Freak Valley Festival in Netphen bei Siegen

Quasi auf den letzten Drücker fallen WITCHCRAFT aus, dafür hat man aber umgehend einen mehr als gleichwertigen Ersatz gefunden: MY SLEEPING KARMA.
 
Schön wars im heißen "Desert" Freak Valley. Nein, etwa 20 Wasserstellen, und 3 oder 4 Springbrunnen sorgten für Abkühlung in diesem sooo lange vermissten familiären Festival, man (er)kennt sich, trotz dieser langen Pause, immer noch.
Der Rockpalast war mit diesen schweren Kameras auch zum zweiten Mal wieder live dabei; die etwas unbekannteren Bands, die jweils bereits um 14.00 starteten, aber auch wieder "Killer, no Filler" (so das Motto der Freaks), wurden leider nicht mit aufgenommen in diese Rockpalast-Documentary, die in 4 Teilen jeweils in der Nacht von Sonntag auf Montag im WDR-TV ausgestahlt werden.
Teil 1 24/25.7.
Teil 2 31.7./ 1.8.
Teil 3 7.8./8..8.
Teil4 14.8./15.8.
 
Natürlich habe ich "Schweizer Grüße" von unseren lieben Toni ausgerichtet. Leech haben die entsprechende, und von mir erwartete Entspannung, in die Set-List der Bands am Freitag reingebracht.
2 Musikfreunde werden auch auf "deinem" Festival, "NotP", anwesend sein...
 
Am Freitag gabs dann noch eine kleine Programmänderung, statt "The Great Escape" spielte die Frankfurter/Koblenzer Kapelle Glascow Coma Scale.
Der LDC Sound war genau meins, ich hatte eh keinen großen Bock auf The Great Escape
Uups, es gibt schon Rockpalast-Aufnahmen:

Bei Minute 3:36 ist der "Aurich-Rainer" zu sehen; schon erstaunlich wie schnell ein Bart in 2 oder 3 Jahren wachsen kann... ;)
Edit : Uups, da hat Rockpalast die Aufnahme wieder rausgenommen...
 
Zuletzt bearbeitet:
Mal nach und nach "meine" diesjährigen FREAK VALLEY-Bands Revue passieren lassen ...
Bin erst ab Donnerstag da gewesen und hab mir dieses Jahr auch echt mal die Ruhe angetan. Dementsprechend hab ich deutlich weniger Bands gesehen als in den fünf vorherigen Jahren (also 2015 - 2019). Aber ein entspanntes Festival war mir einfach wichtiger als von einer Band zur anderen hetzen.

Dennoch war die erste Band am Donnerstag auch gleich meine erste Band: DVNE aus Edinburgh (benannt nach dem Wüstenplaneten), die mich mit ihrem proggigen Doom/Post-Gemisch gleich ordentlich erwischten (und mich die ersten Euros am Merchstand verlieren ließen). Für den Großteil des Publikums war es wohl noch zu früh (obwohl dieses Jahr zwei Stunden später begonnen wurde als gewohnt) und/oder zu warm ... die Jungs hätten definitiv mehr Zuspruch verdient.



 
Zuletzt bearbeitet:
Meine zweite Band war dann gleichzeitig auch eines der absoluten Festival-Highlights für mich: MONDO GENERATOR mit der Desert-Legende Nick Oliveri an Gesang und Bass. Hatte gar nicht gedacht, dass das so sehr bei mir zünden würde, weil es auf Platte eigentlich nie so recht funktionieren wollte.
Aber die Songs waren - trotz aller Professionalität - mit der nötigen Portion Rotz & Roll versehen und Meister Oliveri kam sehr sympathisch rüber … und als er dann auch noch quasi sich selbst coverte und meinen liebsten Kyuss-Song „Green Machine“ raushaute … da konnte dann eh nichts mehr schiefgehen. Schwer möglich, das noch zu toppen … aber es kam dann ganz anders ...

Setlist:
01. **** It
02. F. Y. I'm Free
03. Turboner
04. Invisible Like The Sky
05. Up Against The Void
06. Shawnette
07. Green Machine
08. Nowhere Man
09. Kyuss Dies!
10. Listening To The Daze
11. All Systems Go
12. I Never Sleep
13. 13th Floor
14. Allen's Wrench
15. Millionaire
16. Six Shooter




 
Zuletzt bearbeitet:
Dass reine Instrumentalmusik weder eintönig noch langweilig ist, demonstrieren die aus Madrid stammenden Jungs von TOUNDRA am frühen Abend mehr als eindrucksvoll. Eigentlich hätte ich sie schon vor zwei Jahren auf ihrer Tour zum „Das Cabinet des Dr. Caligari“-Album live sehen sollen, doch dank Corona wurden die Konzerte erstmal zweimal verschoben und dann schließlich ganz abgesagt.
Nun haben die Spanier mit „Hex“ mittlerweile ihr siebtes Album am Start, von dem sie dem Freak Valley-Publikum mit „Watt“ und „Ruinas“ zwei Songs präsentieren. Der gesamte Set ist treibend und energiegeladen, wobei besonders Gitarrist Esteban Giron im Mittelpunkt steht und (im positiven Sinne) den Rockstar raushängen lässt und das Publikum mitreißt. Die Songs von TOUNDRA haben zumeist einen relativ ruhigen Ausgangspunkt und steigern sich im weiteren Verlauf immer weiter, bis sie dann irgendwann regelrecht explodieren. Wahnsinnig starker Auftritt!

Setlist:
01. Cobra
02. Watt
03. Magreb
04. Bizancio
05. Mojave
06. Ruinas
07. Cielo Negro (Black Sky)



 
Zuletzt bearbeitet:
Das war Freak Valley 2022:
Ich bin sauer!
Jetzt wollte ich ein Mal so ein gestreamtes Konzert sehen, habe mir extra eine Erinnerung eingerichtet... da fällt der Great Escape Auftritt aus.

Habe Matte dazu angeregt, eine Great Escape/MSK Doppelheadliner Tour zu unternehmen. Er war dem aufgeschlossen.

Natürlich wird der Georg wegen seinem Spruch weiter oben Hausverbot auf der gesamten Tour haben :)
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin sauer!
Jetzt wollte ich ein Mal so ein gestreamtes Konzert sehen, habe mir extra eine Erinnerung eingerichtet... da fällt der Great Escape Auftritt aus.

Habe Matte dazu angeregt, eine Great Escape/MSK Doppelheadliner Tour zu unternehmen. Er war dem aufgeschlossen.
GLASGOW COMA SCALE waren aber ein mehr als guter Ersatz. Zwar blöd für alle, die sich auf Great Escape gefreut hatten, aber zum Glück schaffen es die Jungs vom Freak Valley immer, auch in der allerkürzesten Zeit noch tolle Bands zu finden, die einspringen können.
 
:( Ich hatte "Nothing happens with out a dream" nicht mehr wieder gefunden, war also auf "The Great Escape" schlecht, bzw gar nicht vorbereitet:
So, jetzt versuche ich mir Soulsplitter schön zu hören, was mir schwer fällt, um mir am Freitag an deinem Stand "The Great Escape-CDs abzuholen:p
 
1656151995332.jpeg GLASGOW COMA SCALE war die einzige Kapelle, auf die ich nicht vorbereitet war, die hat mir auch richtig gut gefallen, die zwei CDs habe ich allerdings noch nicht ausgepackt!
 
:( Ich hatte "Nothing happens with out a dream" nicht mehr wieder gefunden, war also auf "The Great Escape" schlecht, bzw gar nicht vorbereitet:
Na, gut. In dem Fall könnte ich eine Abmilderung der Sanktion in Betracht ziehen.

Ich gabe Glasgow Coma Scale ein paar Mal hier in Frankfurt und Umgebung live gesehen. Fand ich stets sehr unterhaltsam. Sind für eine Postrock Band recht vielseitig.
 
Als krönender Abschluss meines ersten Tages (den Headliner schenke ich mir schon fast traditionell) folgt dann als I-Tüpfelchen ENDLESS BOOGIE. Fatalerweise hab ich der Band um Paul Major bis dato nie Beachtung geschenkt – erst im Vorfeld des Freak Valley hab ich mich ein bissel in ihren Backkatalog eingehört.
Was soll ich sagen? Den Namen ENDLESS Boogie tragen die Herrschaften völlig zurecht. Wo andere Bands bis zu 10 Songs in den Auftritt reinpacken würden, da schaffen Major & Co gerade mal deren drei („Imprecations“, „Vibe Killer“ und „Smoking Figs in the Yard“). Ausufernd isses, aber niemals langweilig … irgendwann ist man völlig in ihrem Rhythmus gefangen und kommt selbst nach Ende des letzten Songs erstmal gar nicht mehr so richtig raus. Danach hätte eh nix mehr kommen können – so ging es mir beim letzten FV schon nach dem Gig von Brant Bjork und Sean Wheeler. ENDLESS BOOGIE sind für mich nicht nur das Highlight des Tages, sondern am Ende des Festivals auch Gesamtsieger.

Bild Bild
 
Mein zweiter (und somit der insgesamt dritte) Festivaltag wird eröffnet von REVVNANT, dem Side-Project von Black Lung's Drummer Elias Schutzmann, der hier multitasking-mäßig mit Keyboards, Klampfe und Gesang gleich dreifach aktiv ist.
Obwohl in diesem Jahr der Live-Tag zwei Stunden später als sonst und somit erst um 14 Uhr los geht, schaffen es REVVNANT nicht so richtig, mir die Müdigkeit aus den Knochen zu treiben. Die Mischung aus Elektronik, Psychedelic und was weiß ich noch ist entweder zu anspruchsvoll oder zu belanglos, um mich zu packen … ich kann mich immer noch nicht entscheiden, was es war. Für das Zuhören nebenbei okay, aber zu mehr reicht es nicht.

 
2. Tag / 2. Band:

Mit DJIIN erwartete mich dann das erste kleine Überraschungshighlight des Tages. Die aus Rennes stammenden Franzosen lieferten eine kuriose Mischung aus Stoner, Psychedelic, 70er Jahre Kraut und nem Hauch Prog ab. Im Mittelpunkt stand Sängerin Chloe, die wie eine kleine, hysterische Waldelfe an ihrer Elektroharfe rumzupfte und – neben ihrem ansonsten herrlichen Gesang – öfters einige nicht so ganz menschliche Töne von sich gab. Ein Gig voller Energie – danach dürfte auch der letzte Müdigkeitsfanatiker wach gewesen sein.


 
2. Tag / 2. Band:

Mit DJIIN erwartete mich dann das erste kleine Überraschungshighlight des Tages. Die aus Rennes stammenden Franzosen lieferten eine kuriose Mischung aus Stoner, Psychedelic, 70er Jahre Kraut und nem Hauch Prog ab. Im Mittelpunkt stand Sängerin Chloe, die wie eine kleine, hysterische Waldelfe an ihrer Elektroharfe rumzupfte und – neben ihrem ansonsten herrlichen Gesang – öfters einige nicht so ganz menschliche Töne von sich gab. Ein Gig voller Energie – danach dürfte auch der letzte Müdigkeitsfanatiker wach gewesen sein.


:)Schön, dass du die Kapelle und besonders Chloé PANHALEUX auch ähnlich gesehen und gehört hast, wie ich.
Ich habe sie den Forum-Musikfreunden im "Frauenpower"- und im "NichtvondieserWelt"-Thread vorgestellt, mit ablehnender oder wenig Resonanz. Vermutlich muss man sie live gesehen und gehört haben, um eine Begeisterung entwickeln zu können....
 
:)Schön, dass du die Kapelle und besonders Chloé PANHALEUX auch ähnlich gesehen und gehört hast, wie ich.
Ich habe sie den Forum-Musikfreunden im "Frauenpower"- und im "NichtvondieserWelt"-Thread vorgestellt, mit ablehnender oder wenig Resonanz. Vermutlich muss man sie live gesehen und gehört haben, um eine Begeisterung entwickeln zu können....
Ich hatte und habe schon immer nen Hang zu Sängerinnen der etwas anderen Art ... Debbie Harry, Kate Bush, Nina Hagen, Siouxsie usw. ... sie alle hatten in ihrer Stimme und/oder ihrem Auftreten etwas, das aus dem Rahmen fiel und das mich dementsprechend schon in meiner Jugend geprägt hat. Und Chloe hat auch dieses gewisse Etwas ... mit dem sicherlich nicht jeder gleich klarkommt. Aber hey, die verpassen echt was!
 
Zuletzt bearbeitet:
2. Tag / 3. Band :

Vorgeschichte: Eigentlich sollten am Mittwoch als vierte Band des Tages „Witchcraft“ auf der Bühne stehen. Die mussten aber relativ kurzfristig absagen, so dass stattdessen „My Sleeping Karma“ ins Billing rutschen, da ein Teil von ihnen eh anwesend sein sollte, der dann wiederum am Freitag mit „The Great Escape“ das Freak Valley rocken sollte …
So weit, so gut. Das Ende vom Lied war dann allerdings, dass Bassist Matte erkrankte und beide Bands dementsprechend auch wieder absagen mussten. Pech für die einen, Glück für die anderen: GLASGOW COMA SCALE packten nach einem Anruf der FV-Verantwortlichen mal fix ihren Kram und düsten von Frankfurt nach Netphen … und nutzen die Gunst der Stunde voll und ganz!
Generell bin ich ja eigentlich schon immer mit den Instrumental-Bands auffem Freak Valley gut gefahren … Monkey3, Tuber, Toundra, Yuri Gagarin usw. waren immer Garanten für ausgezeichnete Auftritte und zählen nicht umsonst zu meinen Lieblingen. Und auch dieses Mal sollte ich nicht enttäuscht werden. Die Herren von GCS hatten sichtlich Spaß und der übertrug sich auch auf das mittlerweile doch recht zahlreich vorhandene Publikum. Definitiv eine Band, die ich mir schnellstmöglich wieder anschauen werde.

Setlist:
01. Urania
02. Magik
03. Syntagma
04. Southern Crosses
05. Sonda
06. Day 366

Bild Bild
 
2. Tag / 4. Band :

Die nächste Band war einer meiner heimlichen Favoriten: DAILY THOMPSON aus meiner alten Heimat Dortmund. In München hatte ich sie vor 5 ½ Jahren schon einmal gesehen, aber irgendwie sprang an diesem Abend der Funke nicht über.
Auf dem Freak Valley sollte es an diesem Tag gaaaaanz anders werden – von der ersten Minute an verbreiteten die beiden Herren und die Dame eine Spielfreude, bei der man die zwei verlorenen Jahre schnell vergessen möchte. Das Ehepaar an Gitarre und Bass spielte sich gegenseitig immer wieder die Bälle zu … und der Oldschool-Punker an den Drums unterlegte das alles mit dem nötigen Wumms. Von mir aus hätten die Ruhrpottler noch ne Stunde weiterzocken dürfen, obwohl es echt bockheiß war und man nach wenigen Minuten eigentlich schon total ausgelaugt war. Fazit: Hömma … war dat geil oder wat?

Setlist:
01. She's So Cold
02. Cantaloupe Melon
03. Slow Me Down
04. Cosmic Cigar
05. Nimbus

Bild Bild
 
2. Tag / 5. Band :

Auf GREEN LUNG war ich dann sehr gespannt. Die Band aus London hatte vor 3 Jahren mit ihrem Debutalbum „Woodland Rites“ nicht nur in meinen Poll gehörig Staub aufgewirbelt. Mittlerweile hat sich die Band zu einer regelrechten Kulttruppe in der Szene gemausert und mit „Black Harvest“ letztes Jahr ein ähnlich starkes Album nachgelegt.
Vorschusslorbeeren gab es also reichlich … denen sie zumindest bei mir nicht 100%ig gerecht wurden. Ich hatte anfangs arge Probleme mit dem Gesang zurecht zu kommen, der live doch deutlich weniger markant ist als auf Platte. Ansonsten war es aber eine starke und vor allem energiegeladene Vorstellung, bei der die Instrumentalisten dann auch zeigen konnten, was sie auf dem Kasten haben.
Festivalübergreifend gehörten GREEN LUNG jetzt nicht zu meinen absoluten Highlights … dafür hatten Bands wie Endless Boogie, Daily Thompson, Mondo Generator etc einfach auch absolute Sahnetage erwischt … aber es war dennoch ein töfter Auftritt.

Setlist:
01. The Harrowing
02. Old Gods
03. Call Of The Coven
04. Upon The Altar
05. The Ritual Tree
06. May Queen
07. Reaper's Scythe
08. Leaders Of The Blind
09. Graveyard Sun
10. Woodland Rites

Bild Bild
 

Das aktuelle Magazin

Oben