Heft 03-2021

phonoline

Mitglied
{{Mal ein kleiner Kommentar aus der Nerd-Ecke: Früher machte es mir und ein paar Kollegen aus dem Medienbereich eine Menge Spaß, in der (leider verblichenen) SPEX nach Layout-Fehlern zu suchen – da gab es immer reichlich verpatzten Blocksatz, unsinnige Trennungen und Ähnliches. ECLIPSED scheint da inzwischen die Nachfolge anzutreten: In den drei letzten Ausgaben gab es regelmäßig Artikel die im Nichts enden (oder teilweise von Anzeigen überlagert wurden…). Wenn es heutzutage schon kein Korrekturlesen mehr gibt, sollte sowas aber wenigstens im Preflight der Druckerei angezeigt werden. Kleiner Tip: das ist das leuchtend-rote Kreuz unten rechts auf dem Bildschirm.}}
Zum Beispiel? :)
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Hab mir heute das Heft gekauft und mir wie immer zuerst einen groben Westf... nee, sorry, Überblick verschafft. ;)

Sehr gefallen hat mir der Artikel über David Gilmour (ja Leute, gönnt dem Mann seinen Ruhestand, es ist alles gespielt und gesagt) - das Leben genießen! Ganz genau.

Platte des Monats - okay. Ich hole mal tief Luft. Ich bin Toto-Fan, mag auch Lukather solo sehr - und nun das aber: Zwei Möglichkeiten - entweder ist die Platte 1. wirklich bärenstark oder 2. war die Konkurrenz zu schwach, was ich mir jetzt nicht so wirklich vorstellen kann.

Saga-Sadler im Interview - klasse. Und jetzt kommt mein persönliches Outing. Ich wollte die neue Saga-CD eigentlich gar nicht kaufen. Wozu denn noch mehr Versionen von den hinlänglich bekannten Songs? War meine erste Idee dazu. Nach dem Lesen muss ich sagen - falsch. Ich brauche das Teil. Punkt.

Bei den Neuvorstellugen sind wieder ein paar Sachen dabei, die mich sehr interessieren, aber eine Sache ist mir dort aufgefallen, die ich nicht okay finde.
John Townley - The Old Sailor (s. 92/93)
CD-Besprechungen sind keine Leitartikel, im Umfang also limitiert. Der Leser soll etwas Substantielles über die Platte erfahren. Was lese ich hier dazu?
Eine Mini-Bio beherrscht den ersten Teil des Textes. Am Ende bleiben dann noch ganze 8 Zeilen zur oberflächlichen Beschreibung und dann kommt ein Wahnsinnsfazit:
Ein überaus charmantes Abum.

Macht 6 Sterne.
Aha.

Ja und die Besprechung zu The Pretty Reckless sollte man eigentlich niemanden machen lassen, der die Band nicht mag. :cool:
 

Mike

Moderator
Teammitglied
Platte des Monats - okay. Ich hole mal tief Luft. Ich bin Toto-Fan, mag auch Lukather solo sehr - und nun das aber: Zwei Möglichkeiten - entweder ist die Platte 1. wirklich bärenstark oder 2. war die Konkurrenz zu schwach, was ich mir jetzt nicht so wirklich vorstellen kann.
Für meinen Geschmack: Beides stimmt;)!
 

Alexboy

Aktives Mitglied
Danke für das Magazin! Es hat mich wieder viele Stunden gut unterhalten - das Anhören der vielen Vorschläge wird sich noch einige Zeit hinziehen -, und wie immer freue ich mich auf das nächste!
Bleibt gesund und weiter so!;)
 

Georg

Alter Hase
Sehr düster hören sich die Schotten von Arab Strap an (Rezi Seite 74, Album erscheint am 5.März) zumindest Here comes Comus! gefällt mir:
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Für meinen Geschmack: Beides stimmt;)!
Hab jetzt leider überhaupt keinen Überblick, aber kann mir Letzteres (die anderen waren zu schwach) beim besten Willen nicht vorstellen. Die Lukather wird natürlich gekauft, keine Frage.

Zur "neuen" Toto-Band gibt es leider nur vage Andeutungen. Wer ist denn da nun dabei?
 

nobby62

Mitglied
Laut Rockszene.de ist das die aktuelle Besetzung:
Neben Lukather und Williams besteht das neue Toto-Line-Up anno 2020 aus Bassist John Pierce (Huey Lewis & The News), Schlagzeuger Robert Searight (Ghost-Note / Snarky Puppy), Keyboarder und Background-Sänger Steve Maggiora (Elvis, Moms Mabely), Keyboarder Dominque Taplin (Prince, Ghost-Note) sowie Multiinstrumentalist und Sänger Warren Ham (Ringo Starr).
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Es gab mal eine Zeit, wo ich mit der Eclipsed unzufrieden war, weil mir da zu wenig Prog, vor allem zu wenig aktueller Prog, drin war, und zu viel "Alte-Säcke-Kram". Ihr erinnert Euch sicher an die betreffenden Diskussionen hier im Forum. Deshalb hatte ich ergänzend zur Eclipsed noch die Empire Music abonniert. Aber seither hat sich die Eclipsed deutlich verbessert und die Empire Music weitgehend überflüssig gemacht. Die hingegen ist immer tiefer gesunken! In puncto journalistische Qualität war sie nie besonders gut, es gab nur Interviews, Plattenrezensionen und Konzertberichte, von denen letztere viel zu viel Raum einnahmen, keine Hintergrund-Stories oder ähnliches. Vor allem aber beherrschen die Schreiber dort meisterhaft die "Kunst", über Musik zu schreiben, ohne dass man erkennen kann, um welches Genre es sich überhaupt handelt.

Des weiteren nahmen Acts, die nichts mit Prog zu tun haben, immer mehr Raum ein, anscheinend zählt für die Empire Music mittlerweile selbst Guildo Horn zur "anspruchsvollen Rockmusik". Und - in der aktuellen Nummer ist nicht nur ein Bericht über ein Online-Konzert des besagten Herrn Horn zu lesen, sondern auch der gleiche Unfug zu COVID-19, den man von AfD, "Querdenkern" & Co. kennt! Damit ist jetzt für mich Schluss - ich habe soeben getan, was ich schon seit längerem in Erwägung gezogen hatte, und mein Empire Music-Abo gekündigt. Der Eclipsed werde ich aber treu bleiben, denn da bekomme ich Qualität, wie ich sie bei Empire Music vermisst habe.
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Laut Rockszene.de ist das die aktuelle Besetzung:
Neben Lukather und Williams besteht das neue Toto-Line-Up anno 2020 aus Bassist John Pierce (Huey Lewis & The News), Schlagzeuger Robert Searight (Ghost-Note / Snarky Puppy), Keyboarder und Background-Sänger Steve Maggiora (Elvis, Moms Mabely), Keyboarder Dominque Taplin (Prince, Ghost-Note) sowie Multiinstrumentalist und Sänger Warren Ham (Ringo Starr).
Danke. Wie diese Besetzung zustandegekommen ist würde mich noch interessieren...
 

passionplayer

Mitglied
Es gab mal eine Zeit, wo ich mit der Eclipsed unzufrieden war, weil mir da zu wenig Prog, vor allem zu wenig aktueller Prog, drin war, und zu viel "Alte-Säcke-Kram". Ihr erinnert Euch sicher an die betreffenden Diskussionen hier im Forum. Deshalb hatte ich ergänzend zur Eclipsed noch die Empire Music abonniert. Aber seither hat sich die Eclipsed deutlich verbessert und die Empire Music weitgehend überflüssig gemacht. Die hingegen ist immer tiefer gesunken! In puncto journalistische Qualität war sie nie besonders gut, es gab nur Interviews, Plattenrezensionen und Konzertberichte, von denen letztere viel zu viel Raum einnahmen, keine Hintergrund-Stories oder ähnliches. Vor allem aber beherrschen die Schreiber dort meisterhaft die "Kunst", über Musik zu schreiben, ohne dass man erkennen kann, um welches Genre es sich überhaupt handelt.

Des weiteren nahmen Acts, die nichts mit Prog zu tun haben, immer mehr Raum ein, anscheinend zählt für die Empire Music mittlerweile selbst Guildo Horn zur "anspruchsvollen Rockmusik". Und - in der aktuellen Nummer ist nicht nur ein Bericht über ein Online-Konzert des besagten Herrn Horn zu lesen, sondern auch der gleiche Unfug zu COVID-19, den man von AfD, "Querdenkern" & Co. kennt! Damit ist jetzt für mich Schluss - ich habe soeben getan, was ich schon seit längerem in Erwägung gezogen hatte, und mein Empire Music-Abo gekündigt. Der Eclipsed werde ich aber treu bleiben, denn da bekomme ich Qualität, wie ich sie bei Empire Music vermisst habe.
Bist du nicht ein bißchen zu streng, was journalistische Maßstäbe angeht? Die Eclipsed hat doch ganz andere Möglichkeiten, als das nicht im Handel erhältliche Empire. Klar stehen im Empire schon einmal Artfremde Interpreten, aber nicht vorwiegend zu den Progressive/Classic Rock Acts.
Ich möchte z.B. nicht auf die immer zum Heft gehörige CD verzichten, wo ich schon viele Einkaufstipps gehört habe und das nicht nur von bekannten und alten Künstlern, sondern auch die von dir geforderten Künstler aktueller Prog Musik.
 

Georg

Alter Hase
Es gab mal eine Zeit, wo ich mit der Eclipsed unzufrieden war, weil mir da zu wenig Prog, vor allem zu wenig aktueller Prog, drin war, und zu viel "Alte-Säcke-Kram". Ihr erinnert Euch sicher an die betreffenden Diskussionen hier im Forum. Deshalb hatte ich ergänzend zur Eclipsed noch die Empire Music abonniert. Aber seither hat sich die Eclipsed deutlich verbessert und die Empire Music weitgehend überflüssig gemacht. Die hingegen ist immer tiefer gesunken! In puncto journalistische Qualität war sie nie besonders gut, es gab nur Interviews, Plattenrezensionen und Konzertberichte, von denen letztere viel zu viel Raum einnahmen, keine Hintergrund-Stories oder ähnliches. Vor allem aber beherrschen die Schreiber dort meisterhaft die "Kunst", über Musik zu schreiben, ohne dass man erkennen kann, um welches Genre es sich überhaupt handelt.

Des weiteren nahmen Acts, die nichts mit Prog zu tun haben, immer mehr Raum ein, anscheinend zählt für die Empire Music mittlerweile selbst Guildo Horn zur "anspruchsvollen Rockmusik". Und - in der aktuellen Nummer ist nicht nur ein Bericht über ein Online-Konzert des besagten Herrn Horn zu lesen, sondern auch der gleiche Unfug zu COVID-19, den man von AfD, "Querdenkern" & Co. kennt! Damit ist jetzt für mich Schluss - ich habe soeben getan, was ich schon seit längerem in Erwägung gezogen hatte, und mein Empire Music-Abo gekündigt. Der Eclipsed werde ich aber treu bleiben, denn da bekomme ich Qualität, wie ich sie bei Empire Music vermisst habe.
Ja, Jörg, ich erinnere mich nöch an die Diskussion und bin nach wie vor der Meinung, dass es sich bei der Empire um ein Fanzine-Magazin handelt, von Fans für Fans, ohne größeren journalistischen Anspruch, aber mit spannenden Konzertberichten, von der Ostsee (Bodo Kubatzki) bis nach Oberbayern (Maria "Jamina" Orthner). Aufgrund mangelnder Konzerte fällt da natürlich ein wesentlicher Teil weg; aber das ist kein Grund Unfug über Covid-19 zu schreiben, auch wenn Konzerte "morgen" wieder zugelassen würden, hätte ich noch Ängste....
Na..ja und einen "Konzertbericht" vom Spassmusiker Guildo Horn brauche ich wirklich nicht.
(Seit der IBAN-Umstellung bin ich als Abonnent rausgeflogen)
 
Zuletzt bearbeitet:

WeepingElf

Aktives Mitglied
Es mag seine verständlichen Gründe haben, dass die Empire Music nicht die journalistische Qualität der Eclipsed aufweist - aber dann sollte sie nicht (pro Heft) genau so teuer sein! Bei der Eclipsed bekomme ich eben für das gleiche Geld mehr Qualität. In der Tat vergleichen wir, wie @passionplayer und @Georg angemerkt haben, hier ein Fanzine mit einem Profimagazin, da kann das Fanzine eigentlich nur verlieren, auch wenn es für Fanzine-Verhältnisse noch so gut ist, aber dann soll das Fanzine eben nicht den gleichen Preis aufrufen! Wie schwer es aber ist, gehaltvolle Sachen zu schreiben und vor allem zu recherchieren, habe ich ja bei der Arbeit an meinem Buchprojekt gemerkt, das ich trotz all der Mühe, die ich da reingesteckt habe, mittlerweile als so gut wie gescheitert ansehe, und kaum noch Hoffnung habe, dass sich für dieses Machwerk überhaupt einen Verlag finden lässt, und es nicht als PDF-Datei auf meiner Website endet (was vielleicht aber auch besser wäre, so würde ich dafür zwar keinen Cent kriegen, aber jeder könnte es kostenlos und unverbindlich herunterladen und müsste nicht überlegen, ob es ihm das Geld wert ist) ;)

Letzten Endes zählt für meine Entscheidung, eine Zeitschrift zu abonnieren (oder am Kiosk zu kaufen) oder nicht, wie viel sie mir persönlich wert ist, und das ist es mir die Empire Music eben nicht mehr. Die Konzertberichte waren noch nie meine Lieblingsrubrik, da war ich immer der Meinung, dass die zu viel Raum einnahmen. Bei den Alben-Rezensionen vermisste ich allzu oft die wichtigste Information überhaupt, nämlich um welche Musikrichtung es sich bei dem besprochenen Tonträger überhaupt handelte. Wenn ich nicht weiß, ob mich eine Platte genremäßig interessiert oder nicht, nützt es mir wenig, wenn der Rezensent schreibt, dass sie "genial" sei, da jede Musikrichtung da ihre eigenen Kriterien hat. (Ja, Schubladenmeierei, aber dazu sind Musikrichtungsbezeichnungen doch da, nämlich eine Vorauswahl in der Flut der Veröffentlichungen zu treffen!) Auch in der Eclipsed werden viele Scheiben rezensiert, die mich genremäßig überhaupt nicht interessieren, aber da steht immer eine grobe Genre-Einordnung sowie eine "Ähnlich wie"-Einschätzung oben drüber. Und letzten Endes kann man sich über Musik nur durch Probehören (etwa bei YouTube oder Bandcamp) eine Meinung bilden, da können Rezensionen nur Hinweise liefern, wo sich eine Hörprobe vielleicht lohnt.

Es gibt ja auch eine Menge wirklich gut gemachter und journalistisch gehaltvoller Zeitschriften, die ich nicht kaufe, weil sie mich inhaltlich nicht interessieren. Und wie ich schon geschrieben hatte: ich hatte die Empire Music als Ergänzung zur Eclipsed abonniert - sie sollte eine Lücke füllen, die ich in letzterer sah. Und diese Lücke ist erstens weitgehend verschwunden, zweitens füllte die Empire Music sie nicht mehr in befriedigender Weise aus. Und der Tropfen, der das (schon randvolle) Fass zum Überlaufen brachte, war das, was ich da zum Thema COVID-19 lesen musste. Das geht nun gar nicht! Da hört bei mir der Spaß auf. Wer sich in solcher Weise auf die Seite des Virus schlägt, der verdient es nicht, abonniert zu werden.

(Noch eine Anmerkung: Ich wollte das alles eigentlich gar nicht hier posten, weil es in diesem Thema genau genommen off-topic ist. Aber das Thema "Welche Musikmagazine werden gelesen?", wo ich es eigentlich posten wollte, konnte ich nicht mehr finden.)
 
Zuletzt bearbeitet:

Georg

Alter Hase
(...)Wie schwer es aber ist, gehaltvolle Sachen zu schreiben und vor allem zu recherchieren, habe ich ja bei der Arbeit an meinem Buchprojekt gemerkt, das ich trotz all der Mühe, die ich da reingesteckt habe, mittlerweile als so gut wie gescheitert ansehe, und kaum noch Hoffnung habe, dass sich für dieses Machwerk überhaupt einen Verlag finden lässt,(...)
Lass dich nicht entmutigen; natürlich waren wir in der Vergangenheit im Forum schon manchmal genervt, "stöhn...macht der die Schublade schon wieder auf", ohne daran zu denken, wie intensiv du dich mit der Thematik beschäftigst, bleib dran!
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Ja, wenn ich mir anschaue, was für dünne Bretter manche Autoren von Rock-Büchern bohren und welcher Unfug da publiziert wird, ist mein Buch vielleicht doch nicht so schlecht. Zwar konnte ich niemanden interviewen, aber ich sauge mir eben auch keine "Fakten", an die ich nicht drangekommen bin, aus den Fingern. Stattdessen versuche ich, alles, was ich schreibe, mit Literatur zu belegen.
 

moonmadness

Mitglied
Zu deinem Buch würde ich auch nur mal folgendes anmerken:

a) Es gibt "books on demand" -- das ist vl. keine schlechte Sache? Ich glaube Amazon selbst bietet das an, obwohl ich kein Fan des Konzerns bin, aber das ist doch evtl. gut sich erst einmal zu versuchen? Ich würde in dem Rahmen z.B. aber probieren mich mit eben so Leuten wie dem Empire, eclipsed etc zu vernetzen um ein wenig das Buch zu bewerben. Auch wenn es sicher nicht leicht ist ... Man sollte an sein Projekt glauben ;)

b) Denk nicht so viel nach -- ... ;)

c) Es gibt evtl. "schlechte Bücher", ja ... ich hab in den letzten Jahren einigen "Murks" gelesen, aber selbst dafür finden sich immer Interessenten. Z.B. im Bereich Heavy Rock/Stoner gibt es ein paar (für mich) wirklich furchtbare Schwarten, manchmal sind die Illustrationen besser als der Inhalt und trotzdem finden sich Interessenten. Oder dieses merkwürdige Buch in dem alle Krautrock-Alben nur mit Preisen versehen wurden, eine Art Katalog - jedoch ohne Bilder (wirklich extremst super langweilig). Und das Ding kostet 30-40 Euro. Hab aber auch dieses Buch sich verkaufen sehen.

...

Ansonsten kenne ich Empire nicht, aber auch eclipsed hat für mich oft genug noch eine Art Fanzine-Charakter. Was man darunter versteht, ist evtl. aber für jeden etwas anderes. Manchmal ist ja gerade das irgendwie sympathisch.
 

WeepingElf

Aktives Mitglied
Ja, Books on Demand ist mir nicht unbekannt. Wäre eine Möglichkeit, wenn das mit den konventionellen Verlagen nicht klappen sollte. Und wie Du sagst, @moonmadness, es gibt in der Tat viel Schrott auf dem Rockmusikbuchmarkt. (Und ich glaube zu wissen, welches "merkwürdige Buch" Du meinst. Genau so ein Buch hatte ich während meiner Recherchen auch mal in den Händen. Halt eben ein "Michel" für Plattensammler.) Als Hochschulabsolvent (wenn auch in einem ganz anderen Fach) weiß ich grundsätzlich, wie man wissenschaftlich arbeitet, und versuche auch, dem in meinem Buch gerecht zu werden, ohne in "Fachchinesisch" abzugleiten.

Ein populärwissenschaftliches Sachbuch ist eher noch schwieriger zu schreiben als ein Fachbuch, weil man die gleiche methodische Sorgfalt anwenden muss, aber zugleich nicht zu trocken schreiben darf und, anders als bei einem Fachbuch, vom Leser nicht zu viel Vorwissen und Fachterminologie erwarten kann und die verwendeten Fachbegriffe verständlich und anschaulich erläutern muss.

Zum Thema Fanzine: es ist in der Tat ein Vorzug von Fanzines, dass sie in der Regel von Leuten gemacht werden, denen die Sache am Herzen liegt und die Zeitschrift nicht (nur) machen, weil sich damit Geld verdienen lässt. Und die Eclipsed hat in diesem Sinne durchaus "noch" Fanzine-Charakter. Da merkt man Zeile um Zeile, dass das Heft von Leuten gemacht wird, die sich wirklich und von ganzem Herzen für anspruchsvolle Rockmusik interessieren und den Leser bestmöglich informieren und unterhalten wollen - und das auf absolut professionellem Qualitätsniveau.
 

Wolfram Porr

Neues Mitglied
Hallo, von welchem Umfang sprechen wir denn (Seiten-, besser Zeichenzahl?). Die meisten Verlage sind sehr zurückhaltend, wenn die Projekte nicht aus dem eigenen Haus stammen. Deshalb würde ich mal schauen, welche Verlage in dem Bereich schon Bücher herausgegeben haben und ganz gezielt auf die zugehen. Problem ist halt immer, dass neue Autoren, die bisher nichts veröffentlicht haben bzw. dem Verlag unbekannt sind, keine wirklich guten Konditionen bekommen. Dazu kommt, dass vor allem kleine Verlage kaum einen Etat haben, um das Buch entsprechend zu bewerben. Ich habe das auch erst gelernt: Da gibt es erstens Zwischenhändler (in Deutschland zwei relevante), die wiederum die Buchhandlungen beliefern. Und die Buchhandlungen entscheiden am Ende selbst, was sie in ihr Sortiment aufnehmen. Ohne auf ein Buch gestoßen zu werden, wird es sehr schwer, überhaupt die Aufmerksamkeit zu bekommen. So gesehen ist Self-Publishing dann vielleicht doch eine mögliche gute Alternative, allerdings muss Dir klar sein, dass Du dann fast alles selbst in die Hand nehmen bei der Vermarktung. Aber wie gesagt: Wenn der Verlag da nicht investiert und "trommelt", wird es da mindestens genauso schwer. Viel Glück!
 

Catabolic

Alter Hase
@Wolfram Porr @WeepingElf:

Ich habe noch eine weitere Theorie, die durchaus funktionieren kann, allerdings weiss ich nicht, ob sich das auch im Bereich Buch/Literatur realisieren liesse, aber so als Tipp vielleicht:

Bei mir war es so, dass ich als Musiker immer alles selber gemacht habe, nachdem ich mich bei einigen Plattenlabels mit wirklich schlechten bis üblen Konditionen konfrontiert sah. Gemessen am Investment hatte ich keine Chance, je etwas an meiner Musik zu verdienen. Und geknechtet worden wäre ich dazu auch noch. Also alles selbst gemacht. Das brachte aber einige grundlegende Veränderungen mit sich, denn genau aus dem selben Grund fragte ich mich: Wie bringe ich meine Musik zu den möglichen Käufern ? Da ich über keine Beziehungen zu irgendwelchen Printmedien und/oder Managements verfügte, die nicht allesamt am eigenen Gewinn interessiert waren, entschloss ich mich dazu, es mit "guten Namen" aus der Szene zu versuchen. Zumindest bei mir hat das durchaus gut geklappt.

Ich hatte also meine Kontakte vor allem dazu genutzt, namhaften Musikern eine Zusammenarbeit anzubieten. So gelangte ich an die Musiker von Anyone's Daughter und später, durch Tipps von Anyone's Daughter Musikern, auch an weitere Musiker wie etwa Siggi Schwab oder Alex Conti. Mit Letzterem habe ich dann auch Musik aufgenommen. Dadurch wiederum konnte ich eine breitere Käuferschaft erreichen. Dass dabei öfters mal gemunkelt wurde, es handle sich bei meinen Kompositionen vor allem um Anyone's Daughter-ähnliche Musik, hat mich dabei überhaupt nicht gestört, im Gegenteil: Sie waren letztlich mit für meinen Sound verantwortlich, welcher durch diese hervorragenden Musiker deutlich an Qualität gewinnen konnte.

Was möchte ich damit zu WeepingElf's Buch-Traum sagen ? Vielleicht wäre der Weg über prominente Leute aus dem Bereich Printmedien eine Möglichkeit, an eine Veröffentlichung zu gelangen - eine Empfehlung vielleicht, einige Musterexemplare ausgewählten Medienschaffenden zum Lesen und/oder zur Beurteilung überlassen, Werbung zu machen. Auch ich hatte Werbung als Wagnis gemacht. Als klar war, mit wem ich meine Musik demnächst aufnehmen würde, rührte ich bereits die Werbetrommel dafür, noch bevor überhaupt eine einzige Note aufgenommen war. Das weckte bereits das Interesse. Dein Buch ist ja auch noch nicht erschienen - aber verglichen mit meiner Situation damals ist es schon geschrieben, zumindest Teile davon, wenn ich das richtig mitbekommen habe. Da würde ich auf jeden Fall ansetzen. Muss nichts bringen, aber ein Versuch ist es sicherlich wert. Auch bestimmte Verlage könnten da eine gute Adresse sein, um erste Kontakte zu knüpfen (Wolke, ama oder so).

Ich wünsche Dir auf jeden Fall viel Glück und Erfolg, dass es mit einer Veröffentlichung klappt, und ich würde mir Dein Buch auch kaufen, selbstverständlich aus Interesse an der Materie aber natürlich auch aus Gründen der Solidarität.
 

Wolfram Porr

Neues Mitglied
Vielleicht wäre der Weg über prominente Leute aus dem Bereich Printmedien eine Möglichkeit, an eine Veröffentlichung zu gelangen - eine Empfehlung vielleicht, einige Musterexemplare ausgewählten Medienschaffenden zum Lesen und/oder zur Beurteilung überlassen, Werbung zu machen.
Ich will niemanden desillusionieren, aber das hat in meinem Fall nicht mal mit guten Kollegen geklappt, die im gleichen Ressort unterwegs waren und die versprochen hatten, alles zu versuchen, irgendwo eine Besprechung unterzukriegen. Versuchen kann man's natürlich. Immerhin hätte er ja mit dem Eclipsed schon mal eine relevante Zeitschrift, die auch eine Bücherseite hat. Wenn die Qualität passt, ist da auf jeden Fall eine Vorstellung drin, denke ich mal. Und wenn ich mit Kontakten helfen kann, mache ich das auch gerne.
 

Wolfram Porr

Neues Mitglied
Aber mal back to topic:
Schade finde ich auf der anderen Seite, dass ich in der Mitte des Heftes SOEN lese und mir wünschte, ich könnte jetzt ganz entspannt und GEspannt eine feine Story zu einer der momentan besten Prog Bands lesen. Stattdessen ein paar übliche Interview-Fragen, die nach knapp vier Minuten gelesen sind.
Rrrrumms! Dann sag mal: Welchen Fragen hätten Dich jetzt interessiert? Vielleicht habe ich sie ja auch gestellt, sind aber rausgefallen?
 

Jester.D

Aktives Mitglied
Platte des Monats - okay. Ich hole mal tief Luft. Ich bin Toto-Fan, mag auch Lukather solo sehr - und nun das aber: Zwei Möglichkeiten - entweder ist die Platte 1. wirklich bärenstark oder 2. war die Konkurrenz zu schwach, was ich mir jetzt nicht so wirklich vorstellen kann.
Steve Lukather - I Found The Sun Again: Bin gleich das erste Mal komplett durch, konnte schön laut und ungestört hören - und fühle mich bestätigt.

Das Album ist gut, aber nicht toll. Für mich eine typische Steve Lukather-Platte - Gitarre sehr fein, Gesang mit Abstrichen, Kompositionen von solide bis gut/fast sehr gut. DAS reicht zur Platte des Monats?

Nochmal - ich bin Toto-Fan und Lukather solo mag ich auch sehr. Aber das ist nie und nimmer die beste Platte des Monats. Kann ich mir nicht vorstellen.
 

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