Heft 03-2020

eclipsed

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GENESIS - Die Evolution einer Kultband


Kurz nacheinander feiern in diesen Tagen Steve Hackett (12.2.), Peter Gabriel (13.2.) und Tony Banks (27.3.) ihren 70. Geburtstag, im Oktober folgt Mike Rutherford (2.10.). Gemeinsam mit Phil Collins, gerade 69 geworden, bilden sie die klassische 70er-Jahre-Besetzung von Genesis. Während Hackett und Collins erst später zur Gruppe stießen, lernten sich die anderen drei auf einer Elite-Internatsschule kennen, wo ihnen die Musik einen Freiraum inmitten konservativer Strukturen bot. eclipsed zeichnet die frühen Jahre der Band nach, von den ersten musikalischen Gehversuchen bis zur Veröffentlichung von „Trespass“, ihrem ersten Prog-Album. An diese spannende Zeit erinnern sich Peter Gabriel im „historischen Interview" von 1971 sowie der frühere Roadmanager Richard Macphail. Zudem sprachen wir mit Steve Hackett über seinen runden Geburtstag und sein Wirken bei Genesis.

Nachruf NEIL PEART - Farewell, professor!

Neil Peart ist tot. Der Schlagzeuger und Texter von Rush verstarb am 7. Januar in Santa Monica, Kalifornien im Alter von 67 Jahren an einem Gehirntumor. Bereits 2015 hatte der mehrfach ausgezeichnete Drummer und Buch-Autor die Band aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Rush hatten daraufhin das Ende ihrer Karriere erklärt.

PSYCHOTIC WALTZ - „Wir sind keine wilden Kids mehr!“

Nach zwei bahnbrechenden Demos (u. a. auch unter dem Vorgänger-Namen Aslan) begeisterte 1990 Psychotic Waltz’ Jahrhundert-Debüt „A Social Grace“ den Metal-Underground mit brillanten Gitarren, hypnotischen Texten und Melodien – und sogar Querflöten-Einlagen. Nach ihrem vierten Album „Bleeding“ (1996) brach die Band dann komplett auseinander. Erst Anfang 2011 folgte die sensationelle Live-Rückkehr in Originalbesetzung. Mit „The God-Shaped Void“ meldet sich die Formation aus El Cajon, einer Vorstadt von San Diego, nun auch auf Platte mit einem Progmetal-Ausrufezeichen zurück.

LAZULI - Musik als Lebenselixier

Das südfranzösische Quintett Lazuli steht für emotionale Musik, die auf dem Progressive Rock und Artrock der 1970er-Jahre basiert und dennoch völlig eigenständig klingt. „Le Fantastique Envol de Dieter Böhm“, sein erstes Konzeptalbum, befasst sich mit der speziellen Wechselwirkung zwischen Band und Hörern und ist insofern auch eine Verneigung vor den treuen Fans.

ROCK MEETS CLASSIC - Treffen zweier Welten

Das Frühjahr ist seit einigen Jahren die Zeit des monumentalen Konzertevents „Rock Meets Classic“. In diesem März wird der musikalische Koordinator Mat Sinner mit seiner erstklassigen Rockband und dem RMC Symphony Orchestra wieder einige Hochkaräter des klassischen (Hard-)Rock, aber auch des Funk und Soul präsentieren: Neben Headliner Alice Cooper geben sich Cheap-Trick-Sänger Robin Zander, Mother’s-Finest-Frontfrau Joyce „Baby Jean“ Kennedy, Danny Bowes und Luke Morley von Thunder sowie Robert Hart (Manfred Mann’s Earth Band/ehemals Bad Company) die Ehre.

Angst, Liebe und Erhabenheit - PENDRAGON setzen mehr denn je auf die positive Kraft emotionaler Musik

Der Januar ist in England definitiv kein Monat für Wassersport. Eine perfekte Zeit also für Hobbysurfer Nick Barrett, um das neue Pendragon-Album „Love Over Fear“ zu promoten. Rund sechs Jahre hat seine Fertigstellung gedauert, und es steht für eine erneute Kehrtwende in der Geschichte der Band: weg von der 2005 eingeschlagenen etwas härteren Gangart, zurück Richtung Neo-Prog.

WISHBONE ASH - Noch immer Glut in der Asche

Von Martin Turner und Steve Upton sowie den durch ein Inserat hinzugestoßenen Gitarristen Ted Turner und Andy Powell im Oktober 1969 gegründet, wurden WISHBONE ASH zu Beginn der 70er-Jahre zu einer der treibenden Kräfte der britischen Rockszene. Ihr Markenzeichen, der damals selten anzutreffende doppelte Leadgitarrensound, machte sie schnell zu einer Liveattraktion. Im 51. Jahr ihres Bestehens sprach eclipsed mit dem einzigen verbliebenen Urmitglied Andy Powell über die Bandgeschichte und das neue Album „Coat Of Arms“.

THE NIGHT FLIGHT ORCHESTRA - Höhenflug auf den Spuren einer schwedischen Musiklegende

The Night Flight Orchestra bietet erneut Classic-Rock-Boardservice der gehobenen Klasse. Stets auf der Suche nach dem perfekten Song, wandeln die Schweden auf ihrem fünften Album „Aeromantic“ verstärkt auf den musikalischen Spuren der bekanntesten Band ihres Heimatlandes – und das nicht nur, weil sich in ihrem Aufnahmestudio das Schlagzeug von deren Studiodrummer Per Lindvall befand.

AL DI MEOLA begibt sich bereits zum zweiten Mal auf die Spuren der Beatles

Al Di Meola kann auf eine erfolgreiche Karriere zurückblicken, in der er nicht nur das Akustikgitarrenspiel auf ein neues Level katapultierte, sondern den Jazz um zahlreiche Dimensionen bereicherte. Am 13. März erscheint sein neues Album „Across The Universe“, nach „All Your Life (A Tribute To The Beatles)“ aus dem Jahr 2013 schon das zweite Werk, bei dem er die Songs der Fab Four interpretiert. Ist Al Di Meolas Inspirationsquelle versiegt, oder gibt es andere Gründe für die Bearbeitung von Fremdkompositionen?

Kalle Wallners Solo-Projekt BLIND EGO wächst sich zu einer echten Band aus

Die beiden Masterminds von RPWL, Kalle Wallner und Yogi Lang, gönnen sich traditionell zwischen Alben ihrer Hauptband kreative Auszeiten, die sie jeweils mit Solo-Projekten füllen. Gitarrist Wallner tut dies mit Blind Ego, die erstmals 2007 mit dem Album „Mirror“ in Erscheinung traten. Nach der letzten Tour zum Studioalbum „Liquid“ (2016) kam es zu einer Umbesetzung, wobei dieses Line-up nun auch auf dem brandneuen Werk „Preaching To The Choir“ aktiv ist. Neben Sänger Scott Balaban umfasst es Drummer Michael Christoph sowie zusätzlich an Gitarre und Bass Julian Kellner respektive Sebastian Harnack.

SIENA ROOT appellieren dringend an unsere menschliche Vernunft

Die letzten Jahre waren die schwedischen Retro-Rocker recht erfolgreich, durften etwa für Deep Purple, deren Sound 2017 auch für ihr Charts-Album „A Dream Of Lasting Peace” Pate stand, den Tour-Support liefern. Nun sind sie mit „The Secret Of Our Time“ zurück. Dass sie überzeugte Verfechter von Analog-Equipment und ebensolchen Aufnahmen sind, ist hinlänglich bekannt. Doch jetzt machen sie angesichts aktueller globaler Krisen in Sachen Ökologie und Digitalisierung auch thematisch dank analoger Verstandeskraft mobil. Siena Root fordern ihre Zuhörer.

VIRGIL DONATI brilliert als Musiker und Kommentator gesellschaftlicher Entwicklungen

Virgil Donati zählt zu den großen Schlagzeug-Koryphäen im Progmetal-/Fusion-Genre. 2011 bewarb sich der Australier, der seit 1996 in den USA lebt, als Nachfolger von Mike Portnoy bei Dream Theater, musste sich bei einem medienwirksam inszenierten Casting aber Mike Mangini geschlagen geben. Doch womöglich hätte er bei den amerikanischen Progmetal-Legenden seine Fähigkeiten gar nicht voll ausschöpfen können – jedenfalls nicht so wie bei seinem fabelhaften neuen Album „Ruination“.

Die DRIVE-BY TRUCKERS reflektieren den Zustand ihres Landes

Patterson Hood ist wütend. Sehr wütend. Weil er als US-Amerikaner und leidenschaftlicher Südstaatler einen Präsidenten hat, der seit drei Jahren im Amt ist und ständig mit Parolen um sich wirft wie „America First“ oder „Make America Great Again“. Was in den Augen Donald Trumps selbstredend nur dann funktioniert, wenn man ihn im November ein weiteres Mal wählt. Was Hood, der 55-jährige Sänger, Gitarrist und Texter der Drive-By Truckers, unter allen Umständen verhindern möchte...

...und vieles mehr!
 

toni

Alter Hase
Ist ja wie immer TOTAL aktuell und dem derzeitigen Zeitgeist geschuldet was gerade im Heft angesagt ist !:oops:
Hallo , 2 mal 20 schreiben wir !
 
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passionplayer

Aktives Mitglied
Ist ja wie immer TOTAL aktuell und dem derzeitigen Zeitgeist geschuldet was gerade im Heft angesagt ist !:oops:
Hallo , 2 mal 20 schreiben wir !
Man kann natürlich auch ein Heft nur mit den im Moment angesagten oder unbekannten Interpreten machen, ich bezweifele aber, das sich das groß verkaufen lässt. Ansonsten kann man alle Printmedien einstampfen und sich nur noch auf das Netz konzentrieren.

Ein Beispiel für den derzeitigen Zeitgeist ist der Hype um "Billie Eilish", den ich Null nachvollziehen kann. Was ist daran so aufregend oder bin ich zu alt für so etwas? "James Bond" Titelsong, mein Gott, geht es nicht ein bißchen kleiner.
 

phonoline

Mitglied
Ist ja wie immer TOTAL aktuell und dem derzeitigen Zeitgeist geschuldet was gerade im Heft angesagt ist !:oops:
Hallo , 2 mal 20 schreiben wir !
Immer dieses Gemecker über Aktualität. Erstens ist eclipsed inhaltlich immer sehr aktuell, zweitens will jedes Magazin auch verkaufen und sucht nach Aufmachern, die die anvisierte Zielgruppe auch interessant finden könnte. Vollkommen normal. Klar gingen auch Neil Morse oder Tame Impala, verkaufen sich aber nicht sonderlich gut. Opeth letztes und Riverside vorletztes Jahr waren da echte Ausnahmen.
 

phonoline

Mitglied
Ein Beispiel für den derzeitigen Zeitgeist ist der Hype um "Billie Eilish", den ich Null nachvollziehen kann. Was ist daran so aufregend oder bin ich zu alt für so etwas? "James Bond" Titelsong, mein Gott, geht es nicht ein bißchen kleiner.
Zu alt, zu uncool. :D Zumindest für diese Generation. Die wachsen ja quasi ohne Tonträger und somit ohne physische Verbindung zur Musik auf. Ein komplett musikalisch konträre Generation wächst da heran.
 

Catabolic

Alter Hase
Zu alt, zu uncool. :D Zumindest für diese Generation. Die wachsen ja quasi ohne Tonträger und somit ohne physische Verbindung zur Musik auf. Ein komplett musikalisch konträre Generation wächst da heran.
Jede Generation hat ihre Zeit. Das hat mal ein weiser Mann gesagt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es kaum je eine Generation gegeben hat, die Neuem gegenüber so aufgeschlossen war, wie unsere (also die, die jetzt zwischen 50 und 65 Jahre alt ist). Bei allem Wohlwollen Neuem gegenüber lässt sich allerdings nicht abstreiten, dass auch wir unsere Ideale von damals zu einem grossen Teil behalten haben und so auf ganz natürliche Art und Weise Neues beurteilen. Wer sich zu weit weg von seinen eigenen Roots bewegt, der entsagt sich einem wichtigen Teil seiner selbst, nämlich dem Teil, der ihn zu dem gemacht hat, wer/was er ist. Früher war nicht alles besser, aber heute ist noch viel weniger gut. Oder wie klingt es so: Früher war Weniger Mehr, heute ist viel zu Vieles viel zu wenig (nachhaltig).
 

Jester.D

Alter Hase
Wer sich zu weit weg von seinen eigenen Roots bewegt, der entsagt sich einem wichtigen Teil seiner selbst, nämlich dem Teil, der ihn zu dem gemacht hat, wer/was er ist. Früher war nicht alles besser, aber heute ist noch viel weniger gut. Oder wie klingt es so: Früher war Weniger Mehr, heute ist viel zu Vieles viel zu wenig (nachhaltig).
Sehr schön gesagt. Ganz meine Meinung!!!
 

phonoline

Mitglied
Jede Generation hat ihre Zeit. Das hat mal ein weiser Mann gesagt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es kaum je eine Generation gegeben hat, die Neuem gegenüber so aufgeschlossen war, wie unsere (also die, die jetzt zwischen 50 und 65 Jahre alt ist). Bei allem Wohlwollen Neuem gegenüber lässt sich allerdings nicht abstreiten, dass auch wir unsere Ideale von damals zu einem grossen Teil behalten haben und so auf ganz natürliche Art und Weise Neues beurteilen. Wer sich zu weit weg von seinen eigenen Roots bewegt, der entsagt sich einem wichtigen Teil seiner selbst, nämlich dem Teil, der ihn zu dem gemacht hat, wer/was er ist. Früher war nicht alles besser, aber heute ist noch viel weniger gut. Oder wie klingt es so: Früher war Weniger Mehr, heute ist viel zu Vieles viel zu wenig (nachhaltig).
Ich weiß gar nicht, wie aufgeschlossen ich tatsächlich noch bin. Musik spielte in meiner Teenie-Zeit und in meinen Zwanzigern eine herausragende, bedeutungsvolle Rolle, in meinen 30ern ließ das schon leicht nach und heute, in meinen 40ern, arbeite ich zwar für die Musikindustrie, bin aber nicht mehr so derbe Feuer und Flamme wie früher. Das hat gar nicht mit meiner Arbeit zu tun, ich merke nur, wie sehr Musik an Wert verloren hat – innerhalb unserer konsumorientierten Gesellschaft, in der es wichtiger geworden ist, was oder wen du darstellst als einfach nur der zu sein, der du tatsächlich bist. Klar wurde schon immer Musik und das passende Image dazu verkauft, aber seitdem es ruhig um die revolutionäre Kraft von Musik geworden ist, steigt die Tendenz zu maximal möglicher Unzulänglich- und Oberflächlichkeit. Auch im Rock, siehe Greta Van Fleet.

Da finde ich es zwischendurch immer wieder entspannend, die ein oder andere "gute alte" Geschichte in der eclipsed zu lesen und mal das ein oder andere Jon Lord Reissue zu gestalten. :)
 

Marifloyd

Inventar
Jede Generation hat ihre Zeit. Das hat mal ein weiser Mann gesagt. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es kaum je eine Generation gegeben hat, die Neuem gegenüber so aufgeschlossen war, wie unsere (also die, die jetzt zwischen 50 und 65 Jahre alt ist). Bei allem Wohlwollen Neuem gegenüber lässt sich allerdings nicht abstreiten, dass auch wir unsere Ideale von damals zu einem grossen Teil behalten haben und so auf ganz natürliche Art und Weise Neues beurteilen. Wer sich zu weit weg von seinen eigenen Roots bewegt, der entsagt sich einem wichtigen Teil seiner selbst, nämlich dem Teil, der ihn zu dem gemacht hat, wer/was er ist. Früher war nicht alles besser, aber heute ist noch viel weniger gut. Oder wie klingt es so: Früher war Weniger Mehr, heute ist viel zu Vieles viel zu wenig (nachhaltig).
Das trifft es. Ich liebe und hege meine musikalischen Wurzel und versuche dennoch offen für Neues zu sein.
 
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Mike

Moderator
Teammitglied
Hallo liebe Leute,

ich stelle es mal hier rein, weil es am besten passt:

in der Druckerei gab es aufgrund technischer Probleme Verzögerungen bei der Post-Auslieferung der Abo-Hefte 03/20. Die Hefte wurden erst gestern aufgegeben und werden erst morgen oder sogar Freitag ankommen. Wir bitten dies natürlich zu entschuldigen!
 

Marifloyd

Inventar
Hallo liebe Leute,

ich stelle es mal hier rein, weil es am besten passt:

in der Druckerei gab es aufgrund technischer Probleme Verzögerungen bei der Post-Auslieferung der Abo-Hefte 03/20. Die Hefte wurden erst gestern aufgegeben und werden erst morgen oder sogar Freitag ankommen. Wir bitten dies natürlich zu entschuldigen!
Besten Dank für die Info. Hauptsache, dass das Heft kommt.
 

moonmadness

Aktives Mitglied
Ist ja wie immer TOTAL aktuell und dem derzeitigen Zeitgeist geschuldet was gerade im Heft angesagt ist !
Ja? -- Also mittlerweile (seit 2016 hier) hab auch ich irgendwie aber verstanden, dass diese kurze Aufführung oben nur die -->Hauptartikel<-- sind und das Heft schon noch einiges mehr an Inhalt aufweist. Oft genug war das ja hier auch Thema. Eclipsed ist trotz dessen auch ein recht nostalgisches Rockmagazin und wird es wohl auch bleiben.

Ansonsten bin ich der festen Überzeugung, dass es NIE zuvor eine bessere Zeit für Musik gab. Auf Youtube/Spotify kann man ALLES anhören und entdecken, ohne sich arm zu bluten für so "antike Tonträger" wie das heilige Vinühl ^^. Und selbst wenn, ist plötzlich (fast) alles "wichtige" wieder in Hülle und Fülle auf dem Markt verfügbar. Ich erinner mich ungern an Zeiten, wo ich einer raren CD regelrecht "nachjagen" musste. Will das jemand hier zurück? Autsch.

Sicherlich ist es ansonsten wohl nicht wie Anno Dazumal 1969, als man über Led Zeppelin noch in der Bravo lesen konnte. Es gibt eine Mehrzahl "neuer" Stile und nie wieder wird eine einzelne (Old School-) Rockband wohl derart groß werden, dass man sie "gottgleich" anhimmelt ... und... das ist auch gut gut gut so!

Dieses "Gejammer" (pardon!) um die Jugend und wie sie nun 2020 Musik wahrnehmen ... ist völlig unnötig. Wo ist euer wirkliches Problem,... dass sich alles immer ändert und ihr in dieser "Computerwelt" zu wenig "Analoges" findet?! Da wird von (einer) der "aufgeschlossensten" Generation(en) geschrieben ... ach-du-je-mine ... wenn man das glauben möchte, bitte.

Klar wurde schon immer Musik und das passende Image dazu verkauft, aber seitdem es ruhig um die revolutionäre Kraft von Musik geworden ist, steigt die Tendenz zu maximal möglicher Unzulänglich- und Oberflächlichkeit. Auch im Rock, siehe Greta Van Fleet.
Hast du dich mal mit sonstigen aktuellen Rockbands beschäftigt? Den Zeitgeist an diesem mehr als lauwarmen Teenie-Weenie-Ausguss zu messen ist ja mal auch sehr übertrieben.

Es gibt zigtausend SAUGEILE (wilde, harte, gute etc) Rockbands da draussen!! Muss man entdecken, die werden nicht von fetten geldgeilen Kacklabels, die nur auf schnelle Kohle aussind, beworben.

Naja ... Tschüss
 

phonoline

Mitglied
Okay, dann habe ich nichts gesagt - allgemein gesehen hast du leider sicher Recht.
Ich muss das auch nochmal richtigstellen, Jester: Natürlich ist mir Musik immernoch sehr sehr wichtig, ich bin nur manchmal etwas frustriert darüber, dass es generell zu diesem Werteverfall gekommen ist. Da ist eclipsed fast schon so etwas wie eine Insel. :) Gemacht von Musiknerds für Musiknerds.
 

phonoline

Mitglied
Hast du dich mal mit sonstigen aktuellen Rockbands beschäftigt? Den Zeitgeist an diesem mehr als lauwarmen Teenie-Weenie-Ausguss zu messen ist ja mal auch sehr übertrieben.
Es gibt zigtausend SAUGEILE (wilde, harte, gute etc) Rockbands da draussen!! Muss man entdecken, die werden nicht von fetten geldgeilen Kacklabels, die nur auf schnelle Kohle aussind, beworben.
Naja ... Tschüss
Ich habe gerade wieder für eine dieser saugeilen Bands ein Album gestaltet. Aber die Verkaufszahlen liegen da bei, wenns gut läuft, 5000 Stück. Damit kannste als Band nicht überleben.
 

Jester.D

Alter Hase
Saugeile unbekannte Bands gibt es sicher Tausende da draußen - will man die alle kennen? Von einer zur nächsten hetzen? Nö, ich nicht. Ich bin nach wie vor neugierig und stöbere hier und da, brauche keine Spotify-Playlists, und komme damit seit vielen Jahren gut klar. Ein paar "angestammte Künstler" habe ich vom Einkaufszettel genommen, da ich nichts "aus Gewohnheit" kaufen möchte. Außerdem bin ich mittlerweile dabei, mir so gut wie keine der "alten Sachen" zu holen, die ich irgendwann mal verpasst habe. Wenn ich bis zum heutigen Tag ohne sie ausgekommen bin, dann brauche ich sie jetzt auch nicht mehr.
 

phonoline

Mitglied
Ich muss allerdings sagen, dass manches auch erst interessanter wird, je älter ich werde. Z.B. habe ich mir letztes Jahr erst die Vinyl-Reissues von Peter Gabriel besorgt, vor allem von 3+4. Nie zuvor gehört, obwohl SO, US und UP schon lange im Plattenschrank liegen. Und war völlig baff, wie gut diese Alben doch sind. Oder The Police: waren mir immer egal, und jetzt: alle Alben nachbesorgt. Geiler Scheiß, wußte gar nicht, wie gut die waren.
Sprich: manches Mal lohnt sich das schon noch, die "alten Sachen zu holen", wenn die bisher an einem vorbeigingen. Die Gründe dafür können ja vielfältig sein: Geschmackserweiterung, weniger Tunnelblick, rotzbesoffen etc.. :)
 

Jester.D

Alter Hase
Prinzipiell richtig, aber wenn ich ollen Krempel schon als Vinyl hatte und ewig nicht als CD nachgekauft habe, dann denke ich schon derart darüber nach.
 

Foxy`s Roadie

Mitglied
Also, ich kann da als jüngerer Vertreter nur sagen, dass ich sehr gerne seltenen Schätzen hinterher jage und mir diese Reizüberflutung durch Spotify und Co. ziemlich auf den ... geht. Mal ganz davon abgesehen, dass, wie phonoline treffend bemerkte, junge Bands eben nicht davon leben können und sich noch ´nen "Brotjob" suchen müssen. Wenn ich Eclipsed so durchstöbere, scheint das ja auf sehr viele aktuelle Gruppen zuzutreffen. Das kann eigentlich nicht Sinn der Sache sein.
 
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