EAV - Monsterball ist überall

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CaptainMorgan

Guest
Dass es hier noch keinen Thread für diese absolute Kultband aus Österreich gibt ist ja fast schon eine Schande. Wobei: Genremäßig doch irgendwo schwer einzuordnen. Ist das Pop? Rock? Oder gar was Anderes? Egal was es ist, die Kombination aus Musik, pfiffigen und teils bissigen Texten und Eingängigkeit ist das, was die ERSTE ALLGEMEINE VERUNSICHERUNG im Musikkosmos so einzigartig macht. Getragen von Eberhartingers Stimme (mit liebenswertem Grazer Akzent), Spitzers satirische Lyrics und einem immer passenden Musikteppich bekommt so ziemlich jeder sein Fett weg, egal ob Nazis, Kapitalisten, US-Präsidenten, die Spaßgesellschaft oder kleinbürgerliche Spießer.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Das Problem ist, das die Truppe von vielen in die reine Klamauck Ecke gestellt werden, was sie zweifelsohne nicht sind. Auf den ersten Blick wirken viele Texte sehr albern (besonders in den Anfangsjahren), was sich aber auf den letzten Alben endgültig in ernste Texte, verpackt in typische EAV Musik gewandelt hat. In Österreich gehören sie zum Kulturerbe.
 
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CaptainMorgan

Guest
Das Problem ist, das die Truppe von vielen in die reine Klamauck Ecke gestellt werden, was sie zweifelsohne nicht sind. Auf den ersten Blick wirken viele Texte sehr albern (besonders in den Anfangsjahren), was sich aber auf den letzten Alben endgültig in ernste Texte, verpackt in typische EAV Musik gewandelt hat.
Hm. würde ich nicht so sehen. Die ersten zwei, drei Alben bis einschließlich "Spitalo Fatalo" waren hier und da auch schon ziemlich deutlich, wenn auch etwas filigraner verpackt (z.B. "Total verunsichert", "Spitalo finalo". "Afrika (ist der Massa gut bei Kassa)" um ein paar Beispiele von der "Spitalo Fatalo" zu nennen. Etwas "klamaukiger" wurde es eigentlich erst mit dem Album "Geld oder Leben", das zugleich der erste, richtige kommerzielle Erfolg der Band war. Natürlich war das auch noch teilweise bissig, aber es gab auch Einiges was mehr "Comedy" als "Satire" war. Einen ersten Schwenk zurück zu mehr Satire gab es dann wieder mit "Neppomuks Rache". Hier haben es EAV aus meiner Sicht meisterhaft geschafft, gesellschaftskritik gut in vordergründig lustige Songs zu verpacken ("Ding Dong", "Samurai", "Wo ist der Kaiser?"), aber auch wieder, wie in ihren Anfangstagen, wieder sehr deutlich werden ("s'Muaterl", "Es steht ein Haus in Ostberlin"). Erst mit "Nie wieder Kunst (wie immer)" ging man dann wieder eher in die "Klamauk"-Richtung. Erst mit "Neue Helden braucht das Land" aus dem Jahr 2010 hat man nochmal die satirischen und auch direkten Botschaften ausgepackt.
 

passionplayer

Aktives Mitglied
Das ist soweit alles richtig, die größere Öffentlichkeit hat sie ja auch erst mit dem Album "Geld oder Leben" (Banküberfall) wahrgenommen, das Rezept wurde dann natürlich dank größerer Verkäufe lange beibehalten. Wir sind uns aber einig, das alle Phasen der Band großen Spass machen. (Trotz manchmal böser und satirischer Texte)
 

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