Heft 10-2020

phonoline

Mitglied
Höhö. Ich empfinde es als vollkommen daneben, Kesici in diese rechtsradikale Ecke zu schieben, nur weil er sich zweimal innerhalb von sechs Jahren zugegeben reichlich dämlich geäußert hat, dies indes relativ schnell bereute und sich entschuldigte. Und ansonsten auch eher gar nicht durch rechte Äußerungen geschweige denn Handlungen auffiel und -fällt. Das Frei.Wild-Projekt, an dem er teilnahm, ist im übrigen dieses: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Flamme. Nicht ganz so kacke, oder?
Deswegen hier so ein politisches Fass aufzumachen, und auch noch eclipsed zu unterstellen, es würde rechtsradikales "Gedankengut pushen" (Zitat music is live), obendrauf dann auch noch diesen Song zu posten, - ey, geht damit doch bitte in die Aufreger-Ecke vom Forum.

Davon mal ab: Ich finde Zivilcourage und eine klare Position gegen rechts- wie linksradikal in diesem Land sehr wichtig. Aber man muss nicht aus jedem Fliegenschiss reflexhaft ein Politikum machen. Die Welt ist schon aufgeregt genug.
 
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Perfectionist

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Und nun die korrigierte und erweiterte Newsmeldung vom Perfektionisten ;)

TEARS FOR FEARS bringen am 9. Oktober eine Super-Deluxe-Edition ihres Albumklassikers "The Seeds Of Love" heraus. Fünf verschiedene Formate stehen zur Auswahl: Boxset (4CD/Blu-Ray), Doppel-CD, Einzel-CD, LP und Picture-Disc-LP. Fans dürfen sich auf B-Seiten und alternative Mixe sowie 22 bislang unveröffentlichte Tracks freuen, darunter Demos, Backing-Tracks und Session-Mitschnitte. Für den 5.1-Surround-Mix auf der Blu-Ray sorgte Steven Wilson, der das Album bereits vor Jahren als "incredible" und "probably in my Top Ten" beschrieb sowie als das neben "Dark Side of the Moon" am besten klingende der Popgeschichte.

Et voila :)

Und bei Uriah Heep bleiben sehr wohl Wünsche übrig. Was für eine beknackte (Mick) Box! o_O

Findet noch jemand @Mikes Breitseite in der GNR-Rezension irgendwie übertrieben und auch kontextuell unpassend? (Adam Lambert wiederum singt laut Rezi wie "Axel" Rose, und über die Silbentrennung - "Smoo-th", "Rocko-per" kann ich mich immer wieder echauffieren...!)
 

WeepingElf

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Das Frei.Wild-Projekt, an dem er teilnahm, ist im übrigen dieses: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Flamme. Nicht ganz so kacke, oder?
Na ja, wahrscheinlich haben die das nur gemacht, um ihr Image aufzuhübschen. Es kommt ja immer wieder vor, dass Leute, die Dreck am Stecken haben, was "Wohltätiges" machen, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit vom Dreck an ihrem Stecken abzulenken und auch ihr eigenes Gewissen zu beruhigen. Das kennt man ja auch von zahlreichen Unternehmern von Friedrich Flick bis Bill Gates, die, nachdem sie mit krummen Touren stinkreich geworden sind, einen Teil ihres ergaunerten Reichtums für wohltätige Zwecke stiften.

Mir fällt dazu noch ein, was unser Bundespräsident über die "Corona-Demos" sagte (ich zitiere sinngemäß, den originalen Wortlaut habe ich jetzt nicht parat, der mag etwas abweichen): Wer mit Rechtsextremisten gemeinsame Sache macht, vertritt kein legitimes Anliegen. Auch wenn es noch einen Unterschied gibt zwischen Freundschaft/Kooperation mit Rechten und selbst rechts sein - aber wer Rechten eine Plattform gibt, macht sich mitschuldig.

So sehe ich das jedenfalls. Dementsprechend ist auch für Rechte, und auch für Freunde von Rechten, in meinem Freundeskreis kein Platz. Das war nicht zuletzt auch einer der Gründe (nicht der einzige, aber der letztlich Ausschlag gebende - die anderen Probleme, die es gab, hätte man wahrscheinlich klären können), weshalb ich mich vor 2 Jahren von meiner (von mir selbst gegründeten) Band trennte. Das war ein harter und schmerzhafter Schritt, aber es musste sein. Das ging nicht mehr.
 
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Music is Live

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Höhö. Ich empfinde es als vollkommen daneben, Kesici in diese rechtsradikale Ecke zu schieben, nur weil er sich zweimal innerhalb von sechs Jahren zugegeben reichlich dämlich geäußert hat, dies indes relativ schnell bereute und sich entschuldigte. Und ansonsten auch eher gar nicht durch rechte Äußerungen geschweige denn Handlungen auffiel und -fällt. Das Frei.Wild-Projekt, an dem er teilnahm, ist im übrigen dieses: https://de.wikipedia.org/wiki/Wilde_Flamme. Nicht ganz so kacke, oder?
Deswegen hier so ein politisches Fass aufzumachen, und auch noch eclipsed zu unterstellen, es würde rechtsradikales "Gedankengut pushen" (Zitat music is live), obendrauf dann auch noch diesen Song zu posten, - ey, geht damit doch bitte in die Aufreger-Ecke vom Forum.

Davon mal ab: Ich finde Zivilcourage und eine klare Position gegen rechts- wie linksradikal in diesem Land sehr wichtig. Aber man muss nicht aus jedem Fliegenschiss reflexhaft ein Politikum machen. Die Welt ist schon aufgeregt genug.
wenn du mich schon zitierst, bitte im richtigen Licht... dein Zitat ist so nur bedingt mir zuzuordnen...
meine Meinung habe klar geäussert...

welchen Song zum Thema habe ich gepostet... ???

bzgl. Kesici gibt es genügend Fliegenschiss im Netz zu finden... wenn man will...
nebenher kann man auch versuchen die kritische Doku über Freiwild zu finden, auch dort ist Kesici erwähnt...

und sorry, mitzubekommen, wie seine Schergen schwarzhäutige verprügeln ist mehr als ein Fliegenschiss...
 

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Neues Mitglied
Nach einem Konzert von BÖC (mit Kansas, die BÖC gnadenlos an die Wand spielten) vor gut 30 Jahren in Offenbach
Ich hab auch Kansas und BÖC mal in einem selben Jahr gesehen. Kansas am 17.3.1978 in der Saarlandhalle in Saarbrücken und BÖC am 15.5.1978 in der Eberthalle in Ludwigshafen. Support für BÖC war die Patti Smith Group, um ihr Meisterwerk "Easter" vorzustellen. Trotz der 2 Monate dazwischen war doch Konsens bei mir und meiner Entourage, die auch in Saarbrücken dabei war, dass sich Kansas im Gegensatz zu den – guten – BÖC in einen kaum zu überbietenden Rausch spielten, handwerklich perfekt!
 

Jester.D

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So, bin einmal grob durchs Heft und habe erleichtert aufgeatmet - direkte Kauftipps gab es für mich diesmal kaum. Sehr schön. Habe mehr als genug auf der Merkliste.

Interview mit Toni Iommi habe ich aufmerksam gelesen. Betreffs der zahlreichen Riffs, die er da scheinbar mühelos aus dem Ärmel zaubert und an Kumpels wie z.B. Ian Gillan weiterreicht, melde ich mal meine zarten Zweifel an. Ich kann mir grad kaum vorstellen, was da noch an nicht bereits vorhandenen Riffs kommen könnte. Die Möglichkeiten sind begrenzt und ich würde denken (fast) ausgereizt.
 

passionplayer

Mitglied
Eines der stärksten Hefte in diesem Jahr, leider läßt mich die Vorschau auf das nächste Heft nicht gerade jubeln. Große Stories über John Lennon, Bruce Springsteen, Led Zeppelin, Joe Bonamassa und Queen+Adam Lambert interessieren mich nicht. Wenigstens im Kleinen gibt es etwas über Galahad, The Flower Kings, Jakko Jakszyk und UFO (Pete Way Nachruf).

Ach übrigens, das meine Nr.1 (Megalomania) von Black Sabbath noch nicht einmal in den Top 50 auftaucht, nehme ich euch echt übel. ;)
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Ich bedanke mich bei eclipsed ( allen Beteiligten! ) für die Stunden die mir diese Zeitschrift - wieder einmal - mit guter Unterhaltung versüßt hat.
Ich hoffe Ihr seit noch lange in der Lage, diese - fast - monatliche Publikation zu produzieren und wünsche euch viele gewogene Leser und Gesundheit für die Zukunft!
Mit mir als Leser könnt Ihr auch weiterhin rechnen.
Alles Gute.
:)
 

Senfei

Mitglied
Auf Seite 52 musste ich gerade ziemlich breit schmunzeln. :D
Da kommentiert ein gewisser Arjen Lucassen seine Top 5 Rockmusicals und meint folgendes:
"Nach dem perfekten '"Wish you were here" waren wir ja alle ein kleines bisschen enttäuscht von "Animals", aber Pink Floyd schafften mit "The Wall" wieder etwas Großartiges." :rolleyes:
Ich konnte mit Arjen Lucassen bzw. Ayreon und seinen Musicals noch nie so richtig was anfangen.
Nach diesem Satz über "Animals" weiß ich, dass wir ganz sicher nicht auf der gleichen "Party" sind. ;)
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Ich war nicht enttäuscht von Animals, und es ist mir wirklich vollkommen egal wie es andere finden, ob Lucassen oder sonst wer. Es gefällt mir, daran kann keiner etwas ändern.
Und die Musik von Lucassen gefällt mir auch, egal was er für eine Meinung vertritt.:)
 
D

Dandysaurus Rex

Guest
Danke für eure Beiträge zum Thema Kellernazis @Music is Live und @WeepingElf

Ernstzunehmende Musikmagazine sollten sich viel mehr dieser Form des Investigativen Journalismus verschreiben und nicht noch die Selbsterhaltung solch verachtenswerter Szenen fördern. Es ist ohnehin schon traurig genug,dass extremistische Leute noch durch Steuergelder gefördert werden. Extremistische Bands und Rapper sind durch Anwälte abgesichert und wissen daher ganz genau wie weit ihre Provokationen sich dem vom Gesetzgeber vorgegebenen Rahmen nähern dürfen. Traurigerweise verkommt bei solchen ''Musikern'' Musik zur völligen Nebensache,da diese nur als Vorwand dient,das eigene komplett verschobene Weltbild Mainstreamfähig zu machen.
 

phonoline

Mitglied
eclipsed ist kein investigativ-journalistisch arbeitendes Medium, es ist ein Musikmagazin mit Schwerpunkt Prog-/Art- und Classic Rock. Von Musikliebhabern für Musikliebhaber.
Dem Kesici kann man jetzt eher nicht gefährliche rechtsradikale, -extremistische Tendenzen nachsagen, gleichwohl ein paar wirklich strunzdämliche unbedachte pegidareske Aussagen, für die er sich wenigstens nachträglich entschuldigt hat. Der Mann ist nicht die hellste Kerze aufm Kuchen, wie man merkt, und man muss auch nicht unbedingt wissen, was der komplett unauffällige Kesici mal vor 6 Jahren gesagt hat. Weshalb ich es eher fragwürdig finde, wenn man jetzt reflexhaft das politische Fass aufmacht und eclipsed der "Förderung verachtenswerter Szenen" bezichtigt. Hallo? Erde an Dandy?
 
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Music is Live

Aktives Mitglied
eclipsed ist kein investigativ-journalistisch arbeitendes Medium, es ist ein Musikmagazin mit Schwerpunkt Prog-/Art- und Classic Rock. Von Musikliebhabern für Musikliebhaber.
Dem Kesici kann man jetzt eher nicht gefährliche rechtsradikale, -extremistische Tendenzen nachsagen, gleichwohl ein paar wirklich strunzdämliche unbedachte pegidareske Aussagen, für die er sich wenigstens nachträglich entschuldigt hat. Der Mann ist nicht die hellste Kerze aufm Kuchen, wie man merkt, und man muss auch nicht unbedingt wissen, was der komplett unauffällige Kesici mal vor 6 Jahren gesagt hat. Weshalb ich es eher fragwürdig finde, wenn man jetzt reflexhaft das politische Fass aufmacht und eclipsed der "Förderung verachtenswerter Szenen" bezichtigt. Hallo? Erde an Dandy?
sorry, dies sehe ich anders...
er macht nichts anderes als viele andere, die sich im Umkreis der rechten Gedanken bewegten... angefangen bei den Onkelz, Berserker und eben Kesici... Freiwild nicht zu vergessen...
alle geben sich geläutert, der eine mehr, der andere weniger....
warum...??? weil sie merken, dass mit ihrer Einstellung nicht der große Fisch an Land zu ziehen ist...
alle sind auf einmal brav... sie wandelten zu rechten Kapitalisten...
doch der schwarzhäutige, verprügelte Mensch hat dies Erlebnis immer in sich...
und Kesici hat wahrscheinlich bis heute nicht mit seinen Jungs dazu gestanden... geschweige sich entschuldigt oder dem betroffenen eine Art Entschädigung zukommen lassen....
liegt ja länger zurück und keiner redet davon, warum auch... ???
schweigen ist doch sooo einfach... gelle...

und es ist doch eigentlich, bzw. sollte so sein, Pflicht jedes noch so kleine rechte Licht anzumerken... und im besten Falle auszupusten...

unauffällig, wenn über ihn berichtet wird... ???
und ob 6 Jahre oder 16, 26... wie auch immer...
ich muss auch für meine alten Fehler immer noch gerade stehen....
doch seine sind ja inzwischen fast Gesellschaftsfähig... o_O
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
eclipsed ist kein investigativ-journalistisch arbeitendes Medium, es ist ein Musikmagazin mit Schwerpunkt Prog-/Art- und Classic Rock. Von Musikliebhabern für Musikliebhaber.
Das stimmt schon, aber dennoch sollte man aufpassen, wer was sagt und tut, und Leuten, die problematische Sachen sagen und tun, keine Plattform bereit stellen. Ich denke, die meisten Musikliebhaber möchten keine Platten von Rechtsextremisten im Regal stehen haben, deshalb sollte man eben nicht darüber hinwegsehen und über solche Leute berichten und ihre Platten empfehlen, als gäbe es da kein Problem.

Wozu politische "Neutralität" führt, sieht man ja in den antisozialen Medien, oder ganz krass in den USA, wo jahrzehntelang die politische Bildung der Bevölkerung vernachlässigt wurde (von wegen die Schulen sollen "wertneutral" sein, und die Verfassung ist ja ach so toll und wird eine Katastrophe wie in Deutschland 1933 schon verhindern), und jetzt sitzt Donald Trump im Weißen Haus und ist nicht mehr so einfach loszuwerden, weil erschreckend viele Amerikaner politisch naiv waren und heute noch sind und nicht einmal den Unterschied zwischen einer Demokratie und einer Diktatur benennen können (übrigens auch Leute von Bands, die viele von uns hier hoch schätz(t)en).
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Auf Seite 52 musste ich gerade ziemlich breit schmunzeln. :D
Da kommentiert ein gewisser Arjen Lucassen seine Top 5 Rockmusicals und meint folgendes:
"Nach dem perfekten '"Wish you were here" waren wir ja alle ein kleines bisschen enttäuscht von "Animals", aber Pink Floyd schafften mit "The Wall" wieder etwas Großartiges." :rolleyes:
Ich konnte mit Arjen Lucassen bzw. Ayreon und seinen Musicals noch nie so richtig was anfangen.
Nach diesem Satz über "Animals" weiß ich, dass wir ganz sicher nicht auf der gleichen "Party" sind. ;)
Geschmackssache! Ich finde Animals auch gut, aber es gehört zugegebenermaßen nicht zu meinen Lieblingsalben von Pink Floyd. Wenn Arjen Lucassen es nicht so schätzt, ist das sein Bier, er hätte nur nicht "wir alle" sagen sollen. Wobei sich aber die Frage stellt, wen er mit "wir alle" meint. Seine Band etwa? Kann ja durchaus sein. Oder meint er ganz einfach nur die Tatsache, dass es sich weniger gut verkaufte als die Alben davor und danach?

Wenn @Senfei mit Ayreon "noch nie so richtig was anfangen" konnte, dann ist das auch sein gutes Recht, das so zu sehen und auch zu sagen. Das kann ich durchaus nachvollziehen, denn der Typ neigt doch stark zum Pompösen, und das kann ich auch nicht jeden Tag haben. Ich finde auch nicht alles von Arjen Lucassen supertoll. Mit Transitus ist er deutlich unter seinen Möglichkeiten geblieben, und auch die meisten anderen Projekte außer Ayreon haben mich bislang noch nicht so richtig vom Hocker gehauen.
 

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