Hawkwind

K

Kieran White

Guest
Diese in den 70gern großartige Band hat eigentlich 2 komplette Stilwechsel hingelegt.
War besonders die erste LP noch absolut spacerockorientiert, die zweite in Teilen auch,(sie war ein Übergang) landete man ab "Doremi..." für einige Zeit einen absoluten Hammersound, gemischt mit Spaceelementen in kurzen Zwischentiteln, der beim Publikum hervorragend ankam. Dieses Erfolgsrezept benutzte man bis "Hall of the Mountain Grill", die Platte, die bei der Kritik schlecht wegkam, aber immer noch überirdischen Rock bot.

Danach verabschiedete man sich Stück für Stück von den "alten" Hawkwind" und geriet in einen mir irgendwann viel zu poppigen künstlich angespaceten Poprock-Bereich, der für meine Ohren nichts mehr zu bieten hatte. Ich fand diese Platten wirklich langweilig, die man seit den 80gern seit Jahrzehnten rausbrachte. Erst im Alter von fast 80 Jahren entsinnt sich Dave Brock wieder an den Frühsiebzigersound, der aber natürlich 2020 anders klingt als damals.

Ja, Brock wird 2021 80 Jahre alt, wirkt aber noch immer ziemlich agil für sein Alter. Mal sehen, wie lange er Hawkwind noch aufrechterhalten kann.





Das Space Ritual von 72 in einer alternativen Fassung. Noch besser, super Klang und vor allem 2 auf dem Originalalbum stark editierte Stücke in ganzer Länge.

Was gefällt Euch besser? SPAce ritual 1 oder 2?

Die "neuen" Hawkwind mit einem wieder ganz anderen Sound. Live 2012. Hat mich nicht mehr so erreicht.
 
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K

Kieran White

Guest

Noch ein typisches Frühsiebziger Konzert (Audio). Obwohl Hawkwind viel mit Multimedia spielten, gibt es aus den frühen 70gern so gut wie nichts im Film, was ich sehr schade finde.

Allein und einsam geistert Silver Machine als Videon herum:

 

Waldmeister

Alter Hase
hier stehen folgende alben:

hawkwind
in search of space
doremi fasol latido
hall of the mountain grill
warrior on the edge of time
space ritual


fällt mir schwer, favoriten zu nennen, das debüt ist super aber etwas anders, der nachfolger ist schon recht cool aber kommt da nicht ganz mit. die drei die danach folgen, da hat sich die band schön weiterentwickelt und man hört auch verträumtere sounds. danach kommt dann für mich der wesentliche bruch: astounding sounds klingt schon ziemlich anders, nicht unbedingt schlecht aber dennoch nicht wirklich was für mich. quark, strangeness and charm wiederum gefällt mir ziemlich gut, hat auch mehr mit dem alten hawkwind stil zu tun, obwohl weniger rauh. im regal fehlt es aber noch, irgendwann wird sich auch das ändern. die scheiben danach, da bleibe ich skeptisch... werd sicher mal reinhören aber erwarten tu ich nicht so viel.

space ritual bedeutet mir nicht so viel wie den meisten fans, es ist halt ziemlich lang, monoton und die auf den studioalben durchaus vorhandenen feinheiten kommen hier nicht so vor, daher fehlt mir da etwas. sollte es wohl wieder mal anhören, das letzte mal ist länger her.

unterm strich eine wirklich wichtige band mit sehr eigenständigem stil, die bei mir etwas zeit brauchte um sich richtig zu etablieren. das lag aber vor allem an den nicht sooo toll klingenden cds...
 

passionplayer

Aktives Mitglied
hier stehen folgende alben:

hawkwind
in search of space
doremi fasol latido
hall of the mountain grill
warrior on the edge of time
space ritual


fällt mir schwer, favoriten zu nennen, das debüt ist super aber etwas anders, der nachfolger ist schon recht cool aber kommt da nicht ganz mit. die drei die danach folgen, da hat sich die band schön weiterentwickelt und man hört auch verträumtere sounds. danach kommt dann für mich der wesentliche bruch: astounding sounds klingt schon ziemlich anders, nicht unbedingt schlecht aber dennoch nicht wirklich was für mich. quark, strangeness and charm wiederum gefällt mir ziemlich gut, hat auch mehr mit dem alten hawkwind stil zu tun, obwohl weniger rauh. im regal fehlt es aber noch, irgendwann wird sich auch das ändern. die scheiben danach, da bleibe ich skeptisch... werd sicher mal reinhören aber erwarten tu ich nicht so viel.

space ritual bedeutet mir nicht so viel wie den meisten fans, es ist halt ziemlich lang, monoton und die auf den studioalben durchaus vorhandenen feinheiten kommen hier nicht so vor, daher fehlt mir da etwas. sollte es wohl wieder mal anhören, das letzte mal ist länger her.

unterm strich eine wirklich wichtige band mit sehr eigenständigem stil, die bei mir etwas zeit brauchte um sich richtig zu etablieren. das lag aber vor allem an den nicht sooo toll klingenden cds...
Da fehlt aber noch einiges, da ich bei den Studioalben von "Hawkwind" nahezu komplett bin, könnte ich dir einige Anspieltipps geben.
 

Waldmeister

Alter Hase
Da fehlt aber noch einiges, da ich bei den Studioalben von "Hawkwind" nahezu komplett bin, könnte ich dir einige Anspieltipps geben.
dürfte schwierig werden, da sie den sound schon ziemlich änderten mit den jahren. aber du kannst ja vielleicht mal überlegen, was von den späteren hawks du einem absoluten 60er/70er narren empfehlen würdest. levitation von 1980 soll doch ziemlich gut sein hab ich immer wieder gehört?

achja... da du bei recht output-reichen bands wie kinks und hawkwind ziemlich komplett bist, frage ich mich schon wieviele tonträger du wohl insgesamt hast. bin gespannt! :D
 
D

Dandysaurus Rex

Guest
ich besitze sogar 3-4 alben,die mich mitlerweile allerdings nicht mehr vom hocker hauen,was einfach daran liegt, dass die songs im großen und ganzen viel zu ähnlich klingen. sorry leute,aber hier ist es beinahe schon wie bei ac/dc,kennst du einen song kennst du alle.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
dürfte schwierig werden, da sie den sound schon ziemlich änderten mit den jahren. aber du kannst ja vielleicht mal überlegen, was von den späteren hawks du einem absoluten 60er/70er narren empfehlen würdest. levitation von 1980 soll doch ziemlich gut sein hab ich immer wieder gehört?

achja... da du bei recht output-reichen bands wie kinks und hawkwind ziemlich komplett bist, frage ich mich schon wieviele tonträger du wohl insgesamt hast. bin gespannt! :D
Die "Levitation" ist auf jeden Fall top, ebenso "The Chronicle Of The Black Sword (1985), ansonsten wird es schwierig, da in den späteren Jahren immer mal wieder die Richtung geändert wurde. die 80er und ein Großteil der 90er sind sehr elektronisch ausgerichtet, während von 2010 - 2019 eigentlich alles empfehlenswert ist.

Komplett mit regulären Alben bin ich bei einigen Interpreten (Deep Purple, Jethro Tull, Iron Maiden, Fates Warning, Dream Theater, Savatage, Queen, Black Sabbath, IQ, Arena, Galahad, Twelfth Night, Slade, The Beatles, Pink Floyd, Riverside, Haken, Rush, Eloy, Blue Öyster Cult, Judas Priest, Ayreon, Porcupine Tree, Steven Wilson, Rainbow, Sylvan, RPWL, Thin Lizzy, Saga, Uriah Heep, Roxy Music, Threshold und Spock's Beard).

Ansonsten von vielen etwas, die genaue Anzahl meiner Tonträger weiß ich nicht, vielleicht komme ich irgendwann dazu, es zu katalogisieren.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Hawkwind - Somnia (2021)

Captain "Dave Brock" und sein Spaceship "Hawkwind" veröffentlichen ihr gefühlt 100tes Album, was sich als übergeordnetes Thema dem Schlaf und der Träume widmet. Leider ist das insgesamt ein recht durchschnittliches Werk, was sich zu oft in ziemlich langweiler Instrumentalmusik verliert. Auffallend ist, wie wenig auf der Platte gesungen wird. Es dominiert Sprechgesang und Instrumentalmusik und warum im Booklet nur ein Teil der Texte abgedruckt ist, bleibt auch rätselhaft. Nach dem letzten "Hawkwind" Album "All About The Skylark" und dem "Hawkwind Light Orchestra" Album "Carnivorous" ist es leider ein Rückschritt. Die Kollegen von den "Hawklords" haben mit "Time" das wesentlich spannendere Album veröffentlicht.

1. Unsomnia
Hypnotische Grooves und ein prägnanter Bass, erinnert deutlich an die Anfangsjahre mit Sprechgesang und viel Synthie Geblubber. Zum Ende hin Naturgeräusche und Akustikgitarren Geklimper. Bei zehnminütiger Spielzeit hätte man die letzten drei Minuten weglassen können.

2. Strange Encounters
Klassischer, treibender Space Rock im typischen Jam Stil mit verfremdeten Gesang.

3. Alcyone
Ein schwebendes, träumerisches Stück mit verzerrten E-und Akustikgitarren.

4. County Sheep
Ein wirres Stück, wieder mit Sprechgesang von "Brock", Frauenstimmen und ein elektronischer Reggae Rhythmus.

5. China Blues

Obwohl im Titel, kein Blues, sondern ein weiteres elektronisches Wirrwarr mit keinem erkennbaren Leitmotiv. Sieben Minuten improvisierte Langeweile.

6. It' Only A Dream
Endlich wird es wieder besser, ein kurzer, treibender Rocker im altbekannten "Hawkwind" Stil.

7. Meditation
Wie der Titel schon sagt, zum Meditieren und Relaxen, könnte zum Soundtrack eines Esoterik Seminars gehören.

8. Sweet Dreams
Kurzes Instrumental mit klaustrophobischer Atmosphäre.

9. I Can't Get You Off My Mind
Endlich mal ein schöner, melodiöser Track mit einprägsamen Refrain.

10. Small Objects In Space
Ein lockerer Instrumental Jam, der die kleinen Objekte im All perfekt beschreibt.

11. Pulestar
Überflüssig als eigenständiger Track, hätte man in den vorherigen integrieren können.

12. Barkus
Wieder ein spaciges Instrumental von der etwas besseren Sorte.

13. Cave Of Phantom Dreams
Beginnt recht vielversprechend, geht aber beliebig weiter und man möchte nicht in der Höhle der Phantom Träume gefangen sein, es gibt kein Entrinnen von der Durchschnittlichkeit des Albums.



 

Chris Flieder

Mitglied
Diese Stück-für-Stück Beschreibung kann man objektiv absolut unterschreiben!
Wie man Stücke aus "elektronischem Wirrwarr ohne erkennbares Leitmotiv" NICHT mögen kann, ist mir subjektiv jedoch ein Rätsel. Immerhin sind gerade diese die einzige Konstante in 50 Jahren Hawkwind, neben Dave Brock... und selbst er hat eine Tournee ausgesetzt.

Ich nehme Somnia nicht als Ansammlung von Stücken wahr, sondern als Gesamtkonzept und sehe es dort in der Tradition mancher meiner Lieblingsalben, z.B "The Business Trip" und "Alien4" (Oops, habe ich mich gerade als Fan der 90er geoutet?), die wenig eingängige Stücke beinhalten und von vielen kleinen Elektronikstücken zusammengehalten werden.
Das Tracksplitting empfinde ich auf diesem vorliegenden Album irgendwie optional. Somnia hätte eine viel klaustrophobischere Wirkung und größere Wucht erzielt, wenn es als ein Stück ohne Pausen abgemischt worden wäre. Aber dazu hätte es jemand gebraucht, der etwas Ahnung vom Mischen hat, also ziemlich jeder auf diesem Planeten der nicht Brock mit Nachnamen heißt.

Was mir noch an dem Album gefällt: Endlich sind wir Langjährigen uns wieder uneinig über die Qualität und historische Einordnung. Dieses "Into the Woods", das m.W. so gut wie jeder mag, war in der Hinsicht ein echter Affront! :D
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Wenn man natürlich ein Fan der "dunklen" 90er Jahre ist, dann muss man das Album goutieren. "Electric Tepee" von 1992 ist das einzige Album aus diesem Jahrzehnt, was ich uneingeschränkt mag. "Alien 4" hat ein tolles Konzept und auch einige schöne Songs, hat für mich aber zuviel von einem Hörspiel. Auf "Business" ist "The Camera That Could Lie" der Bringer, aber über den Rest lege ich gerne den Mantel des Schweigens. Das war mir zuviel Anbiederung an die Techno Szene. "Into The Woods" war für mich ein Rückschritt zu "Onward" und "The Machine Stops", zu zahm und brav.
 

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