Heft 10-2021

Jester.D

Alter Hase
Okay, hab mir einen Überblick verschafft. Zu den kleinen textlichen/layoutlichen Ärgernissen sag ich nichts mehr. Da wird sich wohl nichts ändern. Eine Textpassage ist inhaltlich etwas missglückt, aber dazu vielleicht später.

YES haben mich zunächst interessiert. Habe ein paar Sachen gelesen und dann die Rezi zum Album.
Mein Fazit: Jungs, lasst es sein. Ich werde diesmal wohl nicht einmal mehr reinhören.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Okay, hab mir einen Überblick verschafft. Zu den kleinen textlichen/layoutlichen Ärgernissen sag ich nichts mehr. Da wird sich wohl nichts ändern. Eine Textpassage ist inhaltlich etwas missglückt, aber dazu vielleicht später.

YES haben mich zunächst interessiert. Habe ein paar Sachen gelesen und dann die Rezi zum Album.
Mein Fazit: Jungs, lasst es sein. Ich werde diesmal wohl nicht einmal mehr reinhören.
Der erste Vorabtrack vom neuen Yes Album hat mir gut gefallen, das ist natürlich meilenweit weg von The Yes Album, Fragile und Close To The Edge, aber wir haben nicht mehr 1971/72/73. Wenn das Album in die Richtung von Fly From Here geht, hätte ich nichts zu meckern, wir werden es hören.
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Die neue Eclipsed hat mir gefallen. Gute Titelstory über Yes (meiner Meinung nach die beste Prog-Band aller Zeiten, auch wenn sie es mal waren und nicht mehr sind - das neue Album wird im Rezensionsteil denn auch ordentlich verrissen, das kann ich nicht beurteilen, weil ich es noch nicht gehört habe, aber nach etlichen schwachen Nummern in den letzten 40 Jahren erwarte ich von denen nichts mehr!).

Zu dem Leserbrief von Peter Hoffmann zu "Das musste mal gefragt werden" (S. 19) möchte ich noch was sagen: Arjen Lucassen ist mein Lieblingsmusiker und das hauptsächliche musikalische Vorbild für mein (derzeit auf Eis liegendes) Projekt Path of Vision, aber ich würde nicht in solche Lobhudelei verfallen. Er hat auch schon die eine oder andere schwächere Nummer "verbockt", so etwa das neueste Ayreon-Album Transitus, das das Niveau seiner Vorgänger nicht hält; und die meisten seiner Album-Plots sind nur zweitrangige Science Fiction, die ich als Buch nicht lesen wollen würde (aber das gilt auch für viele andere Konzeptalben; die Hohlbein-Fantasy-Schnurren etwa, die Vanden Plas so gern vertonen, sind da noch weitaus armseliger). Die Sache mit "auf Inspiration warten vs. sich hinsetzen und arbeiten" stellt sich für mich so dar: Fleiß und Inspiration sind beide wichtig. Ohne Fleiß passiert gar nichts, da träumt man sich nur was zurecht und setzt es nie um, aber nur mit Fleiß und ohne Inspiration kommt nur nichtssagende Dutzendware zustande!
 

DerGrobeWestfale

Alter Hase
Ich habe da mal eine Frage. Dieses ganze Remixing/Remastering/De Luxe Edition/Anniversary Edition etc-Gedöns hat ja mittlerweile schon fast einen perversen Umfang bekommen.

Wir werden es nicht erleben, aber gibt es irgendwann dann z.B. auch noch eine 100 Jahre All Things Must Pass (nichts gegen die Platte, ist hier wirklich nur ein Beispiel)?
Oder - hört das Spiel igrndwann alleine auf, weil eben gar nichts mehr geht?
So lange die Kuh Milch gibt, wird gemolken. Also haben nachfolgende Generationen das gleiche Problem
 

Catabolic

Alter Hase
Auch für mich mal wieder ein richtig gut gelungenes Heft. Auch ich finde die Titelstory natürlich prima. Was mir leider eher negativ auffällt - und das nun doch schon seit einigen Heften - sind die Platten Reviews. Leider kommt momentan kaum was Interessantes für mich heraus, das mich begeistern könnte, zumindest nicht im Prog Bereich. Rein aus Interesse - und weil ich halt doch auch ein Fan der ersten Stunde bin - habe ich mich mal mit der neuen Yes beschäftigt, aber das, was ich bisher so gehört habe, ist schlicht gruselig ("Dare To Know", "The Ice Bridge"). Das kann man tatsächlich kaum mehr schönreden. Ich muss aber auch sagen, dass die neue Yes locker getoppt werden kann. Und zwar von Hawkwind. Ihr neuestes Werk ist wohl der grösste Quark, den ich je unter diesem Bandnamen gehört habe. Ein Schatten ihrer selbst sind die inzwischen. Was mir auch auffällt: Insbesondere bei den Wiederveröffentlichungen kommen immer mehr tolle Ausgrabungen, wie zum Beispiel aktuell die Esoteric-Box von Help Yourself. Wer die Band nicht oder noch nicht kennt, sollte da unbedingt mal reinhören. Die waren echt klasse und leider viel zu unbekannt geblieben.

Zur Neuauflage des wunderbaren George Harrison-Albums "All Things Must Pass" (man beachte mal alleine schon den Albumtitel in Bezug auf das, was jetzt kommt !!) möchte ich mich lieber nicht äussern. Inzwischen - es steht sogar genau so im Interview (!!) - gibt es offensichtlich unter Tontechnikern keine Möglichkeit mehr, aus alten Aufnahmen klanglich aufgewertete Remasters hinzukriegen. Nein, jetzt fangen die ganzen Frevler an den Knöpfen damit an, die ursprünglichen Mehrspur-Aufnahmen komplett neu abzumischen, um so noch aus dem letzten Song die ursprüngliche Seele herauszuprügeln. Good Night Rock'n'Roll!!

Der Einkaufszettel von Talk Talk deckt sich hundertpro mit meinen persönlichen Vorlieben. Sehr schön. Auch schön: Eure Hommage an Charlie Watts. Er war so viel mehr als nur ein simpler Rock'n'Roll Drummer.
 
Zuletzt bearbeitet:

passionplayer

Aktives Mitglied
@Catabolic
Eine Anmerkung zu "Hawkwind". Als Fan der ersten Stunde ist man bei "Hawkwind" nie vor einer Überraschung sicher. Das gilt im guten, wie im schlechten. Leider muss ich dir mit dem neuen Album "Somnia" Recht geben. Das Album schließt nahtlos an solche Rohrkrepierer wie "It Is The Business Of The Future To Be Dangerous", "Church Of Hawkwind" oder "Space Bandits" an. Das 2019er Album "All About The Skylark" und "Carnivorous" (2020 Hawkwind Light Orchestra) waren deutlich stärker. Aber mit 80 Jahren ist Captain "Dave Brock" ja noch jung, so das das nächste Album wieder besser wird.
 

Chris Flieder

Mitglied
Weitere Anmerkung zu Hawkwind's Somnia:

Ich finde das Album genial!
Gerade WEIL es experimentell ist wie die oben angeführten Church, Bandits und Business. Von einer Band die zwischen Techno und 80er Metal schon ziemlich alles gemacht hat, ist es besonders angenehm, wieder mal überrascht zu werden.
Ich bin aber schon viel zu lange dabei, um die Meinung meiner Vorschreiber nicht zu verstehen und vorbehaltlos zu respektieren :)
 

passionplayer

Aktives Mitglied
"Somnia" hat einige gute Songs, ( Unsomnia, Strange Encounters, It's Only A Dream, I Can't Get You Off My Mind und Small Objects In Space) aber das Album krankt daran, das das Songmaterial sich insgesamt zu unausgereift und planlos anhört. Die vielen Instrumentals sind größtenteils einfach nur nervig und lassen jegliche Kreativität vermissen.
 

Waldmeister

Alter Hase
Insbesondere bei den Wiederveröffentlichungen kommen immer mehr tolle Ausgrabungen, wie zum Beispiel aktuell die Esoteric-Box von Help Yourself. Wer die Band nicht oder noch nicht kennt, sollte da unbedingt mal reinhören. Die waren echt klasse und leider viel zu unbekannt geblieben.
richtig, eine sehr gute band die mit den walisern MAN verbandelt war. muss mir diese box mal anschaun.
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Zur Neuauflage des wunderbaren George Harrison-Albums "All Things Must Pass" (man beachte mal alleine schon den Albumtitel in Bezug auf das, was jetzt kommt !!) möchte ich mich lieber nicht äussern. Inzwischen - es steht sogar genau so im Interview (!!) - gibt es offensichtlich unter Tontechnikern keine Möglichkeit mehr, aus alten Aufnahmen klanglich aufgewertete Remasters hinzukriegen. Nein, jetzt fangen die ganzen Frevler an den Knöpfen damit an, die ursprünglichen Mehrspur-Aufnahmen komplett neu abzumischen, um so noch aus dem letzten Song die ursprüngliche Seele herauszuprügeln. Good Night Rock'n'Roll!!
Du weißt aber schon, dass George Harrison mit dem Sound des Albums gehadert hat? Er wollte es schon vor Jahren remixen (lassen), weil ihm Spectors Echo/Hallwand irgendwann doch zu viel war.
Davon abgesehen davon ist es doch auch seltsam zu behaupten, dass ein Song plötzlich keine Seele mehr hat, nur weil er von den ursprünglichen Mehrspurbändern remixt wurde. Manchmal (siehe einige von Steven Wilsons Remixen) ist der Klang danach so viel besser, dass ein kleiner Authentizitätsverlust auch nicht so sehr ins Gewicht fällt. Aber man muss es eben richtig machen, mit Gefühl für Dynamik und guter Kenntnis des Originals.
 

Georg

Alter Hase
Weitere Anmerkung zu Hawkwind's Somnia:
Ich kann die Rezension im Eclipsed-Magazin S.82 nicht nachvollziehen, da ich nicht beurteilen kann, wie ein Album wirkt, wenn es individuell "zusammengepuzzelt" wird.
Mir gefällt dieses 34. Studioalbum sehr gut. Dieses Konzeptalbum, in dem es um Träume, schlaflose Paranoia, seltsame Begegnungen, Fieberträume und Meditationen über Schlaf und Träume geht, ist für mich sehr zugänglich aber auch dann wieder typisch Hawkwind unkonventionell.
Dave Brocks, (9 Songs hat er komponiert), Gitarrenarbeit ist ein flüssiger, präziser Gitarrist und ein erfinderischer Synthesizer; Magnus Martin (seit 2017 dabei, er hat die restlichen 4 Songs komponiert) ist ein stilvoller Spieler, der die Band mit seinem Bass im Mittelpunkt zu halten scheint, während Richard Chadwick mit erfinderischen, ausdrucksstarken Rhythmen und Energie sein Schlagzeug spielt. Das Trio funktioniert gut als Einheit und schafft ein Album, das gut produziert ist, aber mit genug Schmutz im Sound, um die Dinge ein wenig düsterer zu machen.
Das harte Riffing ist nicht mehr so eindringlich oder prägnant wie in den vergangenen Jahren, aber sie machen das mit einem klaren Sound und einer allgemeineren Hörbarkeit mehr als wett.
Alan Teppers bescheidene 6 Sternchen kann ich mir nur so erklären, dass er vielleicht schon lange kein aktuelles Hawkwind-Album mehr gehört hat, wie etwa Carnivorous, into the woods oder the machine stops...
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Nichts für ungut, aber ich frage mich, ob du ein anderes Album gehört hast. Die letzten Alben waren doch alle mindestens zwei Klassen besser. Meine Kritik weiter oben behalte ich bei, ich habe das Album jetzt dreimal gehört und es ist leider keine Verbesserung in Aussicht.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Morgen werde ich mal eine Track to Track Analyse einstellen, dann kann jeder sich weiter informieren. Das wird natürlich meine Eindrücke wiedergeben und muss nicht mit anderen übereinstimmen. (Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie....) ;)
 

Catabolic

Alter Hase
Du weißt aber schon, dass George Harrison mit dem Sound des Albums gehadert hat? Er wollte es schon vor Jahren remixen (lassen), weil ihm Spectors Echo/Hallwand irgendwann doch zu viel war.
Davon abgesehen davon ist es doch auch seltsam zu behaupten, dass ein Song plötzlich keine Seele mehr hat, nur weil er von den ursprünglichen Mehrspurbändern remixt wurde. Manchmal (siehe einige von Steven Wilsons Remixen) ist der Klang danach so viel besser, dass ein kleiner Authentizitätsverlust auch nicht so sehr ins Gewicht fällt. Aber man muss es eben richtig machen, mit Gefühl für Dynamik und guter Kenntnis des Originals.
Das empfindet halt Jeder anders. Ich mag zum Beispiel auch die ganzen Steven Wilson Remixes samt und sonders nicht, habe ich an anderer Stelle auch schon kundgetan. Grundsätzlich verliert für mich Musik durch Remastering nichts von seinem ursprünglichen Feel, sondern erfährt lediglich eine klangliche Gesamtauffrischung - die mir persönlich inzwischen auch schon viel zu weit geht, weil hier meistens nur noch ein Dynamikgewitter stattfindet - sehr wohl aber durch das komplett neue Abmischen der einzelnen Aufnahmespuren (Remixing), dadurch verliert der Gesamtsound für mein Hörempfinden seinen ganzen Charakter. Wie gesagt, so empfinde ich es, wenn ich mir das anhöre. Und gerade im Falle der "All Things Must Pass" - die ich haben MUSSTE, weil ich sie so liebe - fiel mir das sofort auf. Das neue Remixing ist mir zu weit vom Original weg. Es ist für mich keine Musik von 1971 mehr. Irgendwie schwierig, das richtig auszudrücken, um nicht misverstanden zu werden, merke ich grad. Es ist wohl eine Sache des Empfindens beim Hören.
 

Jester.D

Alter Hase
Das empfindet halt Jeder anders.
Prinzipiell ja. Aber. Ich bin da ganz bei dir. Die Aufnahmen für ein Album entstehen immer zu einer ganz bestimmten Zeit und unter meist ebenso bestimmten Rahmenbedingungen, sprich z.B. zu den zu der Zeit technischen Gegebenheiten/Möglichkeiten. Der da erschaffene Klang ist das Original. Jede Ver(eventuell auch -schlimm)besserung, in welcher Form auch immer, ist zugleich eine Veränderung und - damit kein Original mehr.
So sehe ich das.
 

Perfectionist

Aktives Mitglied
Ein paar Gedanken zu Talk Talk: Asides Besides würde ich als deutlich wichtiger einsortieren - CD 2 ist unverzichtbar wegen "It's Getting Late in the Evening", "For What It's Worth", "Pictures of Bernadette" und "John Cope". Da fällt Missing Pieces im Vergleich ehrlich gesagt deutlich ab.

Und dass das (immerhin komplette) Montreux-Konzert so viel niedriger einsortiert ist als das aus London, kann ich mir nicht alleine damit erklären, dass Mark Feltham in Montreux fehlte.
 

phonoline

Mitglied
Wobei man, wie Perfectionist im Falle von Harrison ja schon ganz richtig herausstellt, dabei beachten sollte, dass der ein oder andere Künstler mit dem Originalmix, der Produktion im allgemeinen nicht sehr zufrieden war. Gibts ja immer wieder. Die Plattenfirma macht Druck, Studio ist teuer, Nerven liegen blank. Raus mit der Scheibe!
Und da wäre es natürlich interessant, mal zu hören, wie sich das der Künstler tatsächlich vorgestellt hat. Ohne Zeitdruck. Gäbe z.B. bei Bob Seger zig Beispiele der frühen Alben, die dringend ein Remastering, wenigstens eine Entstaubung nötig hätten.
 

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