. Im Folgenden zeichnen wir seine Entstehungsgeschichte nach.

JEAN-MICHEL JARRE - Die Welt ist Klang in 360 Grad

„Oxymore“ heißt das neue Werk des Elektronikpioniers Jean-Michel Jarre. Wer denkt, der smarte Franzose schließe damit an seinen Hit „Oxygène“ an, liegt gänzlich falsch. Vielmehr handelt es sich um eine Hommage an Pierre Henry, einen der Schöpfer der Musique concrète, die einst den Boden für die Entstehung moderner elektronischer Musik schuf. Mit „Oxymore“ gelang Jarre ein avantgardistisches, klanglich regelrecht verstörendes Werk, das sich in der binauralen 3D-Version und Jarres VR-Welt „Oxyville“ zu voller Größe entfaltet.

THRESHOLD - Einfache Erfolgsformel

Es sind aufregende Tage für Richard West, Keyboarder der Progmetalinstitution Threshold: Mit „Dividing Lines“, dem eclipsed-Album des Monats November, ist kürzlich das zwölfte Studiowerk der Band erschienen. Außerdem veröffentlicht West demnächst seine Autobiografie „Maybe A Writer. My Life In Threshold“. Im Zoom-Interview hatte er überdies noch eine Überraschung parat.

SOEN - Menschlichkeit wagen!

Die Frage, ob Soen eine politische Band sei, beantwortet deren Leader und Schlagzeuger Martin Lopez im eclipsed-Interview mit einem klaren Ja. Das neue Album „Atlantis“, das die schwedische Gruppe gemeinsam mit acht klassischen Musikern live eingespielt hat, lässt eigentlich auch keinen anderen Schluss zu – und das nicht nur wegen des Songs „Trials“.

SNARKY PUPPY - Viele Köche verbessern den Brei

Knapp 20 Jahre nach ihrer Gründung haben sich SNARKY PUPPY zur populärsten Band im Spannungsfeld zwischen Fusion, Funk und Worldbeat entwickelt. Vor allem dank der zahlreichen „Live im Studio“-Alben und der dazugehörigen Promo-Videos hat es das 19-köpfige Musikerkollektiv geschafft, auch die YouTube-Generation nachhaltig zu begeistern. Das Doppelalbum „Empire Central“ – an acht Abenden vor einem kleinen Studio-Publikum aufgenommen – ist der jüngste Geniestreich der Gruppe und zugleich eine Hommage an die Stadt Dallas, wo im Jahr 2004 die Ur-Besetzung zusammenfand ...

MARTIN SCORSESE - Hollywoods berühmtester Rock’n’Roller

Er war in Woodstock dabei, hielt das Abschiedskonzert von The Band auf Zelluloid fest, kam den Rolling Stones mit der Kamera auf der Bühne so nah wie niemand sonst und drehte zu Michael Jacksons Song „Bad“ einen 18-minütigen Film nach dem Vorbild der „West Side Story“. Seine Spielfilme sind immer wieder von Rockmusik durchtränkt, beziehen ihre Wucht und Wirkung auch aus dem Rhythmus von Stones, Dylan, Lennon oder The Who. Martin Scorsese ist wohl der berühmteste Rock’n’Roller Hollywoods. Am 17. November wurde der Meisterregisseur 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass widmen wir dem Schöpfer von Kultfilmen wie „Taxi Driver“, „The King Of Comedy“ und „Goodfellas“ ein zweiteiliges Special.

KENNY WAYNE SHEPHERD „Wir sind so nah wie möglich am Original geblieben“

Der Mann aus Shreveport/ US-Bundesstaat Louisiana war noch gar kein Mann, sondern ein Junge, als er 1995 mit seinem Debütalbum „Ledbetter Heights“ gleich an die Spitze der US-Bluescharts kam, und als zwei Jahre später sein Meisterwerk „Trouble Is…“ erschien, hatte er gerade erst die Teenagerzeit hinter sich gelassen. Heute ist der Ausnahmegitarrist und Songschreiber Kenny Wayne Shepherd, der nach wie brillante Bluesrock-Platten wie zuletzt 2019 „The Traveler“ aufnimmt, 45, zog vor zwei Jahren mit Frau und fünf Kindern von Los Angeles in die Nähe von Nashville und hat mit „Trouble Is…25“ eine Neuauflage seines berühmtesten Albums aufgenommen.

THE YOUNG GODS spielen Terry Riley in C - Ursonate der Minimal Music

Seit 1964, dem Jahr seines Entstehens, gilt „In C“ von Terry Riley als zentrales Werk der Minimal Music. In der Popszene erfreut sich die Komposition besonderer Beliebtheit. Ob Stereolab, Adrian Utley von Portishead oder Blur-Sänger Damon Albarn mit der Gruppe Africa Express – alle haben das Werk schon aufgeführt. Jetzt nahmen es The Young Gods in einer elektronischen Fassung auf. Bandleader und Elektroniker Franz Treichler und Drummer Bernard Trontin geben Auskunft.

Die norwegische New-Art-rock-Band OAK widmet sich den Themen Depression und Selbstmord

Ursprünglich war das aus Oslo stammende norwegische Quartett Oak ein Folk-Duo und musste sich erst zur New-Artrock-Band entwickeln. Sein drittes Album, das den komplizierten Titel „The Quiet Rebellion Of Compromise“ trägt, ist das vielseitigste Werk bislang. Standen Oak bisher für sphärische, melancholische Songs in der Tradition von The Pineapple Thief, so sind auf „The Quiet Rebellion Of Compromise“ viele neue musikalische Aspekte zu hören. „Unser neues Album handelt von Depression und Selbstmord, und um diese Problematik adäquat darzustellen, benötigten wir eine breitere Sound-Palette“, berichtet Schlagzeuger Sigbjørn Reiakvam.

Jeder darf, jeder kann, und jeder macht wieder mit bei THE ELECTRIC FAMILY

Zampano Tom „The Perc“ Redecker hat bereits zum siebten Mal alles in die Wege geleitet, um mit „Saba“ einen weiteren Meilenstein der Electric Family entstehen zu lassen, eine aktuelle Bestandsaufnahme der wilden Hippie-Community. „Es ist jedes Mal mehr Arbeit“, stöhnt der inzwischen 64-jährige Westfale. „Seit ich mich nicht nur mit dem Organisieren der Bandmitglieder beschäftige, sondern dank eigenen Labels auch den Vertrieb schmeiße, ist das alles reichlich mühselig geworden.“ Und dennoch freut man sich als Kopf eines so komplexen Projekts „natürlich tierisch, wenn ein ungewöhnliches, originelles Werk entstanden ist“, ...

Chris Peters entdeckte in Brasilien seine Liebe zum harten Psych neu und ist nun FUZZ SAGRADO

2021 war nach dem Album „End Of Forever“ Schluss mit der deutschen Stoner-und Heavy-Psych-Legende Samsara Blues Experiment. Die Stimmung innerhalb der Band war nicht mehr die beste, und Sänger/Gitarrist Chris Peters hatte die Lust am tiefergelegten Fuzz verloren. Er heiratete seine brasilianische Freundin und zog schließlich nach Brasilien. „Mitten drin in den Tropen“, wie er es nennt. Das hätte der Schlusspunkt seiner Musikkarriere sein können. Doch es kommt anders: Um Peters und seine Musik gibt es einige Neuigkeiten und Veröffentlichungen ...

„The Last Great Adventurer“ von GALAHAD versieht ein schweres Thema mit Optimismus

Manchmal bedarf es großer Emotionen, um ein großes Werk zu schmieden. Beim aktuellen Album des britischen Quintetts Galahad, das den Titel „The Last Great Adventurer“ trägt, steht das Thema des Todes und der Verabschiedung geliebter Menschen im Mittelpunkt. Musikalisch hat sich die Band aus dem englischen Dorset um das 58-jährige Mastermind Stu Nicholson auch bei Produktion Nummer elf ganz dem Neoprog verschrieben, beeinflusst von Aushängeschildern des Genres wie IQ, Pendragon oder Arena.

Das remasterte Debütalbum von FLYING CIRCUS hat nichts von seiner Zeitlosigkeit verloren

Dass ihr Debüt „Seasons“, das vor 25 Jahren in den Handel kam, jetzt digital gemastert neu erschienen ist und von den Medien unter anderem als „starkes Stück deutscher Musik-Historie“ gelobt wird, verwundert Sänger und Haupttexter Michael Dorp am meisten. „Es war ein erhabenes Gefühl, die Platte vor einem Vierteljahrhundert in Händen zu halten“, erinnert sich der 54-Jährige. „Wir stammen aus dem eher verschlafenen Grevenbroich nahe der rheinischen Metropole Düsseldorf. Selbst wenn es bei uns über 60.000 Einwohner gibt, stammen wir letztlich aus der Provinz.

...und VIELES mehr!
 
Made in Japan, meine erste selbstgekaufte Scheibe, was habe ich als Jugendlicher diese Doppel-LP rauf und runter gehört. Nie war die Mk2-Besetzung besser, wie bei diesen energiegeladenen Auftritten in Japan. Egal ob Highway Star, Smoke, Child in Time oder Lazy, die Liveversionen toppen die eigentlich schon genialen Studiofassungen um einiges. Bin mal gespannt, ob ich noch neue Infos über das Album entdecken kann.

Images and Words ist bis heute meine Lieblingsscheibe von Dream Theater und auch die restlichen Ankündigungen hören sich gut an. Freue mich schon auf das Heft. Also für mich ist diesmal einiges dabei.
 
Der Inhalt gefällt mir, es gibt viel zu lesen.
Die Meinung der Redakteure Threshold - Extinct instinct als Fehlkauf einzuordnen, teile ich nicht. Bei Threshold gibt es mMn keinen Fehlkauf. Ich würde sie als Verlegenheitskauf einordnen :)
 
Über den Einkaufszettel von Threshold kann man diskutiren, aber eins steht fest, es gibt kein schlechtes Album von ihnen, insofern dürften die Rubriken Fehlkauf und Verlegenheitskauf nicht eingesetzt werden.
'Dividing Lines' lässt in Sachen Songwriting kaum Wünsche offen. Aber ich persönlich komme - obwohl er objektiv betrachtet nicht schlecht ist - nicht so gut mit Glynn Morgan klar. Andrew McDermott - absolute Spitzenklasse. Damian Wilson - gut. Glynn Morgan - mit ihm verhält es sich ähnlich wie mit Kamelot nach Roy Khan: Tommy Karevik macht einen guten Job, aber die Fußstapfen, in die er tritt, sind etwas zu groß für ihn.
 
Und dann stimmt der Titel der Ausgabe auch nicht ;), Nr. 1 war damals Seconds Out (Genesis)

Die Besten Live-Alben des Rock - eclipsed Nr. 66
hach... wenn wir 32Doors nicht hätten, somit spare ich mir das Heftwühlen... :D

doch beim durchblicken der vielen Listen fällt mir wieder mal auf, wie sehr Dream Theater verachlässigt wurden/werden..... wie damals schon angemerkt (weiter runterscrollen im Link) sehen andere das Gesamtwerk als "wertvoller" an, wie unsere Schreiber des Blattes....
schon der Leserpool zeigt anderes auf....

welchen wert haben solch Listen, wenn sie nur aus den "alten" Sachen besteht und sämtliches moderne dahinter verkümmert, dabei gibt es moderne LIVE Alben die durchaus alles toppen, aus den 70/80... alleine schon wg. der besseren Aufnahmetechnik.....

aber die "anspuchsvolle" Fangemeinde besteht wohl hauptsächlich aus Nostalgiern, deren Ohren für gute, bessere moderne Musik verstoppft sind....
auch hier im Forum scheint es diesen Trend zu geben....

ein für mich aktuell stehendes Beispiel ist das Coveralbum von Dream Theater -> Made in Japan.... das Original habe ich verinnerlicht, weil eben gut.... doch seid es dies Cover gibt, erfreut mich diese Version mehr, auch wenn LaBrie bei weitem nicht an Gillan in Bestform ranreicht.... der Sound ist einfach erfrischender....
ähnlich verhält es sich bei Iron Maidens -> The Number of the Beast.....
bei welchen ich mir eine "heimlich" Duettversion mit James u. Bruce vorstellen könnte.... ;)
 
Sagen wir so: Das Live-Album an sich hatte in den 70ern und 80ern einen enorm hohen Stellenwert, weil es durchaus rar war, im Sinne von: man konnte als Konsument damals nicht irgendeinen Gig googlen und sich sofort das gewünschte Konzert anhören. Es war mit viel Arbeit verbunden, überhaupt an Livemitschnitte auf Tape oder Band oder als Bootlegvinyl zu gelangen.
Das änderte sich langsam erst in den 90ern mit Bootlegfirmen wie Live & Alive oder Swingin' Pig, die den Markt mit Live-CDs überschwemmten, und mit dem Aufkommen der CDRs und neuer Aufnahmemöglichkeiten. Heute bekommt man zudem Liveaufnahmen quasi hinterhergeschmissen, ob auf YouTube, archive.org oder als Sammleredition auf Vinyl. Das hat eigentlich keinen großen Reiz mehr.
Insofern ich die Nostalgiker da durchaus verstehen kann. Diese frühen Live-Alben haben einfach was, was die neuen nicht haben: Einzigartigkeit.
 
aber die "anspuchsvolle" Fangemeinde besteht wohl hauptsächlich aus Nostalgiern, deren Ohren für gute, bessere moderne Musik verstoppft sind....
auch hier im Forum scheint es diesen Trend zu geben....

Ja, das ist ein altbekanntes "Problem", das wir hier schon oft bekakelt haben. Es ist aber anscheinend so, dass die im Rentenalter zu den musikalischen Idolen ihrer Studentenzeit zurückgekehrten Alt- und Nach-68er (nachdem sie während ihres Marsches durch die Institutionen "respektableren" Musik-Genres wie Modern Jazz den Vorzug gegeben haben) dank ihrer komfortablen Beamtenpensionen die meiste Kaufkraft aufzubieten haben, die ein Magazin wie die Eclipsed nicht ignorieren kann.
 
Ja, das ist ein altbekanntes "Problem", das wir hier schon oft bekakelt haben. Es ist aber anscheinend so, dass die im Rentenalter zu den musikalischen Idolen ihrer Studentenzeit zurückgekehrten Alt- und Nach-68er (nachdem sie während ihres Marsches durch die Institutionen "respektableren" Musik-Genres wie Modern Jazz den Vorzug gegeben haben) dank ihrer komfortablen Beamtenpensionen die meiste Kaufkraft aufzubieten haben, die ein Magazin wie die Eclipsed nicht ignorieren kann.
Dieses Mal werde ich mich mal am Leserpoll beteiligen...
 

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