Heft 10-2020

Music is Live

Aktives Mitglied
Dies hat sogar die Verwaltung der Stadt Ravensburg erkannt. Nachdem die Band 2019 ein Konzert in Ravensburg gab, hagelte es Proteste. Eine der Folgen ist, dass die Stadt jetzt ihre Konzerthallen in Eigenregie betreibt und sehr genau schaut, wer da auftreten will.
Anhang anzeigen 10269
Ravensburg steht nicht nur für gute Bücher, sonder auch für Anstand und Zivilcourage...
wusste ich bisher nicht, lässt aber die Stadt in meinem Ansehen ungemein steigen... ;)
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Ich kenne den gar nicht. Über Freiwild habe ich ab und an mal was gelesen, aber noch keinen Ton gehört.
Da hast Du auch nichts verpasst. Die sind musikalisch so was von stumpf. Auch vom Musikstil her den Böhsen Onkelz vergleichbar. Und ihre Texte sind so militant lokalpatriotisch, dass einem davon blümerant wird. Was ihre rechte Einstellung betrifft, meinen sie, nein, sie wollen ganz einfach nur keine Italiener sein (was natürlich die Frage aufwirft: Warum - was ist denn schlecht daran, ein Italiener zu sein?), aber der Frontmann war wohl mal Mitglied in einer eindeutiger rechten Band namens "Kaiserjäger" (benannt nach einer Elitetruppe der k.u.k. österreichisch-ungarischen Armee im 1. Weltkrieg) sowie in der separatistischen Partei "Die Freiheitlichen", die engste offizielle Kontakte zur FPÖ auf der anderen Seite des Brenners pflegt (im Prinzip ist sie wohl so was wie der Südtiroler Landesverband der FPÖ). Das alles reicht, denke ich, noch nicht aus, von Nazis zu sprechen, aber rechts ist das allemal. Und bepfiffen!

Und wer ist Hellinger?
Ich kenne nur Bert Hellinger. Der war ein umstrittener Psychotherapeut, der sogenannte "Familienaufstellungen" durchführte und den seine Kritiker in der Tradition der Nazis sehen, ich weiß jetzt aber nicht, auf welchen Artikel @Music is Live sich bezieht und ob der gemeint ist.

NACHTRAG: Ich habe es jetzt gefunden. Es gibt also eine Band, die so heißt. Und den Namen Martin Kesici in der Wikipedia nachgeschlagen. Anscheinend flog er bei Star FM (einem privatrechtlichen Radiosender) raus, weil er sich zu HoGeSa (Hooligans gegen Salafisten) bekannt hatte, und das ist eindeutig rechtsextremistisch. So was geht natürlich gar nicht, und gehört nicht in ein anständiges Rock-Magazin, das sich für progressiv hält!
 
Zuletzt bearbeitet:

phonoline

Mitglied
Höhö. Ich empfinde es als vollkommen daneben, Kesici in diese rechtsradikale Ecke zu schieben, nur weil er sich zweimal innerhalb von sechs Jahren zugegeben reichlich dämlich geäußert hat, dies indes relativ schnell bereute und sich entschuldigte. Und ansonsten auch eher gar nicht durch rechte Äußerungen geschweige denn Handlungen auffiel und -fällt. Das Frei.Wild-Projekt, an dem er teilnahm, ist im übrigen dieses: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Flamme. Nicht ganz so kacke, oder?
Deswegen hier so ein politisches Fass aufzumachen, und auch noch eclipsed zu unterstellen, es würde rechtsradikales "Gedankengut pushen" (Zitat music is live), obendrauf dann auch noch diesen Song zu posten, - ey, geht damit doch bitte in die Aufreger-Ecke vom Forum.

Davon mal ab: Ich finde Zivilcourage und eine klare Position gegen rechts- wie linksradikal in diesem Land sehr wichtig. Aber man muss nicht aus jedem Fliegenschiss reflexhaft ein Politikum machen. Die Welt ist schon aufgeregt genug.
 
Zuletzt bearbeitet:

Perfectionist

Aktives Mitglied
Und nun die korrigierte und erweiterte Newsmeldung vom Perfektionisten ;)

TEARS FOR FEARS bringen am 9. Oktober eine Super-Deluxe-Edition ihres Albumklassikers "The Seeds Of Love" heraus. Fünf verschiedene Formate stehen zur Auswahl: Boxset (4CD/Blu-Ray), Doppel-CD, Einzel-CD, LP und Picture-Disc-LP. Fans dürfen sich auf B-Seiten und alternative Mixe sowie 22 bislang unveröffentlichte Tracks freuen, darunter Demos, Backing-Tracks und Session-Mitschnitte. Für den 5.1-Surround-Mix auf der Blu-Ray sorgte Steven Wilson, der das Album bereits vor Jahren als "incredible" und "probably in my Top Ten" beschrieb sowie als das neben "Dark Side of the Moon" am besten klingende der Popgeschichte.

Et voila :)

Und bei Uriah Heep bleiben sehr wohl Wünsche übrig. Was für eine beknackte (Mick) Box! o_O

Findet noch jemand @Mikes Breitseite in der GNR-Rezension irgendwie übertrieben und auch kontextuell unpassend? (Adam Lambert wiederum singt laut Rezi wie "Axel" Rose, und über die Silbentrennung - "Smoo-th", "Rocko-per" kann ich mich immer wieder echauffieren...!)
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Das Frei.Wild-Projekt, an dem er teilnahm, ist im übrigen dieses: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Flamme. Nicht ganz so kacke, oder?
Na ja, wahrscheinlich haben die das nur gemacht, um ihr Image aufzuhübschen. Es kommt ja immer wieder vor, dass Leute, die Dreck am Stecken haben, was "Wohltätiges" machen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit vom Dreck an ihrem Stecken abzulenken und auch ihr eigenes Gewissen zu beruhigen. Das kennt man ja auch von zahlreichen Unternehmern von Friedrich Flick bis Bill Gates, die, nachdem sie mit krummen Touren stinkreich geworden sind, einen Teil ihres ergaunerten Reichtums für wohltätige Zwecke stiften.

Mir fällt dazu noch ein, was unser Bundespräsident über die "Corona-Demos" sagte (ich zitiere sinngemäß, den originalen Wortlaut habe ich jetzt nicht parat, der mag etwas abweichen): Wer mit Rechtsextremisten gemeinsame Sache macht, vertritt kein legitimes Anliegen. Auch wenn es noch einen Unterschied gibt zwischen Freundschaft/Kooperation mit Rechten und selbst rechts sein - aber wer Rechten eine Plattform gibt, macht sich mitschuldig.

So sehe ich das jedenfalls. Dementsprechend ist auch für Rechte, und auch für Freunde von Rechten, in meinem Freundeskreis kein Platz. Das war nicht zuletzt auch einer der Gründe (nicht der einzige, aber der letztlich Ausschlag gebende - die anderen Probleme, die es gab, hätte man wahrscheinlich klären können), weshalb ich mich vor 2 Jahren von meiner (von mir selbst gegründeten) Band trennte. Das war ein harter und schmerzhafter Schritt, aber es musste sein. Das ging nicht mehr.
 
Zuletzt bearbeitet:

Music is Live

Aktives Mitglied
Höhö. Ich empfinde es als vollkommen daneben, Kesici in diese rechtsradikale Ecke zu schieben, nur weil er sich zweimal innerhalb von sechs Jahren zugegeben reichlich dämlich geäußert hat, dies indes relativ schnell bereute und sich entschuldigte. Und ansonsten auch eher gar nicht durch rechte Äußerungen geschweige denn Handlungen auffiel und -fällt. Das Frei.Wild-Projekt, an dem er teilnahm, ist im übrigen dieses: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Flamme. Nicht ganz so kacke, oder?
Deswegen hier so ein politisches Fass aufzumachen, und auch noch eclipsed zu unterstellen, es würde rechtsradikales "Gedankengut pushen" (Zitat music is live), obendrauf dann auch noch diesen Song zu posten, - ey, geht damit doch bitte in die Aufreger-Ecke vom Forum.

Davon mal ab: Ich finde Zivilcourage und eine klare Position gegen rechts- wie linksradikal in diesem Land sehr wichtig. Aber man muss nicht aus jedem Fliegenschiss reflexhaft ein Politikum machen. Die Welt ist schon aufgeregt genug.
wenn du mich schon zitierst, bitte im richtigen Licht... dein Zitat ist so nur bedingt mir zuzuordnen...
meine Meinung habe klar geäussert...

welchen Song zum Thema habe ich gepostet... ???

bzgl. Kesici gibt es genügend Fliegenschiss im Netz zu finden... wenn man will...
nebenher kann man auch versuchen die kritische Doku über Freiwild zu finden, auch dort ist Kesici erwähnt...

und sorry, mitzubekommen, wie seine Schergen schwarzhäutige verprügeln ist mehr als ein Fliegenschiss...
 

Slider

Neues Mitglied
Nach einem Konzert von BÖC (mit Kansas, die BÖC gnadenlos an die Wand spielten) vor gut 30 Jahren in Offenbach
Ich hab auch Kansas und BÖC mal in einem selben Jahr gesehen. Kansas am 17.3.1978 in der Saarlandhalle in Saarbrücken und BÖC am 15.5.1978 in der Eberthalle in Ludwigshafen. Support für BÖC war die Patti Smith Group, um ihr Meisterwerk "Easter" vorzustellen. Trotz der 2 Monate dazwischen war doch Konsens bei mir und meiner Entourage, die auch in Saarbrücken dabei war, dass sich Kansas im Gegensatz zu den – guten – BÖC in einen kaum zu überbietenden Rausch spielten, handwerklich perfekt!
 

Jester.D

Aktives Mitglied
So, bin einmal grob durchs Heft und habe erleichtert aufgeatmet - direkte Kauftipps gab es für mich diesmal kaum. Sehr schön. Habe mehr als genug auf der Merkliste.

Interview mit Toni Iommi habe ich aufmerksam gelesen. Betreffs der zahlreichen Riffs, die er da scheinbar mühelos aus dem Ärmel zaubert und an Kumpels wie z.B. Ian Gillan weiterreicht, melde ich mal meine zarten Zweifel an. Ich kann mir grad kaum vorstellen, was da noch an nicht bereits vorhandenen Riffs kommen könnte. Die Möglichkeiten sind begrenzt und ich würde denken (fast) ausgereizt.
 

passionplayer

Mitglied
Eines der stärksten Hefte in diesem Jahr, leider läßt mich die Vorschau auf das nächste Heft nicht gerade jubeln. Große Stories über John Lennon, Bruce Springsteen, Led Zeppelin, Joe Bonamassa und Queen+Adam Lambert interessieren mich nicht. Wenigstens im Kleinen gibt es etwas über Galahad, The Flower Kings, Jakko Jakszyk und UFO (Pete Way Nachruf).

Ach übrigens, das meine Nr.1 (Megalomania) von Black Sabbath noch nicht einmal in den Top 50 auftaucht, nehme ich euch echt übel. ;)
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Ich bedanke mich bei eclipsed ( allen Beteiligten! ) für die Stunden die mir diese Zeitschrift - wieder einmal - mit guter Unterhaltung versüßt hat.
Ich hoffe Ihr seit noch lange in der Lage, diese - fast - monatliche Publikation zu produzieren und wünsche euch viele gewogene Leser und Gesundheit für die Zukunft!
Mit mir als Leser könnt Ihr auch weiterhin rechnen.
Alles Gute.
:)
 

Das aktuelle Magazin

Neueste Beiträge

Oben